STEUERT GREEN CITY ENERGY AG „NACHHALTIG“ IN DEN KONKURS?

STEUERT GREEN CITY ENERGY AG „NACHHALTIG“ IN DEN KONKURS?

Die Green City Energy AG mit Sitz in München nennt sich selbst gern „alternativer Energiedienstleister“ und propagiert eine nachhaltige Energieversorgung resultierend aus dem Ausbau Erneuerbarer Energiequellen. Verbraucherschützer, darunter auch die Organisation Fraudanwalt wirft Green City Energy vor, nicht ausreichend auf Risiken in Verkaufsbroschüren oder Anzeigen hinzuweisen. Der Totalverlust könnte am Ende für die eintausend Anleger eintreten und die historischen Pleiten von Teldafax und Co. machen Investoren wenig Mut, dass es diesmal, ja diesmal wirklich anders läuft und sie ihr Geld zurückerhalten.Ein Blick in die Bilanz der Green City Energy AG zeigt nach Meinung von Chefredaktuer Berger-Fridar einen deutlichen Abwärtstrend der finanziellen Mittel innerhalb der Beteiligungen. Zudem stehen unplanmäßige Ausgaben für Lieferantenstreitigkeiten und Rechtsstreitigkeiten mit Kunden und Anlegern in Höhe von 2.169.179,90 € und damit rund 730 % höher als noch ein Jahr zuvor. Resultiert der dramatische Anstieg aus der wachsenden Unzufriedenheit der Green City Energie-Anleger? Diese Frage bleibt zunächst ungeklärt, allerdings wächst der Sturm gegen Green City in den sozialen Medien.

Ohne Erfahrung investieren? Nicht bei Green City Energy

Anleger sollten nicht allein auf Werbeversprechen vertrauen, sondern auf fundierte Fakten und Finanzzahlen. Dazu hilft ein Blick in die Eigenkapitalstruktur der Beteiligung, mit denen Green City Energy AG die versprochene Rendite verdienen will. Viele weisen ein negatives Eigenkapital aus und möglicherweise ungenügende liquide Mittel, um Forderungen nachzukommen. Das Kartenhaus ist so stabil wie das Fundament – fällt eine wichtige Säule, fällt das Kartenhaus.

GCE AG Windkraft – und Biogasbeteiligungen:

Die Beteiligung GCE Windpark Velburg GmbH erreichte ein negatives Eigenkapital von -606,78 € in 2015, schaut man weiter zieht sich das negative Eigenkapital wie ein roter Faden durch die Beteiligungen in Windkraft, Solar und Co. Die GCE Windpark Buchschwabach GmbH scheint ebenso nicht nach Plan zu laufen wie die GCE Windpark Gischberg GmbH (vormals: GCE Bioenergie GmbH), die Biogas Süd Entwicklungsgesellschaft OHG, am Chiemsee (Eigenkapital: -180.000€) oder die Biogasanlagen Schönsee Verwaltungs GmbH – da hilft auch ein neuer Name nichts – die roten Zahlen bleiben. Da tritt unmittelbar die Frage in den Raum: wohin ist das Geld geflossen?

Wir erinnern an das Betrugsmodell der Schweizer SAM AG, die Anlegergelder mithilfe der Regensburger Green Forever Group in Geothermieanlagen investieren wollten, es dann aber doch veruntreuten – zum Fraudanwalt-Bericht.

Dubiose Finanzakteure stehen auf Green Energy, das grüne-Energy-Konzept

Es ist Januar 2011, als sich der bislang größte Betrugsskandal mit Grüner Energy an die Öffentlichkeit drängt. In einem der größten Betrugsfälle in Europa mit Umwelttechnik wurden mehr als 1300 Anleger geprellt. Doch viele Investoren glauben nach wie vor an ihr Geschäft mit der Ernauerbaren Energie und dubiose Anbieter nutzen das schamlos aus. Sie kauften Anteile bei der Firma GFE Gesellschaft für Erneuerbare Energien drei Blockheizkraftwerke (BHKW). Die Anleger wurden um 50 Millionen Euro betrogen. Es ist einer der größten Fälle von Betrug mit Umwelttechnik in Deutschland.

Bei der Green City Energy AG aus München sind bislang keine Anzeichen von Betrug, allerdings sind Handlungen des Unternehmens sehr verdächtig und gleichen den Methoden historischer Finanzbetrüger. Anleger investieren mit dem Risiko des Totalverlusts in ein Unternehmen mit augenscheinlich wenig Erfahrung.