CREATIVE PAYMENTS & MEDIA BV: TEURE KREDITKARTE STATT KREDIT

Die fiese Abzockmasche der CREATIVE PAYMENTS & MEDIA BV ist recht simpel:  Anstatt einen Kredit zu genehmigen, da das Unternehmen lediglich Kredite vermittelt, die  von anderen Instituten stammen, verschickt das Unternehmen zuerst einmal eine Prepaid-Kreditkarte. Und zwar in Verbindung mit dem Kreditvertrag, den jeder Interessent ausfüllen und zurücksenden muss. Dass ein Antragsteller diese Kreditkarte als Bestandteil des Kreditvertrages mit beantragen muss, ist den meisten nicht bewusst. Zu versteckt und verschlüsselt durch wirre Formulierungen kann man in den Vertragsklauseln kaum erkennen, dass hier ein zweites Vertragsdetail mit verbindlichem Charakter genehmigt und bestätigt wird. Sobald der Vertrag an die Creative Payments & Media (CPM) BV in Kerkrade zurückgesandt worden ist, tritt der Zusatzvertrag in Kraft, der den Kreditnehmer in den Besitz einer Kreditkarte bringt. Ganz fies dabei aber ist, dass es sich um eine Prepaid-Kreditkarte handelt, die nichts mit der ursprünglichen Kreditkarte zu tun hat. Mit dieser Karte kann ich nur bezahlen, wenn ich vorher Geld aufgeladen habe – anders als bei der herkömmlichen Karte, die es mir ermöglicht, auf Kredit einzukaufen und später durch Abbuchung vom Referenzkonto dafür zu bezahlen.
Ein zusätzlicher Aspekt von Arglist lässt sich daran erkennen, dass das holländische Unternehmen (mit mindestens 1 Tochterunternehmen „sorglosduo24.de“)  speziell Kunden anspricht, die bei anderen Kreditinstituten mangels Bonität oder schlechter Schufa-Auskunft keinen Kredit bekommen würden, ihnen vonCREATIVE PAYMENTS & MEDIA BV aber vorgegaukelt wird, dennoch eine Chance auf Kreditzuteilung zu bekommen. Kreditnehmer, die wenig oder kein Geld haben, und finanziell nach dem letzten Strohhalm greifen, werden erstmal mit mindestens 50 Euro Kartengebühr und 10 Euro Versandgebühr zur Kasse gebeten, bevor ihnen klar wird, dass es für einen Kredit sowieso nicht reichen wird, da das Unternehmen nach unverhältnismäßig langer Wartezeit einen abschlägigen Hinweis verschickt. Statt dessen besitzt der gebeutelte Antragsteller nun eine Kreditkarte, mit der er nichts anfangen kann, wenn er nicht vor dem Einsatz der wertlosen Plastikkarte selbst Geld darauf hinterlegt. Geld welches er voraussichtlich  nicht hat, da er sonst wohl kaum einen Kredit nachfragen würde. Sobald ein Kunde bemerkt, dass er ganz übel hinters Lichtgeführt wurde und nun die Verpflichtung eines Kartenvertrages an der Backe hat, versucht er vielleicht, diese vertragliche Vereinbarung rückgängig zu machen. In dem Moment aber, wo er die Zahlung verweigert, erreichen ihn  unversehens Mahnungen von Inkassounternehmen, die die fällige Zahlung eintreiben wollen. Durch Inkassogebühren verdoppeln sich die Kosten ganz schnell, so dass hier guter Rat teuer ist. Die Verbraucherzentralen wurden durch unzählige Beschwerdebriefe auf die Firma aufmerksam und haben das Unternehmen abgemahnt. Bis jetzt ohne Erfolg. Die Abzocke geht munter weiter

VORSICHT BEI MAHNBRIEFEN AUS TSCHECHIEN

Es sind erst wenige Tage vergangen, als der Oldenburger Rentner J. Resch (*Name von der Redaktion geändert), wieder einmal einen Mahnbrief der tschechischen Firma ENA in seinem Briefkasten vorfand. Mit dem Schreiben enthalten war eine beiliegende Forderung in Höhe von 90 Euro für „erotischen Service“. Kurze Zeit später, meldete sich ein weiterer Leser schriftlich bei der Fraudanwalt-Redaktion, dem ähnliches wiederfuhr. Das Schema schien gleich zu sein: Der Mann aus Stade erhielt eine Zustellung per Einschreiben von der tschechischen Averto. Auch hier werden 90 Euro für Erotikservice gefordert. Fraudanwalt rät Verbrauchern einen kühlen Kopf zu bewahren und keinesfalls auf die betrügerischen Drohgebärden zu reagieren – im schlimmsten Fall wäre es für die meistens Anonymen, ausländischen Betrügerbanden notwendig – vor einem inländischen Gericht zu klagen.

Keine Daten am Telefon preisgeben

Eine Verbraucherin aus Celle berichtet der Verbraucherredaktion Fraudanwalt, sie wäre über einige Tage, angeblich von Post telefonisch kontaktiert worden. Dabei erzählte die vermeintliche Postkundenbetreuerin der Frau, dass ein Adressablauf notwendig wäre, weil Briefe schlecht leserlich wären. Auch in diesem Fall dauerte es nicht lange bis die Frau zwei Briefe in ihrem Postkasten vorfand. Jeweils eine Forderung über 90 Euro, sowie eine weitere über 50 Euro forderte Averto mit Sitz in der Tschechischen Republik.

Petersberg Deutschlands Abzockerparadies

Im wieder führt die Spur ins beschauliche Petersberg. R.M.I. (Sexabzocker) hat einen neuen Geldeintreiber gefunden. So erhielten mehrere Verbraucher aus Niedersachsen Mahnungen von Simex aus Petersberg über einen Betrag in Höhe von 135 Euro. Demnach haben sie Telefonsex-Serviceleistung beansprucht. Selbst Mitglieder der städtischen Vertretung sollen Gerüchten zur Folge involviert gewesen sein. Den Mahnungen waren wenige Wochen zuvor Rechnungen in Höhe von 90 Euro vorausgegangen. Die Beträge sollen auf ein tschechisches Konto überwiesen oder bar per Einschreiben gezahlt werden. Die Polizei ermittelt.