ANLEGERSCHÜTZER HALTEN HABONA INVEST FÜR RISIKOANLAGE

Die Habona Invest GmbH aus Frankfurt am Main steht mit Kapitalanlagen (Immobilienfonds) in der Kritik zweier Anlegerschutzkanzleien sowie bei Finanztest. Die Immobilienfonds sind überweigend Blindpools, das bedeutet, dass ein Anleger keine Transparenz erwarten darf, wenn er wissen will – worin sein Kapital investiert wird. „Stehen mehr als 10 Prozent der direkten oder indirekten Immobilien­investitionen des Fonds bei Zeichnung durch den Anleger noch nicht fest, spricht man von einem Blindpool“, schreibt Finanztest. Es handelt sich bei Immobilieninvestments  von Habona Invest um eine Vertrauens­investition in das Fondsmanagement Johannes Palla & Guido Küther.

Nur wenn die Fondsmanager die richtigen Immobilien kaufen, kann sich die Investition für Anleger lohnen. Das Risiko ist für den Anleger nur schwer kalkulierbar… Wollen Anleger dennoch in Immobilien investieren, dann stoßen sie zwangsläufig auf die Firma Habona Invest GmbH, die stolz berichtet, dass sie ihren Immobilienfonds EFH 05 vorzeitig voll platzieren konnte. Zusätzlich findet man dann bei weiterer Recherche noch einige wohlklingende Umschreibungen von anderen Fonds der Gesellschaft, die vorgeben, den Anleger restlos glücklich zu machen, weil sie über kurze Laufzeiten und gute Renditen verfügen.

Allerdings gibt es niemand, der das bestätigen kann. Kein Anleger, der seine guten Erfahrungen mitteilt, keine Ratingagentur, die den finanziellen Erfolg bestätigen kann. Da fragt man sich zu Recht, wer zum Teufel ist Habona Invest GmbH? Bislang eine Blackbox.

Nachdem das Unternehmen jahrelang am Markt aktiv ist und das Management stolz von sich berichtet, über 30 Jahre Erfahrung im Fondsgeschäft vorzuweisen, sind lediglich gekaufte Werbeanzeigen bei Handelsblatt und Fokus zu finden. Die redaktionellen Berichte sollen suggerieren, dass das Unternehmen über eine gewisse mediale Größe verfügt. Erst auf dem zweiten Blick ist zusehen, dass alle schönen Berichte über Habona Invest nur gekauft sind. Und das vom Anlegergeld, vermutlich.  Und überhaupt: Jeder kann von sich behaupten, der Beste zu sein – beweisen muss er es nur. Und das kann Habona Invest aus Sicht der Redaktion nicht.

Im Gegenteil: Es melden sich Anwälte zu Wort, die vor den Produkten des Unternehmens warnen. Deren Vorwurf: Totalverlust-Risiko!  Und woran liegt das? Natürlich – geschlossene Immobilienfonds sind nun mal hochspekulativ und riskant – zudem Intrasparent, urteilte Finanztest über Habona-Invest-Fonds. Auch wenn das Unternehmen für verschiedene Auszeichnungen (Awards) vorgeschlagen war, so hat es in den letzten 5 Jahren nie eine bekommen. Das muss seine Gründe haben.

Auf der Webseite von Habona Invest erwähnen die Frankfurter diese Auszeichnungen von 2012, wahrscheinlich verbunden mit dem stillen Wunsch, dass es eines Tages vielleicht wirklich mal zu einem echten 1.Platz-Award reichen wird. Aber in welcher Kategorie? Vielleicht in der von Einzelhandelsfonds, wo das Unternehmen sich vor langer Zeit im Jahr 2011 einmal hat zertifizieren lassen, dass es da über die besten Fonds dieser Kategorie verfügte. Lange ist’s her. „Das sieht alles so aus, als interessiere sich wirklich kaum jemand für die Fondsgesellschaft, die das schöne Wort „Nachhaltigkeit“ im Firmennamen trägt, aber keinen Beweis dafür erbringen kann“, kommentiert ein Anlegerschützer gegenüber Fraudanwalt.

Anleger-Schutzanwälte und Produkttester wie die renommierte „Finanztest“, die die Angebote der Habona Invest GmbH kritisieren, warnend den Zeigefinger heben und ihre Dienste anbieten, damit Anleger ihr Kapital zurückbekommen. Was hat das bitte schön mit Nachhaltigkeit zu tun?

Die Suchergebnisse in Google zum Firmennamen ergeben dann noch einige „gekaufte“ Anzeigenplätze, die mit sogenannten redaktionellen Texten aufgefüllt sind und den Anschein erwecken sollen, hier hätten renommierte Journale wie Börse Online oder Focus Online oder auch das Handelsblatt journalistisch sauber recherchierte Empfehlungen veröffentlicht – verantwortlich zeichnet dafür einzig und allein der unternehmenseigene Mitarbeiter aus der PR-Abteilung, der seine „journalistischen Ergüsse“ ins „Netz“ gestreut und als echte Berichterstattung getarnt hat. Etwa 5.000 Kunden, die angeblich die Fondsprodukte gezeichnet haben, aber kein lobendes Wort darüber verlieren, das erscheint uns recht unglaubwürdig. Oder sind die Herrschaften einfach nicht bereit, etwas Positives zu äußern, weil die gesamte Performance einfach nicht gut genug ist? Aus unserer Sicht ist Habona Invest ein Fall für die Warnliste.

 

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