FIRMENGESTRÜPP VON ANDREAS MANKELS 7×7 UNTERNEHMENSGRUPPE UNDURCHSICHTIG

FIRMENGESTRÜPP VON ANDREAS MANKELS 7×7 UNTERNEHMENSGRUPPE UNDURCHSICHTIG

Die Emittentin 7×7 Sachwerte GmbH & Co. KG, mit Sitz in der Plittersdorfer Straße in Bonn, unter der Leitung von Andreas Mankel, sammelt Kapital von Kleinanlegern ein und investiert es in Photovoltaikanlagen oder Immobilien. Das Investorengeld wird auf die übliche Masche von unseriösen Solarakteuren besorgt. Nicht nur über hochriskante Nachrangdarlehen, sondern auch über Unternehmensanleihen werden Kleinanlegergelder in das Firmengestrüpp der 7×7 Unternehmensgruppe gepumpt. Die letzte Erfolgsmeldung der 7×7 Unternehmensgruppe ist schon einige Tage her.

2014 verzeichnete eigenen Aussagen zur Folge die 7×7 Gruppe einen 20%igen Zuwachs des Investorenkapitals. Die „7×7 Sachwertanleihen“, wie Andreas Mankel sie gerne nennt, werden von der 7x7invest AG herausgegeben.

Er selbst bezeichnet die brandgefährliche Investition als „sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Geldanlagen“ für Stiftungen und Kirchengemeinden. Ob wirklich institutionelle Investoren beteiligt sind oder ob die 7×7 nur Kleinanlegern das Geld aus der Tasche zieht, bleibt zunächst unklar – echten Referenzen oder anderweitigen Transparenzbemühungen geht Mankel aus dem Weg. Und das nicht ohne Grund.

7×7 Unternehmensgruppe das nächste Millionengrab?

Die German Pellets-Pleite wurde zum Albtraum vieler Kleinanleger. In der Hauptrolle Peter Leibold, warb ähnlich wie Mankel, mit Investments in Erneuerbare Energien – in diesem Fall Heizpellets fraudanwalt berichtete.

Andreas Mankel macht es mit seiner 7×7 Geldmaschine etwas anders, vielleicht zurückhaltender, aber damit nicht weniger ungefährlich für Kleinanleger. Er schreibt auf der Unternehmenshomepage: “Mit unseren Sachwertanleihen investieren Sie in ökologische und soziale Ziele und tragen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Sie erzielen damit eine Rendite, mit der sie Ihre eigenen Ziele verwirklichen können“. Etwas weiter heißt es: Neben dieser Anlageform erfreuten sich vor allem die sogenannten Nachrangdarlehen großer Nachfrage: „Damit ermöglichen wir vielen Privatanlegern mit kleinerem Budget, indirekt in Sachwerte wie Immobilien oder Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu investieren“, so Mankel. Na klar, wird sich jetzt einer denken – die Kleinanleger reißen sich um hochriskante Nachrangdarlehen, bei denen sie die Möglichkeit haben, das gesamte Kapital zu verlieren. Viele wissen es nicht besser, denn nur selten kommen Worte wie Totalverlust oder Risiko aus dem Mund eines Vertrieblers der 7×7 Unternehmensgruppe oder der „Inhouse-Agentur“ Facesso – die ihre eigene zwielichtige Rolle im Fimengestrüpp der 7×7 Unternehmensgruppe spielt.

In den Jahren 2015 und 2016 hat das windige Unternehmen einen dicken Jahresfehlbetrag erwirtschaftet. Die Ursachen für die negativen Jahresergebnisse der Geschäftsjahre 2015 und 2016 liegen insbesondere in den Emissionskosten, dazu zählen Provisionen und Agio. D.h. von jedem eingesammelten Euro fließen ohne dass überhaupt Geld investiert wurde, Kapital in die tiefen Taschen von Andreas Mankel. Denn erinnern wir uns an die Unternehmensmeldung von 2014, als das verwaltete Kapitalvolumen angeblich auf 30 Mio. Euro anstieg –  wo ist es hin? Was ist mit dem Geld passiert, wenn die 7×7 Unternehmensgruppe es schafft, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Fehlbeträge zu erwirtschaften?

Gekaufte Werbung als redaktioneller Bericht getarnt

Unter der Überschrift: “Alternative Geldanlagen: Investieren in die Kraft der Sonne“ auf einer der Seite von focus.de, findet sich ein redaktioneller Bericht über Solarinvestments – aber nur auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, dann wird jeder schnell erkennen, dass dies nur gekaufte Werbung ist. Rechts neben dem Bericht, relativ unscheinbar, steht ein Impressum – darin findet sich wieder die Inhouse-Agentur der 7×7 Unternehmensgruppe – Facesso. Als Ansprechpartner wollte Andreas Mankel nicht persönlich auftauchen und spannte einen Mitarbeiter vor den Karren. Warum kauft sich 7×7 redaktionelle Werbung? Weigern sich seriöse Medien über das Unternehmen zu berichten, wenn ja warum? Wegen der kontinuierlichen Jahresfehlbeträge, die der windige Investor fabriziert, oder doch deshalb, weil viele Anzeichen auf die nächste Geldverbrennungsmaschine hindeuten?