ANLEGERSCHUTZANWÄLTE WOLLEN SICH AN GEBEUTELTEN CANADA GOLD TRUST ANLEGERN BEREICHERN

Zweifelsohne, die Geschichte der Fondsgesellschaft Canada Gold Trust (CGT) mit ihren vor einigen Jahren aufgelegten Goldfonds I-IV ist kein Ruhmesblatt für lukrative, gewinnbringende Geldanlagen. Dennoch haben sich mittlerweile einige Anlegerschutzanwälte darauf spezialisiert, Kunden der jeweiligen Fonds anzusprechen und davon zu überzeugen, dass von der Fondsgesellschaft geforderte Kapitalrückzahlungen unrechtmäßig seien. Es ist davon auszugehen, dass die sogenannten Anlegerschutzanwälte neue Mandaten anlocken wollen, die auf der Grundlage sinnlosen Prozessierens den Anwälten neue Honorare in die tiefen Taschen ihrer schwarzen Roben spülen sollen. Den Mandanten, die Ihr Erspartes bei den Pleitefonds verloren und deren Klagen ins Leere laufen – hilft dies nichts.

Im Einzelnen berufen sich die vermeintlich wohlwollenden Advokaten auf eine Unwirksamkeit des Gesellschaftervertrages, in dem ihrer Meinung nach Begriffe verwendet wurden, die gegen das Transparentgebot nach § 307 Abs.1 Satz 2 BGB verstoßen sollen. Allerdings wurde in einem Urteil des OLG (Oberlandesgericht) Hamm 2015 deren Rechtmäßigkeit bestätigt und mit BGH-Beschluss (Bundesgerichtshof) vom 1.3.16 (AZ II ZR 66/15) nochmals untermauert.

Die Gesellschaft Canada Gold Trust beruft sich bei ihren Rückzahlungsforderungen auf den Paragrafen § 24Nr.8 des Gesellschaftervertrages, welcher besagt, dass im Einzelfall bei dringendem Liquiditätsbedarf bereits zurückgezahlte Anlegergelder von den Investoren zurückgeführt werden müssten – in diesem speziellen Fall in Höhe von 30% der ausgezahlten Gelder.

Der angesprochene dringende Liquiditätsbedarf hatte sich ergeben, nachdem festgestellt wurde, dass das Management des ursprünglichen Unternehmens namens Henning Gold Mines Inc, dem von CGT ein Darlehen zur Goldschürfung gewährt wurde, die eingezahlten Kundengelder nicht zweckdienlich wie im Vertrag beschrieben, verwendet hatte, sondern diese zum großen Teil veruntreut hatte. Die Diebe sind über alle Berge, bis auf einen, der ist tot.

Daraufhin wurde der ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft entlassen und eine neue Verwaltungsgesellschaft übernahm die Henning Gold Mines Inc – die Xolaris Verwaltungs GmbH aus Konstanz. Diese wurde beauftragt, Sanierungstätigkeiten durchzuführen, woraus sich der dringende Kapitalbedarf ergab, berichtet eine unternehmensnahe Quelle gegenüber Fraudanwalt in einer Mail. Verschiedene Anleger wollten allerdings dieser Aufforderung anfangs nicht folgen, denn gewiefte Anlegeranwälte glaubten, dass eine Kapitalrückforderung unbegründet sei oder behaupteten dies besseren Wissens. Damit lagen sie (vorsätzlich) falsch, wie viele in der Zwischenzeit veröffentlichte Gerichtsurteile bestätigen.

Rückforderung: Die Gerichte haben gegen Canada Gold Trust-Anleger entschieden

Zwischen 2016 und 2017 ergingen die Urteile von sechs (6) Amtsgerichten in unterschiedlichen Städten Deutschlands, die die Rückzahlungsforderung der Xolaris Verw. GmbH bestätigten und als rechtens beurteilten. Im Einzelnen waren das:

AG Wunsiedel, AZ 1 C 182/16 vom 23.9.16,

AG Straubing, AZ 4 C 508/16 vom 28.1.16,

AG Ingolstadt, AZ 11 C 1277/16 vom 9.3.17,

AG Schweinfurt, AZ 3 C 688/16 vom 21.3.16,

AG Ludwigshafen a. Rhein, AZ 2e C 103/16 vom 14.3.17

AG Karlsruhe-Durlach, AZ  5 C 104/16 vom 27.2.17

In 6 weiteren Fällen ebenfalls bei Amtsgerichten in ganz Deutschland wurde den Anlegern geraten, die Klagen fallenzulassen und die Forderung anzuerkennen. (Alle entsprechenden Aktenzeichen liegen auch hier vor und können bei der Redaktion von Fraudanwalt separat angefordert werden.)

Trotzdem treten immer noch Anwälte auf den Plan, die verunsicherte Anleger dahingehend beraten wollen, dass diese gegen die Forderung des Unternehmens klagen sollen – obwohl hinlänglich bekannt ist, dass eine Klage sinnlos erscheint. Es entsteht hierbei der dringende Verdacht, dass sich die sogenannten Anlegerschutzanwälte an ahnungslosen Mandanten bereichern wollen. Wohl wissend, dass ein Mandat zwar viel Geld bringt, aber keine Aussicht auf Erfolg. Bei vorsätzlichem Handeln eines Anlegerschutzanwalts… können auch die Strafbehörden tätig werden. Auf unserer Warnliste finden Sie Anlegerschutzanwälte, die Sie besser meiden sollten.

MANAGEMENT UND PERFORMANCE DER XOLARIS GMBH KRITISIERT

Der einst alleinige Vorstand Stefan Klaile hatte wohl zu schwer an seinen alten Lasten aus der Vergangenheit beim Canada Gold Trust zu tragen, oder in Zusammenarbeit mit anderen Investment-Gestalten, so dass ihm die Xolaris einen weiteren Geschäftsführer an die Seite stellte. Andreas Fritsch heißt dieser – aber ob das hilft, gute Argumente gegen immer lauter werdende Stimmen zu finden? Stimmen, die Fragen stellen und wissen wollen, ob ein Kapitalverwalter mit über 16.000 Kunden in der Lage ist, den hohen Ansprüchen an eine erstklassige Performance zu genügen? Denn wie schnell ist mal eben eine teure Investition in falsche Investments geflossen, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Die Rede ist von der NASCO AG, die sich als Geldvernichtungs-Maschine einen Namen gemacht hatte.

Und überhaupt: Selbst wenn ein Selbstdarsteller und Inszenierer wie Stefan Klaile, der die Firma 2010 aus dem Boden stampfte, stets im feinen Zwirn mit Hemd und Krawatte auftretend, und der als Rhetorikkünstler den ein-oder anderen gut einlullen und sogar besänftigen kann, sich noch so drehen und winden mag, sein ehemals guter Ruf hat arg gelitten in der Vergangenheit. Zu dubios waren die Gefolgsleute, mit denen er sich umgeben hat in vergangenen Zeiten. Und im Finanzgeschäft ist es wie bei den Suchmaschinen: ein geprellter Anleger und das Internet vergessen nicht. Was dort einmal eingebrannt wurde, lässt sich nicht löschen. Es sei denn, man macht entstandene Schäden wieder gut, oder lässt auf der anderen Seite einen (falschen) Bericht löschen. Aber wie soll das gehen, leben wir doch nicht mehr in den Zeiten des „Ablassbriefes“ und im Dunstkreis eines Martin Luther, der schon damals gegen die Vergebung von Sünden mittels Geldspende vorgegangen war. Ganz im Gegenteil: Im Falle der Xolaris KVG helfen nur schwarze Zahlen und eine gute Performance, um den vermeintlich „guten Ruf“ wiederherzustellen, was sicherlich eine Mammutaufgabe ist. Offensichtlich versuchte man dann im Juli 2015 mit der Verpflichtung „großer Namen“, wie dem eines Andreas Fritsch, ehemals „erfolgreicher Macher“ bei Hannover-Leasing, den Mediendruck ein wenig von Stefan Klaile abzulenken, aber dennoch schwebt die Vergangenheit wie ein Damoklesschwert über dem Unternehmen. Denn auch der liebe Herr Fritsch hatte schon Ärger mit dem Gerichtsvollzieher, der zwecks Pfändung bei ihm vorsprach, aber unverrichteter Dinge wieder ziehen mußte. Und wie sieht es nun schlussendlich mit der Leistungsbilanz der Xolaris KVG aus? Fraudanwalt wird die Bilanzen 2016 abwarten, und dann noch einmal berichten…