LANXESS EINE EMPFEHLUNG FÜR KAPITALANLEGER

LANXESS EINE EMPFEHLUNG FÜR KAPITALANLEGER

Steigende Aktienkurse bei steigenden Zinsen — so wie 2016 aufhörte, kann es nicht lange weitergehen. Denn höhere Zinsen bedeuten für gewöhnlich sinkende Unternehmensgewinne und damit fallende Aktienkurse. Aber kommt es dazu wirklich? In den nächsten Monaten kann auch das gegenteilige Szenario eintreten und der Versuch der US-Notenbank, die Zinsen zu erhöhen, genauso verpuffen wie vor zwölf Monaten.

Mit Unternehmensbonds sind Anleger in einer Situation wie dieser ganz gut beraten. Ein Papier wie die Hybridanleihe des 2004 von Bayer abgespaltenen Chemiekonzerns Lanxess hat ein Ertrags- und Risikoprofil, das irgendwo zwischen Dividenden und Schuldtitel liegt. Geboten wird ein vergleichsweise hoher Coupon (4,5 Prozent). Dafür fällt die Anleihe bei einer Insolvenz noch vor den konventionellen Firmenbonds aus. Eine Gefahr, die indes überschaubar ist. Die Ratingagenturen sehen Lanxess bei BBB-, also knapp über der Grenze zu Ramschniveau.

Hybridanleihen werden normalerweise weit vor der Fälligkeit (2076) und, wenn es irgendwie geht, zum ersten möglichen Rückzahlungstermin getilgt (2023). Das Volumen bei Lanxess ist mit 500 Millionen Euro groß genug und mit einer Stückelung in 1000-Euro-Portionen zugleich klein genug, um auch für Privatanleger attraktiv zu sein.

Läuft alles nach Plan, bietet das Papier (WKN: A2DACG) zum Kurs von 103 Euro eine Rendite von 4 Prozent bei einer Laufzeit von sechseinhalb Jahren. Eine gute Zwischenlösung für alle, die nicht wissen, wie es an den Börsen weitergeht.