Rechtsanwalt Ray Migge (RMI) Düsseldorf – Warnung i.S. Euro Collect / Veripay

Wir sammeln gerade Beiträge zum Rechtsanwalt Ray Migge (“RMI Legal”)  aus Düsseldorf.

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Der “Anwalt” ist für zahlreiche Falschberatungen bekannt und trollt sich gerne in diversen Internetforen herum um auf Mandantensuche zu gehen. Euro Collect aus Düsseldorf warnt ausdrücklich vor den Machenschaften dieses Anwalts.

Manche Anwälte sind einfach nur schlecht – dieser ist aber nicht nur schlecht sondern sogar gefährlich.

Ray Migge Düsseldorf
Ray Migge Düsseldorf

Im Internet zeigt er sich gerne im Unterhemd. Wirkt ein bisschen merkwürdig…

Wir bitten alle Opfer, sich an uns zu wenden. Wir haben jetzt bereits zwei Opfer, die uns Unterlagen zugesandt haben. Diese belegen einwandfrei, dass der Migge falsch beraten hat. Die Opfer sind dadurch in ein zivil- und strafrechtliches Verfahren geraten, dessen Ausgang derzeit noch ungewiss ist. Es ist zu befürchten, dass hohe Geld- oder sogar Haftstrafen drohen. Ein Opfer berichtet ausführlich auf gutefrage.net.

Wir versuchen durch Sammlung der Unterlagen dem Rechtsanwalt die Zulassung zu entziehen. Es kann nicht angehen, dass sich ein Anwalt mit öffentlicher anwaltlicher Lüge profiliert. Wir werden nach rechtlicher Analyse alle Unterlagen an die zuständige Rechtsanwaltskammer und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf senden.

Seine Internetseite nennt sich “www.ra-migge.de” und laut DENIC wohnt der Herr hier:

Heinz-Schmöle-Str. 2, 40227 Düsseldorf

Update 20.11.2017

Ein Geschädigter hat uns das folgende Bild zugesandt. Das ist peinlich, ein Anwalt mit Peitsche und Maske im Rotlichtviertel von Amsterdam. Offensichtlich braucht Migge einen Nebenjob um sich über Wasser zu halten…

Ray als Lustsklave
Ray als Lustsklave

WARNUNG: RECHTSANWALTSKANZLEI ELIXIR FRANKFURT UWE MARTENS UND FLORIAN SCHUH & EURO COLLECT

Unseriöse Anwälte gibt es viele, leider viel zu viele. Immer mehr Anwälte betteln auf Google & Co. um Mandate, betreiben Foren-Spam und trollen sich als mutmaßliche “Verbraucherschützer” durch diverse Internetforen.

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Euro Collect GmbH Düsseldorf
Euro Collect

Zuerst bekommt man Mahnschreiben von einem renommierten Inkassounternehmen wie beispielsweise der Euro Collect GmbH aus Düsseldorf – dann folgt der Anwaltsärger. Nämlich dann wenn man nicht zahlen kann oder möchte und sich einen Anwalt sucht. Denn die beiden Herren werben ausdrücklich mit “Euro Collect” und man kann sich vorstellen dass die Anwälte mit den Inkassobüros unter einer Decke stecken um ahnungslose Verbraucher doppelt abzuzocken.

Culpa Inkasso Auch mit “Culpa Inkasso” versuchen die Elixir Anwälte auf Mandantenfang zu gehen. Culpa Inkasso selbst hat einen Interessanten Artikel über Elixir auf der Website veröffentlicht. Zitat:

Natürlich ist es auch Culpa Inkasso als seriöses, zertifiziertes Inkassounternehmen gewohnt, nicht unbedingt auf Gegenliebe bei den Schuldnern zu stoßen, doch ist eine öffentliche Methodik zur Mandantengewinnung, wie sie Rechtsanwalt Uwe Martens pflegt, potentiell rufschädigend und in keiner Weise akzeptabel.

In unserem Fall der Woche geht es um die beiden Anwälte “Uwe Martens” und “Florian Schuh” die unter dem illustren Namen “elixir” handeln: Homepage

Bildschirmfoto 2017-11-20 um 05.05.02Dann werben die beiden noch mit Logos der FAZ, Süddeutschen, DATEV, Prosieben, WDR & Co. – allerdings ohne Quellenangaben. Wie soll die Angabe “bekannt u.a. aus DATEV” zu verstehen sein?  Wir haben DATEV, Prosieben, die FAZ und den WDR  um Stellungnahme gebeten und werden diese hier veröffentlichen. Wir können uns nicht vorstellen, dass seriöse Unternehmen wie die DATEV mit diesen Abzockern zusammenarbeiten. Vielleicht haben die Herren eine DATEV-Software installiert, aber damit zu werben, man wäre “bekannt u.a. aus DATEV” ist schon mehr als dreist und ist offensichtlich bewußt auf Verbrauchertäuschung ausgelegt.

Um Ihre Masche “rund” zu machen bieten die beiden unter allen erdenklichen Suchbegriffen (namhafte Inkassofirmen, Fitnessstudios, etc.) “Hilfestellung” zur Forderungsabwehr an. Damit können sich dann zahlungsunwillige oder zahlungsunfähige Schuldner gegen Forderungen wehren und sich damit mehr Kosten aufhalsen. Für drei Seiten PDF zockt man dann eben 39,90 € ab.

Bildschirmfoto 2017-11-20 um 04.55.04Dabei verwendet man dann ein offensichtlich getürktes oder gar selbst frei erfundenes Gütesiegel “www.faires-inkasso.de”. Der Laie fällt auf dieses “Zertifikat” rein und glaubt, die Anwälte wären in irgendeiner Art ausgezeichnet worden. Vermutlich haben die “Anwälte” sich das Siegel selbst ausgedacht, denn auf der Seite selbst findet sich leider rein garnichts – nur ein Platzhalter. Registriert ist die Domain auf:

Dieser Domainhaber ist bei tausenden Domains eingetragen und dient hier offensichtlich als Strohmann, wie heise online berichtet.

GRIES Service Solutions Inc.
512 Lancaster St
01453 Leominster

Generell ist es problematisch, wenn Anwälte mit Gütesiegeln werben. Selbst das Werben mit TÜV- oder DEKRA-Siegeln ist Anwälten gerichtlich untersagt worden, da es eine Irreführung des Verbrauchers darstellt (OLG Hamm, Urteil vom 31.1.2012).

Wir sprechen eine ausdrückliche Warnung vor diesen Anwälten aus. Wir gehen davon aus, dass die beiden das “Gütesiegel” frei erfunden haben und  widerrechtlich verwenden.

Geschädigte bitten wir um Kontaktaufnahme und Zusendung von Beweismaterial. Wer sich von den beiden vertreten lassen hat, möge bitte die von der Kanzlei erstellten Schriftstücke zusenden. Wir gehen aufgrund von Verbraucherzuschriften davon aus, dass hier gewerbsmäßig vorgegangen wird und es täglich zu neuen Rechtsverstößen durch Florian und und Uwe kommt.

Rechtsanwalt Stefan Bernhardt aus Dillenburg – Unseriöse Falschberatung

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Aus gegebenem Anlass warnen wir ausdrücklich vor Rechtsanwalt Stefan Bernhardt aus Dillenburg. Dieser verschickt für seine zahlungsunfähigen Mandanten wie Michael Faulheit (der Name ist wohl Programm) nötigende Mahnungen und Drohungen. Seine beeindruckende Website findet sich hier: http://www.ra-bernhardt.de/

Dabei zitiert er völlig zusammenhangslos Urteile falsch und fordert zur Zahlung auf. Anscheinend ist er nicht in der Lage, Landgerichtsurteile zu verstehen, selbst einfache juristische Zusammenhänge geraten bei ihm durcheinander.

Wenn Sie von diesem Anwalt Schreiben erhalten, ignorieren Sie diese, zahlen Sie auf KEINEN FALL! Sofern auch Sie der Meinung sind, die Forderung des Herrn Bernhardt ist unberechtigt, wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige gegen diesen angeblichen Rechtsanwalt.

 

Die Betrüger Bande: Thomas Louis, Volkmar Brückner, Wolfgang Weber

Die Betrügerischen Machenschaften von Thomas Louis, Volkmar Brückner und dem öffentlich Rechtlichen Fernsehen (SWR)

Dass sich Betrüger bei Verbraucherzentralen, dem angeblichen Verbraucherschutz oder gar bei der Polizei zusammenrotten um sich mittels falscher Verdächtigung und Verleumdung der Zahlungsverpflichtung zu entziehen versuchen ist nichts neues.

Nun haben es aber zwei Verbraucher Verbrecher sogar ins Fernsehen geschafft:

Vor laufender Kamera lügen Thomas Louis aus Wegber und Volkmar Brückner aus Werl und geben vor, es wäre Ihnen telefonisch eine völlig kostenlose Mastercard angeboten worden. Der SWR glaubt den Lügnern und berichtet in seiner Sendung über diese beiden Fälle. In Wahrheit sieht es leider ganz anders aus, wie uns zugespielte Aufzeichnungen der Telefonate belegen:

Deutlich ist jeweils zu hören wie mitgeteilt wird, dass man die Mastercard prepaid als Voucher per Nachnahme zu 98,90 EURO erhält. Dies bestätigen die beiden Betrüger deutlich und teilen mit, alles verstanden zu haben. Letztendlich haben sich die beiden Betrüger aber selbst eine Grube gegraben, denn im Rahmen des Einstweiligen Verfügungsverfahrens gegen den SWR haben die beiden Betrüger nun auch noch falsche eidesstattliche Versicherungen abgegeben.

Wir haben den Anbieter um Stellungnahme gebeten. Die Geschäftsführung von VERIPAY BV dazu:

Diese beiden Betrüger  Volkmar Brückner und Thomas Louis sind uns bekannt. Sie haben sich durch betrügerische Handlungen versucht der Zahlungsverpflichtung aus der Kreditkartenbestellung zu entziehen. Wir haben gegen die beiden – und die Verantwortlichen des SWR – Strafanzeige erstattet. Uns liegt mittlerweile die vollständige Aufzeichnung der beiden Gespräche vor und diese belegen eindrucksvoll dass es sich hier um Betrug und falsche eidesstattliche Versicherung handelt. Die beiden erwartet bei Verurteilung mindestens 12 Monate Freiheitsstrafe. Leider kann man die beiden nicht für die unzähligen Trittbrettfahrer zur Rechenschaft ziehen, welche auf den Betrugszug der beiden aufgesprungen sind.

Traurig, was mit den Zwangs-TV-Gebühren der Deutschen für betrügerische Machenschaften unterstützt!

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WO IST DAS GELD DER KTG AGRAR-ANLEGER GEBLIEBEN AMS/HOFREITER?

KTG Agrar war Europas größter börsennotierter Landwirtschaftskonzern. Seine Pleite vor wenigen Monaten brachte Tausende Anleger um Millionen. Interne Unterlagen aus dem Insolvenzverfahren  zeigen jetzt, wohin ein Teil des Geldes floss.

Am Tag vor der Kapitulation werden noch einmal hektisch Zahlungen angewiesen. Von einem Konto des taumelnden Landwirtschaftskonzerns KTG Agrar gehen fünf Überweisungen an die gleiche Empfängerin: Beatrice Ams, Großaktionärin und Aufsichtsrätin. Zusammen mit dem KTG-Patriarchen Siegfried Hofreiter, ihrem langjährigen Lebensgefährten, hatte Ams den Konzern aufgebaut und 2007 an die Börse gebracht. Nun muss sie zuschauen, wie er in die Pleite rutscht.

Doch eine Sache soll noch erledigt werden, bevor das Unternehmen mit Sitz in Hamburg und Verwaltung in Oranienburg bei Berlin Insolvenz anmeldet. Am 4. Juli 2016, es ist ein Montag, weist die Dachgesellschaft KTG Agrar SE die Privatbank Seeliger an, fünf Tranchen an Beatrice Ams zu überweisen: dreimal 5 700 Euro, zweimal 17 850 Euro, insgesamt 52 800 Euro. Verwendungszweck: Erstattung der Umsatzsteuer, die Ams für 2014 und 2015 auf ihre Aufsichtsratsvergütung von jährlich 30 000 Euro abgeführt hatte. Dazu die Vergütung für ihr Aufsichtsratsmandat plus Umsatzsteuer für das Jahr 2016. Ganz kurz vor dem Ende scheint Ams noch mitnehmen zu wollen, was sich mitnehmen lässt, und seien es ein paar Tausend Euro – anders als ihre beiden Kollegen im Aufsichtsrat, die dem Krisenkonzern ihre Dienste schon gar nicht mehr in Rechnung stellen.

Einen Tag später, am Dienstag, reicht die KTG Agrar SE beim Amtsgericht Hamburg einen Insolvenzantrag ein. Der Geldhahn ist zu.

Die Abkassierer bei KTG Agrar

Es ist nicht in erster Linie die Höhe, sondern der Zeitpunkt der Überweisungen an Ams, der den Gläubigern der Pleitefirma die Zornesröte ins Gesicht treiben dürfte. Die Zahlungen wenige Stunden vor dem Aus illustrieren das Selbstverständnis, mit dem der Familienclan Hofreiter/ Ams das an der Börse einst für seine Wachstumsstory gefeierte Unternehmen als Selbstbedienungsladen angesehen hat. Bis zuletzt.

Zu den großen Verlierern gehören die 12 000 Anleger, die insgesamt 340 Mio. Euro in drei „Biowertpapiere“ steckten – Mittelstandsanleihen, deren Wert nach einer der spektakulärsten Pleiten in diesem Segment größtenteils vernichtet sein dürfte. Hoffen können sie nur noch auf den Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus, der von Hofreiter, Ams und sechs weiteren ehemaligen Vorständen und Aufsichtsräten 218 Mio. Euro Schadensersatz eintreiben will (Capital berichtete). Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Hofreiter wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung, Untreue und Betrug.

An dem Tag, an dem der KTG-Chef Insolvenz anmeldet, hat der Konzern fast 400 Mio. Euro Schulden. Monatelang wühlt sich der Insolvenzverwalter durch das verworrene Geflecht des KTG-Imperiums mit seinen 120 Tochterfirmen. Sein Fazit: Das Unternehmen sei schon spätestens seit dem 30. Juni 2015 — also ein Jahr vor dem Pleitebekenntnis – überschuldet gewesen. Damit bestehe gegenüber der früheren Konzernspitze ein Haftungsanspruch für Zahlungen, die nach diesem Zeitpunkt geleistet wurden. Wie etwa die 52 800 Euro an Ams. Aber auch weit größere Beträge.

Fraudanwalt liegt eine Dokumentation vor, die knapp 2 000 Transaktionen der KTG-Holdinggesellschaft KTG Agrar SE im Zeitraum 30. Juni 2015 bis 4. Juli 2016 aufschlüsselt. Die mehrere Dutzend Seiten umfassende Aufstellung gibt einen seltenen Einblick in ein laufendes Insolvenzverfahren – und liefert Antworten auf die zentrale Frage, die stets nach Pleiten dieser Größenordnung bleibt, bei Prokon, German Pellets oder nun KTG: Wo sind die Millionen der Anleger geblieben?

Zu den Transaktionen zählen Kleinigkeiten wie Stromrechnungen und Strafzettel, dazu Zahlungen an Analysten und Berater, für Kreditkartenabrechnungen und für die Gehälter der Vorstände. Die Aufstellung belegt auch, dass Geld von Konten der KTG Agrar SE an Firmen aus dem privaten Umfeld des Hofreiter-Ams-Clans floss. In den besseren Zeiten hatte der KTG-Herrscher mit Ams sowie Verwandten und Weggefährten ein Schattenreich aus Privatfirmen aufgebaut, das mit dem Konzern rege Geschäfte trieb – und gut daran verdiente. Auf Fragen von Capital zu den Transaktionen reagierten Hofreiter und Ams nicht.

Laut den Unterlagen gehörte zu den Empfängern ein Agrarunternehmen namens KTG Farming International, an das im Jahr vor dem Insolvenzantrag netto fast 3,5 Mio. Euro flossen. Geschäftsberichten zufolge gehörte die Firma zu 50 Prozent dem KTG-Konzern. Eigentümer der anderen Hälfte: ein privates Unternehmen von Großaktionärin Ams. Belegt sind auch Überweisungen der KTG Agrar SE über 332 000 Euro an den Agroservice A.M.S. — eine weitere Privatfirma der Großaktionärin auf Usedom. Diese wurde von KTGBetrieben immer wieder beauftragt, wenn sie externe Helfer und Maschinen benötigten – laut Konzerninsidern zu Preisen über dem marktüblichen Niveau. Weitere Einkünfte dürfte die Ams-Firma von den KTG-Betrieben selbst erhalten haben.

Mehrere Überweisungen im Gesamtvolumen von knapp 1,7 Mio. Euro gingen an die Firma KA-Service auf Usedom, die laut Handelsregister Fahr- und Flugzeuge verkauft, betreibt, wartet und chartert. Über die KA-Service lief auch der Helikopter, auf den Hofreiter selbst dann nicht verzichten wollte, als es dem Konzern immer schlechter ging. Ihr Vorstand: Siegfried Hofreiter.

Darüber hinaus dokumentiert die Auflistung etliche Zahlungen an eine Beratungsfirma von Hofreiter. Über diese rechnete der KTG-Chef offenbar seine Vorstandsvergütung ab — ein eher unübliches Vorgehen, zumal die Beträge variierten: mal 5 950 Euro, mal 59 500 Euro. Insgesamt erhielt der damalige Vorstandschefim Jahr vor der Insolvenz 404 600 Euro. Hinzu kamen mehr als 25 000 Euro für Abrechnungen seiner Firmenkreditkarten. Auch für Hofreiters neue Freundin, mit der er nach der Trennung von Ams 2015 zusammenkam, beglich die KTG Agrar SE Visakartenabrechnungen über 7158 Euro — obwohl die Frau dort gar nicht angestellt war.

In den Unterlagen findet sich auch die Firma Terra Agrar von Hofreiters Bruder Werner. An Terra Agrar überwies die KTG-Dachgesellschaft im August 2015 den größten Einzelbetrag im Jahr vor dem Insolvenzantrag: 6 Mio. Euro. Auf Nachfrage erklärte Werner Hofreiters Anwalt, die Aufstellung des Insolvenzverwalters enthalte eine „entscheidende Unvollständigkeit“: Sein Mandant habe das Geld bereits fünf Tage später zurücküberwiesen, weil sich eine gemeinsame Akquisition nicht habe realisieren lassen. Insolvenzverwalter Denkhaus lehnte einen Kommentar zu diesem Vorgang unter Verweis auf einen „laufenden Rechtsstreit“ ab.

Finanzsituation geschönt?

Eine echte „Smoking Gun“, etwa in Form einer großen Überweisung auf ein Schweizer Konto, lässt sich in den Unterlagen zwar nicht finden. Aber die vielen Einzelbeträge, die alleine über die KTG-Dachfirma an Privatunternehmen des Familienclans flossen, ergeben ein klares Muster. In einem Gutachten für den Insolvenzverwalter, das Capital vorliegt, nennen Wirtschaftsprüfer die Finanzierung dieser „nahestehenden Unternehmen“ durch den Konzern als einen wesentlichen Grund für die Überschuldung — neben dem unprofitablen Geschäftsmodell in allen drei Konzernsparten Agrar, Energie und Food sowie unternehmerischen Fehlern wie etwa den Aktivitäten in Litauen und Rumänien.

Aus der Auflistung der Zahlungsströme geht hervor, dass der Konzernchef die Firmen in seinem Privatumfeld bis zuletzt schützte. „Die letzte Zeit vor der Insolvenz hat Hofreiter offenbar dazu genutzt, seine persönlichen Dinge zu regeln und die Grundlage für die Zeit danach zu  legen“, sagt ein Insider, der mit den Konzernfinanzen vertraut ist. In den letzten Wochen und Monaten habe Hofreiter „seine Schäfchen ins Trockene gebracht“ — und dafür gesorgt, dass die Familienfirmen nicht in den Sog der KTG-Pleite geraten.

Das Gutachten für den Insolvenzverwalter zeichnet zudem nach, wie der KTG-Herrscher die immer dramatischere Finanzlage des Konzerns kaschierte. Seit 2015 schloss er für die Ernte sogenannte Finetrading-Geschäfte mit externen Finanzierern ab. Allein 2015 lag das Volumen bei mehr als 30 Mio. Euro. Finetrading dient der Einkaufsvorfinanzierung von Firmen, die mit ihrem Kreditrahmen nicht auskommen. Die Finanzierer kaufen dabei im Auftrag ihrer Kunden Rohstoffe oder Waren ein und gewähren ihnen gegen eine Gebühr einen längeren Rückzahlungsrahmen.

Hofreiter spannte die Finetrader in ein Finanzkarussell ein – mithilfe zweier nahestehender Unternehmen namens KTK, die zusammen als eine Art Bad Bank des Konzerns dienten. Offiziell kauften die beiden KTK-Firmen den KTG-Betrieben die

Ernte ab, um sie weiterzuverkaufen: an externe Abnehmer und an die Biogastöchter im Konzern. Dabei sei das Getreide zu überhöhten Preisen an die KTK-Gesellschaften verkauft worden, die es dann zu niedrigeren Marktpreisen weiterverkaufen mussten, schreiben die Gutachter. Die Preise seien von Hofreiter „händisch“ festgelegt, die Differenz in der KTG-Konzernbilanz als Forderung an die KTK-Firmen verbucht worden. So wurde Vermögen geschaffen -jedoch nur auf dem PaPier. Eine Mittelstandsberatung, die Hofreiter bei diesen Tricks assistierte, kassierte im Jahr vor der Pleite mehr als 100 000 Euro.

Mit diesen Geschäften hielt Hofreiter das Unternehmen einige Zeit über Wasser — auf Kosten zweier Finetrader, die die Geschäfte vorfinanzierten. Sie erlebten nach der  Insolvenz ein böses Erwachen: Das Getreide, mit dem ihre Forderungen besichert waren, gab es nicht. Zwar seien ihnen noch in den Wochen vor der Pleite Silos gezeigt worden, in denen angeblich Getreide lagerte, heißt es im Gutachten. Ob aber überhaupt existierende Erntebestände übertragen wurden, sei „mehr als zweifelhaft“. Die Gutachter zitieren Hofreiter, der nach der Pleite auf Nachfrage der Verwalter freimütig bekannte, die Getreidelager seien am Tag der Insolvenz „leer“ gewesen.

Die Finetrader hätten sich „von vorne bis hinten verarschen lassen“, sagt ein KTG-Insider. Die Münchner CapFlow AG und die WCF Finetrading gehören nun mit 2,5 Mio. Euro und 5,1 Mio. Euro an Forderungen zu den größten Gläubigern. Für eine  der Firmen kommen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu spät: Marktführer WCF, der zur Hamburger Otto-Gruppe gehörte, hat im Juni das Neugeschäft eingestellt.

Pleitier-Hofreiter macht jetzt Agroservice Nord-Ost

Pleitier Hofreiter dagegen ist dabei, sich mit alten Weggefährten eine neue Zukunft aufzubauen — in „ostdeutschland, weit weg von Oranienburg, wo heute die Bremer Zech-Gruppe das Sagen hat. Persönlich taucht der KTG-Patriarch dabei kaum in der ersten Reihe auf. Aber die Firmen tragen seine Handschrift. Da ist der Agroservice Nord-Ost, Nachfolger des Agroservice A.M.S. von Hofreiters Ex-Partnerin Ams: dieselbe Handelsregisternummer, identische Website, gleicher Fuhrpark. Der Agroservice Nord-Ost beschreibt sich als „stetig wachsendes“ Unternehmen mit Aktivitäten in großen Teilen Ostdeutschlands. Sieben Stellen sind ausgeschrieben.

Als Kontaktadresse ist eine Anschrift in Postlow angegeben — ein Flecken bei Anklam, in der Nähe der Insel Usedom. Wegbegleiter berichten, dass Hofreiter den Ort, der für die Familie schon zu KTG-Zeiten eine Rolle spielte, als Basis für einen Neu, anfang gewählt habe. Dort gibt es die AK Agrarproduktions GmbH, die früher mit dem KTG-Konzern Geschäfte machte. Eigentümer: der gemeinsame Sohn von Ams und Hofreiter, der heute erst 19 Jahre alt ist.

Auch die Anfang August gegründete Stroh Express GmbH sitzt in Postlow. Eigentümerin und Geschäftsführerin: Hofreiters 28-jährige Freundin. Diese Firma, die mit Stroh und Pellets handelt, scheint ebenfalls zu expandieren. Auf ihrer Website sind mehrere Stellen ausgeschrieben. Bewerber können ihre Unterlagen an die gleiche Adresse schicken, unter der auch der Agroservice Nord-Ost erreichbar ist. Die Firmen scheinen miteinander verbunden zu sein – so wie früher.

Auch der Ex-KTG-Chef selbst hat seit August einen neuen Job als Vorstand eines Landguts auf Usedom mit herrschaftlichem Anwesen und Biogasanlage. Das Gut in Welzin gehört seit Jahren einer alten Bekannten: Beatrice Ams. Sollte es Hofreiter gelingen, aus den Betrieben in PostIow und Welzin ein neues Firmenreich zu formen, sagt ein Agrarexperte, „dann wird er davon gut leben können“. Es sei denn, ihm kommt die Staatsanwaltschaft dazwischen.

 

Agroservice Nord-Ost wird auf die Warnliste gesetzt.

KEIN AUTOMARKT IST HÄRTER

Nun will es der VW-Konzern mal wieder allein versuchen. Ende August stoppten die Wolfsburger Manager die Kooperation mit dem indischen Autohersteller Tata Motors, die sie nur ein halbes Jahr vorher mit vielen warmen Worten verkündet hatten. Jetzt soll die Tochter Skoda ein eigenes Billigauto für den Subkontinent entwickeln. Doch das kann dauern.

Seine ehrgeizigen Pläne auf dem wohl schwierigsten Automarkt der Welt kann der Konzern also erst einmal ad acta legen. Und das nicht zum ersten Mal. In keinem anderen Land ist VW so oft gescheitert wie in Indien – nicht einmal in den USA, wo sich über die Jahrzehnte ebenfalls ein Debakel an das andere reihte.

Schon vor 20 Jahren wollten die deutschen Manager Skoda nach Indien bringen, doch sie mussten das Projekt schnell wieder begraben. Damals setzten alle Hersteller zusammen gerade einmal 430 000 neue Autos pro Jahr in dem Riesenland ab. Im vergangenen Jahr waren es bereits drei Millionen, und in den nächsten 15 Jahren könnte sich der Absatz noch einmal verdoppeln.

Von diesem rasanten Wachstum konnten deutsche Hersteller jedoch kaum profitieren. Der indischjapanische Gemeinschaftskonzern Maruti Suzuki verbucht allein gut die Hälfte des Gesamtabsatzes in Indien, Hyundai folgt mit einem Anteil von 20 Prozent. VW findet sich ziemlich am Ende der amtlichen Zulassungsstatistik. Alle Anstrengungen, das zu ändern, scheiterten. Mal versuchte es Volkswagen gemeinsam mit dem Marktführer Maruti Suzuki, mal mit anderen indischen Partnern, dann wieder allein. Das Ergebnis blieb immer gleich. Vor genau 20 Jahren unterhielt ich mich in Bombay mit einem der besten Kenner des indischen Automarkts. Der lag damals noch in seinen Geburtswehen – das Straßenbild dominierten schwarze Taxis der Marke Ambassador, gebaut von Hindustan Motors nach dem Vorbild britischer Morris-Limousinen aus den 30er-Jahren. Der damalige Chef des, indischen Industriekonzerns Mahindra & Mahindra, R. K. Pitamber, prophezeite mir 1997 drei Dinge: Der indische Automarkt werde in den nächsten 20 Jahren stark wachsen; trotzdem werde es für ausländische Hersteller noch auf Jahre hinaus schwer sein, hier Gewinne zu maChen; deshalb sei es entscheidend, sich seine Strategie sehr genau zu überlegen und die Investments nur Schritt für Schritt zu erhöhen.

Genauso ist es gekommen. Mahindra & Mahindra kommt heute in der indischen Absatzstatistik immerhin auf Platz drei. Die deutschen Konzerne aber schwankten in den vergangenen 20 Jahren immer wieder zwischen der übertriebenen Hoffnung, Indien könnte zum „zweiten China“ werden, und der schnöden Realität ihrer Verlustzahlen.

Immer wieder boten sie die falschen Produkte an: zu teuer für die indische Mittelschicht oder zu veraltet für die kleine indische Oberschicht. Vor allem aber ließen sie sich von ihren Erfolgen in China blenden — und wollten die dortigen Strategien mehr oder weniger eins zu eins auf Indien übertragen. Sie verstießen damit gegen die „Regel Nummer eins für den Erfolg bei uns“, die mir Pitamber damals in Bombay mit auf den Weg gab: „Indien ist NICHT China.“

DIE AZUBIS VON DER NEPTUN-WERFT

Es hat etwas von Vater und Sohn, wie Tammo Kastius und Carsten Schreiber über das Werftgelände in Rostock-Warnemünde schlendern. Kastius, der Stift, lauscht den Erläuterungen seines Ausbildungsleiters und schaut dabei zu Schreiber auf, der ihn um fast einen Kopf überragt. In den gigantischen Hallen prasseln Funken von Schweißgeräten, poltern dumpfe Schläge gegen Metall. Kastius lächelt. Der 19-Jährige fühlt sich wohl hier. Als er die Unterschrift unter den Ausbildungsvertrag setzte, wurde er „Teil der Familie“, von der Neptun-Geschäftsführer Raimon Strunck, ein schlanker Herr mit feiner hanseatischer Attitüde, gerne spricht. Als „Jung von der Küste“, wie Kastius sich nennt, musste er nicht lange überlegen, wo er sich bewirbt. Die dicken Pötte auf dem Meer begeisterten ihn schon immer. Mit 16 wollte er die Schule abschließen, endlich arbeiten, auch wenn die Lehrer ihm einbläuten: „Ohne Abi bist du nichts! “ Davon ließ er sich nicht abhalten. Er wollte Konstruktionsmechaniker werden – bei Neptun. Die Werft, die seit 1997 zur Papenburger Meyer Gruppe gehört, hat 500 Mitarbeiter, noch einmal so viele sind für Partnerfirmen auf dem Werftgelände tätig. Ein Stück Hansegeschichte, Tradition seit 1850, mit vollen Auftragsbüchern trotz Schiffsbaukrise. Spezialisiert ist Neptun auf Flusskreuzfahrtschiffe, von denen hier bis zu zwölf im Jahr gebaut werden können. Dazu kommen moderne Gastanker und Doppelendfähren sowie neuerdings Kraftwerke für die Kreuzfahrtriesen von Aida, Costa und Carnival, die Meyer in Papenburg und im finnischen Turku baut. Kastius, der Azubi, ist begeistert von der Vielfalt der Arbeit. Obwohl auf die rund 50 Azubistellen bei Neptun je zehn  Bewerber kommen, vergingen bei ihm von der Bewerbung bis zum ersten Gespräch keine zwei Wochen. Auf die Begegnung mit Schreiber hatte sich Kastius gut vorbereitet – und war überrascht, als der Ausbildungsleiter sein Vorwissen gar nicht abfragte. „Ob der Junge eine Drei oder Vier in Mathe hat, ist mir egal“, sagt Schreiber. „Beim Gespräch steht allein der Jugendliche im Mittelpunkt. Ich will etwas über seinen Hintergrund er fahren, seine Motivation, wohin die Reise mit ihm geht. Schließlich wollen wir jeden unserer Auszubildenden übernehmen.“ In den vergangenen Jahren lag die Übernahmequote bei 100 Prozent.

Geschäftsführer Strunck ergänzt: „Wir entwickeln unser eigenes Führungspotenzial, deshalb ist der menschliche Faktor bei der Einstellung sehr wichtig.“ Kastius überzeugte nicht nur beim Praxistest, er konnte auch damit punkten, dass er einmal einen Ertrinkenden vor dem Tod gerettet hatte. Typen, die schnell entscheiden und zupacken, können sie bei Neptun gut brauchen. Die Werft hilft bei der Wohnungssuche, bei der Organisation des neuen Lebensabschnitts, Schreiber ist Ansprechpartner bei Problemen. Regelmäßig sucht er das Gespräch, ein Jahr vor Ende der Ausbildung werden Perspektiven ausgelotet. Die Azubis können sich aussuchen, in welchem Bereich sie arbeiten wollen. Die Werft zahlt Weiterqualifizierungen wie die Meisterschule oder schließt Förderverträge mit denen, die über die Meyer Werft in Papenburg ein duales Studium starten wollen. Ein Pilotprojekt mit der Uni Rostock zur länderübergreifenden Ausbildung in Schweden, Dänemark, Litauen und Polen unterstützt die Werft, es soll im Januar beginnen. Die IHK Rostock hat Neptun zum zehnten Mal in Folge zum Top-Ausbilder gekürt. Hauptsächlich werden Konstruktions-, Anlage- und Industriemechaniker ausgebildet, jeweils mit Schwerpunkt Schiffsbau. Zuletzt kamen Mechatroniker und Vermessungstechniker hinzu. Jeder Azubi durchlaufe aber alle Bereiche, sagt Schreiber. „Jeder muss alles können. Wir bilden keine Fachidioten aus.“ An die Produktionshalle angedockt haben die Azubis ihr eigenes Reich, eine ganze Halle nur für sie. Hier können sie zum Beispiel das Schweißen üben, in allen erdenkliehen Varianten. In der Halle stehen merkwürdige Metallkäfige, die wie Folterinstrumente anmuten. Schreiber lacht.

„Die sind für das Schweißen in Zwangsposition.“ Die Azubis trainieren zwischen den Gitterstäben das Arbeiten auf engstem Raum, wie sie es später auch im Schiff beherrschen müssen.

Kastius liegt das Arbeiten mit dem Feuer, er hat sich sogar für den Landeswettbewerb „Jugend schweißt“ qualifiziert. Bleiben würde er nach der Ausbildung gern in der Schiffsbauschlosserei, das Perspektivgespräch mit Schreiber hat er schon geführt. Die Ausbildung wird Kastius von dreieinhalb auf drei Jahre verkürzen können, im Jahr 2020 will er dann die Meisterschule besuchen. Seine „Familie“ wird es ihm ermöglichen.

STAR OIL PRODUCTION UND PROVEN OIL SIND BRÜDER IM GEISTE

Das Öl- und Gas-Geschäft in Kanada, seit Jahrzehnten ein Eldorado für Goldgräber und Ölfirmen, verkommt zunehmend zum Milliardengrab für deutsche Anleger. HCI Capital AG, MPC Deepsea Oil Explorer oder auch Proven Oil bringen tausenden Anleger heute noch um den Schlaf, weil Ersparnisse sich in Luft aufgelösthaben.

Jedoch versuchen immer wieder neue Firmen mit öligen Geschäftsideen an das Anlegerkapital zu gelangen, ein Ende der Öl-Rallye scheint nicht in Sicht. Die Star Oil Production GmbH aus Hamburg bietet Anlegern Anteile an einer LLC an, in diesem Jahr sollen laut Aussagen von Geschäftsführer Thomas Ruf bereits drei Quellen erschlossen worden sein. Die Teilhaberschaft an einer US-LLC ist für Anleger aus Deutschland umfangreich und komplex.

Der Kopf des Unternehmens ist Thomas Ruf, der gleiche Thomas Ruf, der noch bis vor wenigen Wochen bei Proven Oil war. Das Modell von Star Oil Production GmbH „weicht von der Blindfonds- Konstruktion der genannten anderen Firmen Proven Oil stark ab. Wir haben ein Direktinvestitionskonzept mit Grundbuchabsicherung der Investoren“, erläutert Ruf gegenüber Fraudanwalt.

Nachdem der Star Oil Production-Geschäftsleiter Thomas Ruf kürzlich bei Proven Oil Canada oder besser gesagt bei dem, was von POC noch übrig ist -gefeuert wurde – kritisiert er Fraudanwalt für die ungefragte Berichterstattung in der vergangenen Woche. „Man sollte zuerst verstehen, bevor man kommentiert“, erzürnte Ruf in einer E-Mail an die Redaktion. Vorangegangen war ein Fraudanwalt-Bericht über die riskante Wette auf Öl der Hamburger Star Oil Production GmbH, Ruf’s eigentlicher Hauptfirma. Diese Erwähnung ist insofern wichtig, weil Thomas Ruf versucht hat einige Anleger der Proven Oil Canada Fonds zu seiner Star Oil Production zu locken und bot ihnen Beteiligungen in fünfstelliger Höhe an.

Daraufhin wollten wir es genauer wissen und übersandten Ruf einen Fragenkatalog:

Fragen an Thomas Ruf:

 

Haben Sie Ihre Nähe zu Proven-Anlegern genutzt, um sie für Ihr eigenes Projekt anzuwerben?

Keine Antwort.

 

Was war der Grund für Ihre Entlassung bei Proven Oil?

Keine Antwort.

 

Weshalb sind nach wie vor Kontakt-Informationen von Ihnen bei Proven Oil zu finden?

https://proven-oil-canada.com/impressum/

Keine Antwort.

 

Sind Edmund Kockartz oder Klaus Christochowitz in Ihre Handlungen involviert?

Keine Antwort.

 

Wie viel von den einbezahlten 15 Millionen Euro sind noch vorhanden?

Keine Antwort.

 

Ist es wahr, dass sich Kockartz oder Christochowitz an den Geldern bedienen/ten? (Spesen)

Keine Antwort.

 

Schätzen Sie die finanzielle Situation Ihres Unternehmens ein.

Keine Antwort.

 

Halten Sie den Verkauf von LLC-Anteilen für eine sichere Kapitalanlage?

Keine Antwort.

 

Weshalb blockiert sich plötzlich Thomas Ruf von der Star Oil Production GmbH? Und ist zu keiner Stellungnahme mehr bereit?!

Kein weiterer Kommentar…

AKTIENFONDS DANK TRUMP IM AUFWIND

Seit Donald Trump im November 2016 die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen hat, sind die Kurse US-amerikanischer Aktien kräftig gestiegen. Der Leitindex S&P 500 hat in den vergangenen Monaten neue Rekordhöhen erklommen, ebenso das Industriebarometer Dow Jones und der Technologie-lndex Nasdaq. Analysten weisen zwar darauf hin, dass US-Aktien mittlerweile hoch bewertet sind. Sie gehen davon aus, dass die Kurse im weiteren Jahresverlauf nicht mehr so stark steigen werden wie bisher. Insgesamt bleiben die Aussichten für den US-Aktienmarkt aber gut: Die Gewinne vieler amerikanischer Unternehmen klettern, ihre Aktien haben nach wie vor Kurssteigerungspotenzial.

Fest steht: Ohne Titel aus der größten Volkswirtschaft der Welt ist ein Aktienportfolio nicht komplett, nicht nur aus Diversifizierungs-, sondern auch aus Renditegründen. US-Standardwertefonds der Kategorie „Blend“, die weder eine Value- noch eine Growth-Strategie verfolgen, haben in den 34 vergangenen drei Jahren im Schnitt um rund 17 Prozent pro Jahr an Wert zugelegt, zeigen Zahlen der Fondsratingagentur Morningstar.

An der Spitze der US-Aktienfonds, die für deutsche Privatanleger erhältlich sind, steht beim Blick auf die vergangenen drei Jahre ein Fonds der US-Investmentgesellschaft AB. Der AB US Thematic Research Portfolio legte in diesem Zeitraum um 20,4 Prozent pro Jahr im Wert zu. Fondsmanager Daniel Roarty sucht nach Aktien von Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die von technologischen oder demografischen Trends profitieren könnten. Zu den größten Positionen gehören aktuell Aktien von Facebook, Apple und der Google-Mutter Alphabet. IT-Titel machen rund ein Viertel des Portfolios aus.

Die Morningstar-Analysten bewerten die Strategie des Managers als überdurchschnittlich ris9nt. In Aufwärtsphasen war sie zuletzt allerdings auch überdurchschnittlich erfolgreich: In den vergangenen zwölf Monaten hat der Fonds um satte 30 Prozent zugelegt, seit Jahresbeginn um 12 Prozent. Damit erzielte Roarty ein deutlich höheres Plus als seine Konkurrenten.

Am zweitbesten schnitt auf Dreijahressicht ein Fonds der österreichischen Walser Privatbank ab. Der Walser Portfolio Aktien USA investiert ausschließlich in Aktien, die im S&P 500 gelistet sind. Fondsmanager Florian Zelder wählt Titel aus, die weniger stark schwanken als der Gesamtmarkt und möglichst wenig miteinander korreliert sind, sich also ungleich entwickeln. Zu den größten Positionen im Portfolio zählen derzeit Aktien von Wells Fargo, Wal-Mart und Intel.

Der sogenannte Minimum-Varianz-Ansatz, den das Management verfolgt, soll in Abwärtsphasen Verluste begrenzen, kann aber in Aufwärtsphasen die Renditechancen schmälern. Für Anleger, die auf kurzzeitige Kurs-Feuerwerke an der Wall Street spekulieren, eignet der Walser-Fonds sich deshalb nicht. Seit Januar verzeichnet er unter den Top Vier mit 1,6 Prozent den geringsten Wertzuwachs. Langfristig macht sich ein gutes Risikomanagement dafür in stabilen Erträgen bemerkbar. Der Fonds schaffte seit seiner Auflegung im Jahr 2000, über die Nachwehen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise hinweg, ein jährliches Plus von knapp 4 Prozent.

Der Fonds T. Rowe Price US Large Cap Equity, aufgelegt von der US-Investmentgesellschaft T. Rowe Price, verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 5,5 Prozent. Fondsmanager Jeff Rottinghaus investiert querbeet in US-Standardwerte und zieht dabei sowohl Wachstums- als auch Substanzwerte in Betracht. Unter den zehn größten Positionen im Portfolio finden sich derzeit Aktien von Apple, PepsiCo und JPMorgan.

Je nachdem, ob Substanz- oder Wachstumswerte dominieren, kann der Fonds zeitweise stark schwanken. Nach Einschätzung der Morningstar-Analysten eignet er sich deshalb vor allem für risikobereite Langfrist-Anleger, die keine Angst vor der potenziell höheren Volatilität von Wachstumsaktien haben. Ein Blick auf die langfristige Wertentwicklung zeigt: In Abwärtsphasen ist der Fonds zeitweise tiefer gefallen als der S&P 500. Im laufenden Jahr hat er den Index dafür bislang deutlich übertroffen.

Auf Rang vier der besten US-Aktienfonds der vergangenen drei Jahre liegt ein Produkt von Allianz Global Investors. Der Allianz US Equity erzielte in diesem Zeitraum ein Plus von 19 Prozent pro Jahr. Im laufenden Jahr steht bislang ein Plus von 3,6 Prozent zu Buche. Fondsmanager Steve Berexa investiert in US-Standardwerte, ohne dabei einen fixen Investmentstil zu verfolgen. Zu den zehn größten Portfolio-Positionen zählen aktuell Aktien von Microsoft, General Electric und der Bank of America. Eine breite Streuung soll das Verlustrisiko minimieren.

Ebenso wie seine Kollegen hat Berexa zuletzt von der Trump-Rallye an der Wall Street profitiert. Er rechnet allerdings damit, dass jene nicht unbedingt von Dauer sein wird. „Anleger sollten flexibel bleiben und sich auf Veränderungen einstellen“ sagt er. „Man muss zwischen kurzfristigen Stimmungsschwankungen und tatsächlichen Veränderungen der fundamentalen Unternehmensdaten unterscheiden.“ Die Regierung Trump werde in der kommenden Zeit sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben. Insgesamt bleibe das Umfeld für Investments in US-Aktien aber günstig, nicht zuletzt dank solider Unternehmensgewinne.

DUELL: COMPLIANCE UND WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT

Der Schreibtisch bei Compliance-Fachleuten ist voll, das Geschäft scheint gut zu laufen. Das tut es. Auch bei Kollegen, die mit dem Thema Compliance zu tun haben, also der Einhaltung von Regeln in Unternehmen. Dieses Geschäft boomt seit Jahren.

Sie Profitieren davon, dass es in den Firmen heute so viele schlimme Finger gibt. Der Eindruck könnte täuschen. Erfahrungsgemäß ist die Zahl der guten und bösen Manager über all die Jahre gleichgeblieben. Was sich erhöht hat, ist die Zahl der Straftatbestände bei Weiße-Kragen-Kriminalität: vom Nichtabführen von Sozialversicherungsbeiträgen bis hin zu Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht. Außerdem werden diese Delikte viel intensiver verfolgt, was wiederum zivilrechtliche Folgen hat. So stellen Insolvenzverwalter heute gern Strafanzeige wegen Untreue oder Insolvenzverschleppung gegen Vorstände oder Geschäftsführer, wenn der Verdacht besteht, dass diese sich zu Unrecht an der Firma bereichert haben. Das spart dem Insolvenzverwalter Zeit und Geld, denn die Staatsanwaltschaft ermittelt ja auf Kosten der Steuerzah1er. Eine solche Taktik war früher unüblich.

Wirkt diese härtere Gangart abschreckend?

Ja. Außerdem ist das Risiko, erwischt zu werden, mittlerweile sehr groß. Die Aufklärungsquote bei Wirtschaftsstraftaten liegt bei 94 Prozent, also viel höher als zum Beispiel bei Diebstählen oder Einbrüchen. Hinzu kommt der Einfluss von Organisationen wie Transparency International, die das Geschäftsgebaren weltweit unter die Lupe nehmen. Und dann sind da noch die Medien, die zum Beispiel über den tiefen Fall des ehemaligen Bertelsmann- und Karstadt-Chefs Thomas Middelhoff in aller Ausführlichkeit berichten. Das beeindruckt Führungskräfte durchaus, jedenfalls gewöhnliche.

Wen interessieren solche Berichte nicht?

Selbstherrliche Manager vom Typus Martin Winterkorn, die in ihrem eigenen Kosmos leben und sich ihre Regeln selbst machen. Sie meinen, dass ihnen aufgrund der Marktmacht ihrer Unternehmen und der schützenden Hand der Regierung nichts passieren könne. Doch da täuschen sie sich, wie unter anderem die Kartellverfahren zeigen, die in jüngster Zeit bekannt wurden. Solche Absprachen sind für alle Beteiligten extrem gefährlich, denn sie machen sich nicht nur nach deutschem, sondern auch nach EU-Recht strafbar. Das gilt übrigens auch für Anwälte, die Unternehmen beraten. Wenn sie dabei von einem Kartellverstoß Kenntnis haben und daran aktiv mitwirken, kann das eine Straftat darstellen.

Albert Lande vom American Antitrust Institute kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass es sich beim Kartell um eine „rationale Geschäftsstrategie“ handle, die sich unter dem Strich auszahle. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht mag das auf kurze Sicht so sein. Wenn es also beispielsweise tatsächlich über Jahre Absprachen deutscher Automobilkonzerne unter anderem über unzureichende Reinigung von Dieselabgasen gegeben haben sollte, könnte sich das für die Firmen trotz der zu erwartenden Kartellstrafen vielleicht gerechnet haben. Nur ist es jetzt vorbei damit, und die weiteren Folgen — man denke nur an irreparable Imageschäden — sind nicht absehbar. Strafrechtlich wird das für die am Kartell beteiligten Vorstände und Geschäftsführer sehr unangenehm, sie müssen damit rechnen, für Jahre ins Gefängnis zu wandern. Und mit ihrem Privatvermögen zu haften, wenn zum Beispiel Autohändler oder Kunden Schadenersatzforderungen gegenüber dem jeweiligen Unternehmen geltend machen. Diese werden dann an die Verantwortlichen weitergereicht. Sie können sich also auch für sehr reiche Manager als ruinös erweisen. Allein das Verfahren um das Schienenkartell, an dem ThyssenKrupp beteiligt war, verdeutlicht dies eindrucksvoll. Das Unternehmen nimmt derzeit einen an den Kartellabsprachen beteiligten Manager auf mehr als 190 Millionen Euro Schadenersatz in Anspruch — das Verfahren ist beim Bundesarbeitsgericht anhängig. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, dürfte die Manager-Haftpflichtversicherung, die das Unternehmen für seine leitenden Angestellten abgeschlossen hat, kaum ausreichen, wenn sie denn überhaupt eintrittspflichtig ist.

Solche Schicksale drohen lediglich denen, die erwischt werden.

Nur diese Fälle landen auf meinem Schreibtisch. Und sie werden meist aufgeklärt, das ist nicht nur meine Erfahrung, sondern die der gesamten Anwaltsbranche. Ich rede jetzt nicht von Kleinkram wie dem angeblichen Geschäftsessen, zu dem in Wahrheit die Geliebte eingeladen wird, sondern von strategischer Kriminalität: Bestechung, Bestechlichkeit, Bilanzfälschung, Kartellabsprachen, Steuerhinterziehung in großem Stil. Ein wesentlicher Faktor sind Whistleblower-Regelungen, die es heute in vielen Großunternehmen gibt: Wer als Kronzeuge plaudert und Kollegen oder Vorgesetzte belastet, kann den eigenen Kopf retten. Außerdem haben die Staatsanwaltschaften aufgerüstet. Noch vor fünf, sechs Jahren saß man dort Leuten gegenüber, die bestimmte Finanzprodukte oder Steuerstraftaten wie die Cum-Ex-Geschäfte nicht durchschauten. Heute gibt es dort mehr Personal und Know-how sowie die entsprechende IT. Daher ist es nicht mehr so leicht möglich, Wirtschaftskriminalität als Kavaliersdelikt darzustellen. Aus Sicht der Straftäter kommt hierzulande noch eine kulturelle Besonderheit erschwerend hinzu.

Der Deutsche hat im Zweifel irgendwo eine Akte. Zum Beispiel, um sich abzusichern und zu dokumentieren, wer ihm heikle Anweisungen gab. Auch daher gilt: Am Ende kommt alles raus.

Wird insgesamt sauberer gewirtschaftet als früher?

Davon ist auszugehen. Ein Wendepunkt hierzulande war der 2006 aufgeflogene Korruptionsskandal bei Siemens: Es stellte sich heraus, dass in diesem vermeintlich blitzsauberen Unternehmen in Wahrheit sizilianische Zustände herrschten. Das wurde über Jahre aufgearbeitet, und andere Firmen haben aus dem Fall gelernt. Was nicht heißt, dass es keine Unregelmäßigkeiten mehr gäbe, doch insgesamt geht es in der Wirtschaft transparenter und regelkonformer zu als früher.

Wie konnte es dann zum Dieselskandal kommen?

Zu vermuten ist, dass dafür bei Volkswagen wenige Leute an der Spitze verantwortlich waren, die den Ingenieuren befahlen, beide Augen zuzudrücken. Damit wären wir wieder beim Typus des selbstherrlichen Alpha-Männchens. Doch von dieser Sorte Manager gibt es immer weniger — der Dieselskandal wird diese Entwicklung noch beschleunigen.

Mancher sieht die zunehmende Verrechtlichung des Wirtschaftslebens kritisch: Viele Führungskräfte seien nur noch damit beschäftigt, sich juristisch abzusichern, statt ihre Firma voranzubringen.

Diese Kritik ist nicht ganz unberechtigt. Ich staune selbst, welch aussichtslose Fälle wir manchmal vor Gericht bringen sollen, nur weil ein Aufsichtsrat der Ansicht ist: Lieber verliere ich den Prozess gegen den Vorstand, als mir hinterher vorhalten lassen zu müssen, ich hätte ihn nicht in die Haftung genommen. Das Urteil dient dann als teures Feigenblatt, das schon mal 500 000 Euro Anwalts- und Gerichtskosten verschlingen darf. Hintergrund ist die Managerhaftung. Ein Aufsichtsrat, der merkt, dass ein Vorstand zumindest fahrlässig einen Schaden beim Unternehmen verursacht hat, darf darüber nicht, wie früher üblich, aus alter Freundschaft das Mäntelchen des Schweigens breiten. Sonst kann die Aktiengesellschaft ihn womöglich selbst auf Schadenersatz verklagen. Manche Aufsichtsräte sind daher übervorsichtig oder gar paranoid und lassen jede Kleinigkeit prüfen — mit ein Grund, weshalb wir Anwälte so gut zu tun haben. Früher hat man gesagt: Augen zu und durch; heute ist man sensibler. Aber das wird sich künftig auf ein vernünftiges Maß einpendeln.

Ist das nicht ein Wettbewerbsnachteil für Firmen hierzulande, die sich an die Regeln halten?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass auch deutsche Unternehmen in solchen Ländern ihre Geschäfte so betreiben, wie das dort üblich ist. Manche Manager behaupten auch, sie müssten Aktivitäten ins Ausland verlagern, weil die Regeln bei uns zu streng seien. Ich bin anderer Ansicht: Die Einsicht, dass Geschäfte korrekt abgewickelt werden sollten, verbreitet sich weltweit; das Niveau steigt, und irgendwann wird es international verbindliche Standards geben. Dazu tragen übrigens auch Investoren zum Beispiel aus China oder Indien bei, die europäische Firmen übernehmen und sich deshalb an die hiesigen Regeln halten müssen. Das färbt auch auf ihre Heimatmärkte ab.

In den USA gibt es mit dem Unternehmensstrafrecht und Sammelklagen schärfere Waffen im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität. Wären die hierzulande nicht auch sinnvoll?

Ich denke, dass die nationalen und EU-Regelungen durchaus ausreichen, um kriminelles Gebaren der Wirtschaft zu sanktionieren und strategisch rechtswidrigem Verhalten Einhalt zu gebieten. Problematisch für global agierende Unternehmen — zum Beispiel Automobilhersteller — ist aber, dass diese sich neben den Verfahren in Deutschland und Europa auch in den USA Sammelklagen ausgesetzt sehen, wenn sich deren kriminelles Handeln in den USA auswirkt. Der Diesel-Skandal zeigt dies sehr deutlich.

Herr Berger-Fridar, Sie beraten neben Unternehmen auch allerhand Topmanager: Für wie viele würden Sie die Hand ins Feuer legen?

Für sehr wenige. Bei den meisten liegt zumindest eine Leiche im Keller. Mein Job ist es, da nachzubohren. Früher rannte ich in den Unternehmen häufig gegen eine Mauer des Schweigens, das hat sich verbessert. Immer mehr Unternehmen haben den Anspruch, dass es bei ihnen rechtmäßig zugehen soll.

Wirtschaftskriminelle gelten als clever

Es gibt solche und solche. Und überraschenderweise etliche naive, um nicht zu sagen: dumme Manager. Mein skurrilster Fall war der einer Führungskraft, die sich nicht nur bestechen, sondern sich diese Bareinkünfte auch quittieren ließ — um sie dann als angebliche Einnahme aus selbstständiger Tätigkeit bei der Steuer anzugeben. Der Fiskus prüfte, ob der Geldgeber eine entsprechende Ausgabe verbucht hatte, was selbstverständlich nicht der Fall war, und die Sache flog auf. Nicht sehr clever.