Betrug und Unterschlagung bei der Rietumu Banka JSC Riga

Bank sperrt Konten unbescholtener Kunden ohne Rechtsgrund.

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Klaus K. aus Berlin meldet sich bei Fraudanwalt – sein Rietumu Konto wurde im März gesperrt. Angeblich wolle man keine weiteren Kunden mit Firmen aus Drittländern (insbesondere Steueroasen).

Fraud at Rietumu Banka
Fraud at Rietumu Banka

Mit diesen Firmen hatte die Bank in den letzten Jahren viel Geld gemacht und sogar für die Kontoeröffnung geworben. Leider wurde Sie – zuletzt von der französischen Bankenaufsicht – zu einer Strafzahlung von über 80 Mio Dollar verurteilt eben wegen dieser Steuerhinterziehungsmodelle. Nun sind aber nicht alle “Shelf”-Companies strafbare Konstrukte. In Ländern wie Deutschland oder Belgien ist es nicht verboten, in Steueroasen Firmen zu gründen.

Nun holt die Rietumu Bank weiter aus als nötig – offensichtlich will man sich den Schaden nun bei den Kunden wieder reinholen. Man befürchtet wohl, dass alle Kunden Ihre Guthaben von der Rietumu Banka abziehen – dann stünde die Bank – schon alleine wegen der 80 Millionen Strafe – mittellos da und könnte Ihre Pforten für immer schließen.

Zahlreiche Kunden der Bank berichten, dass Guthaben von mehreren hundert Tausend Dollar bereits seit März “frozen” also eingefroren sind. Und plötzlich werden monatliche Gebühren für die “Kontoführung” von 1000 Dollar und mehr berechnet.

Wann man das Geld zurückerhalte oder ob überhaupt bleibt fraglich – auf diese Frage erhielten alle unsere Informanten bisher keine Antwort.

Fraudanwalt warnt ausdrücklich vor der Rietumu Banka – es ist nicht auszuschliessen, dass Sie Ihre dortigen Einlagen vollständig verlieren. Wir raten allen Kontoinhabern an, sich an die Finanzaufsicht Ihres Landes zu wenden (in Deutschland z.B. die BAFin) und auch an die Aufsicht in Lettland (https://www.bank.lv/)

Gegen den Vorstand der Rietumu Banka bietet sich eine Strafanzeige an. Diese erstatten Sie direkt bei der Bankaufsicht.

Viele Geschädigte und Betrogene haben sich auch in diesem Forum zusammengefunden

Frans D. aus Dänemark berichtet

Ich hatte zum Glück nur noch 15.000 EURO auf der Rietumu Bank als man mir kündigte und das Konto sperrte. Das Geld solle alsbald an mich überwiesen werden. Das war im März. Nun wurde für März, April, Mai und Juni jeweils 1.000 EURO Kontogebühr berechnet. Blieben noch 11.000 EURO. Jetzt wurde noch 5000 EURO AML (Geldwäsche d. Red.) Gebühr abgezogen. Bleiben noch 6.000 EURO. Ich bin sicher auch davon werde ich keinen Cent erhalten. Man wird weiter Monatsgebühren abziehen bis das Konto leer ist. Das ist gewerblicher Betrug im großen Stil. Bandenmäßig und offensichtlich von einer kriminellen Organisation durchgeführt.

Wie man bei “Die Presse” erfährt ist der Chef der Rietumu Bank tatsächlich wegen Geldwäsche zu 4 Jahren verurteilt worden aber weiter im Amt. Unvorstellbar was bei der Bank abgeht.

Wir baten die Bank um Stellungnahme haben bis heute jedoch keine Antwort erhalten.

 

 

Anlegerbetrug mit Schneeballsystem

Im Februar war die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit 1200 Fahndern in den Räumen der Immobiliengruppe S&K angerückt und hatte 130 Standorte untersucht. Die beiden Geschäftsführer der S&K Kapitalanlagegesellschaft, Schäfer und Köller, sind nach Angaben des Generalstaatsanwalt Hans-Josef Blumensatt die Hauptbeschuldigten. Ihnen wird Untreue sowie gewerbs- und bandenmäßiger Betrug mit Kapitalanlagen vorgeworfen. Sie sollen die Anleger über ein Schneeballsystem geprellt und das Geld mit einem extrem aufwendigen Lebensstil verprasst haben. Bei einem Schneeballsystem werden die Gelder der Anleger gar nicht investiert, sondern neue Einzahlungen genutzt, um die Ausschüttungen an alte Gläubiger zu bezahlen.

Das System der S&K bestand aus zahlreichen Tochterunternehmen und diversen Fonds. Um zu erkennen, dass dabei etwas nicht stimmte, mussten Anleger schon sehr genau hinschauen und eine ordentliche Portion Finanzwissen mitbringen. So investierte der Fonds „Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2“ laut Emissionsprospekts gar nicht direkt in Immobilien, vielmehr wurde mit dem Geld der Anleger ein Darlehen an ein S&K-Tochterunternehmen gezahlt. Dessen Investitionen sollten dann „im weitestgehenden Zusammenhang mit Immobilien“ stehen.

Gelockt wurden die Anleger mit sehr hohen Zinsen. Ihnen wurde eine jährliche Rendite von zwölf Prozent in Aussicht gestellt – und das, obwohl von ihrer Einlage und dem zu zahlenden Aufschlag nur etwas mehr als 80 Prozent als Darlehen weitergegeben wurden. Der Rest ging laut Prospekt für Vergütungen, Provisionen, sonstige Kosten und eine kleine Liquiditätsreserve drauf.

Nicht nur der mutmaßliche Anlegerbetrug sorgte für Aufregung, sondern auch der exzessive Lebensstil der S&K-Gründer Stephan Schäfer und Jonas Köller. Es wurden zahlreiche Bilder öffentlich, die sie bei ihren legendäre Partys, mit Models, Promis und Luxuskarossen zeigten.

 

FINUM PRIVATE FINANCE MEHRFACH RECHTSKRÄFTIG VERURTEILT

Die FINUM Private Finance AG mit Sitz in Berlin wird von Ralph Conrad geleitet und ist die Tochtergesellschaft der JDC Group. Die Berliner Vermögensberater für wohlhabendes Klientel konnten erst im vergangenen Jahr ihr Geschäft kräftig ausbauen. „Die Vermögensverwaltungstochter des Finanzdienstleisters JDC Group verwaltet mehr Kundengeld als im Vorjahr. Zudem haben sich weitere Private Banker und Wealth Manager der Gesellschaft angeschlossen“, heißtes in einer Mitteilung im Finanzportal Fondsprofessionell. Neues Personal, allen voran neue Vertriebler oder Finanzberater hat das Unternehmen dringend nötig. Im Umfeld von Finum Private Finance ist zwar immer wieder die Rede von sicheren Kapitalanlagen oder auch nachhaltigen Geldanlagen, in der Realität stehen allerdings mehrere rechtskräftige Urteile wegen Falschberatung und dem Verkauf von wertlosen Vermögensanlagen zu buche.

Finum Private Finance zu Schadenersatz verurteilt

Schroeder Logistik Investmentfond sind der Inbegriff für Kapitalvernichtung in der Containerbranche. Für Anleger war das Investment bei Schroeder Logistik gekennzeichnet von Übervorteilung, Druck und hohen Verlusten. Der Schroeder Logistik Investment Fonds 2 stellte Anleger damals vor die Wahl – entweder sofort verkaufen mit hohen Verlusten – oder warten und später mit noch höheren Verlusten verkaufen. Die Fondsgeschäftsleitung übte kontinuierlich Druck aus, am Ende haben Anleger bis zu 75% ihres Kapitals verloren.

Doch das ist nur eine Seite der Medaille, denn es muss auch jemanden geben, der die wertlosen Kapitalanlagen verkauft und das war in diesem Fall die Finum Private Finance AG aus Berlin. Ein rüstiger Anleger, etwa um die 60 Jahre alt, erhielt im Jahr 2007 einen Besuch eines der Berater von Finum Private Finance, um sich über Investitionen beraten zu lassen. Zu seiner wirtschaftlichen Situation wollte er dem fremden Berater nichts erzählen, lediglich, dass er 10.000 Euro sicher investieren wollte. Für den Finum-AG-Berater kein Problem. Er bot ihm die verhängnisvolle Geldanlage von Schroeders an, die sollte ein maximales Verlustrisiko von 15 Prozent haben. Letztlich verlor der Mann 65 Prozent seines Kapitals und klagte gegen Finum Private Finance AG. Mit Erfolg, denn das Landgericht München I hat mit dem Urteil vom 14.12.2015 die Falschberatung durch Finum bestätigt und die Finum Private Finance AG zur Schadenersatzzahlung rechtskräftig verurteilt. Das Gericht begründete seine Entscheidung: „Die Finum AG, vertreten durch ihren Berater, habe ihre Pflichten aus dem Anlageberatungsvertrag verletzt. Die Beratung erfolgte nicht anlegergerecht, da die vermittelte Anlage nicht zu den vom Kläger vorgegebenen Zielen passte“.

Jeder Finanzvertrieb begeht einmal einen Beraterfehler, aber bei Finum Private Finance passiert dies häufiger. Life Trust Two GmbH & Co. KG und andere Life Trust haben Anlegern hohe Verluste beschert: „Ausweislich der veröffentlichten Geschäftsberichte haben diese Fondsgesellschaften im Jahr 2010 wesentliche Teile ihrer als Finanzanlagen ausgewiesenen Versicherungspolicen abschreiben müssen. Hatten die genannten Fonds in den Geschäftsberichten zum 31.12.2009 noch € 119.000.000,00 Finanzanlagen ausgewiesen, so waren es zum 31.12.2010 nur noch € 19.000.000,00. Diese Wertberichtigung von € 100 Millionen ging vollständig zu Lasten des Kommanditkapitals der Anleger“, schreibt ein Anlegerschutzanwalt.

Die Finum Private Finance AG hat Anleger nicht nur in einer Risikoklasse zu „ihren Gunsten“ eingestuft, nein sie hat ihre Anleger auch belogen. Ein weiterer Rechtsanwalt schreibt: “Nach Auffassung des Gerichts hat die Finum Private Finance AG gegen Pflichten aus einem zwischen ihr und der Klägerin zustande gekommenen Beratungsvertrag verstoßen. Konkret hatte es die Finum nach den Feststellungen des Landgerichts unterlassen, auf einen Widerspruch zwischen den von ihr verwendeten Unterlagen und den tatsächlichen Eigenschaften des Produkts hinzuweisen. Während in diversen von der FiNUM verwendeten Unterlagen die Rede von einer „Mindest-Garantierendite“ ist, existiert eine solche im Fonds tatsächlich nicht“. Das heißt die Vermögensberater haben sich die „Mindest-Garantierendite“ einfach ausgedacht, um ahnungslose Anleger in die teuren Fonds zu locken.

Nach noch unbestätigten Insiderinformationen hat die Finum Private Finance AG für die vertriebenen Finanzprodukte satte Provisionen von bis zu 20 Prozent des Anlagekapitals erhalten. Sollte dieser Hinweis stimmen, dann kann man verstehen, weshalb Finum AG-Berater die Schrottprodukte verkauften.

Verkaufte Finum Private Finance spekulative Produkte als Altersvorsorge?

Dieser Vermutung sind wir nachgegangen und sind auf das DCM GmbH & Co. Vorsorgeportfolio 1 KG gestoßen, das ebenfalls von Finum Private-Beratern angepriesen wurde. Es kam wie es kommen musste und Anleger verloren auch bei dieser Investition ihr Kapital. „Das Landgericht Heilbronn hat in einem Urteil vom 21.12.2016 entschieden, dass es sich bei diesem Dachfonds aufgrund seines Blind-Pool-Charakters in Verbindung mit den beabsichtigten Investitionen, die unter Umständen gar nicht in Sachwerte fließen, um eine hochspekulative Geldanlage handelt“, kommentiert ein Anlegerschutzanwalt. Die Finum Private Finance AG verkaufte die Produkte als Altersvorsorge.

„Über 100 Berater sollen sich mittlerweile der Finum Private Finance AG aus Berlin angeschlossen haben, heißt es aus Unternehmenskreisen“. Und weiter: „Mit freier Produktauswahl, moderner Beratungstechnologie und zukunftsweisenden Tools für das Kundenreporting bietet die Finum Private Finance ein stabiles und langfristiges zu Hause für private Banker und Wealth Manager, die ihre Kunden ohne Vorgaben nachhaltig beraten wollen“.

Freie Produktauswahl und ohne Vorgaben beraten? Klingt toll, aber angesichts der vermittelten Schrottprodukte bleibt ein seltsamer Nachgeschmack bei diesem Statement haften.

Dubiose Unternhmen finden Sie auf unserer Warnliste.

Haben Sie Erfahrungen mit Finum Private Finance AG aus Berlin gemacht? Schreiben Sie es uns.

GESCHLOSSENE FONDS ERBEN? BESSER NICHT!

Auf die Trauer folgte der Schock. Als der Vater gestorben war, ein Unternehmer aus Hamburg, hinterließ er seinen drei Kindern eine kleine Villa in der Nähe der Elbchaussee und ein Mietshaus. Wert: gut 2 Mio. Euro. Dazu 500 000 Euro in bar. Den Großteil seines Vermögens hatte der Mann aber in geschlossene Fonds gefragt. Dass viele der Fonds bereits marode waren, vor allem die Schiffsbeteiligungen, erwähnten die Gesellschaften gegenüber dem Amt nicht. Dabei sollte es nicht mehr lange dauern, bis eine nach der anderen in die Insolvenz rutschen würde.

Für die Erben bedeutete das: Sie hatten Erbschaftsteuer auf Werte gezahlt, die gar nicht mehr existierten. Und nun forderten die Gesellschaften auch noch die Kommanditisten auf, bereits ausgezahlte Beträge aus den vergangenen Jahren zurückzuzahlen. Da die Kinder nicht nur die Rechte, sondern auch die Verbindlichkeiten geerbt hatten, mussten sie zahlen. Die Forderungen aus den Fonds fraßen das Erbe auf. Und selbst das reichte nicht. Am Ende hatten die Erben Glück im Unglück. Eine Nachlassinsolvenz verhinderte, dass auf ihr Eigenvermögen durchgegriffen wurde. Ein solches Verfahren ist aber keine Selbstverständlichkeit, es unterliegt strengen Anforderungen. Aber das Erbe war weg.

Nur eine Frage der Zeit

Geschlossene Fonds können eine tickende Zeitbombe sein. In vielen Portfolios schlummern sie. Die Bundesbank hat 3 500 geschlossene inländische Investmentfonds mit einem Vermögen von rund 83 Mrd. Euro statistisch erfasst. Stiftung Warentest spricht sogar von 200 Mrd. Euro, die deutsche Anleger in geschlossenen Fonds investiert haben. Jahrelang galten die Fonds als sicher und renditestark, waren steuerlich begünstigt. Sie durften in keiner Altersvorsorge fehlen, suggerierten Banken und Vermittler. Ein Investment in Bürotürme, Containerschiffe, Spielfilme oder Windräder – was soll da schon schiefgehen?

Eine ganze Menge. Vor zwei Jahren errechnete Stiftung Warentest, dass knapp 70 Prozent der geschlossenen Fonds den Anlegern Verluste gebracht hätten. Lediglich 25 Prozent hätten am Ende ihrer Lautieit zwar einen Gewinn erwirtschaftet, aber einen erheblich kleineren, als den zuvor in Prospekten und Hochrechnungen avisierten.

Nur sechs Prozent hätten die Rendite einfahren können, mit der geworben wurde. Besonders für Medien- und Schiffsfonds fiel die Bilanz mager aus: 81 Prozent der Schiffsund 96 Prozent der Medienfonds hätten „einen vollständigen oder zumindest teilweisen Verlust des eingesetzten Kapitals“ eingefahren.

Geschlossene Fonds: Vertrag prüfen

Doch selbst ein erfolgreicher Fonds kann im Erbfall Probleme bereiten. Ein Hamburger Rechtsanwalt von rät nach einer Erbschaft schnellstmöglich den Gesellschaftsvertrag zu prüfen. Insbesondere, wenn der Fonds an eine Erbengemeinschaft geht. Denn: In den meisten Verträgen sei geregelt, dass nur ein Erbe als Gesellschafter in die Gesellschaft nachrücken kann. „Wer das ist, müssen die Erben unter sich klären“, sagt der Experte für geschlossene Fonds.

Und das birgt oft Zündstoff. Der Grund, warum nur ein Erbe als Gesellschafter nachrücken kann, liegt schlicht am Verwaltungsaufwand. Um zu verhindern, dass durch Erbfolge zu viele neue Gesellschafter nachrücken, lassen die Fondsgesellschaften eine Aufteilung nur zu, wenn jeweils eine bestimmte Mindestbeteiligungshöhe erreicht wird. Können sich die Erben hingegen nicht einigen, wer als Gesellschafter nachrückt, frieren Fonds in der Regel die Auszahlungen ein.

Manche Gesellschaftsverträge weisen noch andere Besonderheiten auf. Nicht in Deutschland steuerpflichtige Erben können etwa davon ausgeschlossen sein, als Gesellschafter nachzurücken. Das gleiche kann für Privatpersonen gelten, die sich in der Insolvenz befinden. In diesen Fällen wird meist eine Abfindung angeboten, die allerdings oft unter dem tatsächlichen Verkehrswert liegt.

Doch was ist ein Fonds eigentlich wert? Oft glauben Erben, der gezeichnete Nominalwert sei dafür ausschlaggebend. Aber das stimmt nicht. Auch ein Blick auf die Kurstafeln hilft nicht, denn geschlossene Fonds werden ja nicht einfach frei gehandelt. Das Problem, sagt der Anwalt, hätten auch die Finanzbehörden bei der Berechnung der Erbschaftsteuer. Einerseits könne man sich an die Fondsgesellschaften wenden. Doch die würden den Wert eher zu hoch ansetzen. Andererseits könne man bei Handelsplattformen wie der Deutschen Zweitmarkt AG den Wert des Fonds berechnen lassen.

Der Zweitmarkt ist ohnehin der einzige Ausweg, um den Fonds vor Ende der Laufzeit zu Geld zu machen. Gerade für Erbengemeinschaften eine Möglichkeit, das Erbe doch noch sauber aufzuteilen. Vorausgesetzt natürlich, es findet sich ein Käufer. Gerade bei Schiffsfonds ist das derzeit aber schwierig.

Eile ist geboten

Wer geschlossene Fonds erbt, sollte sich umgehend mit der Prüfung der Anlagen beschäftigen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Innerhalb von sechs Wochen kann ein Erbe ausgeschlagen werden. Den Stichtag markiert dabei der Tag, an dem man von dem Erbe erfahren hat. Bei unübersichtlichen Vermögensverhältnissen kann eine Nachlassverwaltung sinnvoll sein. Dabei wird das eigene Vermögen vom Nachlass getrennt – und die Haftung auf das Erbe beschränkt.

Um die Probleme für Erben gering zu halten, empfiehlt der Hamburger Abwalt, bereits bei Zeichnung eines geschlossenen Fonds auf die Details im Todesfall zu achten. Seit Langem gebe es Produkte, die besonders auf den Erbfall zugeschnitten seien. Anstelle einer großen Beteiligung sollte zudem in mehrere kleine investiert werden — und die Zuteilung der Fonds im Testament geregelt werden. So lasse sich viel Streit vermeiden.

MORNINGSTAR-RATING: DEKAFONDS BELEGEN LETZTEN PLATZ

Der Deka-Turm in Frankfurt ist das Aushängeschild der deutschen Sparkassen. In Werbespots zur teuersten Sendezeit direkt vor der „Tagesschau“ zeigen sie das 47 Stockwerke hohe Gebäude gern inmitten der anderen Bankentürme. In einem Spot für die Deka-Deutschland-Fonds preist eine Frauenstimme aus dem Office die Sparkassentochter als Heimat von „3000 Experten, die Welt, Wirtschaft und Finanzmärkte genau kennen“, während Bilder von asiatischen Megacitys und Containerumschlagplätzen das nimmermüde Wirken der Fondsmanager zum Wohl der Anleger suggerieren sollen.

„Die Deka-Fonds suchen weltweit attraktive Anlagechancen und findet sie dort, wo der Erfolg zu Hause ist“, tönt die Frauenstimme weiter. Von wegen.

In Wirklichkeit geht es im Deka-Turm an der Taunusanlage besonders behäbig zu. Das zeigt eine Auswertung der 175 größten Aktienfonds, die die Ratingagentur Morningstar exklusiv erstellt hat. Danach ähneln die Fonds der Deka, die Sparkassenberater massenhaft an Privatanleger verkaufen, vergleichbaren Indizes zum Teil erheblich; so erinnern die Portfolios der Deutschland-Fonds stark an den Dax. Anstatt selbst nach überragenden Investments zu suchen, bleiben die Manager also auf sicherem Terrain — und kaufen einfach die Standardaktien im Leitindex – zum Fraudanwalt-Bericht.

Anleger dürfen sich verschaukelt fühlen. Schließlich zahlen sie happige Gebühren von rund 2 Prozent pro Jahr für Fonds, die mehr oder weniger dem Index nachempfunden sind und deshalb so gut wie keine Chancen auf eine nennenswerte Outperformance nach Abzug der Kosten bieten – zum Fraudanwalt-Bericht über Fondsmanager.

Anders formuliert: Die Deka kassiert viel Geld, ohne viel zu leisten. Besonders gefährlich wird die Faulheit der Fondsmanager, wenn die Kurse drehen. Denn dann rauschen indexnahe Aktienfonds meist mit in die Tiefe, weil niemand im Management rechtzeitig reagiert hat. Empfehlenswert wären dann ein höherer Cashanteil, um die Krise auszusitzen, oder das Umschichten in weniger konjunkturabhängige Aktien.

Fondsmanager lohnen sich nur, wenn sie ein Portfolio zusammenstellen, das dem Index überlegen ist. Sonst können Anleger auch gleich auf Exchange Traded Funds (ETF) ausweichen. Die Indexfonds kosten teils nur 0,1 oder 0,2 Prozent pro Jahr — und liefern allein wegen dieses Vorteils höhere Renditen als pseudoaktive Fonds, die lediglich die Indexperformance schaffen.

ETFs erfreuen sich deshalb seit Jahren wachsender Beliebtheit: Laut Morningstar kommen sie inzwischen auf einen Marktanteil von fast 23 Prozent — Tendenz stark steigend.

BaFin auf Schmusekurs Doch wer dachte, dass die Etablierten nun umso engagierter arbeiten, um sich stärker von ETFs zu unterscheiden, wird in vielen Fällen enttäuscht. „Rund 20 Prozent der Fonds sind aus unserer Sicht zu nah am Index“, konstatiert Morningstar-Chefredakteur Ali Masarwah. „Anleger haben hier kaum Chancen auf Überrenditen und sollten besser einen entsprechenden ETF kaufen.“

Die Deka ist also kein Einzelfall; auch andere Anbieter stellen einfach nur Portfolios von der Stange zusammen — darunter die Volksbanken-Fondsgesellschaft Union Investment mit ihrem Flaggschiff „Uni Deutschland“, der Versicherer Generali mit dem „Komfort Dynamik Europa“ oder die MLP-Tochter Feri mit dem Dachfonds „Best Global Concept“.

Das Problem betrifft europaweit Millionen Anleger. Allein in Großbritannien stecken bis zu 109 Milliarden Pfund in „Indexschmusern“, wie Ende Juni ein Bericht der Financial Conduct Authority (FCA) offenbarte. Die Aufseher empfahlen deshalb härtere Regeln — darunter eine verschärfte Pflicht für Fondsmanager, „im besten Interesse der Anleger zu handeln“.

„Wenn ein Fonds die Öffentlichkeit täuscht, müssen Regulierer aktiv werden“, sagte Alan Miller, Gründer der Investment-Boutique SCM Direct, nach Veröffentlichung des Reports. „In jeder anderen Industrie würde das als Betrug gewertet.“

Wie die FCA konnte sich aber auch die BaFin bislang nicht dazu durchringen, Sanktionen zu verhängen. Dabei hatte Oberaufseher Felix Hufeld die Branche bereits 2016 vor Tricksereien gewarnt: „Wer von sich behauptet, aktiv zu managen, muss dies auch tun.“

Die Aufseher nahmen daraufhin 290 Aktienfonds unter die Lupe und identifizierten „Mängel im Bereich der Anlegerinformation“. Im Klartext: Fonds geben sich also aktiver, als sie sind. Anbieter müssen in ihren Prospekten deshalb künftig explizit angeben, „ob aktives Management betrieben wird“, so die BaFin. Zudem sollen Anleger erfahren, ob die Fondsmanager einen „Referenzwert“ verwenden – und wie sie diesen zu übertreffen gedenken. Die Frist, um diese Anforderungen zu erfüllen, läuft am 31. Dezember ab.

Dem Anlegeranwalt Julius Reiter ist das zu wenig. Die BaFin müsse „in eindeutigen Fällen auch Sanktionen verhängen“, fordert der Gründer der Kanzlei Baum Reiter & Collegen in Düsseldorf. „Wenn Fondsanbieter hohe Gebühren für aktives Management berechnen, obwohl sie in weiten Teilen einen Index kopieren, ist das für mich ein Fall von Täuschung.“ Gut möglich, dass Anleger deshalb juristisch gegen besonders dreiste Kopierer vorgehen — spätestens wenn die Kurse drehen und ihre Fonds Verluste einfahren. „Ich kann mir vorstellen, dass krasse Fälle vor Gericht landen“, sagt Masarwah. Sein Morningstar-Team sorgt jetzt erstmals für umfassende Transparenz ermittelt, wie weitreichend die Schnittmenge der großen Fonds mit dem Index ist.

Die Kennziffer, auf die es dabei ankommt, ist der Active Share, also der „aktive“ Teil des Fondsvermögens. Liegt er bei null Prozent, ist der Fonds am Stichtag identisch mit dem Index; bei einem Active Share von 100 Prozent ist keine einzige Fondsaktie im Kursbarometer vertreten. Die Kennziffer legt schonungslos offen, ob Fonds realistische Chancen haben, den Index zu schlagen und ihre Gebühren wieder reinzuholen oder nicht.

Bei Active Shares unter 40 Prozent „wird das sehr schwierig“, sagt Fidelity-Experte Christian von Engelbrechten. Er ist einer der Jungstars der Branche, der selbstgefällige -labitus vieler erfolgreicher Finanzmanager geht ihm ab. Von Engelrechten tritt zurückhaltend auf, ist aber umso engagierter. Für seinen „Fidelity Germany“ strebt er einen Active Share von mindestens 50 Prozent an. Derzeit sind es sogar fast 52 Prozent, womit er zu den besten einer Kategorie gehört und im Ranking, das auch Performance und Risiken berücksichtigt, den ersten Platz unter den Deutschland-Fonds belegt.

Auch für Masarwah sind 50 Prozent die Untergrenze. Die Deka liegt weit darunter: Der fast fünf Milliarden Euro schwere DekaFonds von Manager Matthias Both kommt gemäß Morningstar auf 25,7 Prozent. Der Europa-Fonds „AriDeka“ schneidet ebenfalls schlecht ab und ist sogar Schlusslicht im Ranking dieser Kategorie.

Mit einem Active Share von 43,4 Prozent liegt er zwar näher an der Prozent-Marke, aber bei Europafonds können Manager aus einem Größeren Anlageuniversum wählen. Weiterhin werden die Überschneidung mit dem Index geringer.

Deka betont in einer Stellunglahme, dass sich der Active Share „alleine nicht als Qualitätsmaßstab eignet“. Die Kennzahl sage nichts darüber aus, ob ein Fonds „erfolgreicher oder weniger erfolgreich als die Benchmark ist oder sein wird“. Das stimmt; wer weit vom Index abweicht, kann damit auch gewaltig schiefliegen. Allerdings gibt die Kennziffer einen Hinweis darauf, ob Fondsmanager überhaupt Renditen über ETF-Niveau liefern und somit ihr Wirken rechtfertigen können. Denn selbst Durchschnittskräfte verdienen sechsstellig; die Stars kassieren Millionengehälter. Die Vergütung von Management und Vertrieb schlägt sich in hohen Fondskosten nieder, zumal zu jährlichen Gebühren von meist 1,5 bis 2 Prozent oft noch Transaktionskosten von 1 bis 2 Prozent hinzukommen. „Das müssen Fondsmanager erst mal erwirtschaften“, sagt  Andreas Zittlau, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Privacon in Köln. Die meisten scheitern daran: Aktuelle Zahlen des Indexanbieters S&P zeigen, dass 74 Prozent der Fonds mit europäischen Aktien innerhalb eines Fünfjahreszeitraums nach Kosten schlechter abschneiden als die Benchmark. Nach zehn Jahren steigt die Quote sogar auf 88 Prozent.

Viele Vertreter der Spezies scheinen sich damit abgefunden zu haben, dass sie keine Chance gegen den Index haben – und bleiben lieber bequem in dessen Nähe, um wenigstens nicht allzu hoch zu verlieren.

Controller, die neuen Fondsmanager

Diese Entwicklung hat auch damit zu tun, dass in weiten Teilen der Szene nach der Finanzkrise Controller und Compliance-Spezialisten die Führung übernommen haben – und deren oberste Prämisse lautet: Risikominimierung.

„Dadurch hat sich die ganze Investitionskultur verändert“, sagt Lorenzo Carcano, Co-Chef des Equities-Teams bei der Metzler Asset Management in Frankfurt. Seit der Finanzkrise seien die Active Shares vielerorts gesunken.

Carcano — ein agiler Typ mit Dreitagebart, der leidenschaftlich argumentiert – empfängt mit seinem Kollegen Marian Frisch in Räumlichkeiten der traditionsreichen Privatbank im Frankfurter Szeneviertel Sachsenhausen, fernab vom Finanzdistrikt. Größer könnte der Unterschied kaum sein: Während in der City Bürotürme dominieren, verströmt das liebevoll eingerichtete Metzler-Refugium den diskreten Charme des alten Geldes.

Auch sonst setzen die Metzler-Manager alles daran, sich zu unterscheiden. Sie haben den Active Share des Flaggschiffs „Metzler Aktien Deutschland“ in zwei Jahren von 35 auf 58 Prozent gesteigert „Wir haben uns entschieden, aktiver zu werden und uns noch stärker von ET F-Produkten zu unterscheiden“, sagt Carcano.

Das Portfolio besteht deshalb nicht nur aus den üblichen Verdächtigen, sondern aus vielen Titeln der zweiten Reihe; darunter auch mutige Wetten wie der Außenwerber Ströer und der Zahlungsdienstleister Wirecard. Deren Kurse brachen zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent ein, weil sie teils anonym unsauberer Bilanzierungspraktiken beschuldigt wurden, was beide Unternehmen zurückwiesen. Fondsmanager Marian Frisch machten die Einschläge im Depot nicht irre; er hielt an den Titeln fest und profitierte vom Wiederanstieg der Kurse.

Auch Fidelity-Manager von Engelbrechten sucht jenseits der Standardwerte nach Perlen; in seinen Fonds haben es zum Beispiel der Onlinedienstleister United Internet und der Ticketvertrieb CTS Eventim geschafft. Frisch und von Engelbrechten gehören zu den „Stock-Pickern“. Einer der erfolgreichsten dieser Szene ist der Brite Terry Smith mit seinem „Fundsmith Equity“, der weltweit investiert und trotzdem aus nur 28 Titeln besteht. Damit bringt es Smith, dessen Fonds erst seit dem vergangenen Jahr in Deutschland zugelassen ist, auf einen Active Share von stolzen 93,3 Prozent.

Aus Anlegersicht entscheidend: Der Brite hat in den vergangenen fünf Jahren eine durchschnittliche Performance von fast 20 Prozent pro Jahr abgeliefert. In der Rangliste der Welt-Aktienfonds, die fraudanwalt auf Basis der Morningstar-Daten erstellt hat, belegt sein Portfolio deshalb Platz eins.

In die Bewertung ist neben dem Active Share, in dem sich die Chance auf eine künftige Outperformance ausdrückt, die risikoadjustierte Rendite (Sharpe Ratio) eingeflossen. Diese Kennziffer berücksichtigt neben der Performance auch Wertschwankungen; wer hier vorn liegt, hat also unter Beweis gestellt, dass er Überdurchschnittliches leisten kann, ohne dafür überzogene Risiken einzugehen.

Schließlich mahnt die Deka zu Recht an: „Bei der Fokussierung auf den Active Share wird oft vernachlässigt, dass aktive Positionen auch mit einem aktiven Risikomanagement einhergehen müssen.“ Schlecht gewappnet Allerdings werden Rückschläge an den Börsen nach Jahren stetigen Aufwärtsdrangs immer wahrscheinlicher, und für einen Börsenabschwung sind die Indexschmuser besonders schlecht gewappnet. „Bei einem niedrigen Active Share , besteht ein hohes Risiko, dass der Fonds ungebremst nach unten rauscht“, warnt Jean-Frangois Clément, Aktien-Chef der Schweizer Fondsgesellschaft Unigestion. Angesichts der aktuell hohen Bewertungen sei Indexnähe deshalb besonders gefährlich.

Eine Analyse des letzten größeren Dax-Einbruchs zwischen Ende Juli und Mitte September 2011 stützt diese These. So stürzte der DekaFonds ungebremst mit in die Tiefe.

Mit der Kennziffer Active Share werden die Risiken indexverliebter Fondsfaulpelze nun erstmals sichtbar. Fidelity-Fondsmanager von Engelbrechten hofft deshalb, dass die Behäbigen „stärker unter Rechtfertigungsdruck geraten“ und dass sich bald „die Spreu vom Weizen“ trennt.

Allerdings muss der Anleger die neuen Informationen nachdrücklich einfordern. Denn in den 14 000 Sparkassen- und fast 12 000 Volksbanken-Filialen der Republik preisen Berater unverdrossen Deka und Union-Investment-Fonds an. „Die brauchen gar keine Outperformance“, sagt ein Fondsmanager der Konkurrenz frustriert. Schließlich hätten sie eine enorme Marktmacht – und tolle Werbespots.

ANLEGERSCHUTZANWÄLTE WOLLEN SICH AN GEBEUTELTEN CANADA GOLD TRUST ANLEGERN BEREICHERN

Zweifelsohne, die Geschichte der Fondsgesellschaft Canada Gold Trust (CGT) mit ihren vor einigen Jahren aufgelegten Goldfonds I-IV ist kein Ruhmesblatt für lukrative, gewinnbringende Geldanlagen. Dennoch haben sich mittlerweile einige Anlegerschutzanwälte darauf spezialisiert, Kunden der jeweiligen Fonds anzusprechen und davon zu überzeugen, dass von der Fondsgesellschaft geforderte Kapitalrückzahlungen unrechtmäßig seien. Es ist davon auszugehen, dass die sogenannten Anlegerschutzanwälte neue Mandaten anlocken wollen, die auf der Grundlage sinnlosen Prozessierens den Anwälten neue Honorare in die tiefen Taschen ihrer schwarzen Roben spülen sollen. Den Mandanten, die Ihr Erspartes bei den Pleitefonds verloren und deren Klagen ins Leere laufen – hilft dies nichts.

Im Einzelnen berufen sich die vermeintlich wohlwollenden Advokaten auf eine Unwirksamkeit des Gesellschaftervertrages, in dem ihrer Meinung nach Begriffe verwendet wurden, die gegen das Transparentgebot nach § 307 Abs.1 Satz 2 BGB verstoßen sollen. Allerdings wurde in einem Urteil des OLG (Oberlandesgericht) Hamm 2015 deren Rechtmäßigkeit bestätigt und mit BGH-Beschluss (Bundesgerichtshof) vom 1.3.16 (AZ II ZR 66/15) nochmals untermauert.

Die Gesellschaft Canada Gold Trust beruft sich bei ihren Rückzahlungsforderungen auf den Paragrafen § 24Nr.8 des Gesellschaftervertrages, welcher besagt, dass im Einzelfall bei dringendem Liquiditätsbedarf bereits zurückgezahlte Anlegergelder von den Investoren zurückgeführt werden müssten – in diesem speziellen Fall in Höhe von 30% der ausgezahlten Gelder.

Der angesprochene dringende Liquiditätsbedarf hatte sich ergeben, nachdem festgestellt wurde, dass das Management des ursprünglichen Unternehmens namens Henning Gold Mines Inc, dem von CGT ein Darlehen zur Goldschürfung gewährt wurde, die eingezahlten Kundengelder nicht zweckdienlich wie im Vertrag beschrieben, verwendet hatte, sondern diese zum großen Teil veruntreut hatte. Die Diebe sind über alle Berge, bis auf einen, der ist tot.

Daraufhin wurde der ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft entlassen und eine neue Verwaltungsgesellschaft übernahm die Henning Gold Mines Inc – die Xolaris Verwaltungs GmbH aus Konstanz. Diese wurde beauftragt, Sanierungstätigkeiten durchzuführen, woraus sich der dringende Kapitalbedarf ergab, berichtet eine unternehmensnahe Quelle gegenüber Fraudanwalt in einer Mail. Verschiedene Anleger wollten allerdings dieser Aufforderung anfangs nicht folgen, denn gewiefte Anlegeranwälte glaubten, dass eine Kapitalrückforderung unbegründet sei oder behaupteten dies besseren Wissens. Damit lagen sie (vorsätzlich) falsch, wie viele in der Zwischenzeit veröffentlichte Gerichtsurteile bestätigen.

Rückforderung: Die Gerichte haben gegen Canada Gold Trust-Anleger entschieden

Zwischen 2016 und 2017 ergingen die Urteile von sechs (6) Amtsgerichten in unterschiedlichen Städten Deutschlands, die die Rückzahlungsforderung der Xolaris Verw. GmbH bestätigten und als rechtens beurteilten. Im Einzelnen waren das:

AG Wunsiedel, AZ 1 C 182/16 vom 23.9.16,

AG Straubing, AZ 4 C 508/16 vom 28.1.16,

AG Ingolstadt, AZ 11 C 1277/16 vom 9.3.17,

AG Schweinfurt, AZ 3 C 688/16 vom 21.3.16,

AG Ludwigshafen a. Rhein, AZ 2e C 103/16 vom 14.3.17

AG Karlsruhe-Durlach, AZ  5 C 104/16 vom 27.2.17

In 6 weiteren Fällen ebenfalls bei Amtsgerichten in ganz Deutschland wurde den Anlegern geraten, die Klagen fallenzulassen und die Forderung anzuerkennen. (Alle entsprechenden Aktenzeichen liegen auch hier vor und können bei der Redaktion von Fraudanwalt separat angefordert werden.)

Trotzdem treten immer noch Anwälte auf den Plan, die verunsicherte Anleger dahingehend beraten wollen, dass diese gegen die Forderung des Unternehmens klagen sollen – obwohl hinlänglich bekannt ist, dass eine Klage sinnlos erscheint. Es entsteht hierbei der dringende Verdacht, dass sich die sogenannten Anlegerschutzanwälte an ahnungslosen Mandanten bereichern wollen. Wohl wissend, dass ein Mandat zwar viel Geld bringt, aber keine Aussicht auf Erfolg. Bei vorsätzlichem Handeln eines Anlegerschutzanwalts… können auch die Strafbehörden tätig werden. Auf unserer Warnliste finden Sie Anlegerschutzanwälte, die Sie besser meiden sollten.

RECHTSANWALT DR. TINTEMANN EIN DUBIOSER MANDANTENFÄNGER?

Der Berliner Rechtsanwalt Dr. S. Tintemann ist alles. Er, der Anlegeranwalt aus Berlin ist Fachanwalt, Rechtsanwalt, Anlegeranwalt oder auch Schufa Experte. Jedenfalls behauptet er dies von sich selbst auf seinen Dr. Tintemann-Jubelseiten. Für den Fraudanwalt-Chefredakteur R. Berger-Friedar ist der selbsternannte Anlegerschutzanwalt Dr. Tintemann aus Berlin – möglicherweise ein dubioser Mandantenfänger. Die Hinweise verdichten sich…

Der graue Kapitalmarkt vernichtet jedes Jahr ca. 5 Mrd. Euro in Deutschland, stellte das Bundeskriminalamt im vergangenen Jahr fest. In einem Jahr sind es Immobilien, die günstig an- und teuer weiterverkauft werden. Gold ist der Rohstoff, der nie verendet und immer seinen Wert behält. Oder die eneuerbaren Energien und Holzinvestments:  eine beliebte Geschichte, um unwissenden Anlegern das letzte Geld aus den Taschen zu ziehen. Oder nein, nicht das letzte, sondern lediglich einen Großteil des Geldes. Denn nachdem sich alles in Schall und Rauch aufgelöst hat,  schlägt die Stunde der Anlegerschutzanwälte wie die von Dr. Tintemann, dem vermeintlichen Mandantenfänger.

Erst vor wenigen Tagen flog die Rechtsanwaltskanzlei PWB hoch, als die Staatsanwaltschaft Gera einmarschierte – ist Dr. Tintemann der nächste? Warten wir es ab, denn sicher ist, dass Dr. Tintemann aus Berlin ähnliche Methoden anwenden könnte.

Die dunkle Seite von Dr. Tintemann aus Berlin

Dr. Sven Tintemann aus Berlin ist vordergründig Jurist in einer Berliner Kanzlei. Er hat für seinen Beruf als Rechtsanwalt einen Kodex, den er allem Anschein nach nicht besonders ernst nimmt. In der Berliner Rechtsanwaltskanzlei ist Dr. Tintemann verantwortlich für die Geschädigten der schweizerischen SAM Management AG, die betrügerisch Anlegergelder veruntreute. Die SAM AG hatte vor Jahren vornehmlich Kapital bei deutschen Kleinanlegern gesammelt, um über dunkle Umwege im schweizerischen Kanton Nidwalden Geld für die FG-Unternehmensgruppe (damals noch Fröschl Group) aus Regensburg zu transferieren.

Dr. Tintemann mit seiner Erfahrung für schmutzige Geschäfte, vertritt anwaltlich einige der Geschädigten von SAM AG, schließlich blieb nach der Abwicklung der SAM AG durch die schweizerische Finanzmarktaufsicht nicht mehr ausreichend Vermögensmasse übrig. Die Millionen waren bereits in teure Autos abgeflossen. Dr. Sven Tintemann, der verantwortliche Anlegerschutzanwalt für die SAM AG-Anleger, soll für den räuberischen Vertriebsmann Matthias Uhr geworben haben, dies ließ schon damals einige Anleger „Dunkles erahnen“, schreibt eine Online-Zeitung. Nach Angaben Geschädigter der SAM AG bestand eine dubiose Zusammenarbeit zwischen Dr. Tintemann und der FG Finanz-Service AG aus Heilbronn (Gerhard Ziegler und Matthias Uhr) sowie der Regensburger Geothermie FG-Gruppe (Wolfgang Hageleit). Sollte das stimmen, dann wäre Dr. Tintemann nicht nur ein Advokat, der seine Madanten verrät, sondern auch gezielt ausbeutet.

Bis zum Schuldbeweis gilt die Unschuldsvermutung für Dr. Tintemann aus Berlin – Anleger sollten dennoch auf der Hut sein.

STAATSANWALTSCHAFT ERMITTELT GEGEN PWB-ANLEGERANWÄLTE

Der graue Kapitalmarkt hat schon viele Anleger um ihr Erspartes gebracht. Dubiose, geldgierige Finanzjongleure haben in den vergangenen 30 Jahren Beträge in Milliardenhöhe veruntreut. Jedoch sind es nicht nur die Finanzgauner selbst, die Anlegern ihr Kapital rauben, sondern auch die besondere Gattung von Anwälten – die Anlegerschutzanwälte. Damit soll jetzt Schluss sein, verspricht der Staat! Und er scheint seinen Worten auch Taten folgen zu lassen.

Die Staatsanwaltschaft Gera hat heute die Bürogebäude der berüchtigten Mandantenfänger PWB Rechtsanwälte durchsucht und soll den Jenaer Rechtsanwalt für Kapitalanlage- und Haftungsrecht, Matthias Kilian, von der Kanzlei PWB Rechtsanwälte „auf dem Kicker“ haben, berichtet ein Vertrauter von PWB-Rechtsanwälte. Die „Anlegerschutzanwälte“ von der Kanzlei PWB haben bereits vor zwei Jahrzehnten mit dem Serienerpresser Heinz Gerlach zusammengearbeitet und waren auch in der Folgezeit immer wieder in unrühmliche Themen verwickelt – wie an dem Betrug an Geschädigten der Göttinger Gruppe.

Dutzende Kisten mit Verträgen und Abrechnungen wurden sichergestellt, berichtet ein Augenzeuge gegenüber Fraudanwalt. Wie brisant die Unterlagen sind, werden die kommenden Tage zeigen, wenn erste Ergebnisse veröffentlicht werden.

Wurden Sie auch Opfer von Anlegerschutzanwälten? Schreiben Sie (anonym) an uns: [email protected]

GERMAN-WINGS: ANWÄLTE GEIERN NACH MANDANTENGELDERN

Nicht nur geschädigte Anleger sind den sogenannten Anlegerschutzanwälten ausgeliefert, die mit perfiden Methoden um die Gunst der Opfer buhlen. Nein. Auch im Fall German Wings fallen Juristen einmal mehr als gierige Geier auf. Am Ende geht es darum, den Wert eines menschlichen Lebens zu bestimmen: Gibt es Kinder, die der Tote hätte versorgen müssen? Sind Kredite abzubezahlen? Und wie viel hätte das Opfer bis zur Rente verdient, wenn es an einem Frühlingsmorgen in Barcelona nicht an Bord einer German Wings-Maschine gestiegen wäre? In jenes Flugzeug, das der Kopilot Andreas Lubitz mit 149 Personen an Bord in einen Berg in den französischen Alpen gesteuert hat.

Viele der Hinterbliebenen der Flugkatastrophe vom März 2015 haben inzwischen einen Schlussstrich unter die Tragödie gezogen, zumindest in materieller Hinsicht. Sie haben sich mit der Versicherung von Lufthansa über Entschädigungssummen geeinigt.

Allerdings nicht alle — und unter denen sorgt der nun anstehende zweite Jahrestag der Katastrophe für Unruhe. Denn 35 Familien haben den Opferanwalt Christof Wellens aus Mönchengladbach als Rechtsbeistand beauftragt.

Die Juristen hatten ihren Mandanten eine besonders hohe Entschädigungssumme in Aussicht gestellt, weil sie sich nicht nur in Deutschland außergerichtlich vergleichen, sondern die Lufthansa vor einem Gericht in den USA verklagen wollten. Der juristische Kniff: Sie prozessieren gegen die Flugschule der Lufthansa im US-Bundesstaat Arizona, an der Lubitz trotz seiner vorhergehenden schweren Depression ausgebildet worden war.

Doch der Vertrag, den die Hinterbliebenen dafür unterzeichnet haben, könnte sich jetzt als Fehler erweisen. Denn nach dem zweiten Jahrestag können die Ansprüche auf Schadensersatz in Deutschland gegen die Fluggesellschaft nicht mehr geltend gemacht werden — trotzdem hat Wellens in Deutschland bisher keine Klage für seine Mandanten eingereicht. Jetzt läuft die Zeit ab. Das Augenmerk der Juristen liegt auf dem Verfahren in den USA, glaubt man bei Lufthansa.

Je näher die Ausschlussfrist rückt, desto nervöser werden die Angehörigen. Sollten Wellens und die US-Anwälte die Ansprüche in Deutschland verspielen, will ein Teil von ihnen den Schaden von Anwalt Wellens ersetzt haben. Zwei Hinterbliebene haben deshalb bereits ihren eigenen Anwälten Schadensersatzklage angedroht. Sie lassen sich dabei von einem anderen bekannten Opferanwalt vertreten, dem Hannoveraner Ulrich von Jeinsen.

Denn es geht um durchaus hohe Summen: Die Angehörigen eines Familienvaters etwa, der bei einer solchen Flugkatastrophe umkommt, können mit Hunderttausenden Euro für den Verlust ihres Ernährers rechnen.

In internen Rundbriefen versucht Wellens seine aufgebrachten Mandanten zu beruhigen. Man werde „auch in Deutschland die notwendigen Schritte einleiten“, damit die Ansprüche „nicht der Verjährung unterfallen“. Deshalb werde man das Gespräch mit der Lufthansa suchen, notfalls Klage einreichen.

Doch aus Sicht jener, die ihren eigenen Anwalt in Regress nehmen wollen, gibt es einen entscheidenden Haken: Sie haben ihren Vertrag mit der New Yorker Kanzlei geschlossen. In dem steht, dass man den Amerikanern die „ausschließliche Berechtigung und volle Autorität zur Wahrnehmung aller juristischen Schritte“ erteile. In einer separaten Erklärung gegenüber Wellens steht, US-Anwalt Kreindler würde auch „für den Kontakt mit den Haftpflichtversicherungen“ zuständig sein.

Einen deutschen Schadensersatzprozess aber können die US-Anwälte nicht führen, weil sie dafür keine Zulassung besitzen.

Anwalt Wellens aus Mönchengladbach wäre theoretisch dazu in der Lage — das könnte jedoch als Kündigung des Mandantenvertrags zwischen den Hinterbliebenen und Kreindler ausgelegt werden.

Die Sorge der Hinterbliebenen ist, dass dann eine Klausel in Kraft tritt, nach der die Amerikaner auf alle auch in Deutschland erstrittenen Gelder ein „Pfandrecht“ haben, damit „Kosten“ aus ihrem Verfahren abgegolten werden können. Für die Angehörigen wäre das eine Horrorvorstellung: Sollte man sich mit der Lufthansa vergleichen, würde Kreindler das erstrittene Geld einfrieren lassen?

Kreindler-Anwalt Marc Moller bestreitet das, man werde den Hinterbliebenen nur ein Honorar berechnen, wenn die Klage in den USA erfolgreich sei. Was Wellens in Deutschland erstreite, wolle man nicht anrühren. „Wir alle haben uns verpflichtet, das Beste für unsere Mandanten zu erwirken“, sagt er. Wellens erklärt, seine Kanzlei sei für die deutschen Rechtsfragen zuständig und werde „nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz“ dafür bezahlt. Geschädigte meldeten gegenüber der Redaktion eine andere Darstellung.

Die Angehörigen, die den eigenen Anwälten nicht mehr recht trauen, wollen das allerdings schriftlich von Wellens und Kreindler. Die wiederum spekulieren darauf, dass die Lufthansa sich kurz vor dem Jahrestag vergleichen will, im Rechtsstreit in den USA und in Deutschland.

Die Juristen der Fluggesellschaft aber wehren sich gegen die Vermischung des amerikanischen Verfahrens mit den deutschen Schadensersatzansprüchen. Das juristische Spiel auf dem Rücken der Hinterbliebenen hat also erst begonnen. Vorsicht, wenn der Anwalt kommt!

7×7 AUS BONN SCHÜTTET AUS, ABER NUR FÜR ANWÄLTE

In der Finanzbranche gibt es die Experten, die aus wenig Kapital sehr viel machen und es gibt die jenigen, die das Gegenteil bewirken – nämlich Anlegergelder verbrennen oder verprassen. Zu welcher Sorte gehört Westfale Andreas Mankel und sein 7×7 Firmengestrüpp? Fraudanwalt berichtet über die hochriskanten Geldanlagen, die Mankel & Friends konzipieren. Die Redaktion stellte auch eine direkte Anfrage an Schwätzer Woltiri, den Pressemanager der 7×7 Unternehmensgruppe und bat um die Beantwortung von Fragen im Anlegersinne, denn jeder Anleger dürfte erfahren – wohin seine Gelder versickern – fraudanwalt berichtete.

Listige Methoden von 7×7 Unternehmensgruppe – aber trotzdem keine Löschung

Der Name der internationalen Kanzlei Flick Gocke Schaumburg mit Sitz im feudalen Bürokomplex in der Friedrich-Ebert-Allee 13 in Bonn, ist vielen ein Begriff. Die Kanzlei steht für Glaubwürdigkeit, Seriosität und die Durchsetzung der Mandanteninteressen. Jedoch handelt der Kanzleianwalt Dr. Carsten Quilitzsch mutmaßlich nicht nach diesen Grundsätzen. Listig versuchte er über scheinbar illegale Methoden eine Löschung der kritischen Berichte über das 7×7 Gestrüpp zu erreichen. In einer Mail an die Redaktion gab er sich nicht als Anwalt zu erkennen, sondern gab sich als ein von 7×7 Geschädigter aus, um auf diesem Weg auf die Berichterstattung Einfluss zu nehmen. Erfolglos, denn Fraudanwalt ist ehrlich, unbequem und vor allem unbestechlich!

Dr. Carsten Quilitzsch’s Honorar durch 7×7-Anlegergelder finanziert?

Dr. Carsten Quilitzsch ist dem Anschein nach ein Advokat, den es nicht interessiert, aus welchen Kassen sein Honorar gezahlt wird – egal ob seine Mandanten gewinnen oder verlieren – er, Dr. Carsten Quilitzsch von der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg, verdient immer. Der 7×7 Unternehmensgruppe kritisch gegenüber stehende Insider, berichten in mehreren EMails an die Redaktion Fraudanwalt, dass Andreas Mankel nicht nur für Anwälte, sondern hauptsächlich für Werbung und sein Gehalt (ca. 150.000 € berichtet ein Mitarbeiter) das Anlegergeld verprasst. Wen wundert es noch, dass jedes Jahr aufs neue seine Unternehmen aus der 7×7 Unternehmensgruppe nur rote Zahlen schreiben? Plant Mankel vielleicht ein großes Ding, wie die Frankfurter Immobilienbetrüger S & K oder ist er nur ein gescheiterter Manager, der Anlegergelder in alles investiert – außer werthaltige Geldanlagen? Eines lässt sich feststellen: er gehört nicht zu der eingangs erwähnten Gattung von Finanzgurus, die aus wenig Geld viel machen… Die Redaktion bleibt dran.