STEINER + COMPANY RUFT ANLEGERSCHÜTZER AUF DEN PLAN

STEINER + COMPANY RUFT ANLEGERSCHÜTZER AUF DEN PLAN

Hamburg scheint ein guter Nährboden zu sein für Firmen, die mit Geldanlagen ihr Brot verdienen (wollen). Wo man hinschaut, überall sind Adressen von Fondsgesellschaften, Vermögensverwaltern, Emissionshäusern oder Kapitalanlagegesellschaften. Umso häufiger findet sich unter diesen, Unternehmen, die sich wortgewandt auf Webseiten präsentieren, die tollsten Renditen versprechen oder sich hochtrabend Emissionshaus 2.0 nennen.

So, auch Steiner + Company, die sich in der Fuhlentwiete 14, in 20355 Hamburg niedergelassen haben. Vollmundig gibt man die Anlagestrategie zum Besten. Zitat: „Risikostreuung ist das wichtigste Attribut zur Bewahrung und Erreichung von Performance – sprich Kapitalerhalt und Ertrag.“ Dass das Risiko in den Anlagen allgegenwärtig ist und damit ein Totalverlustrisiko wie ein Damoklesschwert über den Investments schwebt, haben neben Fraudanwalt auch andere wie die Anlegerschutzkanzlei Seimetz Rechtsanwälte aus Ottweiler warnend den Finger gehoben.

Viel schlimmer ist das vernichtende Urteil vom Portal „graumarktinfos.de“, welches davon ausgeht, dass die angebotenen Direktinvestments und Nachrangdarlehen die Vermutung nahelegen, dass hier ein Totalverlust droht. Frei nach dem Motto: „Wer zu viel Geld hat, kann es dann auch gleich aus dem Fenster werfen.“  Sehr deutlich wird dieser Vorwurf beim hauseignen Produkt MAP Green, ein Investment in ein „grünes“ Alternativ-Portfolio, dessen hohes Anlagerisiko glattweg verschwiegen wird. Dass da die Anlegerschützer auf den Plan treten, ist doch selbstverständlich. Vielversprechend sieht anders aus!       Interessanterweise schaffen es all diese selbsternannten Anlageprofis und Portfolio-Manager immer wieder sich ihr Klientel an Land zu ziehen, und manchmal über Jahre oder Jahrzehnte deren Gelder zu verwalten, hin und her zu schieben und riesige Summen an Verwaltungskosten, Agios und Provisionen einzusacken.

Ein Blick auf den Fuhrpark dieser Firmen lässt erahnen, wieviel Gelder der Kunden oder Mandanten in die tiefen Taschen der Gründer oder des Managements geflossen sind. Einen VW Golf oder Polo finden sie dort nicht. Und nicht zu vergessen die gewaltigen Mieten, die man in der Hafenstadt an der Elbe berappen muss, wenn man nur halbwegs repräsentativ irgendwo residieren will. Das geht richtig ins Geld – oder besser gesagt: ins Kundengeld! Auch wenn wir uns an dieser Stelle wiederholen: Jeder, der Geld anlegen will, sollte sich die Mühe machen, im Vorfeld der Investition genau zu recherchieren über Management, Performance und Firmenhistorie. Manchmal öffnet einem das im letzten Moment die Augen und bewahrt einen vor Schlimmerem.