ASE INVESTMENT AG BETRUG AN 2.500 ANLEGERN?

Der Schweizer Martin Schlegel, Vermögensverwalter, aus Gipf Oberfrick und Wohnsitz Bangkok wurde schon einmal verhaftet, aber nicht angeklagt. In Bangkok (2012) lebte Schlegel bis 2012 ehe er nach Deutschland überstellt wurde. Anfang 2015 durfte er nach einem Schuldgeständnis in vorzeitigen Strafvollzug. Der Prozess findet nicht wie geplant im Bezirksgerichts in Laufenburg statt, sondern in der Laufenburger Straße 1, in Eiken.
Vermögensverwalter Martin Schlegel wird wegen gewerbsmäßigen Betrugs, qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung angeklagt. Er steht im Verdacht, als Chef der ASE Investment AG in Fricktal (Aargau) 2.500 Anleger um rund 157 Millionen Euro geprellt zu haben. Wieder einmal ließen sich tausende Anleger von einer utopischen Rendite von 18 Prozent p.a. locken. Schlegel war ebenfalls bei der im Betrugsdelikt eingebundenen Max Entertainment Group dabei. Die ASE kaufte Aktienpakete von dieser Firma – diese suggerierte, Kampfsport-Events zu organisieren.

Die Vorstände, ebenfalls wegen Betruges angeklagt, dieser Max Entertainment Group, der Stuttgarter Aktienerfinder Hans Jürgen Käfer und dessen Frau Karin Käfer, wurden am 15. Juli 2014 in ihrem Villenanwesen in Lachen am Zürichsee verhaftet. Sie schafften es zwischen 2006 bis zum Verbot 2007 des Aktienhandels, ohne echte Zielinvestitionen, von 340 Anlegern rund 60 Millionen Euro einzusammeln. Die Schweizer Polizei stellte von den 60 Millionen Euro nur noch 74.000 Euro sicher. Ihr Verfahren ist abgetrennt von Martin Schlegel. Neben dem geständigen Martin Schlegel wird jedoch der einstige ASE-Verwaltungsratspräsident Simon Müller aus Hellikon in der Schweiz, sowie ein ehemaliger Kundenberater der Baseler Kantonalbank BKB auf der Anklagebank sitzen. Die Angeklagten wurden wegen gewerbsmäßigen Betrugs, qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung und wegen mehrfacher Urkundenfälschung angeklagt. Das teilte die Aargauer Staatsanwaltschaft am Montag Fraudanwalt mit.

Zum Ärgernis der vielen geschädigten Anleger weisen die Beschuldigten gemäß Staatsanwaltschaft jegliche Schuld von sich.

Die ASE Investment agierte als externe Vermögensverwalterin und bot Kunden Devisenhandel in unterschiedliche Produkten an. Bei der Vermögensverwaltungstätigkeit der ASE kam es im Laufe der Zeit zu diversen massiven Unregelmäßigkeiten, wie die Staatsanwaltschaft festhält.

Dem Hauptbeschuldigten Martin Schlegel wird insbesondere vorgeworfen, dass er die bei seiner Anlagetätigkeit seit 2006 erlittenen Verluste verheimlicht und stattdessen den Anlegern fiktive Gewinne ihrer Anlagen vorgetäuscht hat. Ähnliche Fälle sind auch aus Deutschland und den USA bekannt.

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