WAS IST DAS PV INVEST GMBH RATING WERT?

Die Pleitewelle in der Solarbranche ist dafür verantwortlich, dass sich Photovoltaikinvestoren um ihr Kapital sorgen. Mit Sitz am schönen Wörthersee investiert die PV Invest Gruppe (PV Invest GmbH) in Photovoltaik-Kraftwerke. Derzeit besitzt das Unternehmen unter der Leitung von Günter Grabner nach eigenen Aussagen „Photovoltaikkraftwerke“ in 6 europäischen Ländern. Der Plan erscheint so  einfach wie simpel: Ein Unternehmen aus der PV Invest Gruppe, z.B. die PV Invest GmbH, erwirbt eine Fläche mit schlüsselfertigen Solarmodulen, die nur darauf warten ans Netz zu gehen. Sobald sie dann am Netz sind – verwandeln sie die Sonnenenergie zu barem Geld. PV Invest will als Stromproduzent den Solarstrom verkaufen, den die gekauften Solarkraftwerke produzieren und dadurch zuverlässige Umsätze generieren. Um für dieses Vorhaben das nötige Kleingeld einzusammeln, schlägt PV Invest gleich drei Varianten der Finanzierung vor. Ausschlaggebend für die rosigen Wirtschaftlichkeitsberechnungen der PV Invest-Anlagen sind vor allem die langjährigen Garantieversprechen der Modulhersteller, teilt ein Insider der Fraudanwalt-Redaktion schriftlich mit.

PV Invest GmbH – Investoren ist noch kein Licht aufgegangen

Ein umweltbewusster Anleger, der die Natur fast so sehr liebt, wie sich selbst oder der gnadenlose Kapitalist, dem die Energiewende einfach nur Bares in die Taschen spülen soll, können ihr Geld der PV Invest GmbH anvertrauen. Gleich drei Finanzierungsmodelle bietet die PV Invest Gruppe an. Die Bürgerbeteiligung an einem Sonnenkraftwerk ist eine Variante mit der PV Invest auf Anlegerjagd geht, jedoch weil diese Finanzierungsform nicht genügend Kapital in die tiefen Taschen von Gerhard Rabensteiner und Günter Grabner spült – existieren zwei weitere Finanzierungsformen. Die Direktbeteiligung, bei der Anleger selbst zum Besitzer einer PV-Anlage werden und damit das volle unternehmerische Risiko übernehmen, war lange Zeit sehr beliebt bei PV Invest und spülte auch genügend Geld ein – aber jeder kennt es – mit steigendem Einkommen steigt der Lebensstil. So kamen die windigen Solarbetreiber auf die Idee, das richtig große Rad zu drehen – und emittieren Anleihen.

Verbrennt sich PV Invest an der Sonne?

Gerade einmal sieben Jahre ist die PV Invest Gruppe am Markt, in ihrer jetzigen Konstellation sogar noch jünger, aber trotzdem werden Werbeversprechen wie „langjährige Erfahrung der PV Invest Gruppe“ rund um das Unternehmen vom Wörthersee platziert. Das erinnert an dunkle Zeiten, als Anleger viele Millionen Euro in Kapitalanlagen von Prokon oder German Pellets, verloren. Beinahe immer, wenn mit langjähriger Erfahrung geworben wird, sollten Anleger auf der Hut sein. Die Creditreform Rating als Deutschlands älteste Ratingagentur, bewertet Emittenten nach deren Ausfallwahrscheinlichkeit. In der Vergangenheit bewertete sie Geldvernichter wie die Infinus-Gruppe oder auch German Pellets lange Zeit positiv, obwohl die Firmen tausende Anleger in den Untergang zogen. Diesmal bewertet sie die PV Invest GmbH mit BB – und hat den Zusatz (watch) aufgehoben. Der Zusatz „watch“, den die „strahlende PV Invest“ bis vor wenigen Monaten noch inne hatte – bedeutet so viel wie „Legen Sie Ihr Geld hier an, wenn Sie genügend davon haben und einen Verlust vertragen können“..doch genau das Gegenteil ist der Fall. Meist sind es Kleinanleger, die aus Umweltbewusstsein und der Hoffnung zu einer Regulierung des Strompreises beizutragen, das Geld in windige Unternehmen wie die PV Invest GmbH investieren. Der Ausblick ist zwar stabil, schreibt die Creditreform.

Aber: „Die rückwirkend zum 31.12.2015 erfolgte Einbringung zusätzlicher Solarparks führt zu einer weiteren Diversifizierung aus Risikogesichtspunkten. Die den relativ stabilen Einnahmen gegenüberstehenden hohen Verschuldungskennziffern bei geringer Eigenkapitalquote wirken sich begrenzend auf die Beurteilung aus“, heißt es in einer Creditreform Rating-Meldung. Wenn nicht die hohen Verschuldungskennziffern, die geringe Eigenkaptalquote und die Tatsache, dass rückwirkend erst eine Einbringung erfolgte, um das Geschäftsergebnis zu verbessern, was sollte dann ein Kriterium sein der PV Invest GmbH ein angemessenes Rating zu erteilen?

NEHMEN ES KSH AG-BERATER MIT DER WAHRHEIT NICHT SO GENAU?

Natürlich ist es einfacher, einen Kunden zum Abschluss eines Vertrages zu bewegen, wenn man ihm nicht die ganze Wahrheit sagt, sondern stattdessen die Risiken verschweigt oder galant umschreibt. So geschehen bei KSH Capital Partners AG, deren „Beratungstechniken“ schon des Öfteren angemahnt wurden. Dass am Ende ein Totalverlust-Risiko beim Abschluss einer Beteiligung in ein Öl- und Gasinvestment stehen kann, davon wird am liebsten bei den Beratungsgesprächen nicht gesprochen. Doch genau darauf kommt es an, wenn ein Kunde eine Geldanlage tätigt, die risikoarm und sicher sein soll – statt hochspekulativ und riskant.

Mit vollmundigen Formulierungen den Anleger gekonnt einwickeln, dazu noch einen Gebührensatz von 3% auf die Einlage als unerheblich abtun, dafür aber die herausragenden Erträge „über den grünen Klee loben“, darauf verstehen sich die Kundenberater der Lübecker Anlagefirma KSH AG unter der Leitung des Geschäftsführers Christoph Heyke. Einem vielbeschäftigten Mann, der in sechs verschiedenen der KSH AG zugeordneten Unternehmen verantwortlich ist. Vielleicht bleibt dabei nicht viel Zeit, um die Kundenberater vernünftig zu schulen, oder diesen mal die Beratungsrichtlinien genau zu erläutern. Auch die von Fraudanwalt des Öfteren zitierten Resch Rechtsanwälte haben mehrfach moniert, dass prognostizierte Renditen unrealistisch seien und somit eine Täuschung (mit Arglist?) der Kunden vorliegt.

Ein immer wiederkehrendes Muster bei Unternehmen aus der Finanzbranche, die ihrer Sorgfaltspflicht bei der Aufklärung nicht genüge tun. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass die KSH AG mehr als 55 Mio. Dollar von ihren Investoren eingesammelt hat. Bei 3% Agio entfallen schlappe 1,65 Mio. Dollar auf die Berater. Ein schönes Sümmchen. Verwaltungskosten noch nicht mitgerechnet. Apropo Falschberatung: Jeder Kunde hat die Möglichkeit, gegen eine falsche Aufklärung und gegen fehlerhafte Beratung gegen das Unternehmen zu klagen und Schadenersatz zu fordern. Wenn das konsequent umgesetzt würde, könnte man schnell eine Lawine lostreten, die jedes Unternehmen ins Schlingern bringen könnte. Die Rechtsanwälte Seimetz & Kollegen behaupten sogar, dass noch erheblich höhere Beträge unrechtmäßig in die Taschen der Emittentin fließen.

Der Vorwurf des Betruges beim KSH Energy Fund IV wird hierbei klar in den Raum gestellt. Und so reihen sich Vorwurf an Vorwurf aneinander, so dass letztendlich dem cleveren Anleger nichts anderes übrig bleibt, als schleunigst seine „sieben Sachen“ zu nehmen und diesen Angeboten der KSH AG den Rücken zu kehren.

MOLOGEN AG AKTIONÄRE BRAUCHEN LANGEN ATEM

Das börsennotierte Biotechunternehmen Mologen AG aus Berlin fährt seit Jahren in unruhigen Gewässern. Vorstandwechsel, Forschungsrückschläge und fehlende Lizensierungen sind nur einige Punkte, mit denen sich die Berliner Mologen AG und deren Aktionäre beschäftigen mussten. Schon im letzten Jahr durfte an der Rentabilität des Forschungsunternehmens gezweifelt werden, nachdem im ersten Quartal 2015 lediglich 20.000 Euro Umsatzerlös durch den Verkauf von Waren und Dienstleistungen erzielt wurde – bei Ausgaben, die im unteren Millionenbereich angesiedelt waren. Wohin ist das Geld geflossen? Noch nie hat es Mologen erreicht, ein verkäufliches, ein staatlich zugelassenes Medikament herzustellen.

Das Flagschiff, eine Krebsimmuntherapie fürs Überleben bei metastasierendem Darmkrebs und bei kleinzelligen Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium, wurde immer noch nicht getestet. Für zwei Studien sollten Lungenkrebspatienten und Darmkrebspatienten rekrutiert werden. Sobald die Studien abgeschlossen sind, dauert es noch einmal ein bis anderthalb Jahre, bevor festgestellt werden kann, ob die von der Mologen AG erforschte und entwickelte Therapie überhaupt praxistauglich ist. Bis die Berliner Forscher Erfolge vorweisen können, wird es aller Voraussicht nach dauern – die Aktionäre der Mologen AG brauchen dafür einen langen Atem.

Neue Finanzierung ohne Erfolge

Es ist bemerkenswert wie die Biotechfirma es immer wieder schafft, Anleger dazu zu bewegen, in ein unerprobtes und hochriskantes Investment einzuzahlen. Ohne nennenswerte Erfolge schloss Mologen eine neue Kapitalerhöhung am 23. September 2016 ab. Das Grundkapital Mologens soll von 22.631.501 Euro um bis zu 11.315.750 auf bis zu 33.947.251 durch Ausgabe von bis zu 11.315.750 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro, gegen Bareinlage erhöht werden. Der Bezugspreis je neuer Aktie beläuft sich auf 1,20. Das Bezugsverhältnis beträgt 2:1. Der Hauptaktionär, die Global Derivative Trading GmbH („GDT“), hat die Zusage gegeben, ihre Bezugsrechte auszuüben und wird die Möglichkeit eines Überbezugs von nicht bezogenen neuen Aktien erhalten. In diesem Zusammenhang hat die TowerCrest Limited Liability Cooperation, Peking (China), („TowerCrest“) verbindlich zugesagt, bis zu 3,4 Mio. neue Aktien im Rahmen der Privatplatzierung zu erwerben. Letztlich hat das Unternehmen doch nicht zugegriffen und von einer weiteren Investition abgesehen.

Zusätzlich hat MOLOGEN eine Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von EUR 2,54 Mio. an GDT begeben. Bei Vollplatzierung der Kapitalerhöhung und durch Ausgabe der Wandelschuldverschreibung sollten dem Unternehmen Bruttoerlöse von über EUR 16 Mio. zufließen. Die Kapitalerhöhung verlief aus Sicht der Mologen AG erfolgreich, aus Anlegersicht riskant. Erst, wenn ernsthafte Forschungsergebnisse hervorgebracht werden, haben Mologen-Aktionäre die Gewissheit, ihr Geld nicht einem kränkelnden Unternehmen geliehen zu haben.

GANZ RAFFINIERT: FORESTFINANCE KOMMT MIT DEM WALDSPARBUCH DAHER

Wenn gar nichts mehr geht, bleibt immer noch die Öko-Schiene. Dachten sich wohl auch die Macher vonForestFinance, als sie ihr WaldSparBuch mit irreführender Namensgebung den staunenden Investoren vorlegten. Wie eine Metapher aus der Märchenwelt, zugeschnitten auf die liebenswert naiven Umweltgedanken moderner „Weltverbesserer“, versucht das Bonner Unternehmen dem Anleger eine besonders umweltverträgliche und dem Gemeinwohl zuträgliche Geldanlage aufzuschwätzen.

Als Erstes aber mal zum Wohle der Erfinder dieses Unfugs. Denn mit dem Wesen eines Sparbuchs hat diese Anlage rein gar nichts zu tun. Dieser Umstand rief dann auch als erstes die Verbraucherzentrale auf den Plan, die diese irritierende Bezeichnung für eine Kapitalanlage gar nicht lustig, sondern eher als arglistige Täuschung empfand. Vor Gericht kam man mit diesem Vorwurf zwar nicht weiter, aber dennoch sei jeder Anleger an dieser Stelle noch einmal deutlich gewarnt: Dieses Baum-Investment in den nachhaltigen Naturrohstoff Holz ist eine Risikoanlage mit integriertem Totalverlust-Risiko !

Diese „Geschäfte mit Woodstock“, wie die ZEIT 2014 titelte, gehören zur Kategorie „Hochspekulativ“, und können am Ende dazu führen, dass schlechte Witterungen, Naturkatastrophen und höhere Gewalt, Schädlinge oder einfach ein Brand den gesamten Baumbestand zerstören. Dann ist das Geld weg. Trotzdem: Diese Symbiose von Ökologie und Ökonomie, die Anbieter von Holzinvestments immer wieder gern beschwören, lässt sich glänzend vermarkten. Allerdings nur vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Investor nicht genau auf die Vertragsformulierungen achtet, die da sagen, dass diese meist geschlossenen Fonds kein Hintertürchen offen halten, falls der Anleger vorzeitig den Vertrag kündigen will, sondern auf Verdeih und Verderb vom Erfolg des Unternehmens abhängig ist und bis Laufzeitende dabei bleiben muss.

Bäume wachsen eben nicht mal schnell in den Himmel, sondern es vergehen Jahre und Jahrzehnte. Nur mit sehr viel Wohlwollen kann ein Anleger sich ausmalen, dass seine Einlage dann nach zehn Jahren oder mehr auch wirklich zurückgezahlt wird. Gibt es dann den Emittenten überhaupt noch? Wie haben sich bis dahin die Holzpreise entwickelt? Ist die Holzart meines Investments überhaupt noch im Trend? Wie sind überhaupt die topografischen und politischen Gegebenheiten in dem Land, in dem meine Baumplantagen liegen? Meist in Südamerika oder der Karibik, oder auch wie hier in Panama, wo niemand weiß, wie die Zukunft sich entwickelt? Alles Fragezeichen, die Ihnen bei Vertragsabschluß niemand beantworten kann. Da merkt selbst der unerfahrenste Anleger, dass solch ein Investment eigentlich ein „Überraschungs-Ei“ oder von Anfang an eine „Mogelpackung“ ist. Der „grüne Gedanke“ als überzeugendes Argument allein reicht nicht aus, denn auch eine Gebührenstruktur, bei Banken Agio genannt, von bis zu 5% auf die Einlage, sind Kriterien, die eine Anlage in Holzinvestments dieser Art eher unwahrscheinlich machen. So kommt es nicht von ungefähr, dass Kritiker und kritische Anleger immer wieder von falschen und unrealistischen Renditeberechnungen sprechen.

BETRUGSVORWÜRFE GEGEN ENERGY CAPITAL INVEST ECI

„Die Drahtzieher der ECI Energy Capital Invest und der DOG Deutsche Oel & Gas werden mit dem Vorwurf konfrontiert, mit den US Öl- und Gasfonds und den US Öl und Gas NSV Namensschuldverschreibungen vorsätzlich eine Art Schneeballsystem errichtet zu haben“, propagiert die umstrittene Anlegerschutzkanzlei  im Netz gegen Energy Capital Invest ECI mit Sitz in Stuttgart. Diesmal scheint die Kanzlei, anders als in weiteren Fällen, berechtigerweise ein Unternehmen online anzuprangern, denn bei  ECI Energy Capital Invest mehren sich die schlechten Erfahrungen.

Die Finanzbranche leidet: Das Zinsniveau auf niedrigstem Stand seit Jahrzehnten, die Börse auf Berg-und Talfahrt und regelmäßig neue Hiobsbotschaften über Firmenpleiten, Betrugsverfahren und die allgemeine Verunsicherung, wo der Weg der Weltwirtschaft wohl hingehen vermag… Da fällt es manchem Anleger schwer, sich für ein Investment im Überangebot an Finanzdienstleistungen zu entscheiden. Das Vertrauen in die Branche ist ganz einfach geschwunden, obwohl viel Kapital vorhanden ist, welches angelegt werden soll.

Viele kleinere und mittlere Anbieter von Finanzdienstleistungen, selbst die „Big-Player“ der Branche haben mit sinkenden Kundenzahlen zu kämpfen. Da ist guter Rat teuer, beim Kampf um die Gunst der Kunden. Kein Wunder, dass der ein oder andere versucht, den arglosen Anleger übers Ohr zu hauen. Indem nicht korrekt über die Risiken aufgeklärt wird, oder Risiken sogar ganz verschwiegen werden, oder die prognostizierten Renditen als reale Zahlen ausgegeben werden.

Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. So wie bei der Energy Capital Invest (ECI) aus Stuttgart, die kürzlich einfach eine weitere Gesellschaft gegründet hat (Deutsche Oel und Gas AG), um dann bei Fälligkeit einer Kapitalbeteiligung in Form einer Unternehmensanleihe dem Anleger statt Geld nun Anteilsscheine des neuen Unternehmens auszugeben. Der Haken dabei: Die Aktien haben noch eine Haltefrist von 3 Jahren. Das ist nicht nur unlauter, sondern oberfaul. Ansonsten werden im Zuge der Cooperation beider Unternehmen Namensschuldverschreibungen emittiert, die dem Zeichner ein komplettes, allgegenwärtiges Totalverlustrisiko bescheren, über das sie aber gar nicht oder nur ungenau aufgeklärt wurden.

Bereits im Mai 2016 wurde von der Anwaltskanzlei Rössner aus München/Berlin Klage gegen ECI wegen Prospekthaftung eingereicht. Überhaupt verwirrt ECI seine Investoren durch vielfach verschachtelte Firmengebilde mit wirtschaftlich und personellen Verflechtungen, die es dem Laien unmöglich machen, genaue Hintergründe zu erfahren oder zu hinterfragen. Jedenfalls ist die Energy Capital Invest seit jeher mit geschäftsführenden Persönlichkeiten aufgefallen, welche in einem seriös geführten Unternehmen nichts zu suchen haben. Die Anleger jedenfalls sind bereits durch entsprechende Auflärungs-Veranstaltungen durch die Anwälte Rössner gewarnt und aufgeschreckt worden. Es bleibt abzuwarten, wann der Gang zum Insolvenzverwalter – was als nächstes am wahrscheinlichsten scheint – dem üblen Spielchen ein Ende mit Schrecken bereitet.

NEUE LEBEN LEBENSVERSICHERUNGS AG SCHLECHTE KUNDENERFAHRUNGEN?

Versicherte der Neue Leben Lebensversicherungs AG dürften dieser Tage über schlechte Erfahrungen mit dem Unternehmen berichten. Der Umgang mit hochverzinsten Altverträgen, den  die Versicherungsgesellschaft mit ihren Kunden an den Tag legte – stieß bei Verbraucherschützern mächtig auf. „Die dreiste Masche der Neuen Leben Lebensversicherung AG könnte Schule machen“, der Wortlaut von Sandra Klug einer hochrangigen Finanzmarktwächterin.

Besitzer von lukrativen Altverträgen sollten immer vor einer vorzeitigen Kündigung, eine unabhängige Beratungsstelle aufsuchen. Denn sonst, versuchen weitere Renten- und Lebensversicherer vor dem Hintergrund der historisch niedrigen Zinsen, Kunden dazu zu bewegen, lukrative Altverträge vorzeitig zu beenden.

Die Neue Lebensversicherungs AG hatte schienbar vorsätzlich Kunden mit einer klassischen Kapitallebensversicherung, einem Riester-Vertrag oder einem fondsgebundenen Produkt in die Irre geleitet und behauptet, dass ihr Vertrag steuerfrei ausgezahlt werden könne. „Wir haben das Schreiben der Verbraucherzentrale Bundesverband zur Kenntnis genommen und prüfen es derzeit“, erklärte die Neue Lebensversicherungs AG. Die Erfahrungen mit dem Unternehmen müssen sich fatal anfühlen für die vielen Versicherten.

Der Versicherungsschutz ist das, weshalb Menschen sich dieses Finanzprodukt von einem Versicherungsverträge andrehen ließen. Das Unternehmen wieß erst gar nicht auf den Verlust des Versicherungsschutzes bei einer Beendigung des Vertrages hin. Dass, das gegen die Beratungspflicht verstößt scheint eindeutig. Was wird sich die Neue Leben Versicherungen noch einfallen lassen, um ihre Kunden zu schröpfen?

Neue leben Lebensversicherung AG aus Hamburg

Vorstand Iris Kremers aus der Sachsenstraße 8 in 20097 Hamburg residiert im teuren Hammerbrook Viertel. Die selbsternannten „Altersvorsorger“ sind Partner der Sparkassen im Bereich Vorsorge und Absicherung. Sie bietet vor allem kapitalbildende Versicherungsprodukte an. Als Vertriebspartner werden fast ausschließlich die deutschen Sparkassen genutzt. Das bedeutet, dass es Sparkassen waren die ihre ahnungslosen Kunden in Finanzprodukte der Neue Leben gelockt haben, Provisionen einstrichen und nunmehr von allen Sorgen befreit.

Der größte Anteilseigner ist die Talanx AG mit derzeit 67,5 % −1 Aktie. Weitere Aktionäre sind die Haspamit 23,2 % sowie andere Großsparkassen mit Anteilen von jeweils unter 8 %. Unter der neue leben Holding AG stehen die neue leben Lebensversicherung AG, die neue leben Unfallversicherung AG und die neue leben Pensionsverwaltung AG.

ASE INVESTMENT AG BETRUG AN 2.500 ANLEGERN?

Der Schweizer Martin Schlegel, Vermögensverwalter, aus Gipf Oberfrick und Wohnsitz Bangkok wurde schon einmal verhaftet, aber nicht angeklagt. In Bangkok (2012) lebte Schlegel bis 2012 ehe er nach Deutschland überstellt wurde. Anfang 2015 durfte er nach einem Schuldgeständnis in vorzeitigen Strafvollzug. Der Prozess findet nicht wie geplant im Bezirksgerichts in Laufenburg statt, sondern in der Laufenburger Straße 1, in Eiken.
Vermögensverwalter Martin Schlegel wird wegen gewerbsmäßigen Betrugs, qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung angeklagt. Er steht im Verdacht, als Chef der ASE Investment AG in Fricktal (Aargau) 2.500 Anleger um rund 157 Millionen Euro geprellt zu haben. Wieder einmal ließen sich tausende Anleger von einer utopischen Rendite von 18 Prozent p.a. locken. Schlegel war ebenfalls bei der im Betrugsdelikt eingebundenen Max Entertainment Group dabei. Die ASE kaufte Aktienpakete von dieser Firma – diese suggerierte, Kampfsport-Events zu organisieren.

Die Vorstände, ebenfalls wegen Betruges angeklagt, dieser Max Entertainment Group, der Stuttgarter Aktienerfinder Hans Jürgen Käfer und dessen Frau Karin Käfer, wurden am 15. Juli 2014 in ihrem Villenanwesen in Lachen am Zürichsee verhaftet. Sie schafften es zwischen 2006 bis zum Verbot 2007 des Aktienhandels, ohne echte Zielinvestitionen, von 340 Anlegern rund 60 Millionen Euro einzusammeln. Die Schweizer Polizei stellte von den 60 Millionen Euro nur noch 74.000 Euro sicher. Ihr Verfahren ist abgetrennt von Martin Schlegel. Neben dem geständigen Martin Schlegel wird jedoch der einstige ASE-Verwaltungsratspräsident Simon Müller aus Hellikon in der Schweiz, sowie ein ehemaliger Kundenberater der Baseler Kantonalbank BKB auf der Anklagebank sitzen. Die Angeklagten wurden wegen gewerbsmäßigen Betrugs, qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung und wegen mehrfacher Urkundenfälschung angeklagt. Das teilte die Aargauer Staatsanwaltschaft am Montag Fraudanwalt mit.

Zum Ärgernis der vielen geschädigten Anleger weisen die Beschuldigten gemäß Staatsanwaltschaft jegliche Schuld von sich.

Die ASE Investment agierte als externe Vermögensverwalterin und bot Kunden Devisenhandel in unterschiedliche Produkten an. Bei der Vermögensverwaltungstätigkeit der ASE kam es im Laufe der Zeit zu diversen massiven Unregelmäßigkeiten, wie die Staatsanwaltschaft festhält.

Dem Hauptbeschuldigten Martin Schlegel wird insbesondere vorgeworfen, dass er die bei seiner Anlagetätigkeit seit 2006 erlittenen Verluste verheimlicht und stattdessen den Anlegern fiktive Gewinne ihrer Anlagen vorgetäuscht hat. Ähnliche Fälle sind auch aus Deutschland und den USA bekannt.

ANLEGERSCHUTZ WEITERHIN MANGELHAFT

Das reformierte Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) hat den Markt für „Geschlossene Fondsprodukte“ in Deutschland neu geordnet: Die Anbieter neu emittierter Finanzprodukte sollen stärker reguliert  und damit der Verbraucherschutz verbessert werden. Die AIFM-Direktive (AIFMD) ist mit der Umsetzung durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) seit zwei Jahren Teil des deutschen Rechts geworden. Damit hat der Gesetzgeber tiefgreifende Veränderungen begonnen – für die privaten Anleger und besonders auch für die Emittenten von Fonds. Die Emissionshäuser geschlossener Fonds mussten bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) eine AIFM-Lizenz beantragen und neue, stärker risikoorientierte Anforderungen verinnerlichen.

Damit unterliegen die Manager geschlossener Fonds beispielsweise für Immobilien oder Flugzeuge erstmals dem gleichen Rechtsrahmen wie Offene Fonds im Wertpapier- und Immobilienbereich. Dass die notwendige Lizenzierung und Aufsicht durch die Bafin den Markt für geschlossene Fonds stark verändern wird, da sind sich alle einig. Aber ob auch tatsächlich mehr Qualität entsteht und Anleger besser vor Betrug geschützt sind, bleibt fraglich. Fraudanwalt geht davon aus, dass von den derzeit noch über 300 Emittenten geschlossener Fonds in Deutschland lediglich 60 bis 80 Anbieter dauerhaft bleiben und neue Produkte emittieren werden. Diese starke Konsolidierung des Marktes wird vermutlich nicht zu einer weiteren Stabilisierung und Professionalisierung des Geschäfts führen. Auch weiterhin werden Betrüger, wenn sie es denn „gut genug anstellen“ Erfolg haben!

Investorenschutz für alternative Investments?

Gleichzeitig mit der Einführung der AIFMD und des KAGB hat sich der Gesetzgeber auch von den Folgen der Finanzkrise leiten lassen: Der Anlegerschutz sollte weiter gestärkt und „Lücken“ sollten geschlossen werden, heißt es aus offiziellen Stellen. Die alternativen Investmentfonds müssen seit Mitte 2013 in vielen Bereichen von einer Verwahrstelle (vor Einführung des KAGB -Depotbank -genannt) kontrolliert werden.

Gleiches gilt für die in geschlossenen Fonds verpackten Sachwerte, die laut Sachwerteverband BSI ein Volumen von insgesamt mehr als 200 Milliarden Euro innehaben. Die Verwahrstellen kontrollieren allerdings nur die aufgelegten geschlossenen Fondsprodukte, die nach der Regulierung auf den Markt gelangen – nicht jene die bereits am Markt Kapital vernichten. Seriöse Anbieter werden die Kapitalanlagen des bisherigen sogenannten „grauen Kapitalmarkts“ in den „weißen Kapitalmarkt“ überführen. Jene, die es nicht tun, müssen intensiv kontrolliert werden, um weitere Anlegerschäden abzuwenden.

RWB PRIVATE CAPITAL DACHFONDS MANGELNDE TRANSPARENZ VORGEWORFEN

Mit Private Equity Dachfonds vom Anbieter RWB Private Capital Emissionshaus AG, sollen nunmehr auch private Kleinanleger mit nur wenig Geld, in Firmen investieren können. Das Unternehmen RWB Emissionshaus AG aus Oberhaching bietet unterschiedliche Varianten der Beteiligung an Unternehmen. Bei Variante A kann sich der Anleger als Kommanditist an Dachfonds beteiligen, während Variante B eine Beteiligung als atypisch stiller Gesellschafter an den RWB Dachfonds vorsieht.

Das Risiko des Totalverlusts hält provisionsgierige selbstständige Vermittler nicht davon ab, die Beteiligung am RWB Private Capital Fonds sogar Altersvorsorgesparern, den sog. „55-Plus-Investoren“ anzudrehen. Es ist die unüblich hohe Abschlussprovision, die die Vertriebler antreibt möglichst viele Menschen in den Genuss einer riskanten Kapitalanlage kommen zu lassen.

Wenig Transparenz und hohe Provisionszahlung

Nach Angaben aus dem Vertriebsumfeld von RWB betragen die Provisionszahlungen zwischen 7-10% der Anlagesumme. Hinzu kommen Verwaltungskosten, dies sind natürlich weitere Kosten, die  letzten Endes der Anleger finanziert. Um die Höhe der Provisionszahlung wird das Kapital des Anlegers von vornherein gemindert. Folgerichtig fällt auch die erwartete Rendite entsprechend geringer aus. Weiterhin kann der Anleger bei einer Beteiligung als atypisch stiller Gesellschafter oder als Kommanditist sein komplett investiertes Geld verlieren, denn er ist am Gewinn, aber auch am Verlust beteiligt. Das Geld ist in der Regel lange gebunden, und die Private Equity Dachfonds sind grundsätzlich wenig transparent, Investitionsziele sind zu Anfang häufig überhaupt nicht bekannt.

Anlegerschutzanwälte wittern Blut

Nicht lange muss man in Google suchen, um die Warnungen der Resch Rechtsanwälte zu finden. Mit +++Kündigung+++Totalverlust +++ verunsichern die windigen Juristen die Private-Equity-Investoren und beschwören eine Krise vorsätzlich herauf, könnte man meinen.

Obwohl die RWB Private Capital Emissionshaus AG zum derzeitigen Stand nach eigenen Aussagen mehr als 71.000 Anleger mit einem Gesamtvolumen von rund 1,8 Mrd. Euro vorweisen kann, haben Anlegerschutzanwälte, darunter auch die umstrittene Kanzlei Resch-Rechtsanwälte Stellung bezogen. Nicht lange muss man in Google suchen, um die Warnungen der Resch Rechtsanwälte zu finden. Mit +++Kündigung+++Totalverlust +++ verunsichern die windigen Juristen die Private-Equity-Investoren und beschwören eine Krise vorsätzlich herauf, könnte man meinen. Es liegt in der Natur von Anlegern sich regelmäßig Informationen über den Finanzanbieter einzuholen, bei dem das Kapital gebunden ist. Trotz des bisher reibungslosen Verlaufs der Fonds könnten sich Anleger von Reschs Online-Warnungen verängstigt fühlen und ihr Kapital aus einer (möglicherweise) guten Kapitalanlage abziehen. Nachdem weitere Anleger nachgezogen sind, entsteht aufgrund des ungeplanten Kapitalentzugs für die Beteiligungsgesellschaft ein Problem. Für Anlegerschutzanwälte wie die Kanzlei Resch-Rechtsanwälte aus Berlin ein lohnendes Geschäft? Auch andere Anbieter sind vom Resch-Pranger betroffen – jetzt lesen.

TEXXOL MINERALÖL AG WARNLISTEN-DAUERGAST

Die Informationsvielfalt ist riesig, Banken, Versicherungen und andere Finanzanbieter überbieten sich mit vollmundigen Beschreibungen ihrer „Qualitäts-Produkte“.  Aufpassen sollte man bei den Finanzanlagen als Sparplan der Texxol Mineralöl AG aus dem norddeutschen Buchholz. Deren Angebote tauchen auf der Warnliste der Stiftung Warentest auf. Raffiniert wird dabei in den Produktbeschreibungen der Hinweis ignoriert, dass Anleger ein Totalverlust-Risiko und eine Nachschusspflicht haben. Und das kann ganz bittere Konsequenzen mit sich führen: Nicht nur, dass sämtliches eingezahltes Kapital verloren ist, sondern auch dass der noch nicht eingezahlte Restbetrag des Sparplans dem Insolvenzverwalter zu überweisen wäre.

Dabei hört sich alles – bei oberflächlicher Betrachtung –  gut bei der Texxol Mineralöl AG an: Angesprochen werden hauptsächlich Kleinanleger, die sich mit monatlichen Sparraten ab 50.- Euro am Unternehmen als stille Teilhaber beteiligen. Nach bereits einem Jahr soll es lukrative Ausschüttungen geben. Allerdings ist es eine unternehmerische Beteiligung ohne Rechte und Sicherheiten. Allein auf Prognosen baut das Sparplan-Modell auf. Die Firma erwirbt Förderrechte für Öl- und Gasbohrungen in Texas (USA) und beteiligt die Investoren anteilig an den Gewinnen. >> Wenn welche anfallen <<. Vor dem Hintergrund von fördertechnischen Risiken, Währungsrisiken und hohen Basiskosten des Emittenten, den sogen. Weichkosten in Höhe von 20%, scheint das eher ein kühner Plan als eine realistische Einschätzung zu sein.