CORRIGO AG: HONORARVERMITTLER STREICHEN DIE SEGEL

CORRIGO AG: HONORARVERMITTLER STREICHEN DIE SEGEL

Die Corrigo AG mit Sitz in der Hambucher Straße 1 aus Kaisersesch, nahe Koblenz, scheint alles andere als ein entspanntes Provinzunternehmen zu sein. Unter der Leitung von Ralf Willems berät das Vertriebsunternehmen beim Tarifwechsel, allen voran bei PKV-Versicherten. Ein ganzes Vertriebsnetz hat Vertriebskopf Ralf Willems aufgebaut. In beinahe jeder Provinz gehen seine mehr oder minder erfolgreichen Verkäufer, oder Berater, wie er sie gerne nennt – auf die Jagd nach PKV-Tarifwechsel-Willigen.

Dabei scheinen ihm die Methoden egal zu sein, das zumindest sagen Versicherte, die ihre Erfahrungen mit Corrigo AG auf einschlägigen Portalen gemacht. Coldcalls, sogenannte unerwünschte Kaltanrufe, die den Versicherten möglichst schnell mit gutem rhetorischen Geschick dazu verleiten sollen – einen Tarifwechsel mithilfe von Corrigo AG zu vollführen – sind recht harmlose Methoden verglichen mit dem Vorwurf des Datenraubes.

Datendiebstahl von Corrigo AG-Veranwortlichen?

Es ist ein schwerwiegender Vorwurf, den Anlegerschützer gegen Ralf Willems und damit auch gegen seine Corrigo AG aufstellen: Er soll den Auftrag gegeben haben, zigtausende Kundendaten einer Versicherungsgesellschaft zu entwenden, heißt es zumindest in Verbraucherschutzkreisen. Und dabei ist die grundsätzliche Idee eines Tarifwechsel-„Beraters“ gar keine üble. Die Corrigo AG gilt als größter und angeblich unabhängigster Tarifwechsel-Berater für privat Krankenversicherte (PKV), die von einem Netzwerk aus mehr als 250 regionalen Beratern begleitet werden. Diese Verkäufer oder Berater, die bestehende PKV Verträge kostenfrei auf Sparpotential und Leistungsoptimierung prüfen, haben selbstverständlich überhaupt kein eigenes Interesse. Wie die meisten Versicherungsmakler wollen sie nur das Wohl des Kunden – oder doch nicht? „Nur im Erfolgsfall, fällt für den Kunden ein Beratungshonorar an, das sich nach dessen Ersparnis richtet“, heißt es bei Corrigo AG. Das ist eine tolle Verkaufsmasche, denn natürlich kommt es in 97% der Beratungsfälle zu einem Erfolgsfall, denn sonst würde Ralf Willems und die Corrigo AG gar kein Geld verdienen können. Und ein weiterer Clou sticht sofort ins Auge – das Honorar des Vermittlers wird nach Höhe des angeblichen Ersparnisses berechnet, d.h. je höherwertig das neu vermittelte Produkt ist, desto höher ist auch das Honorar. Es sieht sehr danach aus, als wenn die Honorarvermittlung nur eine trübe Verkaufsmasche der Corrigo AG ist und nicht wirklich hilfreich für Versicherungskunden. Ob das Geld, welches an den Vermittler fließt, nun Honorar oder Provision heißt dürfte den hilflosen Versicherten wenig interessieren.

Corrigo AG seriös? Warum fliehen dann die Honorarvermittler?

Seit mehreren Wochen wird das Vermittlernetzwerk der Randkoblenzer immer kleiner, geschätzte 17% des Vermittlerbestands haben Abstand von Ralf Willems genommen. Dies könnte an den schlechten Erfahrungen liegen, die Honorarvermittler mit dem Tarifwechsler gemacht haben. Bei Kununu, dem größten Arbeitgeberbewertungsportal heißt es: “Unsozialer Arbeitgeber“. Der Grund dafür, weshalb es ein Vermittler gewagt hat auszupacken – liegt laut seinen Aussagen im katastrophalen Verhalten der Führungsmannschaft des selbsternannten Tarifspezialisten. Machtspiele a la Wolf of Wallstreet sollen an der Tagesordnung stehen. Wenn es ihm passt, dann kündigt Willems einfachen jemanden, um ihn wenige Tage darauf wiedereinzustellen. Wutausbrüche und ominöse Motivationstrainings haben Vermittler bereits zu psychischen Probleme verholfen, berichtet der EX-Vermittler auf Honorarbasis weiter.

Schlechte Erfahrungen mit Corrigo? Wozu werden redaktionelle Anzeigen gekauft?

Über authentische Erfahrungen mit der Corrigo AG ist im Netz nichts zu finden, lediglich bei Kununutauchten seltsamerweise nach dem oben beschriebenen Vorfall – gleich 5 positive Bewertungen, die allesamt von der tollen Ausbildung und dem super Führungsstil erzählen, auf … Aber auch vor gekauftem Journalismus schreckt die Vertriebsfirma nicht zurück. Stolz präsentiert sie unter der Homepage-Rubrik „Presse“ gehübschte Berichte vom Handelsblatt oder auch vom Focus. Das, was dem Leser nicht mittgeteilt wird, ist, dass die Berichte allesamt für ca. 4000 € gekauft wurden. Nein kein Journalist hat sich die Mühe gemacht, um über Corrigo zu schreiben, sondern Ralf Willems übergab einer Agentur einige tausend Euro und siehe da – es erschienen positive Presseberichte über Corrigo AG. Ob diese Täuschung der Versicherten die richtige Lösung ist, bleibt zu bezweifeln, ist Corrigo möglicherweise so wenig seriös, dass es nicht anders geht?!

Corrigo AG gehört aufgrund der undurchsichtigen und teils dubiosen Geschäftspraktiken auf die Warnliste.