WARNUNG: SIKURA LIFE AG VERGIBT MANDAT AN ZWEIFELHAFTE FRITZ NOLS AG-TOCHTER

WARNUNG: SIKURA LIFE AG VERGIBT MANDAT AN ZWEIFELHAFTE FRITZ NOLS AG-TOCHTER

Die Liechtensteiner Sikura Life AG, die zu dem Firmenverbund von Benjamin J. Fischer und Cedric Borer gehören, hat der Fritz Nols AG-Tocher Da Vinci Invest AG übertragen. Vordergründig steht laut Aussagen Fritz Nols‘ „der Schwerpunkt der Allokation in Alternative Investments“. Ob den Versicherten bei der Sikura Life damit geholfen ist oder ob die nächste Geldvernichtungsmaschine ins Rollen kommt, ist momentan nur zu vermuten. Ein Faktencheck.

Bei Sikura Leben AG wirklich „Sicher durchs Leben“?

Auf der Homepage von Sikura Life sind nur wenige Informationen zu finden – Transparenz? Fehlanzeige! Aber von Werbesprüchen und blumigen Formulierungen wimmelt es nur so auf der Homepage. Versicherte wissen gar nicht, welches Motto sie zuerst lesen sollen. „Sicher durchs Leben“ oder „maßgeschneiderte Lebensversicherungslösungen“ sollen interessierten Versicherungssuchenden eine Umgebung von „Innovation, Sicherheit und Rentabilität“ suggerieren. Aber es scheint wie so oft nicht alles Gold zu sein, was glänzt. Im letzten Fraudanwalt-Bericht über die Sikura Life AG und die beiden Lenker des Unternehmens Benjamin J. Fischer und Cedric Borer hat die Redaktion das Firmengestrüpp rund um die Versicherungsgesellschaft aufgedeckt. Über 25 Firmen aus dem Finanz- und Immobilienmarkt konnten identifiziert werden. Manche Firmen mussten scheinbar liquidiert werden, um an anderer Stelle neue zu gründen. Es geht immer um Immobilien im Umfeld der Sikura Life. Dieser Fall erinnert an die Deutschen S&K Gründer Jonas Köller und Stefan Schäfer, die über 300 Mio. Euro von Anlegern veruntreuten und verprassten. Auch sie haben sich ein undurchsichtiges Gewirr aus Firmen gebaut, um unentdeckt die Anlegergelder ins Ausland zu transferieren. Auch Benjamin J. Fischer, dem unter anderem die Fischer Acquisitions AG gehört, und Cedric Borer werden an anderer Stelle Verbindungen in Steuer- und Korruptionsparadiese wie die Karibik nachgesagt.

Müssen Sikura Life Versicherte bald mit dem Totalverlust Erfahrungen machen?

Mit dem Mandat an die Fritz Nols-Tochter Da Vinci Asset Management haben Benjamin J. Fischer und Cedric Borer ihren Kunden keinen Gefallen getan. Erst vor einer Woche, am 27.07.2017 wurden durch die Bafin Zwangsgelder in Höhe von 325.000 € bei der Fritz Nols AG festgesetzt. Die schlechte Liquidität bei Fritz Nols wirft die Frage auf, wohin das Geld versickert? Sind auch Versicherte von Sikura Life betroffen? Das ist noch nicht abschließend festzustellen, aber die Zeichen stehen ungünstig. Bereits 2004 ist die Fritz Nols AG, damals noch in Frankfurt am Main als Fritz Nols Global Equity Services AG, in eine finanzielle Schieflage gerutscht. Damals hieß es in einer Bafin-Mitteilung:“ Ein Sprecher der Wertpapieraufsichtsbehörde Bafin sagte, das Frankfurter Unternehmen habe nicht mehr das gesetzlich verlangte Mindestanfangskapital von fünf Millionen Euro aufweisen können. Deswegen habe sich die Behörde nach mehrwöchiger Prüfung zum Lizenzentzug entschieden. „Kurzfristig hat Nols kein neues Kapital erhalten und uns auch kein tragfähiges Sanierungskonzept vorgelegt“, ergänzte der Bafin-Sprecher. Nols müsse nun alle Geschäfte abwickeln und dürfe keine Neugeschäfte mehr generieren. Den Kunden müsse ihr Geld zurückgezahlt werden“.

Mit diesen Geschäftspartnern wird ein neues Licht auf die Seriosität von Cedric Borer und Benjamin J. Fischer geworfen, auch an die Vermutung der Geldverschiebung erhält neues Futter – Versicherte sollten bei Sikura Life AG und Sikura Leben AG weiterhin vorsichtig sein, empfiehlt die Redaktion.

Dieser Auszug der Sikura Life-Homepage klingt wie Hohn, angesichts der belastenden Umstände:

„Die Sikura Life hat ein neues Lebens- bzw. Rentenversicherungsprodukt entwickelt: Innovativ – Sicher – Rentabel“.