DIE MASCHE DER STAR OIL PRODUCTION GMBH

DIE MASCHE DER STAR OIL PRODUCTION GMBH

Die Boschstraße 23 in Hamburg ist Heimat der Star Oil Production GmbH. Geführt wird die Firma aus Hamburg von den selbsternannten „Ölgräbern“ Thomas Ruf, einem angeblichen „Branchenexperten“, und dem PR-Mann Andreas K. Tichy. Der zweitgenannte Tichy ist bei Star Oil Production für die Bereiche Finanzen, Compliance und Personalwesen zuständig, woher er als gelernter PR-Mann die Qualifikation hat, um Kundengelder und Ölprojekte adäquat zu verantworten, bleibt das Unternehmen aus Hamburg schuldig.Und dabei verspricht Star Oil „maximale Transparenz“, heißt es zumindest auf der notdürftig zusammengebastelten Homepage.

Nach eigenen Aussagen will die Star Production GmbH Direktinvestitionen im US-Ölgeschäft anbieten. Dass sich der Ölpreis seit Jahren im Sturzflug befindet, der Vormarsch von Erneuerbare-Energie-Trägern nicht mehr aufzuhalten ist und dass eine Beteiligung an einer ominösen US-LLC sehr viele Risiken und Pflichten für deutsche Anleger mit sich bringt – davon scheinen Ruf und Tichy nichts mitbekommen zu haben. Die beiden werben mit kräftigen Gewinnen. Gegenstand des Unternehmens soll „die Erschließung und Bewirtschaftung von Erdöl- und Erdgasquellen, An- und Verkauf von Explorations-Lizenzen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten“, sein. In der Realität sollen nur Anteile an mutmaßlich wertlosen LLC’s verkloppt werden, nimmt die Redaktion an.

Die Masche mit Öl und Gas ist neu

Es haben schon viele dubiose Akteure die Taschen mit Anlegergeldern gefüllt. Immer wieder sollten „Förderechte“ oder ganze „Fördergebiete“ gekauft werden. Letztlich haben Anleger in den überwiegenden Teil der Fälle einen Totalverlust erlitten. Einige traf es sogar noch härter, wie die Anleger der Canada Gold Trust-Fonds, die ihre Ausschüttungen zurückzahlen müssen oder die Anleger von Proven Oil Canada, die nur noch auf einen kleinen Prozentsatz ihres Investments hoffen dürfen.

Die Star Oil Production GmbH aus Hamburg ist vergleichsweise „jung“ und das Management kann keine nachweisbaren Erfolge in der Branche vorweisen. Aber das ist für das listige Ölduo kein Hindernis, um „positive Presse“ zu präsentieren. Gleich bei mindestens drei renommierten Zeitungen haben die Verantwortlichen von Star Oil Production Anzeigen in Form von Advertorials gekauft. Advertorials sind plumpe Anzeigen, die nach einem redaktionellen Bericht aussehen. Diese Advertorials werden gerne von Betrügern im Graukapitalmarkt genutzt. Zwar ist innerhalb der redaktionellen Anzeigen ein Hinweis mit der Aufschrift „Anzeige“ versteckt, aber für den normalen Leser kaum zu identifizieren. Die Macher der guten Presse sind Ruf und Tichy. Und woher stammen die knapp 4000 Euro für die gekauften Anzeigen? Aus ihrer eigenen Tasche oder vom Anlegergeld? Wir können es nur erahnen.

Aus unserer Sicht ist das Geschäftsmodell eine gute Möglichkeit, sein Ersparnis loszuwerden…die Star Oil Production GmbH ist ein Fall für die Warnliste.