GENOGEN EG: STAATSANWALTSCHAFT ERMITTELT WEGEN BETRUG

GENOGEN EG: STAATSANWALTSCHAFT ERMITTELT WEGEN BETRUG

Die GenoGen eG mit Hauptsitz im beschaulichen Borken warb einmal mit dem Slogan -„Immer sicher und flexibel wohnen mit Vermögensbildung“. Dieses Versprechen konnte die GENO Wohnbaugenossenschaft eGgegenüber ihren Mitgliedern nunmehr nicht mehr einhalten – die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Verantwortlichen Maik Paul wegen bandenmäßigen Betrugs. Fraudanwalt rät Genossen dringend davon ab ihre Ratensparverträge weiterhin zu bedienen, unklar ist, wie viel Geld veruntreut wurde.

Mutmaßliches Schneeballsystem GenoGen eG

Den Hausbau über einen Mietkauf zu finanzieren sei lukrativer, als einen Baukredit bei der Bank aufzunehmen, propagierte Maik Paul, Vorstand und mutmaßlicher Anlagebetrüger von GenoGen. Mit lediglich 10 Prozent Eigenkapital und ohne Schufa-Auskunft käme jeder Genosse schuldenfrei zu seiner Wunschimmobilie. Nach verschleppten Hauptversammlungen in den abgelaufenen Jahren, zusätzlichen Unregelmäßigkeiten bei der Zuteilung von Genossenschaftsgeldern – droht Maik Paul der Knast und den Genogen-Geschädigten der Totalverlust.

Es sollte jeder Genosse einen Zuteilungstermin erhalten, um die ihm bereitgestellten Mittel für seinen Immobilienbau- oder kauf einzulösen. Die unmittelbare Wartezeit ist abhängig davon, ob Gelder in Form von Sofort-oder Ratenzahlungen in die Genossenschaft fließen, die Höhe der Differenz der Einzahlungssumme zum prognostizierten Immobilienwert, und das wichtigste Kriterium: ob die Verfügbarkeit der Mittel bei der Genossenschaft gewährleistet ist. Doch der Zuteilungstermin ist keinesfalls verbindlich und kann sich auch nach sieben Jahren Wartezeit weiter nach hinten verschieben oder komplett entfallen, weil z.B. die Staatsanwaltschaft dem mutmaßlichen Schneeballsystem ein Ende bereitet.

Genossenschaftsgelder zweckentfremdet?

Immobilien wurden einige Zeit durch Mietzahlungen eingezogener Genossen und derjenigen, die erst frisch angeworben wurden, finanziert. Dem Werbespruch „Nur ausschließlich Eigenkapital“ zu folgen, sah Maik Paul die Dringlichkeit, Gelder aus Immobilienverkäufen zu beschaffen. Und zu einer besseren Erklärung des Geschäftsmodells. Eigentlich war Zweck des Ganzen von Beginn an ein Schneeballsystem aufzubauen, denn nur durch immer neue Anleger konnte das Konstrukt und luxuriöse Leben der Vorstandsmitglieder am Laufen gehalten werden. Engen Mitarbeitern zur Folge sind Gelder auf schwarze Konten im nahen EU-Ausland über neugeründete Scheingesellschaften geflossen. Ist die Genogen Genossenschaft der nächste große Anlegerskandal? Die Redaktion bleibt dran.