Die Plagiats-Ganoven aus Berlin: Klaus Mudrack und die Vitavelle UG

Trotz einstweiliger Verfügung machen die kriminellen Plagiatoren weiter und vertreiben in Ihrem Onlineshop und bei Amazon die Plagiate “Slim Stick Forte”.

Bereits am 19.12.2017 wurde den Plagiatoren durch Beschluss des Landgerichts Köln der Vertrieb und das Bewerben der Slim Stick Forte untersagt:

Die Antragsgegnerin hat es bei Vermeidung eines vom Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000,-, und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, ersatzweise Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, oder von Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, im Wiederholungsfall Ordnungshaft bis zu 2 Jahren zu unterlassen, im geschäftlichen Verkehr in Deutschland das Zeichen „SLIM STICK” für Waren undioder Dieristleistungen aus den Bereichen Abmagerungsprä; parate und Nahrungsergänzungsmittel zu benutzen, wie nachstehend wiedergegeben…

Trotz Straf- und Haftandrohung setzen Klaus Mudrack und seine “Vitavelle UG” ihr strafbares und rechtswidriges Handeln fort. Entweder sind dort wirkliche Idioten am Werk oder bei Herrn Mudrack handelt es sich um einen Strohmann der entbehrlich ist und gerne mal ins Gefängnis geht.

Vitavelle Slim Stick bei Amazon
Vitavelle Slim Stick bei Amazon

Dass bei der Vitavelle nichts zu holen ist dürfte anhand des Stammkapitals von lächerlichen 100€ zu befürchten sein:

HRB 9271 CB: Vitavelle UG (haftungsbeschränkt), Forst, Parkstraße 19, 03149 Forst (Lausitz). Name der Firma: Vitavelle UG (haftungsbeschränkt); Sitz der Firma: Forst; Geschäftsanschrift: Parkstraße 19, 03149 Forst (Lausitz); Gegenstand: Herstellung, Großhandel, Einzelhandel, Import und Export von Waren aller Art, insbeondere Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel sowie weitere nicht genehmigungspflichtige Waren; Kapital: 100,00 EUR; Vertretungsregelung: Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft durch sämtliche Geschäftsführer gemeinsam vertreten. Vorstand: Geschäftsführer: 1. Deinecker, Andrea, *06.12.1960, Forst (Lausitz); mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen; Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung; Gesellschaftsvertrag vom: 01.06.2012 mit Änderung vom 13.06.2012

Zwischenzeitlich hat der Hersteller der Original SlimSticks (PayPlus GmbH, Würselen www.slimsticks.de) Strafanzeige gegen die Bande erstattet. Wir raten allen Verbrauchern:

Finger weg von Vitavelle!

Für alle interessierten hat uns ein Informant hier die Einstweilige Verfügung im Original übergeben:

Einstweilige Verfügung Vitavelle UG (PDF):

vitavelle-OCR

Anlegerbetrug mit Schneeballsystem

Im Februar war die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit 1200 Fahndern in den Räumen der Immobiliengruppe S&K angerückt und hatte 130 Standorte untersucht. Die beiden Geschäftsführer der S&K Kapitalanlagegesellschaft, Schäfer und Köller, sind nach Angaben des Generalstaatsanwalt Hans-Josef Blumensatt die Hauptbeschuldigten. Ihnen wird Untreue sowie gewerbs- und bandenmäßiger Betrug mit Kapitalanlagen vorgeworfen. Sie sollen die Anleger über ein Schneeballsystem geprellt und das Geld mit einem extrem aufwendigen Lebensstil verprasst haben. Bei einem Schneeballsystem werden die Gelder der Anleger gar nicht investiert, sondern neue Einzahlungen genutzt, um die Ausschüttungen an alte Gläubiger zu bezahlen.

Das System der S&K bestand aus zahlreichen Tochterunternehmen und diversen Fonds. Um zu erkennen, dass dabei etwas nicht stimmte, mussten Anleger schon sehr genau hinschauen und eine ordentliche Portion Finanzwissen mitbringen. So investierte der Fonds „Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2“ laut Emissionsprospekts gar nicht direkt in Immobilien, vielmehr wurde mit dem Geld der Anleger ein Darlehen an ein S&K-Tochterunternehmen gezahlt. Dessen Investitionen sollten dann „im weitestgehenden Zusammenhang mit Immobilien“ stehen.

Gelockt wurden die Anleger mit sehr hohen Zinsen. Ihnen wurde eine jährliche Rendite von zwölf Prozent in Aussicht gestellt – und das, obwohl von ihrer Einlage und dem zu zahlenden Aufschlag nur etwas mehr als 80 Prozent als Darlehen weitergegeben wurden. Der Rest ging laut Prospekt für Vergütungen, Provisionen, sonstige Kosten und eine kleine Liquiditätsreserve drauf.

Nicht nur der mutmaßliche Anlegerbetrug sorgte für Aufregung, sondern auch der exzessive Lebensstil der S&K-Gründer Stephan Schäfer und Jonas Köller. Es wurden zahlreiche Bilder öffentlich, die sie bei ihren legendäre Partys, mit Models, Promis und Luxuskarossen zeigten.