NEHMEN ES KSH AG-BERATER MIT DER WAHRHEIT NICHT SO GENAU?

Natürlich ist es einfacher, einen Kunden zum Abschluss eines Vertrages zu bewegen, wenn man ihm nicht die ganze Wahrheit sagt, sondern stattdessen die Risiken verschweigt oder galant umschreibt. So geschehen bei KSH Capital Partners AG, deren „Beratungstechniken“ schon des Öfteren angemahnt wurden. Dass am Ende ein Totalverlust-Risiko beim Abschluss einer Beteiligung in ein Öl- und Gasinvestment stehen kann, davon wird am liebsten bei den Beratungsgesprächen nicht gesprochen. Doch genau darauf kommt es an, wenn ein Kunde eine Geldanlage tätigt, die risikoarm und sicher sein soll – statt hochspekulativ und riskant.

Mit vollmundigen Formulierungen den Anleger gekonnt einwickeln, dazu noch einen Gebührensatz von 3% auf die Einlage als unerheblich abtun, dafür aber die herausragenden Erträge „über den grünen Klee loben“, darauf verstehen sich die Kundenberater der Lübecker Anlagefirma KSH AG unter der Leitung des Geschäftsführers Christoph Heyke. Einem vielbeschäftigten Mann, der in sechs verschiedenen der KSH AG zugeordneten Unternehmen verantwortlich ist. Vielleicht bleibt dabei nicht viel Zeit, um die Kundenberater vernünftig zu schulen, oder diesen mal die Beratungsrichtlinien genau zu erläutern. Auch die von Fraudanwalt des Öfteren zitierten Resch Rechtsanwälte haben mehrfach moniert, dass prognostizierte Renditen unrealistisch seien und somit eine Täuschung (mit Arglist?) der Kunden vorliegt.

Ein immer wiederkehrendes Muster bei Unternehmen aus der Finanzbranche, die ihrer Sorgfaltspflicht bei der Aufklärung nicht genüge tun. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass die KSH AG mehr als 55 Mio. Dollar von ihren Investoren eingesammelt hat. Bei 3% Agio entfallen schlappe 1,65 Mio. Dollar auf die Berater. Ein schönes Sümmchen. Verwaltungskosten noch nicht mitgerechnet. Apropo Falschberatung: Jeder Kunde hat die Möglichkeit, gegen eine falsche Aufklärung und gegen fehlerhafte Beratung gegen das Unternehmen zu klagen und Schadenersatz zu fordern. Wenn das konsequent umgesetzt würde, könnte man schnell eine Lawine lostreten, die jedes Unternehmen ins Schlingern bringen könnte. Die Rechtsanwälte Seimetz & Kollegen behaupten sogar, dass noch erheblich höhere Beträge unrechtmäßig in die Taschen der Emittentin fließen.

Der Vorwurf des Betruges beim KSH Energy Fund IV wird hierbei klar in den Raum gestellt. Und so reihen sich Vorwurf an Vorwurf aneinander, so dass letztendlich dem cleveren Anleger nichts anderes übrig bleibt, als schleunigst seine „sieben Sachen“ zu nehmen und diesen Angeboten der KSH AG den Rücken zu kehren.

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