WINDKRAFTANLAGENBAUER SENVION GEHT DIE LUFT AUS

Die ehemalige REpower Systems, heute Senvion S.A mit Sitz im Steuerparadies Luxemburg steht vor einem Umbruch. Volle Auftragsbücher, konkurrenzfähige Technologie und eine exzellente Wirtschaftlichkeit wird dem Deutschlandsitz von Senvion in Hamburg zugesprochen. Dennoch plant das Unternehmen jede zweite Vollzeitstelle in Deutschland zu streichen. Grund dafür, ist nach Angaben von Beschäftigten, die unstillbare Geldgier in der Führungsebene. Aber auch für Außenstehende und die Familien der Betroffenen wird es schwersein zu erklären, weshalb der enorme Jahresgewinn nicht ausreicht, um die erfolgreiche Belegschaft zu erhalten. Gleich drei Standorte in Deutschland stehen vor dem aus – Husum, Barnim und Bremerhaven. Obwohl es den Standort Bremerhaven noch am glimpfigsten trifft – dort wird „nur“ eine Abteilung für Rotorenblätter in Ausland verlagert.

Senvion-Führung schweigt und genießt den Aktiensprung

Die Unternehmensführung von Senvion in der Hauptrolle der Rheinländer Kai Froböse, will die Angelegenheit nicht kommentieren. Zu peinlich erscheint es den beiden angesichts von Millionen Gewinnen der Belegschaft unter die Augen zu treten und warum auch? Senvion befindet sich nach wie vor in der Hand von Finanzinvestoren, deren einziges Ziel es ist – noch mehr Geld zu scheffeln. Den Aktionären scheint der Renditebringer die Senvion-Aktie über allem zu stehen, auch über Moral und einem sozial-ökonomischem Verhalten.

Der wenig talentierte Immo von Fallois gibt sich gerne als Pressesprecher. Am Mittwoch vergangener Woche war selbst er leicht beschämt als er erklären musste, dass sein Vorgesetzter Froböse die Standorte immer unter Beobachtung im Hinblick auf Produktivität und Auslastung hält. Was sieht Senvion, wenn es die Standorte beobachtet? Ein äußerst gewinnbringendes Unternehmen, mit allein in Deutschland 1200 Mitarbeitern und vollen Auftragsbüchern sowie engagierten Mitarbeitern. Doch Mitarbeiter bringen nur Geld ein, weniger Mitarbeiter bringen noch mehr Geld ein, denn dann spart man die Löhne.

Das Ende bei Senvion ist besiegelt

Mitarbeiter von allen drei Standorten meldeten sich bei der Redaktion-Fraudanwalt und berichten, dass die Anzeichen für einen Umbruch nicht mehr von der Hand zu weisen sind. Seit Wochen werden ständig neue Kollegen entlassen. Aber das Katz und Mausspiel mit der Belegschaft geht noch weiter. In der letzten Woche verschwanden wie von Zauberhand in internen Systemen die Aufträge, die vorher bis in den Oktober hinein vorgemerkt waren. Dieses Verhalten von Senvion gegenüber seinen Mitarbeitern ist katastrophal. Obwohl die Senvion-Aktie durch die Entlassungswelle kurzzeitig steigt, gehen Analysten von Fraudanwalt von einer Kurskorrektur aus – der Imageschaden, den Senvion erleidet – ist nicht mit noch so viel Kapital zu begleichen.

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