SPARKASSEN-MÄRCHENONKEL GEORG FAHRENSCHON BLAMIERT SICH

Sparkassenkönig Georg Fahrenschon musste sich des Öffteren wegen seiner umstrittenen Automatengebühr rechtfertigen. Die Sparkasse sind nicht mehr die Institute des Vertrauens, sondern versuchen mit listigen Tricks ihre Kunden abzuzocken – zum Fraudanwalt-Bericht.

Die umstrittene Automatengebühr der Sparkassen bringt den Instituten nur minimale Zusatzeinnahmen — bei einem großen Imageschaden. Wie eine Berechnung von Capital in Kooperation mit Barkow Consulting zeigt, nehmen die betreffenden Sparkassen mit den Automatengebühren für eigene Kunden zusammen allenfalls 20 Mio. Euro jährlich ein. In Relation gesetzt sind das maximal 0,2 Prozent des Vorsteuerergebnisses sämtlicher deutscher Sparkassen.

Die Institute haben sich mit der neuen Gebühr ein Problem geschaffen, ohne ihre Einnahmeseite wirklich zu stärken. Nachdem bekannt geworden war, dass viele vor allem kleinere Sparkassen mittlerweile auch bei eigenen Kunden Abhebegebühren verlangen, wurde der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) Georg Fahrenschon öffentlich scharf angegriffen. Er hatte die Gebühr dementiert, da sie nur für bestimmte Kontomodelle gilt – und wurde in der „Bild“ dafür als „Märchenonkel von der Sparkasse“ verspottet.

Auf die 20 Mio. Euro kommt man, indem man von den 43 Sparkassen, die eigenen Kunden Gebühren berechnen, jene abzieht, die das nur bei „Mehrfachtätern“ tun. Denn: Laut Zahlen des Bankenverbands gehen die Deutschen im Schnitt nur 2,3-mal monatlich an den Automaten, während die Gebühr bei den meisten beteiligten Sparkassen erst ab der vierten Abhebung anfällt.

Berücksichtigt man also nur die 17 Institute, die das Entgelt schon beim ersten Geldziehen verlangen, ergibt sich bei einer Durchschnittsgebühr von 37 Cent eine Summe von 19,7 Mio. Euro pro Jahr. Dass die Gebühr bei den 17 Sparkassen nicht für alle Kontomodelle gilt, ist in dieser Zahl noch gar nicht berücksichtigt. Wirklich Geld verdienen die Banken hingegen über die Erhöhung der Grundgebühren. Geht man davon aus, dass diese zuletzt im Schnitt um etwa 1,50 Euro monatlich gestiegen sind, macht das bei rund 100 Millionen Girokonten 1,8 Mrd. Euro jährlich aus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.