GREEN CITY ENERGY AG: WER EINMAL LÜGT, DEM GLAUBT MAN NICHT

GREEN CITY ENERGY AG: WER EINMAL LÜGT, DEM GLAUBT MAN NICHT

Green City Energy AG steht in der Kritik und das zu Recht, ist die Meinung der Redaktion fraudanwalt.com. Das Thema ist nicht neu in der Finanzbranche:  Um Geld einzusammeln, lässt mancher schon mal Fünfe gerade sein. Und gibt vor, aus einer Mücke keinen Elefanten machen zu wollen, und dann im Verkaufsgespräch unterläßt, dem Kunden ein Investment von A-Z genauestens zu erklären, und ein so unschönes Wort wie Total-Verlust gar nicht erst in den Mund zu nehmen.

Allerdings sieht die Wahrheit bei den als sicherheitsorientiert bezeichneten Nachrangdarlehen etwas anders aus: Wenn’s um die Wurst geht, bzw. ums liebe Geld, wird der Anleger nachrangig behandelt, d.h. alle anderen Forderungen werden befriedigt, bevor der Anleger noch einen Krümel vom Kuchen bekommt.

Der neueste Coup der Firma, eine „Bürger-Aktie“ – im September 2016 auszugeben, sollte bei jedem Interessenten einen schalen Geschmack auf der Zunge hinterlassen. Erinnern wir uns nur an die „Volks-Aktie“ der Telekom vor gut 20 Jahren. Die hat Tausenden Investoren viel Leid und Tränen eingehandelt, als sie plötzlich den Rückwärtsgang einlegte, obwohl sie vorher als „Unverlierbar“ eingestuft worden war. Und dabei handelt es sich um einen Dax-Wert, ein Milliardenunternehmen.

Green City Energy AG dagegen ist eine Zusammenstellung von Öko-Typen, die als moderne Weltverbesserer trotzdem einen geschärften Blick für den schnöden Mammon entwickelt haben, und sogar so dreist sind, den „Alternativen Gedanken“ in den Vordergrund zu stellen und dabei die Grundrisiken rhetorisch gekonnt in den Hintergrund zu stellen.

Der Anteilseigner wird beim Aktienerwerb  somit Mitbesitzer der Firma, trägt also auch das volle unternehmerische Risiko. Bis hin zum…  Sie wissen schon: Totalverlust. Korrekt ist das nicht, und dafür hagelt es dann Kritiken.

Übrigens bevor wir jetzt die Geschäftstüchtigkeit des Vorstands vergessen, sei gefragt, wie sieht es eigentlich mit den hohen Verlusten in Höhe von satten 5,8 Mio. Euro aus, die das Unternehmen bis Ende 2014 angesammelt hat? Konnten die getilgt werden, oder sind Weitere dazu gekommen? Das wird die 2016er Bilanz demnächst zeigen. Immerhin hat das Öko-Unternehmen noch Verbindlichkeiten bis 2023 und 2033 bei seinen Anlegern. Das ist ein verdammt langer Zeitraum, in dem niemand weiß, ob das Unternehmen bis dahin überhaupt noch geschäftstüchtig ist. Bei einem DAX-Unternehmen sollte man sich da keine Sorgen machen, bei einem kleinen Mittelständler wie Green City Energy AG allerdings schon.