LEITBERG AG: EINE NEUE ERFINDUNG DER IMMOBILIENJONGLEURE PINK & SCHRIVER

LEITBERG AG: EINE NEUE ERFINDUNG DER IMMOBILIENJONGLEURE PINK & SCHRIVER

Die Domstadt am Rhein, bekannt für den alt ehrwürdigen Kölner Dom, ein römisch-katholisches Kirchengebäude, welches mit 157 Metern Höhe das 2. höchste Kirchengebäude neben dem Ulmer Münster in Deutschland ist, erfreut sich bis dato einer hohen Beliebtheit, nicht zuletzt wegen seiner altbekannten Kaufmannsehre und einem friedlichen Geschäftsalltag. Doch das könnte sich nun sehr schnell ändern, seit die beiden windigen Geschäftemacher – die berühmte Kaufmannsehre mal ganz außer Acht gelassen – Wolfgang Pink und Günther Schriver sich zum neuen Eigentümer der bis dato untadeligen Leitberg AG ausgerufen haben.

Mit diesem cleveren Schachzug versuchen nun die beiden „Gentleman-Gauner“ aus Berlin mit neuem Namen im alten Fahrwasser einen neu gestrickten Finanz-Kahn durch die oft rauen Gewässer des Geldanlage-Geschäftes zu manövrieren. Frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, kann man es ja an anderer Stelle unter neuer Flagge erneut versuchen. Es geht hier nicht um den lobenswerten Versuch, ein neues, seriöses Geschäftsmodell ans Laufen zu bringen – Nein, hier geht’s wieder einmal darum, möglichst viel Geld bei den ahnungslosen Anlegern einzusammeln.

Dieses Mal für eine Investition in Immobilien, die dann als Wohnungen eines Pflegeheims vermarktet und mit gut datierten Nutzungsverträgen ausgestattet werden sollen. Aber mit Immobiliengeschäften kennen sich die beiden Herren ja bestens aus: oder besser gesagt, mit der Vermarktung von Immobilien, die viel höher bewertet werden als sie sind und der Reibach daraus dann in die tiefen Taschen der Ideen-Geber fließt. So, wie bereits erfolgreich mit der Firma Anderson Erste Deutsche Grundwert GmbH & Co und der Baxter GmbH & Co KG praktiziert. Man kann annehmen dass es dann etwas unruhig werden dürfte in der beschaulichen Kölner Kaufmanns-Landschaft, denn hier droht Ungemach. Schließlich wollen die beiden Knaben aus dem Immobilien-Business bestimmt nicht schlechter leben als vor der letzten Insolvenz. Aber dafür muss der Kunde erst einmal kräftig gemolken werden. Um die Sache nun auch richtig schmackhaft zu machen, haben die beiden ein neues Finanzkonzept ausgebrütet. Bei diesem möchte man sich die Überalterung unserer Gesellschaft zunutze machen und in Pflegeimmobilien investieren. Mit dem Geld der Anleger, versteht sich. Der Anleger wird Eigentümer einer Wohnung eines Pflegeheimes. Oder genauer: Es werden Wohnungen in einem Wohnkomplex angekauft, die dann zu altersgerechten Wohnungen umgebaut werden. Dazu kommt eine Verwaltung und Platz für Pflegepersonal.

Das Heim wird durch eine Betreibergesellschaft geführt. In die Wohnung kann man selber einziehen oder eben eine fremde pflegebedürftige Person. Der Eigentümer schließt mit dem Pflegeheimbetreiber „in der Regel“ einen Pachtvertrag. Erklärt wird, dass der Eigentümer die Mieterträge selbst dann auch bekäme, wenn die Wohnung nicht vermietet sei. Und dies ist schon mal ein sehr mutiges Statement. Die genutzten Anpreisungen der Anbieter von Pflegeimmobilien als Kapitalanlagen klingen auch hier sehr vielversprechend: „langfristiger Wertzuwachs“, „inflationsgeschützt“, „konjunkturunabhängig“, „schöne Zusatzrente“ oder „ohne Risiko“. Ob das Konstrukt letztendlich funktioniert, bleibt abzuwarten, da die beiden Geschäftemacher Pink und Schriver erst einmal nur eine dicke Insolvenz in ihrer Vita nachweisen können. Die im Übrigen noch nicht abgeschlossen ist. Trotzdem haben sich die beiden Tausendsassa bereits auf ihr nächstes Abenteuer eingelassen. Wenn das mal gut geht…