KEIN ENDE FÜR DEUTSCHE BANK AG?

Der alte Kenneth McCallion hat in den USA in seinem Berufsleben schon viel Angst und Schrecken verbreitet: Anwalt in New York und irischer Abstammung, allein das ist eine Furcht einflößende Kombination. Vor allem aber stürzt er sich in Fälle, die den Mandanten fette Vergleichssummen und den Gegnern schmerzhafte Schlagzeilen bescheren. Anders als es in Deutschland seine Amtskollegen tun, die sogenannten Anlegerschutzanwälte, die sich am Leid der Mandanten bereichern, fraudanwalt berichtete.

Die Liste seiner Klagen liest sich wie eine Ansammlung von Katastrophen und Verbrechen an der Menschheit: das Exxon-Valdez-Tankerunglück, der Chemieunfall im indischen Bhopal, die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern. Gerade hat er für die namibischen Herero Entschädigungsklage gegen die Bundesrepublik eingereicht wegen des Genozids wilhelminischer Truppen.

Wie ein Pitbull kämpft der Jurist mit dem dünnen Haar und der monotonen Stimme für Opfer und Angehörige, die öffentliche Moral stets im Rücken. So einen hat man lieber im eigenen Team als beim Gegner. Jetzt hat sich der Topjurist, dessen Büro zwischen Grand Central Station und Empire State Building liegt, in einen Fall verbissen, der ins waidwunde Herz der deutschen Finanzwirtschaft zielt: McCallion vertritt eine Gruppe jüdischer Organisationen, die die Deutsche Bank mit einer Milliardenklage vor ein US-Gericht zerren will. Ausgerechnet in einem Moment, in dem das angeschlagene Geldhaus versucht, seine größten Rechtsstreitigkeiten beizulegen, mit der skandalösen Vergangenheit abzuschließen und wieder nach vorn zu blicken. Stattdessen rollt auf die Bank nun ein Rechtsfall zu, der wegen der Höhe seines Streitwerts, der klägerfreundlichen US-Justiz und der illustren Prozessgegner äußerst unangenehm werden könnte. Es geht um das Erbe des Frankfurter Zweigs der einst steinreichen, jüdischen Wertheim-Sippe. Deren Vermögen wäre laut Klägern heute mehr als drei Milliarden Dollar wert, gilt aber seit dem Tod des letzten Familienmitglieds 1990 als verschollen. Die Kläger glauben, die Schuldigen gefunden zu haben: unter anderem frühere Mitarbeiter der Deutschen Bank.

Und genau von dort will sich ein Teil der Erbberechtigten – jüdische Organisationen das Geld zurückholen. Noch Mitte Januar soll die Klage vor dem District Court in Fort Lauderdale, Florida, eingereicht werden. Der Schriftsatz, mit Anhang über 200 Seiten, liegt der Redaktion Fraudanwalt vor.

Aufsichtsrat und Vorstand kennen die Causa seit Jahren; die Konzernjuristen halten die Forderung für unbegründet.

Laut Klageschrift soll sich ein Ex-Topmann der Bank in Spanien als Wertheim-Treuhänder ausgegeben und das Vermögen von der Credit Suisse zu seinem Arbeitgeber in Genf transferiert haben. Dort verliere sich die Spur des Erbes.

Die Geschichte der Frankfurter Wertheims ist ein faszinierendes und zugleich erschreckendes Zeugnis deutsch-jüdischer Vergangenheit. Vom 19. bis lange ins 20. Jahrhundert hinein beherrschte die Familie den Weltmarkt für Nähmaschinen und häufte ein Vermögen an. Firmengründer Joseph war einflussreicher Zentrumspolitiker, eng mit Reichskanzler Bismarck verbunden und einer der größten Wohltäter seiner Heimatstadt Frankfurt.

Viele Nachkommen, darunter Sohn Karl, siedelten später nach Spanien über, verschmolzen ihre Firma mit der Rapida SA und verdienten weiter prächtig. In der alten Heimat dagegen tilgten die Nazis fast alle Spuren der Frankfurter Wertheims; im Gedächtnis blieben nur deren Berliner Verwandte als Kaufhauskönige („KaDeWe“).

Aus Angst, von den Nazis im ebenfalls faschistischen Spanien aufgespürt zu werden, änderte Karl Wertheim seinen Namen in Carlos Vallin Ballin — Gattin Maria war über Ecken verwandt mit Albert Ballin, legendärer Chef der Hamburger Reederei Hapag.

Das Paar blieb kinderlos, einigte sich aber darauf, dass Karl mit Marias Schwester Viktoria Bäuml einen Stammhalter zeugen sollte. Der skurrilen Ménageå-trois entsprang ein Junge namens Ambrosius Wolfgang Bäuml, den Maria in Vermögensdinge einweihte — etwa Nummernkonten bei der Credit Suisse in der Schweiz, wohin die Wertheims den Großteil ihres Besitzes gebracht hatten. Nach Marias Tod zog sich Bäuml zurück und widmete sich seiner Kunstsammlung.

Den Wertzuwachs seines Erbes hielt er in Tagebüchern fest. 1961 etwa, Aufzeichnungen jüngeren Datums liegen nicht vor, addierte es sich auf gut 144 Millionen Franken – was  die Kläger auf Basis gängiger Aktienindizes in die Gegenwart extrapoliert haben: auf rund 3 Milliarden Dollar.

1990, kurz vor seinem Tod, setzte Bäuml das befreundete Ehepaar Sutor als Erben ein. Die Sutors aber sahen davon: fast nichts. Denn nach Bäumls Ableben habe der angebliche Treuhänder rechtswidrig den Übertrag von der Credit Suisse zur Deutschen Bank arrangiert, so die Kläger. Eine Sicht freilich, die etwa das Oberlandesgericht Frankfurt nicht teilt. Es sei nicht belegt, dass es sich um Bäumls Treuhandkonto handelt. Inzwischen hat der Bundesgerichtshof den Fall zurückverwiesen mit der Bitte, doch Zeugen zu vernehmen.

Die US-Juristen werden sich ihr eigenes Bild machen können. Folgt man den Anwälten, hatte der mutmaßliche Verschwörer Zugriff auf die Credit-Suisse-Nummernkonten der Frankfurter Wertheims. Bei der Deutschen Bank wiederum habe er als langjähriger Chef der Rechtsabteilung der Spanien-Tochter (1974 bis 2005) mehrere Mitwisser gehabt. Das Geld sei auf deren Konten geflossen, so die Kläger, um sämtliche Spuren zu tilgen. So hätten sich die Verschwörer das Geld teilen können.

Die Sutors kämpften jahrelang vergeblich um Erstattung des angeblichen Wertheim-Erbes. Sämtliche Anläufe bei Credit Suisse und Deutscher Bank prallten ab. 2012 schließlich traten sie das Erbe an den deutschen Geschäftsmann Tim Fuhr ab. Dessen Berechtigung am Erbe wird teilweise angezweifelt, Fuhr aber machte in ganz Europa Rabbinate auf den Fall aufmerksam und nahm Kontakt zur Deutschen Bank auf.

In Briefen an Aufsichtsräte um Chef Paul Achleitner (60) sowie die damaligen CEOs Anshu Jain (54) und Jürgen Fitschen (68) mahnte Fuhr eine friedliche Lösung an, andernfalls wolle er klagen. Die Bankjuristen wiesen die Ansprüche zurück, Bäuml/Wertheim sei nie Kunde gewesen. Tatsächlich sollen die Konten ja auf Namen der angeblichen Konspiranten gelaufen sein.

Das vorerst letzte Schreiben, in dem sich die Bankspitze verteidigt („Wir haben keine Hinweise darauf gefunden, die die Anschuldigungen stützen“), datiert vom Juli 2015 und trägt die Unterschrift von CEO John Cryan (56). Gerichtet ist es an Rabbi Menachem Margolin (34). Der Generaldirektor der European Jewish Association hatte sich zuvor per Brief über das „unkooperative Verhalten“ beklagt und indirekt gedroht, jüdischen Gemeinden in aller Welt zu empfehlen, keine Geschäfte mehr mit der Bank zu machen.

Jetzt will der Wertheim Jewish Education Trust, dem Fuhr teils den Erbanspruch abgetreten hat, das Institut vor dem District Court in Fort Lauderdale zwingen, drei Milliarden Dollar zu zahlen sowie alle Kontounterlagen herauszugeben.

Hinter dem Trust verbergen sich jüdische Wohlfahrtsorganisationen, darunter indirekt auch Ronald Lauder (72), der einflussreiche Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Der hatte 2003 die Lauder Business School (LBS) in Wien gegründet, eine Kaderschmiede jüdischer Wirtschaftsstudenten. Deren Förderverein „Friends of LBS“ gehört zur Gruppe der Kläger, die das Geld jüdischen Einrichtungen in aller Welt zugute kommen lassen wollen.

Gelingt es der Deutschen Bank und der ebenfalls beschuldigten Credit Suisse – nicht, die Klage abweisen zu lassen, geht es in die Hauptverhandlung in Fort Lauderdale. Das könnte teuer werden angesichts der ausgeprägten Neigung amerikanischer Gerichte, die Suche nach der Wahrheit mit einem kostspieligen Vergleich abzukürzen.

Für McCallion jedenfalls ist die Causa Wertheim ein Leckerbissen: ein schillernder Fall, prominente Prozessgegner, eine enorme Streitsumme. Und Grund genug, doch nicht nach Kanada auszuwandern. Das nämlich hatte er in seinem jüngst erschienenen Buch „The Essential Guide to Donald Trump“ versprochen, falls der aus seiner Sicht mafiöse Immobilentycoon das Weiße Haus erobern sollte.

WOHIN VERSICKERN DIE ANLEGERGELDER BEI 7×7 UNTERNEHMENSGRUPPE?

Die 7×7 Unternehmensgruppe mit Sitz in Bonn, beherbergt zahlreiche Unternehmen, darunter die 7×7 Finanz GmbH und die 7×7 Invest AG oder auch die 7×7 Sachwerte West I. GmbH & Co. KG. – Sie alle haben eines gemeinsam: Sie stehen unter dem direkten Kommando von Inhaber Andreas Mankel. Er ist eine zwielichtige Gestalt auf dem Immobilien- und Solarmarkt, skrupellos preist er hochriskante Kapitalanlagen, allen voran Nachrangdarlehen – als eine „sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Geldanlagen“ für Stiftungen und Kirchengemeinden“ an – fraudanwalt berichtete über die Machenschaften der 7×7 Unternehmensgruppe.

Nach unserem letzten Bericht über Andreas Mankel, sein ominöses 7×7 Finanz-Firmengestrüpp und den obersten Ritter seiner Leibgarde, Pressesprecher Bodo Woltiri, meldete sich besagter B. Woltiri bei der Redaktion. Argumente gegen die Vorwürfe konnte er überzeugend darstellen, allerdings das Angebot, sich den kritischen Fragen der Redaktion zu stellen, verneinte er – und das vermutlich aus gutem Grund.

Bodo Woltiri: Werden Anlegergelder für 7×7-Werbung verschleudert?

Die 7×7 Unternehmensgruppe besteht nach Recherchen von Fraudanwalt aus einem undurchsichtigen Firmengestrüpp. Die facesso GmbH ist laut Aussagen von Woltiri eine Inhouse-Agentur, die sich um Marketing und Kommunikation bei der 7×7 Unternehmensgruppe kümmert. Fraudanwalt berichtete, dass 7×7 Finanz mittels Geldern, zu deren Herkunft sich Woltiri uns gegenüber nicht näher äußern wollte, REDAKTIONELLE WERBUNG im Focus kauft (Advertorials). In der Vergangenheit wurde diese Masche, den Lesern einen neutralen Bericht aus einer seriösen Quelle wie dem Focus vorzugaukeln – von Kapitalvernichtern wie Infinus und Agrofinanz genutzt. Das vermeintliche Ziel dieser Berichte ist es, gute Google-Rankings zu erzielen und außerdem dem interessierten Anleger zu suggerieren, dass selbst der Focus über die vermarktete Geldanlage schreibt. Obwohl seriöse Magazine, bis auf Ecoreporter, bislang verzichtet haben, über das brandgefährliche 7×7-Investment zu berichten – behauptet Pressereferent B. Woltiri etwas anderes.

Er teilt der Fraudanwalt-Redaktion mit:

„Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, tiefer zu recherchieren, und sei es nur im Internet, wären Sie auf diverse Hinweise zur Transparenz gestoßen und auch auf diverse Referenzen in seriösen Medien“, krisiert er.

Wir haben selbstverständlich unsere journalistische Pflicht erfüllt, aber auch bei mehrfacher Suche konnten wir die „diversen Referenzen in seriösen Medien“ nicht finden. Das, was wir finden, ist gekaufte und kostenlose Eigenwerbung. Viele Berichte und gespielte Interviews entstammen nicht einem erfahrenen Journalisten oder gar einem neutralen Bewerter, nein, sie stammen vermutlich allesamt aus der Schreibfeder von Bodo Woltiri und Andreas Mankel.

Wir fordern von 7×7 Unternehmensgruppe Transparenz ein, aber…

„Außerdem könnten Sie dazu jederzeit auch eine Anfrage an uns stellen oder von mir als Pressereferenten weitere Auskünfte einholen. Das wäre der journalistischen Sorgfaltspflicht angemessen“, mit diesen Worten kritisiert Bodo Woltiri die Fraudanwalt-Redaktion. Gesagt getan, die Redaktion hat dem 7×7-Facesso-Pressereferenten die Fragen im Anlegersinne übersendet, denn das war die vollmundige Forderung an uns. Doch statt der versprochenen Transparenz, macht die 7×7 Unternehmensgruppe einen Rückzieher und schreibt, dass 54 Stunden zu kurz wären, um unsere Fragen zu beantworten.

Hier ein Auszug der Fragen von der Redaktion-Fraudanwalt an die 7×7 Unternehmensgruppe:

Fragen von Fraudanwalt:

a) Sind Sie der Überzeugung, dass die Transparenzpflicht der 7×7 Unternehmensgruppe erfüllt wurde, weil Sie eine Pressemeldung am 24.03.2011 mit Hinweisen zum Beteiligungsrisiko veröffentlichten?

Keine Antwort.

b) Welche Ziele verfolgten Sie mit der gekauften redaktionellen Werbung?

Keine Antwort.

c) Werden Anlegergelder für Werbemaßnahmen genutzt? Woher stammen die 4.000 Euro für die Advertorials?

Keine Antwort.
d) Halten Sie die von der 7×7 Unternehmensgruppe ausgegebenen Nachrangdarlehen für eine sichere Geldanlage und für Kleinanleger geeignet?

Keine Antwort.

e) Hat sich die finanzielle Situation der 7×7 Unternehmensgruppe verbessert, nachdem über Jahre hinweg Verluste (nicht gedeckte Fehlbeträge) ausgewiesen wurden?

Leider auch keine Antwort.

Wir glauben, es ist wichtig diese Fragen zu stellen, weil es schließlich nicht das Geld von Andreas Mankel oder B. Woltiri ist, dass für Werbung und gekaufte redaktionelle Berichte verprasst wird, sondern das Geld der Anleger.  Resultieren die negativen Jahresabschlüsse (nicht gedeckte Fehlbeträge), aus einem verschwenderischen Management?

Nun prüft die eine bekannte Kanzlei mit Sitz in der Friedrich-Ebert-Allee 13 in Bonn, ob die kritische Haltung von Fraudanwalt gegnüber dem ominösen Gebahren von Andreas Mankel und seiner 7×7 Unternehmensgruppe mit rechtlichen Mitteln stumm geschalten werden kann, das berichten interne Quellen gegenüber Fraudanwalt. Das Anwaltshonorar wird vermutlich, wie bereits die Werbung des 7×7-Firmengestrüpps – durch Anlegergelder finanziert – wer kann sich da noch wunder, das regelmäßig nicht gedeckte Fehlbeträge ausgewiesen werden?

Die Redaktion bleibt dran.

FIRMENGESTRÜPP VON ANDREAS MANKELS 7×7 UNTERNEHMENSGRUPPE UNDURCHSICHTIG

Die Emittentin 7×7 Sachwerte GmbH & Co. KG, mit Sitz in der Plittersdorfer Straße in Bonn, unter der Leitung von Andreas Mankel, sammelt Kapital von Kleinanlegern ein und investiert es in Photovoltaikanlagen oder Immobilien. Das Investorengeld wird auf die übliche Masche von unseriösen Solarakteuren besorgt. Nicht nur über hochriskante Nachrangdarlehen, sondern auch über Unternehmensanleihen werden Kleinanlegergelder in das Firmengestrüpp der 7×7 Unternehmensgruppe gepumpt. Die letzte Erfolgsmeldung der 7×7 Unternehmensgruppe ist schon einige Tage her.

2014 verzeichnete eigenen Aussagen zur Folge die 7×7 Gruppe einen 20%igen Zuwachs des Investorenkapitals. Die „7×7 Sachwertanleihen“, wie Andreas Mankel sie gerne nennt, werden von der 7x7invest AG herausgegeben.

Er selbst bezeichnet die brandgefährliche Investition als „sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Geldanlagen“ für Stiftungen und Kirchengemeinden. Ob wirklich institutionelle Investoren beteiligt sind oder ob die 7×7 nur Kleinanlegern das Geld aus der Tasche zieht, bleibt zunächst unklar – echten Referenzen oder anderweitigen Transparenzbemühungen geht Mankel aus dem Weg. Und das nicht ohne Grund.

7×7 Unternehmensgruppe das nächste Millionengrab?

Die German Pellets-Pleite wurde zum Albtraum vieler Kleinanleger. In der Hauptrolle Peter Leibold, warb ähnlich wie Mankel, mit Investments in Erneuerbare Energien – in diesem Fall Heizpellets fraudanwalt berichtete.

Andreas Mankel macht es mit seiner 7×7 Geldmaschine etwas anders, vielleicht zurückhaltender, aber damit nicht weniger ungefährlich für Kleinanleger. Er schreibt auf der Unternehmenshomepage: “Mit unseren Sachwertanleihen investieren Sie in ökologische und soziale Ziele und tragen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Sie erzielen damit eine Rendite, mit der sie Ihre eigenen Ziele verwirklichen können“. Etwas weiter heißt es: Neben dieser Anlageform erfreuten sich vor allem die sogenannten Nachrangdarlehen großer Nachfrage: „Damit ermöglichen wir vielen Privatanlegern mit kleinerem Budget, indirekt in Sachwerte wie Immobilien oder Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu investieren“, so Mankel. Na klar, wird sich jetzt einer denken – die Kleinanleger reißen sich um hochriskante Nachrangdarlehen, bei denen sie die Möglichkeit haben, das gesamte Kapital zu verlieren. Viele wissen es nicht besser, denn nur selten kommen Worte wie Totalverlust oder Risiko aus dem Mund eines Vertrieblers der 7×7 Unternehmensgruppe oder der „Inhouse-Agentur“ Facesso – die ihre eigene zwielichtige Rolle im Fimengestrüpp der 7×7 Unternehmensgruppe spielt.

In den Jahren 2015 und 2016 hat das windige Unternehmen einen dicken Jahresfehlbetrag erwirtschaftet. Die Ursachen für die negativen Jahresergebnisse der Geschäftsjahre 2015 und 2016 liegen insbesondere in den Emissionskosten, dazu zählen Provisionen und Agio. D.h. von jedem eingesammelten Euro fließen ohne dass überhaupt Geld investiert wurde, Kapital in die tiefen Taschen von Andreas Mankel. Denn erinnern wir uns an die Unternehmensmeldung von 2014, als das verwaltete Kapitalvolumen angeblich auf 30 Mio. Euro anstieg –  wo ist es hin? Was ist mit dem Geld passiert, wenn die 7×7 Unternehmensgruppe es schafft, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Fehlbeträge zu erwirtschaften?

Gekaufte Werbung als redaktioneller Bericht getarnt

Unter der Überschrift: “Alternative Geldanlagen: Investieren in die Kraft der Sonne“ auf einer der Seite von focus.de, findet sich ein redaktioneller Bericht über Solarinvestments – aber nur auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, dann wird jeder schnell erkennen, dass dies nur gekaufte Werbung ist. Rechts neben dem Bericht, relativ unscheinbar, steht ein Impressum – darin findet sich wieder die Inhouse-Agentur der 7×7 Unternehmensgruppe – Facesso. Als Ansprechpartner wollte Andreas Mankel nicht persönlich auftauchen und spannte einen Mitarbeiter vor den Karren. Warum kauft sich 7×7 redaktionelle Werbung? Weigern sich seriöse Medien über das Unternehmen zu berichten, wenn ja warum? Wegen der kontinuierlichen Jahresfehlbeträge, die der windige Investor fabriziert, oder doch deshalb, weil viele Anzeichen auf die nächste Geldverbrennungsmaschine hindeuten?