WOHIN VERSICKERN DIE ANLEGERGELDER BEI 7×7 UNTERNEHMENSGRUPPE?

Die 7×7 Unternehmensgruppe mit Sitz in Bonn, beherbergt zahlreiche Unternehmen, darunter die 7×7 Finanz GmbH und die 7×7 Invest AG oder auch die 7×7 Sachwerte West I. GmbH & Co. KG. – Sie alle haben eines gemeinsam: Sie stehen unter dem direkten Kommando von Inhaber Andreas Mankel. Er ist eine zwielichtige Gestalt auf dem Immobilien- und Solarmarkt, skrupellos preist er hochriskante Kapitalanlagen, allen voran Nachrangdarlehen – als eine „sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Geldanlagen“ für Stiftungen und Kirchengemeinden“ an – fraudanwalt berichtete über die Machenschaften der 7×7 Unternehmensgruppe.

Nach unserem letzten Bericht über Andreas Mankel, sein ominöses 7×7 Finanz-Firmengestrüpp und den obersten Ritter seiner Leibgarde, Pressesprecher Bodo Woltiri, meldete sich besagter B. Woltiri bei der Redaktion. Argumente gegen die Vorwürfe konnte er überzeugend darstellen, allerdings das Angebot, sich den kritischen Fragen der Redaktion zu stellen, verneinte er – und das vermutlich aus gutem Grund.

Bodo Woltiri: Werden Anlegergelder für 7×7-Werbung verschleudert?

Die 7×7 Unternehmensgruppe besteht nach Recherchen von Fraudanwalt aus einem undurchsichtigen Firmengestrüpp. Die facesso GmbH ist laut Aussagen von Woltiri eine Inhouse-Agentur, die sich um Marketing und Kommunikation bei der 7×7 Unternehmensgruppe kümmert. Fraudanwalt berichtete, dass 7×7 Finanz mittels Geldern, zu deren Herkunft sich Woltiri uns gegenüber nicht näher äußern wollte, REDAKTIONELLE WERBUNG im Focus kauft (Advertorials). In der Vergangenheit wurde diese Masche, den Lesern einen neutralen Bericht aus einer seriösen Quelle wie dem Focus vorzugaukeln – von Kapitalvernichtern wie Infinus und Agrofinanz genutzt. Das vermeintliche Ziel dieser Berichte ist es, gute Google-Rankings zu erzielen und außerdem dem interessierten Anleger zu suggerieren, dass selbst der Focus über die vermarktete Geldanlage schreibt. Obwohl seriöse Magazine, bis auf Ecoreporter, bislang verzichtet haben, über das brandgefährliche 7×7-Investment zu berichten – behauptet Pressereferent B. Woltiri etwas anderes.

Er teilt der Fraudanwalt-Redaktion mit:

„Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, tiefer zu recherchieren, und sei es nur im Internet, wären Sie auf diverse Hinweise zur Transparenz gestoßen und auch auf diverse Referenzen in seriösen Medien“, krisiert er.

Wir haben selbstverständlich unsere journalistische Pflicht erfüllt, aber auch bei mehrfacher Suche konnten wir die „diversen Referenzen in seriösen Medien“ nicht finden. Das, was wir finden, ist gekaufte und kostenlose Eigenwerbung. Viele Berichte und gespielte Interviews entstammen nicht einem erfahrenen Journalisten oder gar einem neutralen Bewerter, nein, sie stammen vermutlich allesamt aus der Schreibfeder von Bodo Woltiri und Andreas Mankel.

Wir fordern von 7×7 Unternehmensgruppe Transparenz ein, aber…

„Außerdem könnten Sie dazu jederzeit auch eine Anfrage an uns stellen oder von mir als Pressereferenten weitere Auskünfte einholen. Das wäre der journalistischen Sorgfaltspflicht angemessen“, mit diesen Worten kritisiert Bodo Woltiri die Fraudanwalt-Redaktion. Gesagt getan, die Redaktion hat dem 7×7-Facesso-Pressereferenten die Fragen im Anlegersinne übersendet, denn das war die vollmundige Forderung an uns. Doch statt der versprochenen Transparenz, macht die 7×7 Unternehmensgruppe einen Rückzieher und schreibt, dass 54 Stunden zu kurz wären, um unsere Fragen zu beantworten.

Hier ein Auszug der Fragen von der Redaktion-Fraudanwalt an die 7×7 Unternehmensgruppe:

Fragen von Fraudanwalt:

a) Sind Sie der Überzeugung, dass die Transparenzpflicht der 7×7 Unternehmensgruppe erfüllt wurde, weil Sie eine Pressemeldung am 24.03.2011 mit Hinweisen zum Beteiligungsrisiko veröffentlichten?

Keine Antwort.

b) Welche Ziele verfolgten Sie mit der gekauften redaktionellen Werbung?

Keine Antwort.

c) Werden Anlegergelder für Werbemaßnahmen genutzt? Woher stammen die 4.000 Euro für die Advertorials?

Keine Antwort.
d) Halten Sie die von der 7×7 Unternehmensgruppe ausgegebenen Nachrangdarlehen für eine sichere Geldanlage und für Kleinanleger geeignet?

Keine Antwort.

e) Hat sich die finanzielle Situation der 7×7 Unternehmensgruppe verbessert, nachdem über Jahre hinweg Verluste (nicht gedeckte Fehlbeträge) ausgewiesen wurden?

Leider auch keine Antwort.

Wir glauben, es ist wichtig diese Fragen zu stellen, weil es schließlich nicht das Geld von Andreas Mankel oder B. Woltiri ist, dass für Werbung und gekaufte redaktionelle Berichte verprasst wird, sondern das Geld der Anleger.  Resultieren die negativen Jahresabschlüsse (nicht gedeckte Fehlbeträge), aus einem verschwenderischen Management?

Nun prüft die eine bekannte Kanzlei mit Sitz in der Friedrich-Ebert-Allee 13 in Bonn, ob die kritische Haltung von Fraudanwalt gegnüber dem ominösen Gebahren von Andreas Mankel und seiner 7×7 Unternehmensgruppe mit rechtlichen Mitteln stumm geschalten werden kann, das berichten interne Quellen gegenüber Fraudanwalt. Das Anwaltshonorar wird vermutlich, wie bereits die Werbung des 7×7-Firmengestrüpps – durch Anlegergelder finanziert – wer kann sich da noch wunder, das regelmäßig nicht gedeckte Fehlbeträge ausgewiesen werden?

Die Redaktion bleibt dran.

FIRMENGESTRÜPP VON ANDREAS MANKELS 7×7 UNTERNEHMENSGRUPPE UNDURCHSICHTIG

Die Emittentin 7×7 Sachwerte GmbH & Co. KG, mit Sitz in der Plittersdorfer Straße in Bonn, unter der Leitung von Andreas Mankel, sammelt Kapital von Kleinanlegern ein und investiert es in Photovoltaikanlagen oder Immobilien. Das Investorengeld wird auf die übliche Masche von unseriösen Solarakteuren besorgt. Nicht nur über hochriskante Nachrangdarlehen, sondern auch über Unternehmensanleihen werden Kleinanlegergelder in das Firmengestrüpp der 7×7 Unternehmensgruppe gepumpt. Die letzte Erfolgsmeldung der 7×7 Unternehmensgruppe ist schon einige Tage her.

2014 verzeichnete eigenen Aussagen zur Folge die 7×7 Gruppe einen 20%igen Zuwachs des Investorenkapitals. Die „7×7 Sachwertanleihen“, wie Andreas Mankel sie gerne nennt, werden von der 7x7invest AG herausgegeben.

Er selbst bezeichnet die brandgefährliche Investition als „sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Geldanlagen“ für Stiftungen und Kirchengemeinden. Ob wirklich institutionelle Investoren beteiligt sind oder ob die 7×7 nur Kleinanlegern das Geld aus der Tasche zieht, bleibt zunächst unklar – echten Referenzen oder anderweitigen Transparenzbemühungen geht Mankel aus dem Weg. Und das nicht ohne Grund.

7×7 Unternehmensgruppe das nächste Millionengrab?

Die German Pellets-Pleite wurde zum Albtraum vieler Kleinanleger. In der Hauptrolle Peter Leibold, warb ähnlich wie Mankel, mit Investments in Erneuerbare Energien – in diesem Fall Heizpellets fraudanwalt berichtete.

Andreas Mankel macht es mit seiner 7×7 Geldmaschine etwas anders, vielleicht zurückhaltender, aber damit nicht weniger ungefährlich für Kleinanleger. Er schreibt auf der Unternehmenshomepage: “Mit unseren Sachwertanleihen investieren Sie in ökologische und soziale Ziele und tragen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Sie erzielen damit eine Rendite, mit der sie Ihre eigenen Ziele verwirklichen können“. Etwas weiter heißt es: Neben dieser Anlageform erfreuten sich vor allem die sogenannten Nachrangdarlehen großer Nachfrage: „Damit ermöglichen wir vielen Privatanlegern mit kleinerem Budget, indirekt in Sachwerte wie Immobilien oder Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu investieren“, so Mankel. Na klar, wird sich jetzt einer denken – die Kleinanleger reißen sich um hochriskante Nachrangdarlehen, bei denen sie die Möglichkeit haben, das gesamte Kapital zu verlieren. Viele wissen es nicht besser, denn nur selten kommen Worte wie Totalverlust oder Risiko aus dem Mund eines Vertrieblers der 7×7 Unternehmensgruppe oder der „Inhouse-Agentur“ Facesso – die ihre eigene zwielichtige Rolle im Fimengestrüpp der 7×7 Unternehmensgruppe spielt.

In den Jahren 2015 und 2016 hat das windige Unternehmen einen dicken Jahresfehlbetrag erwirtschaftet. Die Ursachen für die negativen Jahresergebnisse der Geschäftsjahre 2015 und 2016 liegen insbesondere in den Emissionskosten, dazu zählen Provisionen und Agio. D.h. von jedem eingesammelten Euro fließen ohne dass überhaupt Geld investiert wurde, Kapital in die tiefen Taschen von Andreas Mankel. Denn erinnern wir uns an die Unternehmensmeldung von 2014, als das verwaltete Kapitalvolumen angeblich auf 30 Mio. Euro anstieg –  wo ist es hin? Was ist mit dem Geld passiert, wenn die 7×7 Unternehmensgruppe es schafft, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Fehlbeträge zu erwirtschaften?

Gekaufte Werbung als redaktioneller Bericht getarnt

Unter der Überschrift: “Alternative Geldanlagen: Investieren in die Kraft der Sonne“ auf einer der Seite von focus.de, findet sich ein redaktioneller Bericht über Solarinvestments – aber nur auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, dann wird jeder schnell erkennen, dass dies nur gekaufte Werbung ist. Rechts neben dem Bericht, relativ unscheinbar, steht ein Impressum – darin findet sich wieder die Inhouse-Agentur der 7×7 Unternehmensgruppe – Facesso. Als Ansprechpartner wollte Andreas Mankel nicht persönlich auftauchen und spannte einen Mitarbeiter vor den Karren. Warum kauft sich 7×7 redaktionelle Werbung? Weigern sich seriöse Medien über das Unternehmen zu berichten, wenn ja warum? Wegen der kontinuierlichen Jahresfehlbeträge, die der windige Investor fabriziert, oder doch deshalb, weil viele Anzeichen auf die nächste Geldverbrennungsmaschine hindeuten?