DNL REAL INVEST AG: SCHNEEBALLSYSTEM MIT ERFAHRUNG?

Die DNL Real Invest AG sammelt auf dem deutschen Kapitalmarkt Anlegergelder ein und soll eigenen Aussagen zur Folge in US-Gewerbeimmobilien investieren. Überall im Südosten der USA, ganz gleich, ob in Tennessee, North Carolina oder in Florida – erwirtschaftet die DNL Real Invest AG seit Jahren stabile Renditen. Oder doch nicht? Ist alles nur ein großes Schneeballsystem?

Bernard L. Madoff, der größte Betrüger in der Finanzgeschichte konnte auch wie die DNL Real Invest AG, seine Investoren mithilfe eines ausgeklügelten Schneeballsystems täuschen, in dem er immer einen Teil ausschüttete und einen weit Größeren in seinem Privatleben verprasste. Insgesamt 65 Milliarden Dollar konnte er vorbei an den wachsamen Augen der Öffentlichkeit veruntreuen. Sein Erfolgsrezept, also das Vehikel, um Milliarden Dollar einzusammeln, war ein Blindpool. Dabei musste er niemandem Rechenschaft ablegen, worin der Blindpool investiert. Sehr seltsam, dass auch DNL Real Invest mit Sitz in Düsseldorf auf einen Blindpool setzt, der Vorteil liegt klar auf der Hand: Man muss niemandem erklären, wohin das Anlegergeld strömt – solange immer ein Teil aus dem vermeintlichen Schneeballsystem zurück an die Anleger fließt – solange wird schon keiner misstrauisch werden…

Das eingesammelte Kapital von DNL Real Invest soll in unterbewertete Gewerbeimmobilien investiert werden. Das Unternehmen bleibt allerdings Fakten schuldig und flüchtet in Erfolgsmeldungen, beispielsweise jüngst als „9,6 Millionen Dollar ausgeschüttet wurden“. Die Methoden von DNL Real Invest erinnern aber nicht nur an den Betrüger Madoff, sondern auch an Schäfer & Köller, die ebenfalls Tausende Investoren um ihr Erspartes brachten. Vor einer Woche waren die S & K-Betrüger geständig. Ihr Modell funktionierte nach außen ähnlich wie das von DNL Real Invest. Die Anlagebetrüger wollte Wohn- und Gewerbeimmobilien aus Zwangsversteigerung oder einem anderen Grund, der eine Unterbewertung der Immobilie zur Folge hatte, erwerben – danach sanieren und teuer weiterverkaufen. Oder im besten Fall kurz halten und dann mit Aufschlagen weiterverkaufen. Über 300 Millionen Euro haben die beiden Frankfurter mit ihrem Schneeballsystem bestehend aus hunderten Firmen, veruntreut.

Das Firmen-Gestrüpp um die DNL Invest AG sowie um die DNL Real Investoren AG umfasst mehr als 100 Unternehmen und wird dem „Partner“ TSO – The Simpson Organization, zugeordnet. Doch auch das ist nicht die letzte Parallele zu S & K, denn beide sind auch Werbepartner von Finanzwelt gewesen. Und was das bedeutet, weiss jeder, der den Grauen Kapitalmarkt kennt.

Finanzwelt unter der Leitung von Dorothea Schöneich, kassierte von S & K neben Geldern in mindestens sechsstelliger Höhe, einen Lamborghini und einen Beratervertrag. Im Gegenzug schrieb das Wiesbadener Magazin „schöne Berichte“ über die Finanzgauner und deren Geschäftsmodell. Was für ein Zufall, dass die DNL aus Düsseldorf ebenfalls schöne, auszeichnende Berichte in der Finanzwelt hat. Aber es kommt noch dicker. Unterlagen die der Redaktion vorliegen, legen nahe, dass DNL unter der Leitung von Vorstand Kathrinchen van der Biezen-Kunz im Jahr 2013 eine Anzeige auf einer Doppelseite gekauft hat – Preis – unbekannt.

Bei Anlegern sollten die Alarmglocken aufheulen. 400 Millionen Euro von mehr als tausend Anlegern wurden dem „Familienunternehmen“ um Wolfgang J. Kunz anvertraut. Das Anlegergeld steckt in den DNL Funds TSO-DNL Fund I bis IV. Der TSO-DNL Active Property LP ist neu, aber unserer Meinung nach nicht weniger gefährlich für Kleinanleger. Genaue Angaben wohin das Geld fließt, gibt es nicht und die DNL Invest AG zeigt sich intransparent, auch wenn gekaufte Werbung bei NTV etwas anderes suggerieren soll.

*rechter Seitenrand. http://firmen.n-tv.de/sachwertinvestments.html

STAATSANWALTSCHAFT ERMITTELT GEGEN PWB-ANLEGERANWÄLTE

Der graue Kapitalmarkt hat schon viele Anleger um ihr Erspartes gebracht. Dubiose, geldgierige Finanzjongleure haben in den vergangenen 30 Jahren Beträge in Milliardenhöhe veruntreut. Jedoch sind es nicht nur die Finanzgauner selbst, die Anlegern ihr Kapital rauben, sondern auch die besondere Gattung von Anwälten – die Anlegerschutzanwälte. Damit soll jetzt Schluss sein, verspricht der Staat! Und er scheint seinen Worten auch Taten folgen zu lassen.

Die Staatsanwaltschaft Gera hat heute die Bürogebäude der berüchtigten Mandantenfänger PWB Rechtsanwälte durchsucht und soll den Jenaer Rechtsanwalt für Kapitalanlage- und Haftungsrecht, Matthias Kilian, von der Kanzlei PWB Rechtsanwälte „auf dem Kicker“ haben, berichtet ein Vertrauter von PWB-Rechtsanwälte. Die „Anlegerschutzanwälte“ von der Kanzlei PWB haben bereits vor zwei Jahrzehnten mit dem Serienerpresser Heinz Gerlach zusammengearbeitet und waren auch in der Folgezeit immer wieder in unrühmliche Themen verwickelt – wie an dem Betrug an Geschädigten der Göttinger Gruppe.

Dutzende Kisten mit Verträgen und Abrechnungen wurden sichergestellt, berichtet ein Augenzeuge gegenüber Fraudanwalt. Wie brisant die Unterlagen sind, werden die kommenden Tage zeigen, wenn erste Ergebnisse veröffentlicht werden.

Wurden Sie auch Opfer von Anlegerschutzanwälten? Schreiben Sie (anonym) an uns: [email protected]

RICHTER HAUS GMBH: GEKAUFTES RATING, MANIPULIERTE BEWERTUNGEN?

Da werden wir dann doch hellhörig: Kunden berichten von Bewertungen, die sie nach anonymen Drohungen zurückgenommen haben und von zu vielen guten Bewertungen, die sich nicht decken mit den Erfahrungswerten vieler Kunden, die einfach unzufrieden und teilweise richtig böse sind. Rechtsanwalt Norman Buse ist auf der Lauer, wenn Bauherren ihre schlechten Erfahrungen mit Richter Haus publik machen.

Beim Blick in die Suchmaschine finden sich vermehrt Beiträge und Bewertungen, die negative Inhalte widerspiegeln. Auf einigen von ihnen werden mit krassen Formulierungen klare Statements abgegeben, die gespickt sind mit Unmutsäußerungen und Kritik.

Das lässt vermuten, dass das Bauunternehmen Richter Haus Kapital in Verschleierung investiert. Dazu gibt es genügend 5-Sterne-Bewertungen, die nicht so recht ins Bild passen. Dann wiederum sind die gefundenen Bewertungen in so kleiner Anzahl, dass man glauben mag, die Firma ginge stümperhaft beim Versuch vor, das Bewertungsbild positiv zu gestalten. Da kann der Pressespiegel im Internet nicht unbedingt das retten, was bereits vorher in Scherben gegangen ist. Das Bemühen um positive Resonanz kann man Richter Haus nicht absprechen, schließlich haben einige Redakteure den vollen Kübel des Lobes auf das Hausbauunternehmen ausgeschüttet.

Alles echt, oder alles gekauft? Oder wie es heutzutage üblich ist: teure Werbung schalten für positive Berichterstattung im Gegenzug. Wer will das genau wissen? Schön ist es nicht, aber der Konkurrenzkampf ist halt groß bei den Häusle-Erbauern. Parallel hierzu äußern sich viele „User im Netz“ überrascht darüber, dass so wenig echte Referenzen zu finden sind. Die Kunden möchten sich schlau machen, doch die Richter Haus GmbH hat scheinbar wenig anzubieten. Dann soll zumindest das Wenige, was angeboten wird, gut aussehen. Da fehlt dann nur noch eine Bewertung der KPMG, die mit fragwürdigen Wirtschaftsprüfungsbescheiden von sich reden machen.

Man ist geneigt zu sagen: „Nomen est omen“. Soll heißen: Der Name Richter Haus steht für Sparsamkeit, die typische Schwaben-Mentalität – daher vielleicht der sparsame Auftritt, mit wenig Nachhaltigkeit. Die vielen kleinen Belobigungen und Siegel, die man auf der Webseite findet, sind nur ein schwacher Versuch, dem Ganzen etwas mehr „Volumen“ zu geben. Doch der Kunde, der im Netz sehr genau recherchiert und nachhakt, lässt sich nicht einfach so mit Plattitüden abspeisen – und das ist auch gut so. Denn ein Hausbau-Projekt ist eine einmalige und kostspielige Sache. Da will der Baupartner wohl überlegt und ausgesucht sein. Wie so oft, wenn man im Internet die Webauftritte der Hausbaufirmen untersucht, fehlen die eindeutigen Hinweise auf die sehr hohen Bau-Nebenkosten, die oft nur unzulänglich besprochen werden.

Andauernd in den Medien kritisiert, wird es nach wie vor vernachlässigt, ausreichend darüber aufzuklären. Auch bei Richter-Haus fehlt die Rubrik „Baunebenkosten“. Lieber ein paar „Gütesiegel“ weniger, stattdessen ein eigenes, eindeutig gekennzeichnetes Kapitel mit den Nebenkosten, die bis zu 25% der gesamten Baukosten ausmachen können. Das ist nichts, was man so nebenbei im Verkaufsgespräch mal ansprechen kann. Nein, das sind entscheidende Fakten und Zahlen, die ein ganzes Bauprojekt ins Wanken bringen können. Die Richter Haus GmbH jedenfalls glänzt auch hier mit „schwäbischer Sparsamkeit“. Zum Leidwesen der Bauherren? Schicken Sie uns Ihre Erfahrungen mit Richter Haus an [email protected]

10 TIPPS, UM FINANZBETRÜGER ZU ENTLARVEN

Finanzgeschäfte ohne Risiken – existieren nicht, selbst dann nicht, wenn ein findiger Verkäufer es Ihnen glaubhaft machen will!

Auf dem europäischen Kapitalmarkt treten immer wieder Anbieter mit betrügerischen oder illegalen Methoden auf, die sich auf Kosten von Anlegern bereichern. Beachten Sie die 10-Tipps von Fraudanwalt und verringern Sie aktiv die Wahrscheinlichkeit, Opfer betrügerischer Anbieter zu werden.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und auch die der Geldanlage. Gerade wenn es um Ihr Geld geht. Angebliche Traumrenditen von 15-20% sollen Anleger zu Investitionen verleiten. Seien Sie deshalb vorsichtig bei Angeboten, die schlicht zu gut sind – um eben wahr zu sein.

Oft handelt es sich um Veruntreuungs- und Betrugsvehikel wie Schneeballsysteme, Insiderhandel oder Finanzvertriebe, die hohe Renditen versprechen. Zu Beginn werden diese – zur Vertrauensbildung – oft auch bezahlt. Am Schluss erhalten die Investoren ihr Geld jedoch nicht zurück. Den letzten Einsteiger im Schneeballsystem beißen bekanntlich die Hunde.

10 Fraudanwalt-Tipps gegen Finanzbetrug:

 

  1. Zeit nehmen, um über Geldanlagen und Investitionen zu entscheiden. Niemals unter Druck setzten lassen.
  2. Treffen Sie vor dem Abschluß einer Geldanlage eigene Regeln über Anbieter und Produkte. Niemals von Hochglanzbroschüren oder geschicktem Telefonmarketing blenden lassen. Suchen Sie im Internet Informationen zu den Anbietern und Produkten. Aber Vorsicht, manche Berichterstattung ist Verleumdung – wir kennen die üblichen Verdächtigen.
  3. Überprüfen Sie, ob die Anbieter über eine Bewilligung der Bafin verfügen. 
  4. Überprüfen Sie auch, ob die Anbieter auf der Warnliste von Fraudanwalt stehen. Falls ja, sind Vorsicht und Zurückhaltung empfehlenswert.
  5. Überprüfen Sie die Bonitätsauskunft von Anbietern mit Firmenindex. Häufige Änderungen des Firmennamens, der Adresse oder der Zeichnungsberechtigten sollten Sie misstrauisch machen.
  6. Überlegen Sie bei Anbietern oder Angeboten aus dem Ausland stets, an wen Sie sich bei Problemen wenden können. Prüfen Sie wie, gegen wen, wo und zu welchen Kosten Sie allfällige Ansprüche geltend machen können.
  7. Nutzen Sie fraudanwalt im Internet. Hinweise von verunsicherten oder bereits geschädigten Anlegern sind ein Warnzeichen und werden von der Redaktion veröffentlicht.
  8. Vergleichen Sie die Produkte, Kommissionen und in Aussicht gestellten Renditen mit anderen Anbietern. Vorsicht ist besonders dann angesagt, wenn die Angebote deutlich besser sind als vergleichbare von Instituten, die eine Bewilligung der Bafin haben.
  9. Setzen Sie nie alles auf eine Karte. Verteilen Sie Ihre Geldanlagen auf mehrere Produkte. Risikodiversifikation.
  10. Vergegenwärtigen Sie sich diese Grundregel: Hohe Renditeaussichten sind immer mit hohen Verlustrisiken verbunden. Verluste sind oft realer als rasche Gewinne, also Finger weg von dubiosen Geldanlagen.

 

CITYLINE 2 UND DER LUFTHANSA-TRICK

Der bislang härteste Tarifkonflikt in der Geschichte der Lufthansa, mit dem größten Streik in der Unternehmenshistorie, ist vor fast genau einem Jahr zu Ende gegangen. Über die Details der Vereinbarung wollten damals beide Seiten, eingeschlossen dem Schlichter Matthias Platzeck zunächst nicht an die Öffentlichkeit tragen. Schließlich musste die Lufthansa nachgeben und dem Flugpersonal samt den Piloten eine Lohnerhöhung zusichern. Aber die Lufthansa wäre nicht Deutschlands führender Flugkonzern, wenn sie nicht bereit wäre – ganz tief in die Trickkiste zu greifen. Denn höhere Kosten will der Vorstand auf keinen Fall akzeptieren, berichtet ein Vertrauter der Redaktion-Fraudanwalt.

Die Lufthansa-Führung plant den jüngsten, vergleichsweise teuren Tarifkompromiss mit ihren Konzernpiloten zu nutzen, um auch im Langstreckengeschäft einen neuen, günstiger operierenden Billigableger zu etablieren. Vorbild ist die Kurzstreckentochter Eurowings, die dem Cockpitpersonal deutlich weniger zahlt als die Mutter. Um die Zusatzausgaben für die geplante Vergütungserhöhung der Piloten wieder einzuspielen, sollen 40 bestellte Jets, die eigentlich für die Lufthansa gedacht waren, ab Herbst 2018 bei einer neu gegründeten Gesellschaft landen. Erste Details will der Aufsichtsrat bereits in seiner nächsten regulären Sitzung am 15. März diskutieren und beschließen. Das Vorhaben läuft inoffiziell unter dem Projektnamen „Cityline 2″, in Anlehnung an die früher für den Regionalverkehr zuständige Lufthansa-Tochter. Sie betreibt heute ausgewählte Langstreckenverbindungen sowie Zubringerdienste in die Verkehrsdrehscheiben Frankfurt und München. Bei ihren Plänen beruft sich die Lufthansa-Spitze unter anderem auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln vom vergangenen Oktober. Demnach darf die Bezahlung der Flugzeugführer bei neu gegründeten Ablegern von den angestammten, seit Jahrzehnten bestehenden Konzernstandards abweichen.

Vorstandgehälter 2016 bei Lufthansa enorm gestiegen

Der Kostendruck bei der Lufthansa ist gewaltig, dennoch stiegen die Gehälter des Vorstands im vergangenen Jahr um 10 Prozent. Im Vergleich dazu: Das Bodenpersonal fordert eine Gehalterhöhung von einem Euro. Die Hauptversammlung des Dax-Konzerns genehmigte vor 9 Monaten mit 89,5 Prozent Zustimmung eine neue, höhere Gehaltsstruktur für die fünfköpfige Führungsmannschaft um Carsten Spohr. Die variablen Teile des Gehalts wurden seinerzeit an neue Kennziffern gekoppelt und sollten so rund zehn Prozent über dem damaligen Niveau liegen, dies bestätige Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber. Carsten Spohr hat nach dem alten System im vergangenen Jahr inklusive Aktienoptionen und Rentenansprüchen knapp 3,2 Millionen Euro nach 2,74 Millionen Euro im Jahr 2014 verdient.

Seine Bezüge sollen in der neuen Struktur mit einem Plus von rund 300.000 Euro stärker steigen als die der übrigen Vorstandsmitglieder, die 100.000 Euro mehr mit nach Hause nehmen. Damit soll der Abstand zwischen dem Chef und den anderen Top-Managern vergrößert werden. Auch hier dienten andere Dax-Konzerne als Maßstab. Die Lufthansa ist aufgrund dieses Schrittes bei den eigenen Kapitalanlegern in Misskredit geraten. „Obwohl der Vorstand keine nennenswerten Erfolge vorlegen kann, sondern andauernde Lohneinbußen für die Belegschaft bringt gibt es eine satte Gehalterhöhung“, kritisiert ein hochrangiger Anlegeranwalt gegenüber Fraudanwalt.

WINDKRAFTANLAGENBAUER SENVION GEHT DIE LUFT AUS

Die ehemalige REpower Systems, heute Senvion S.A mit Sitz im Steuerparadies Luxemburg steht vor einem Umbruch. Volle Auftragsbücher, konkurrenzfähige Technologie und eine exzellente Wirtschaftlichkeit wird dem Deutschlandsitz von Senvion in Hamburg zugesprochen. Dennoch plant das Unternehmen jede zweite Vollzeitstelle in Deutschland zu streichen. Grund dafür, ist nach Angaben von Beschäftigten, die unstillbare Geldgier in der Führungsebene. Aber auch für Außenstehende und die Familien der Betroffenen wird es schwersein zu erklären, weshalb der enorme Jahresgewinn nicht ausreicht, um die erfolgreiche Belegschaft zu erhalten. Gleich drei Standorte in Deutschland stehen vor dem aus – Husum, Barnim und Bremerhaven. Obwohl es den Standort Bremerhaven noch am glimpfigsten trifft – dort wird „nur“ eine Abteilung für Rotorenblätter in Ausland verlagert.

Senvion-Führung schweigt und genießt den Aktiensprung

Die Unternehmensführung von Senvion in der Hauptrolle der Rheinländer Kai Froböse, will die Angelegenheit nicht kommentieren. Zu peinlich erscheint es den beiden angesichts von Millionen Gewinnen der Belegschaft unter die Augen zu treten und warum auch? Senvion befindet sich nach wie vor in der Hand von Finanzinvestoren, deren einziges Ziel es ist – noch mehr Geld zu scheffeln. Den Aktionären scheint der Renditebringer die Senvion-Aktie über allem zu stehen, auch über Moral und einem sozial-ökonomischem Verhalten.

Der wenig talentierte Immo von Fallois gibt sich gerne als Pressesprecher. Am Mittwoch vergangener Woche war selbst er leicht beschämt als er erklären musste, dass sein Vorgesetzter Froböse die Standorte immer unter Beobachtung im Hinblick auf Produktivität und Auslastung hält. Was sieht Senvion, wenn es die Standorte beobachtet? Ein äußerst gewinnbringendes Unternehmen, mit allein in Deutschland 1200 Mitarbeitern und vollen Auftragsbüchern sowie engagierten Mitarbeitern. Doch Mitarbeiter bringen nur Geld ein, weniger Mitarbeiter bringen noch mehr Geld ein, denn dann spart man die Löhne.

Das Ende bei Senvion ist besiegelt

Mitarbeiter von allen drei Standorten meldeten sich bei der Redaktion-Fraudanwalt und berichten, dass die Anzeichen für einen Umbruch nicht mehr von der Hand zu weisen sind. Seit Wochen werden ständig neue Kollegen entlassen. Aber das Katz und Mausspiel mit der Belegschaft geht noch weiter. In der letzten Woche verschwanden wie von Zauberhand in internen Systemen die Aufträge, die vorher bis in den Oktober hinein vorgemerkt waren. Dieses Verhalten von Senvion gegenüber seinen Mitarbeitern ist katastrophal. Obwohl die Senvion-Aktie durch die Entlassungswelle kurzzeitig steigt, gehen Analysten von Fraudanwalt von einer Kurskorrektur aus – der Imageschaden, den Senvion erleidet – ist nicht mit noch so viel Kapital zu begleichen.

MURPHY’S GESETZ ZEIGT SICH NUN AN DEUTSCHLANDS WIRTSCHAFT

Für die deutsche Wirtschaft werden bald harte Zeiten eintreffen. So lautet die neueste Hiobsbotschaft der Ökonomen. Für den sich auf Deutschland anschleichenden Nebelschleier, der die Konjunktur lahmlegt, gibt es allerdings nicht nur einen Grund. Viele verschiedene Faktoren fließen zusammen und bewegen ihn ganz nach Murphy’s Gesetz nahezu gleichzeitig in unsere Richtung.

So rückt beispielsweise der BREXIT immer näher. In den kommenden Wochen werden das Ober- und Unterhaus dem Austritt aus der Europäischen Union voraussichtlich zustimmen und in spätestens 2 Jahren werden die Briten dann offiziell kein Mitglied der EU mehr sein. Vor dem Referendum waren die Befürchtungen der wirtschaftlichen Konsequenzen für Deutschland schon groß – nun erhärten sie sich. Am stärksten wird es jüngsten Einschätzungen nach die Automobilbranche treffen. Für die ohnehin schon durch Klagewellen gepeinigten Unternehmen VW und deren Tochter Audi, die zurzeit zusätzlich mit Klagen aus „Down Under“ überrollt werden, spielt der britische Absatzmarkt eine wichtige Rolle. BMW betreibt dort gleich mehrere Werke. Auch der Finanz- und Versicherungssektor werden vom Ausstieg nicht verschont bleiben. Knapp 60.000 Mitarbeiter werden derzeit in der Finanzstadt London beschäftigt. Doch auch Branchen wie Transport und Logistik bergen zuvor nicht berücksichtigte Herausforderungen. Insgesamt ist der Einfluss des BREXIT’s für deutsche Unternehmen unumgänglich. Bereits nach dem BREXIT-Votum verlor der britische Pfund gegenüber dem Dollar immens an Wert. Der Sinkflug wird sich nach offiziellem Austritt auch nicht ändern. Zwar hätten die dort ansässigen deutschen Firmen geringere Kosten, dafür aber auch weniger Gewinne.

 

Weiterhin tritt nun langsam aber sicher die unerwünschte Kehrtwende der monetären Wertentwicklung ein. Um eine Deflationsspirale zu vermeiden, die eine anhaltende Wirtschaftskrise auslösen würde, und nicht zuletzt auch den eigenen Staatshaushalt zu verbessern, führte die Europäische Zentralbank (EZB) die Niedrigzinspolitik ein. Für den privaten Sparer bilden sich in dieser Zeit keinerlei Vorteile – im Gegenteil: Altersarmut wird zu einem immer präsenter werdenden Problem. Selbst Finanzminister Schäuble kritisierte die EZB für die langanhaltende Nullzinspolitik und beschrieb diese als Ruinierung der Altersvorsorge. Doch Unternehmen und Banken können praktisch zinsfrei Kredite aufnehmen und damit Investitionen tätigen. Doch die Stimmen der Kritiker und Gegner dieses Vorgehens werden immer lauter. Schließlich prophezeiten sie die Kehrtwende zur Inflation, da das Geld aus der EZB praktisch nur so herausströmte. Nun ist es soweit. Aufgrund der steigenden Inflationsrate sinkt die Kaufkraft der Konsumenten. Zudem legen die Deutschen, die allgemein für ihr Sparverhalten und ihre Investitionen in risikoarme Anlageprodukte bekannt sind, ihr Geld wegen der nahe bei 0 % liegenden Zinsen nur noch ungern an. Dementsprechend unterstützt paradoxerweise die eigentlich als Gegenmaßnahme zur Wirtschaftskrise eingeführte Niedrigzinsphase die Flaute der Konjunktur.

Doch nicht nur in Deutschland sieht es düster aus. Die allgemeine Weltkonjunktur befindet sich in der Stagnationsphase. Jedes Wachstum erreicht irgendwann sein Ende. Das zeigt sich wieder einmal an China. Das seit 20 Jahren steil aufsteigende Land, was stets und voller Stolz Wirtschaftswachstumszahlen im zweistelligen Bereich präsentierte, zieht sich nun kleinlaut zurück. Denn auch im Reich der Mitte setzt der Stillstand, wenn nicht sogar Rückgang, ein. Das Problem: Als zweitgrößte Volkswirtschaft und größte Handelsnation der Welt haben ihre ökonomischen Herausforderungen internationale Auswirkungen. So wird vor allem auch Deutschlands Maschinenbauindustrie unter den Folgen leiden. Zudem hatte sich die Bundesrepublik als Ziel gesetzt, die Exporte weiter auszuweiten und nicht zuletzt damit die deutsche Wirtschaft anzukurbeln. Mit China als dem aktuell wichtigsten Handelspartner, werden die Export-Rekordzahlen wohl eher nicht weiter übertroffen werden können.

Die Frage hierbei ist nicht, ob die Prognosen sich bewahrheiten, sondern eher, inwieweit die Konsequenzen reichen werden. Staaten und Banken müssen nun Stärke, Kompetenz und vor allem Einfallsreichtum beweisen, um Deutschland aus dieser prekären Lage zu befreien, damit die Beschäftigungsrate, die Produktivität und somit der Wohlstand weiter wachsen können.

DIE DÜSTEREN ZEITEN DER SOLARBRANCHE SIND VORBEI

Seit mehreren Jahrzehnten bereits wird Sparern mit der Ausweitung des Aufbaus und Förderung von Photovoltaikanlagen eine neue Investitionsmöglichkeit mit attraktiven Renditen geboten. Dieses Angebot an sicheren und ertragreichen Sachanlagen dankbar annehmend, sprangen viele private und institutionelle Anleger auf den Öko-Zug und profitierten von der technischen Weiterentwicklung erneuerbarer Energien. Nicht zuletzt rührt dieses Interesse von dem allmählichen Umdenken der Gesellschaft und der steigenden Sensibilisierung für die Umwelt. Vor allem aber wurde die Investition in Solar- und Photovoltaikanlagen von der Regierung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die darin festgelegten garantierten Einspeisevergütungen stark unterstützt. Doch trotz der stetig gestiegenen Begeisterung für die diese umweltfreundliche und renditereiche Anlagemöglichkeit erlebte die Solarbranche ab Ende 2011 eine große Krise. Schuld hierfür wird den Asiaten gegeben, die ihre Produkte aufgrund von staatlicher Hilfe zu teilweise illegalen Dumpingpreisen auf den Markt schossen und so den Preisverfall verursachten. Viele etablierte und erfolgreiche Unternehmen wie Solon SE und Solar Millennium konnten die Zeit nicht überstehen, weil sie mit dem starken Preisverfall nicht mithalten konnten und rutschten somit in die Insolvenz. Die Nachfrage nach der gewinnbringenden Investitionsanlage schien dennoch nicht zu sinken – im Gegenteil, das einzige, was während der Solarkrise weiter nach oben schoss, war die Nachfrage. Denn die Investoren verloren nicht ihren Mut und steckten Ihr Geld weiterhin in laufende Anlagen, da hier bis heute attraktive und planbare Renditen geboten werden. Mit den immer weiter sinkenden Systempreisen für die Errichtung neuer PV-Anlagen, den stabilen Einspeisevergütungen und den neuen Vergütungsmodellen scheint der Nebelschleier, der die Solarbranche einst umhüllte, verflogen zu sein. Langsam aber sicher verschwinden die roten Zahlen aus den Büchern der Solarmodulhersteller und der Neubau von PV-Anlagen kann weiterwachsen. Dies ist aber vor allem den weiterhin optimistisch gebliebenen Anlegern zu verdanken. Denn Die Nachfrage steigt weiterhin, glaubt man aktuellen Statistiken.

Die Redaktion-Fraudanwalt verschafft den Lesern einen durchdringenden Einblick in den Kapitalmarkt. Jetzt seid ihr an der Reihe!

Sendet einen digitalen Leserbrief an [email protected] und schreibt hinein, welches Solarunternehmen interviewt werden soll. Die Company mit den meisten Nennungen erhält die einmalige Chance innerhalb eines Interview‘s mit Fraudanwalt-Chefredakteur Roland Berger-Fridar ihr Geschäftsmodell zu präsentieren. Einsendeschluss ist der 10.03.2017.

TIMBERFARM GMBH: ALLES KAUTSCHUK ODER WAS?

Die Modestadt am Rhein, Landeshauptstadt und Metropole der Eleganz und modischer Trends, hat so einiges zu bieten für den wohlhabenden Kunden des ausgefallenen Geschmacks. Und ausgerechnet hier hat sich der selbsternannte Kautschuk-Kenner Maximilian Breidenstein mit seiner Firma Timberfarm GmbH niedergelassen, um den unerfahrenen Anlegern ihr Geld aus den Taschen zu ziehen. Mit illustren Investorenreisen nach Panama, an den Ort der Plantagen und mit illusorischen Renditeversprechen jenseits der 10% schafft er es immer wieder, den gutgläubigen Investoren den Traum von renditestarken Investments zu verkaufen. Wer darauf hereinfällt hat sicherlich vergessen die kritische Berichterstattung mehrerer Anleger-Magazine und die Warnmeldungen von Anwälten und Anlegerschützern zu lesen bzw. zu beachten. Denn Kautschuk-Investments sind hochriskant, mit viel zu langer Laufzeit versehen und nichts für Menschen, die einen konservativen Anlagehorizont haben.

Die Banken haben ihr Zinsniveau auf 0,1 – 0,5% p.a. abgesenkt. Der frustrierte Kunde macht sich also auf den Weg, um in der weiten Welt der Finanzanlagen sein Glück zu finden. Was muss das für eine Erleuchtung sein, quasi wie der Stern von Bethlehem, wenn ihm dann ein Öko-Investment der Firma Timberfarm vor die Füße fällt. Geschmückt mit den modernen Begriffen wie Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit oder Baumzertifikat. Ein Umweltinvestment der guten und humanen Art, das zur Aufforstung der geschröpften Wälder dieser Welt beitragen soll. Und den Investor zur Belohnung auch noch reich macht. Ein schöner Traum, eine Seifenblase der Illusion. Finger weg von Kautschuk-Anlagen, welche keine sichere Rückzahlung der Einlagen garantieren. Beim Blick in den bunten Prospekt des Unternehmens bleibt alles beim Ungefähren, nebulös umschrieben und ohne verbindliche Zusagen.

Natürlich, M. Breidenstein und seine Mannen finden das total in Ordnung, schließlich lebt es sich im schönen Düsseldorf mit seinem mondänen Ambiente wie dem Medienhafen oder der teuren Königsallee nicht gerade preiswert. Und wer was sein will, der muss hier klotzen statt kleckern. Mit dem kleinen VW-Golf am La Tarrazza vorzufahren um zu dinieren, gehört sich nicht. Standesgemäß muss es mindestens ein 5er BMW oder besser noch der flotte 911er sein. Aber wer zahlt die teuren Leasingraten und die horrenden Mieten? Alles klar, die Antwort kennt nur der Kautschuk und sein Begründer. Fürchterlich, mit welcher Fantasie hier an den Formulierungen für die Broschüren gewerkelt wird, um möglichst authentisch zu wirken. Dabei steht es im Internet überall geschrieben: Zusammengefasst arbeitet der Timberfarm-Vertrieb mit drei Argumenten für die Kautuschuk-Investments in Panama: Sicherheit, Rendite und Umweltschutz. Bei näherer Betrachtung erweisen sich die vermeintlichen Vorteile weitgehend als Luftblasen. Mit schön-färberischen Verkaufstricks werden Anlegern riskante Graumarktprodukte verkauft. Versprochen werden von den Initiatoren „garantiertes Wachstum“, „garantierter Ertrag“, „garantierter Wertzuwachs“ sowie „sichere und garantierte Einkünfte“, die sich in „überdurchschnittlichen Renditen“ niederschlagen. Zudem wären die Vermögensanlagen „inflationsgeschützt“ und „jederzeit handel- und veräußerbar“, behauptet Timberfarm.
Woher das Unternehmen die vollmundigen Thesen nimmt, verbirgt sich in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die muss man genau lesen, um am Ende festzustellen: Das weiße Gold der Kautschuk-Bäume macht nur die Wenigsten reich. Oder besser noch: Seinen phänomenalen Ideenreichtum läßt sich der Kautschuk-König M. Breidenstein angemessen bezahlen. Weißte Bescheid!

Ein Fall für die Fraudanwalt-Warnliste? Status: Beobachtung

FINANZIERUNGSQUELLE DER SCHATTENWELT

Schon im Jahr 2014 nahm der IS dank Steuern und Gebühren geschätzte 300 bis 400 Millionen Dollar ein; im Folgejahr sollen es bereits, so die Einschätzung von Fraudanwalt, bis zu 800 Millionen Dollar gewesen sein. Ausdrücklich warnt die Redaktion vor „ernsten Fehleinschätzungen“, die sich aus der Verkennung des „IsIs“ ergäben, der IsIs ist „fundamental anders“ als ältere terroristische Gruppen. Eine Organisation, die sich schon früh so unabhängig wie möglich gemacht habe von ausländischen Geldgebern und klassischer Terrorfinanzierung, sei aber auch mit traditionellen Antiterrorkonzepten nicht zu attackieren.

Im Kern lässt sich das Geschäftsmodell des IS so beschreiben: Die jeweilige Vorhut der Kämpfer investierte viel in die Unterwanderung und den Aufbau geheimdienstlicher Strukturen in den später zu erobernden Gebieten. Zum einen, um diese militärisch einzunehmen, zum anderen, um deren Bewohner ebenso erbarmunglos wie fantasievoll auspressen zu können. Zu diesem Zweck war die präzise Kenntnis aller Macht- und Besitzverhältnisse überaus dienlich. Immer neue Steuern, Strafen und Ablasszahlungen der zwischenzeitlich bis zu acht Millionen Untertanen des IS brachten der Gruppe umgerechnet Hunderte Millionen Euro ein.

Eine andere wichtige Einnahmequelle für den IS, war die Konfiszierung von Eigentum, also der Wiederverkauf von Grund und Boden, Häusern, Autos, aber auch Schmuck.

Es ist ein Geschäftsmodell, das zusammenbricht, wenn die Territorialstrategie nicht mehr funktioniert, der IS nicht mehr expandiert. Und das ist gerade der Fall. Seit Monaten verliert die Terrorgruppe Territorien, Menschen und Olquellen. Zwischen Sommer 2014 und November 2016 sind die vom IS kontrollierten Gebiete im Irak um 62 Prozent, in Syrien um ein Drittel zurückgegangen.

Noch 2014 bei der Einnahme der nordirakischen Stadt Mossul haben die Kämpfer der ISIS (Islamischer Staat im Irak und Großsyrien) in der dortigen Zentralbank 500 Milliarden irakische Dinar erbeutet, umgerechnet mehr als 420 Millionen US-Dollar. Damit sollten der Gruppe nun insgesamt rund zwei Milliarden Dollar für ihren „Heiligen Krieg“ zur Verfügung stehen. Woher das Geld genau kam, war allerdings umstritten. Iraks schiitische Regierung wirft Saudi-Arabien vor, die ISIS-Kämpfer zu unterstützen.

Schrumpft das Kalifat, schrumpfen dessen Einnahmen; die räuberische Beuteökonomie greift nicht mehr. Das Gesamtbudget der Gruppe habe sich so innerhalb von zwei Jahren ungefähr halbiert von geschätzten 970 Millionen bis zu 1,89 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf 520 bis zu 870 Millionen Dollar im vergangenen Jahr.

Mit weiterem Niedergang sei zu rechnen, da der IS in absehbarer Zeit auch Mossul im Nordirak verlieren werde, die größte Stadt, die er je eingenommen hat. Drei weitere Gründe benennt der Bericht, die sich negativ auf die Einnahmen des IS ausgewirkt hätten: die Entscheidung der Zentralregierung in Bagdad, die Gehaltszahlungen für ihre Angestellten in Mossul und anderen besetzten Gebieten einzustellen, die bis dahin dem IS zugutekamen; die Tatsache, dass die US-Luftwaffe seit Oktober 2015 Olförderanlagen und Tanklastzüge des IS bombardierte; und drittens, den Versuch, Schmuggelgeschäfte über die türkische Grenze zu unterbinden.

Nur auf jenen Bereich, der Europas Bevölkerung direkt bedroht, dürfte der Rückgang der IS-Finanzen geringe Auswirkungen haben: Terroranschläge. Denn deren Kosten sind minimal. Einer Schätzung französischer Behörden zufolge wurden für die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris nicht mehr als 20 000 Euro aufgewendet. Und sowohl die Brüsseler wie auch die Pariser Attentate wurden durch Kredite finanziert.