TIMBERFARM GMBH: ALLES KAUTSCHUK ODER WAS?

Die Modestadt am Rhein, Landeshauptstadt und Metropole der Eleganz und modischer Trends, hat so einiges zu bieten für den wohlhabenden Kunden des ausgefallenen Geschmacks. Und ausgerechnet hier hat sich der selbsternannte Kautschuk-Kenner Maximilian Breidenstein mit seiner Firma Timberfarm GmbH niedergelassen, um den unerfahrenen Anlegern ihr Geld aus den Taschen zu ziehen. Mit illustren Investorenreisen nach Panama, an den Ort der Plantagen und mit illusorischen Renditeversprechen jenseits der 10% schafft er es immer wieder, den gutgläubigen Investoren den Traum von renditestarken Investments zu verkaufen. Wer darauf hereinfällt hat sicherlich vergessen die kritische Berichterstattung mehrerer Anleger-Magazine und die Warnmeldungen von Anwälten und Anlegerschützern zu lesen bzw. zu beachten. Denn Kautschuk-Investments sind hochriskant, mit viel zu langer Laufzeit versehen und nichts für Menschen, die einen konservativen Anlagehorizont haben.

Die Banken haben ihr Zinsniveau auf 0,1 – 0,5% p.a. abgesenkt. Der frustrierte Kunde macht sich also auf den Weg, um in der weiten Welt der Finanzanlagen sein Glück zu finden. Was muss das für eine Erleuchtung sein, quasi wie der Stern von Bethlehem, wenn ihm dann ein Öko-Investment der Firma Timberfarm vor die Füße fällt. Geschmückt mit den modernen Begriffen wie Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit oder Baumzertifikat. Ein Umweltinvestment der guten und humanen Art, das zur Aufforstung der geschröpften Wälder dieser Welt beitragen soll. Und den Investor zur Belohnung auch noch reich macht. Ein schöner Traum, eine Seifenblase der Illusion. Finger weg von Kautschuk-Anlagen, welche keine sichere Rückzahlung der Einlagen garantieren. Beim Blick in den bunten Prospekt des Unternehmens bleibt alles beim Ungefähren, nebulös umschrieben und ohne verbindliche Zusagen.

Natürlich, M. Breidenstein und seine Mannen finden das total in Ordnung, schließlich lebt es sich im schönen Düsseldorf mit seinem mondänen Ambiente wie dem Medienhafen oder der teuren Königsallee nicht gerade preiswert. Und wer was sein will, der muss hier klotzen statt kleckern. Mit dem kleinen VW-Golf am La Tarrazza vorzufahren um zu dinieren, gehört sich nicht. Standesgemäß muss es mindestens ein 5er BMW oder besser noch der flotte 911er sein. Aber wer zahlt die teuren Leasingraten und die horrenden Mieten? Alles klar, die Antwort kennt nur der Kautschuk und sein Begründer. Fürchterlich, mit welcher Fantasie hier an den Formulierungen für die Broschüren gewerkelt wird, um möglichst authentisch zu wirken. Dabei steht es im Internet überall geschrieben: Zusammengefasst arbeitet der Timberfarm-Vertrieb mit drei Argumenten für die Kautuschuk-Investments in Panama: Sicherheit, Rendite und Umweltschutz. Bei näherer Betrachtung erweisen sich die vermeintlichen Vorteile weitgehend als Luftblasen. Mit schön-färberischen Verkaufstricks werden Anlegern riskante Graumarktprodukte verkauft. Versprochen werden von den Initiatoren „garantiertes Wachstum“, „garantierter Ertrag“, „garantierter Wertzuwachs“ sowie „sichere und garantierte Einkünfte“, die sich in „überdurchschnittlichen Renditen“ niederschlagen. Zudem wären die Vermögensanlagen „inflationsgeschützt“ und „jederzeit handel- und veräußerbar“, behauptet Timberfarm.
Woher das Unternehmen die vollmundigen Thesen nimmt, verbirgt sich in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die muss man genau lesen, um am Ende festzustellen: Das weiße Gold der Kautschuk-Bäume macht nur die Wenigsten reich. Oder besser noch: Seinen phänomenalen Ideenreichtum läßt sich der Kautschuk-König M. Breidenstein angemessen bezahlen. Weißte Bescheid!

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