TEXXOL MINERALÖL AG WARNLISTEN-DAUERGAST

TEXXOL MINERALÖL AG WARNLISTEN-DAUERGAST

Die Informationsvielfalt ist riesig, Banken, Versicherungen und andere Finanzanbieter überbieten sich mit vollmundigen Beschreibungen ihrer „Qualitäts-Produkte“.  Aufpassen sollte man bei den Finanzanlagen als Sparplan der Texxol Mineralöl AG aus dem norddeutschen Buchholz. Deren Angebote tauchen auf der Warnliste der Stiftung Warentest auf. Raffiniert wird dabei in den Produktbeschreibungen der Hinweis ignoriert, dass Anleger ein Totalverlust-Risiko und eine Nachschusspflicht haben. Und das kann ganz bittere Konsequenzen mit sich führen: Nicht nur, dass sämtliches eingezahltes Kapital verloren ist, sondern auch dass der noch nicht eingezahlte Restbetrag des Sparplans dem Insolvenzverwalter zu überweisen wäre.

Dabei hört sich alles – bei oberflächlicher Betrachtung –  gut bei der Texxol Mineralöl AG an: Angesprochen werden hauptsächlich Kleinanleger, die sich mit monatlichen Sparraten ab 50.- Euro am Unternehmen als stille Teilhaber beteiligen. Nach bereits einem Jahr soll es lukrative Ausschüttungen geben. Allerdings ist es eine unternehmerische Beteiligung ohne Rechte und Sicherheiten. Allein auf Prognosen baut das Sparplan-Modell auf. Die Firma erwirbt Förderrechte für Öl- und Gasbohrungen in Texas (USA) und beteiligt die Investoren anteilig an den Gewinnen. >> Wenn welche anfallen <<. Vor dem Hintergrund von fördertechnischen Risiken, Währungsrisiken und hohen Basiskosten des Emittenten, den sogen. Weichkosten in Höhe von 20%, scheint das eher ein kühner Plan als eine realistische Einschätzung zu sein.