Eins, Zwei, Polizei – Drei, vier, ab in den Knast.. Hätte er doch einfach Veripay bezahlt…

Gefunden auf www.euro-collect-inkasso.de

Warum immer mehr Schuldner vor dem Strafgericht landen

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Bereits vor zwei Jahren berichteten wir über die Betrugsmasche mit Fake-Bestellungen. Der aktuelle Fall von Peter S. aus Schönbeck ist symptomatisch für eine ganze Gattung von Schuldnern. Anwälte kosten Geld und helfen auch nicht immer weiter. Von vielen Anwälten wie dem Lustmolch Ray M.  fühlen sich viele schlecht beraten und geradezu abgezockt. Da man oft dort auch noch Rechnungen offen hat geht man doch gleich zur Polizei, diese arbeitet kostenlos und in den meisten Fällen glauben die Polizeibeamten die Geschichten auch, welche die Schuldner dort auftischen.

Peters toller Trick: Ich geh einfach zur Polizei und mache eine Anzeige und sage, dass ich das nicht war und die Mastercard nie bestellt habe

Hat man nicht genug Argumente für eine Forderungsabwehr-Anzeige  so druckt man sich einfach anonyme – meist in schlechtem Deutsch verfaßte – Internetforenbeiträge aus, wo Ali, Adolf & Uschi sich gegenseitig Tipps geben wie man Internetleistungen nicht bezahlen muss. Dass die bei Bestellung gespeicherte IP-Adresse heutzutage dem Gläubiger wenig nutzt wissen die Betrüger allemal – leider sind unsere Mandanten wie vorliegend die Veripay BV aus Heerlen schlauer und verifizieren die Besteller per SMS. Das hatte der Peter leider vergessen.

Peter ist nicht so schlau, geht hoffentlich in den Bau!

Bald Peters neues Zuhause?
Bald Peters neues Zuhause?

So wie vorliegend im Fall Peter S. aus Schönbeck. Der hatte auch keine Lust für seine Bestellungen geradezustehen und ging zur Polizei. Diese glaubte ihm und ermittelte zunächst gegen Unbekannt. Als nun aber Euro Collect im Rahmen des Auskunftsersuchens mitteilte, daß die Bestellung über das Mobiltelefon des Anzeigenerstatters verifiziert wurde, enttarnte dies den Peter S. als armseligen Lügner. Dazu konnten wir der Polizei sachdienliche Hinweise zum Tathergang geben. Dass er seit Jahren zahlungsunfähig (‘pleite’) ist, hat er natürlich verschwiegen.

Die Mühlen mahlen zwar langsam aber langsam doch sehr gründlich. Endlich wurde gegen den Peter S. Anklage erhoben, wozu wiederum Euro Collect zeugenschaftlich vernommen wird. Wir hoffen dass dem Peter das Handwerk gelegt wird und sich herumspricht, dass Lügen kurze Beine haben.

Beantwortung des Auskunftsersuchens:

PD Sachsen-Anhalt Nord

Polizeirevier Salzlandkreis

Revierkriminaldienst, Herrn KOK XXX

Franzstraße 35

06406 Bernburg

 

 

vorab per E-Mail: [email protected]

 

VeriPay B.V. ./. Peter XXXXX

Ihr Zeichen: Ihr Ermittlungsersuchen vom 16.11.2017

Unser Zeichen: 48-                                                                         (Dieser Schriftsatz hat 6 Seiten)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr XXXXX

 

in vorbezeichneter Angelegenheit nehmen wir Bezug auf Ihr Ermittlungsersuchen vom 16.11.2017 wegen der Hauptverhandlung (Vortäuschen einer Straftat) vor dem Amtsgericht Schönebeck gegen den Angeklagten Herrn Peter XXXXXXX aus 3XXX Schönbeck.

Zu unserem Schreiben vom 13.09.2016 in dieser Sache können wir ergänzend wie folgt vortragen:

Vorliegend wurden wir von der VeriPay B.V. (ladungsfähige Anschrift: Vogt 21, 6422RK Heerlen, Niederlande) damit beauftragt, eine nicht beglichene Rechnung in Höhe von 98,90 EUR einzuziehen.

Der Forderung liegt die Ausgabegebühr einer online bestellten Mastercard zugrunde.

Unsere Beauftragung erfolgt auf elektronischem Weg per Datei.

Auf die Bestelldaten des Angeklagten wird auf beiliegende elektronische Dokumentation der VeriPay B.V. verwiesen.

Zum Hintergrund des vorliegenden Fernabsatzvertrages können wir Folgendes mitteilen:

Unsere Mandantin, die VeriPay B.V., betätigt sich auf dem Markt als Vermittlungsdienstleisterin für Mastercard Karten und ist Betreiberin der Webseite www.sofort.credit .

Verbraucher können über die o.g. Webseite eine schufa-freie MasterCard Karte hochgeprägt (Tarif `Gold`) zu einem Ausgabepreis von 98,90 EUR beantragen, wobei sie bereits auf der Bestellseite auf alle wesentlichen Bestandteile des Vertrages hingewiesen werden. Optional und unabhängig davon gehört zum Leistungsumfang des Vertrages eine Kreditofferte bis zu 7.500,00 EUR. Als Zahlungsmöglichkeit wird mit den Verbrauchern ausschließlich die Nachnahmezahlung via Deutsche Post AG vereinbart.

Beweis: Inaugenscheinnahme der Webseite www.sofort.credit, § 4 der beiliegenden AGB

Die Vorauszahlung von Prepaid Mastercard Karten ist dabei branchenüblich.

Des Weiteren entspricht die Bestellsituation auf der betreffenden Webseite den gesetzlichen Pflichtanforderungen für Fernabsatzverträge.

Nachdem die Verbraucher unter Einbeziehung einer Datenschutzerklärung ihre personenbezogenen Daten inklusive ihrer mobilen Rufnummer auf der Bestellseite eingegeben haben, müssen diese innerhalb eines Markierungsfeldes mittels Setzens eines gesonderten Häkchens folgenden Text bestätigen:

“Ich habe die AGB und Widerrufsbelehrung heruntergeladen, gelesen und bin einverstanden. Auch die Kartengebühren und Zahlungsmodalitäten habe ich zur Kenntnis genommen.”

Sobald dieser Text angeklickt wird, öffnen sich diese Formulare in einem PDF Dokument, das zudem auch das Muster-Widerrufsformular beinhaltet. Auf diese Weise können die Formulare dauerhaft auf einem Datenträger gespeichert oder ausgedruckt werden. Anschließend muss von den Verbrauchern der Button “Karte zahlungspflichtig bestellen” gedrückt werden.

Beweis: Inaugenscheinnahme der Webseite, Screenshot über die Bestellseite, AGB, Widerrufsformulare

Der Angeklagte hat auf die o.g Weise mit seinen personenbezogenen Daten am 02.03.2016 um 10:08:13 Uhr einen Fernabsatzvertrag über die Vermittlung einer MasterCard abgeschlossen und als Bestell-IP Adresse ist an unsere Mandantin die IP 178.X.XX.XXX übermittelt und von ihr elektronisch gespeichert worden.

Folgende Personendaten hat der Angeklagte für den Vertrag auf der Bestellseite bzw. in der betreffenden Eingabemaske eingegeben:

 

Peter XXXXX

XXXstrasse XX

3XXXX Schönebeck

E-Mail: [email protected]

Telefon: 0177XXXX

Geburtsdatum: XX.XX.19XX

 

Beweis: Ausdruck aus der elektronischen Dokumentation der VeriPay B.V.

In § 4 der AGB werden die Kunden bzw. Antragsteller Mastercard wie folgt hingewiesen:

“(….) Der Kunde verpflichtet sich bei Bestellung der Vermittlungsleistung, alle notwendigen Unterlagen/Daten für eine erfolgreiche Abwicklung des jeweiligen Vertrages wahrheitsgemäß zu übergeben/übermitteln (…).”

 

Überdies setzt die VeriPay B.V. hinsichtlich der Online-Kundenbestellungen ein Betrugsschutzsystem in Form eines SMS-TAN-System-Verfahrens ein, so wie es bspw. auch beim Online Banking üblich ist, um die Gefahr von Spaß- bzw. Fakebestellungen auf ein Minimum zu reduzieren. Im Rahmen des o.g. Betrugsschutzsystems erhalten die Verbraucher nach Abschluss der Bestellung auf ihre hinterlegte Mobilfunkrufnummer einen mehrstelligen Pin-Code in Form einer SMS. Dieser Pin- Code muss sodann vom SMS-Empfänger bzw. Besteller auf der Bestellseite eingeben werden, sodass der jeweilige Besteller sicher per SMS verifiziert werden kann.

Auf die vorgenannte Weise ist die Mobilfunkrufnummer 0177XXXXXXX verifiziert worden.

Beweis: Ausdruck aus der elektronischen Dokumentation der VeriPay B.V.

Wegen der auf der vorgenannten Weise verifizierten Mobilfunkrufnummer regen wir an, beim entsprechenden Mobilfunknetzbetreiber zu ermitteln, ob die Mobilfunkrufnummer 0177 XXXX dem Angeklagten zuzuordnen ist, sofern noch nicht geschehen.

Nachdem unsere Mandantin dem Angeklagten vertragsgemäß ein Finanzinstitut für die Ausstellung der beantragten MasterCard vermittelt hat, mithin ordnungsgemäß ihre Vermittlungsdienstleistung einer Prepaid Mastercard Karte betreffend erbracht hat, hatte sie geschäftsübliche 1-3 Tage danach versucht dem Angeklagten das Starterpaket per Nachnahmesendung zukommen zu lassen. Die vertraglich vereinbarte Nachnahmesendung mit dem Sendungscode NT4220XXXXXDE via Deutsche Post AG ist hierbei gescheitert.

Beweis: Sendungscode NT4220XXXXXDE aus der elektronischen Dokumentation der VeriPay B.V.

Da der Zustellungsversuch nunmehr über 12 Monate zurückliegt, lässt sich der Grund für die gescheiterte Nachnahmezahlung (Annahmeverweigerung oder Nichtabholung der Sendung innerhalb der 7-tägigen Abholfrist der Deutschen Post trotz Benachrichtigung) für uns nicht mehr über https://www.deutschepost.de/sendung/simpleQuery.html  verfolgen.

Beweis: Ausdruck über die aktuelle Sendungsverfolgung der Deutschen Post AG

Diesbezüglich regen wir an, bei der Deutschen Post AG mithilfe des o.g. Sendungscodes zu ermitteln, wann die Nachnahmezahlung gescheitert ist und insbesondere aus welchem Grund.

Seit der gesetzlichen Neureglung der §§ 355 ff. BGB mit Wirkung vom 13.06.2014 stellt die bloße Annahmeverweigerung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen keinen Widerruf im Sinne des § 355 Abs. 1 BGB dar. Der Widerruf hat nach § 355 Abs. 1 Satz 2, Satz 3 BGB mittels einer eindeutigen Erklärung gegenüber dem Unternehmer zu erfolgen. Da unserer Mandantin kein Widerruf des Vertrages zugegangen ist, ist nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist der vorliegende Fernabsatzvertrag zustande gekommen.

Da auch auf die letzte Mahnung vom 29.03.2016 hin, die dem Angeklagten auf seine hinterlegte Bestell-E-Mail-Adresse [email protected] via vom System automatisch generierter E-Mail hin zugestellt worden, keine Zahlung erfolgte, mithin Zahlungsverzug eintrat, war die Beauftragung unseres Inkassounternehmens zum Forderungseinzug angezeigt.

Beweis: elektronische Dokumentation bzgl. der letzten Mahnung und E-Mail-Adresse [email protected]

Laut Systeminformationen haben wir dem Angeklagten mit Erstschreiben vom 20.04.2016 unsere Beauftragung gem. § 11 a Abs. 1, Abs. 2 RDG ordnungsgemäß angezeigt und ihn aufgefordert den Gesamtbetrag in Höhe von 181,30 zu bezahlen. Unsere Zahlungsaufforderungen sind dabei stets sowohl auf dem Postweg als auch auf die Bestell-E-Mail-Adresse des Angeklagten [email protected] hin versendet worden. In der Folge erhielt der Angeklagte unsererseits an nachfolgenden Tagen weitere Zahlungsaufforderungen:

ERSTEMAIL:20.04.2016

ERINNERUNG:02.05.2016

ZWEITEMAIL:17.05.2016

ERSTEMAIL:18.05.2016

ERINNERUNG:30.05.2016

ZWEITEMAIL:13.06.2016

ERINNERUNG2:27.06.2016

Erst nach unserem dritten Aufforderungsschreiben erfolgte in dieser Sache die erste Reaktion. Dabei wandte sich mutmaßlich die Ehefrau des Angeklagten am 17.05.2016 an unseren telefonischen Support. Der Inhalt dieses Telefonats wurde von unserem Callcenter Agenten mit der Sachbearbeiter Nummer SB14 wie folgt dokumentiert:

“2016-05-17 12:26:33 (SB:14)

Ehefrau des Schuldners streitet ab möchte sich erst mit VeriPay in Verbindung setzten meldet sich anschließend bei uns”

Beweis: Ausdruck aus der elektronischen Inkassoakte über die Aktennotizen

In der Folge erhielten wir seitens des Angeklagten vier E-Mails, die er an unseren E-Mail-Support richtete. Und zwar am 01.06.2016, 18.06.2016, 27.06.2016 und 11.07.2016.

Besonderes Augenmerk verdient hier die Tatsache, dass der Anzeigende sich mit der Bestell-E-Mail-Adresse [email protected] an uns wandte, die er bei seiner Bestellung vom 02.03.2016 zwingend zu hinterlegen hatte und die sich aus der elektronischen Dokumentation unserer Mandantin ergibt.

Beweis: E-Mail-Support Tickets #102432, #104796, #105865, #107876

In seiner ersten E-Mail (#Ticket 102432) vom 01.06.2016 bestritt er uns gegenüber, dass er die Bestellung ausgelöst habe und verweist dabei im Wege der unsachlichen und unbestimmten Orientierung auf irgendwelche Interneteinträge über unsere Mandantin, die ganz offenkundig von querulantischen Schuldnern vorgenommen worden sind, was einzig dem Zweck dienlich sein soll, unserer Mandantin in der öffentlichen Wahrnehmung zu schaden. Dabei droht es uns mit der Anzeigenerstattung, die er am 06.06.2016 vornehmen wolle, sofern wir nicht das Inkassoverfahren gegen ihn einstellen sollten.

Am 18.06.2016 teilt er innerhalb des E-Mail-Tickets #104796 wahrheitswidrig mit, er habe in dieser Sache bereits Anzeige wegen Betruges bei der Polizei erstattet und die Anzeige sei dort zur Bearbeitung.

Dass der Angeklagte gelogen hat bezüglich der Mitteilung, dass er bereits zum Zeitpunkt des 18.06.2016 Strafanzeige erstattet habe, ergibt sich unstreitig aus der Tatsache, dass er uns erst in seiner E-Mail vom 11.07.2016 (E-Mail-Ticket #107876) mithilfe eines PDF Dokuments die Bescheinigung über eine Anzeigenerstattung zukommen lassen hat. Aus dieser Bescheinigung geht hervor, dass der Angeklagte erst am 04.07.2016 Strafanzeige bei POM`in XXXX bei der Dienstelle Bernburg (Saale) unter der Vorgangsnummer SLK RKD 180XXX/2016 erstattet hat.

 

Beweis: E-Mail-Ticket # 104796, Bescheinigung über die angehängte Bescheinigung der PHM´in XXXX

Mithilfe seiner Lüge vom 18.06.2016 über eine bereits erstatte Strafanzeige sollten wir ganz evident dazu genötigt werden, das Inkassoverfahren wegen der zugrundeliegenden Forderung einzustellen. Am 17.08.2017 wandte sich abermals mutmaßlich die Ehefrau des Angeklagten an unseren telefonischen Support, wobei der Inhalt dieses Telefonats vom Callcenter Agenten mit der Sachbearbeiter Nummer SB12 wie folgt dokumentiert worden ist.

“2016-08-17 10:16:36 (SB:12)

Ehefrau des Sch teilt mit, dass sie bei der Polizei war .

Sie setzt sich nochmal mit dem Mandant in Verbindung”

 

Beweis: Ausdruck aus der elektronischen Inkassoakte über die Gesprächsnotiz

Auf unsere Rückfrage hin, teilte unsere Mandantin VeriPay B.V. mit, dass weder seitens des Angeklagten noch einer anderen von ihm bevollmächtigten Person (Ehefrau) eine Kontaktaufnahme zu ihr erfolgte.

Eine Zahlung ist bis dato nicht erfolgt.

Beweis: aktuelle Forderungsaufstellung

Soweit die von uns ausgewiesenen Gesamtbeträge an uns überwiesen werden, veranlasst unsere Mandantin erneut die Versendung des Starterpakete an ihre Kunden. Und soweit die Kunden der dortigen beschriebenen Mitwirkungspflicht bzgl. ihrer Identität nach den Vorschriften des GwG nachkommen, erhalten diese anschließend zeitnah auf dem Postweg ihre goldene Mastercard Karte hochgeprägt, die auf ihren Namen ausgestellt ist.

 

Anlässlich Ihres Ermittlungssersuchens vom 16.11.2017, haben wir am 17.11.2017 eine Bonitätsauskunft über eine Wirtschaftsauskunftei angefordert und dabei festgestellt, dass am 06.09.2016 die Eidesstattliche Versicherung (Ausschluss Gläubigerbefriedigung nach Maßgabe der ZPO) des Angeklagten im Schuldnerverzeichnis eingetragen worden ist. Bevor eine Vermögensauskunft vom betroffenen Schuldner vor einem Gerichtsvollzieher abgegeben wird, gehen der Vermögensauskunft in der Regel über einen langen Zeitraum erhebliche Zahlungsschwierigkeiten voraus, mithin Zahlungsunfähigkeit.

In diesem Zusammenhang sei zudem ausdrücklich angemerkt, dass die von ihm beantragte Prepaid Mastercard schufa-frei ist. Dieses Angebot richtet sich in der Regel an solche Interessierte, die über eine schlechte Schufa-Bonität verfügen und daher über die regulären Banken keine “normale” Mastercard mehr ausgestellt bekommen. Da Verbraucher mit einer schlechten Schufa-Bonität dennoch normal am wirtschaftlichen Leben teilnehmen wollen und im Alltag für Online-Bezahl-Transaktionen eine Mastercard als Zahlungsmöglichkeit brauchen, sind diese an einer Prepaid Mastercard interessiert. Ebenso gehört zum Leistungsumfang des Vertrages optional und unabhängig davon eine Kreditofferte bis zu 7.500 EUR.

 

Ebenso sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich seitens unserer Mandantin im Rahmen ihres wirtschaftlichen Interesses ihr Angebot einer schufa-freien Mastercard betreffend nicht an zahlungsunfähige und zahlungsunwillige Kunden richtet, welche sich anschließend in fantasiereiche Schutzbehauptungen ergehen und unserer Mandantin zudem ständig mit böswilliger Absicht und gleichwohl einem nötigenden Charakter mit einer Strafanzeige drohen, obwohl es diese Kunden selbst verschuldet haben, den Vertrag zu widerrufen und daher die vertragliche Zahlungsverpflichtung entstanden ist.

Zudem haben wir über die eingeholte Bonitätsauskunft erfahren, dass der Angeklagte sich bereits einmal (eingetragen im Schuldnerverzeichnis am 30.06.2008) im Insolvenzverfahren befunden hatte.

Mithin handelt es sich bei dem Angeklagten seit etlichen Jahren unstreitig um einen chronischen “Pleitegeier”, der seine Finanzen nicht im Griff hat.

Wir regen daher an, dass Sie im Rahmen Ihrer Ermittlungen diesbezüglich beim zuständigen Amtsgericht eine Auskunft über die abgegebene Vermögensauskunft beantragen, aus der die Schulden des Angeklagten hervorgehen, sodass Sie feststellen können, seit wann er zahlungsunfähig ist. Denn mit Blick auf den engen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Bestellung vom 02.03.2016 und der Vermögensauskunft vor einem Gerichtsvollzieher am 06.09.2016 besteht zudem der Verdacht des Eingehungsbetruges zum Nachteil unserer Mandantin VeriPay B.V.

 

Vor diesem Hintergrund wird namens und in Vollmacht unserer Mandantin (VeriPay B.V.)

neben des dem Angeklagten bereits zu Last gelegten Tatvorwurfs des Vortäuschens einer

Straftat

 

STRAFANZEIGE

 

gegen den Angeklagten wegen des Verdachts des (versuchten) Eingehungsbetruges

zum Nachteil unserer Mandantin sowie unter allen weiteren rechtlichen

Gesichtspunkten erstattet.

 

Nach alldem – einschließlich aller vorgelegten Beweise- gehen wir hinreichend davon aus, dass der Angeklagte infolge seiner Zahlungsunfähigkeit mit der böswilligen Absicht Strafanzeige erstattet hat, um unter rechtsmissbräuchlicher Zuhilfenahme der Strafverfolgungsbehörden die bestehende Forderung zzgl. der Inkassokosten aus Verzugsschaden gem. §§ 280, 286 BGB abzuwehren. Denn die Inanspruchnahme der Strafverfolgungsbehörden im Wege des Amtsermittlungsgrundsatzes bzgl. der Forderunsgabwehr ist im Gegensatz zu der eines Rechtsanwalts “kostenfrei”.  Und mit Blick auf die unstreitige Zahlungsunfähigkeit des Angeklagten konnte er sich offenbar keinen Anwalt für seine Interessenwahrnehmung leisten.

Unsere Mandantin teilte mit, dass sich in dem Starterpaket, das sie dem Angeklagten mit dem o.g. Sendungscode zuzustellen versuchte, ein für ihn persönlich generierter Sicherheits-Pin-Code (Voucher) befand, der einen Wert von 98,90 EUR hat (vgl. auch AGB des Vertrages) und der damit verbundene Pin- Wert für sie unbrauchbar geworden ist, da sie diesen Pin-Code nicht mehr an andere Kunden versenden kann, um den Schaden ausgleichen zu können. Denn unsere Auftraggeberin als Vermittlungsdienstleisterin für Mastercard Karten musste diesen generierten Pin-Code mit der ausgebenden Stelle/Bank bzw. Lizenzgeberin der Mastercard verrechnen und an diese bezahlen, sodass hier ein stoffgleicher Schaden vorliegt.

 

Die zuständige Staatsanwaltschaft wird gebeten uns als Bevollmächtigte der geschädigten VeriPay B.V.  über den weiteren Fortgang in dieser Sache (Urteil oder Einstellung des Verfahrens) zu unterrichten und dabei unser o.a. Aktenzeichen mitzuteilen.

 

Hochachtungsvoll

 

Mimount Aharroud

Diplom-Juristin

 

 

 

Anlage / Beweis:

– Inkassovollmacht A 1

– elektronische Dokumentation der VeriPay B.V., A 2

– Screenshot über www.sofort.credit, A 3

– Ausdruck Sendungsverfolgung der Deutschen Post Sendungscode NT422XXXXXXDE, A 4

– aktuelle Forderungsaufstellung, A 5

– Ausdruck über Aktennotizen (Telefonate vom 17.05.2016 + 17.08.2016), A 6

– E-Mail- Support-Ticket #102432 vom 01.06.2016 (3 Seiten) , A7

– E-Mail Support-Ticket #104796 vom 18.06.2016 (3 Seiten), A 8

– E-Mail-Support-Ticket #105865 vom 27.06.2016 (3 Seiten), A9

– E-Mail-Support-Ticket #107876 vom 11.07.2016 (1 Seite ), A10

– Bescheinigung über eine Anzeigenerstattung vom 04.07.2016, A11

– AGB, Widerrufsformulare, A 12

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Die Akte Euro-Collect, Veripay BV und Sven F. – Hausdurchsuchung beim Serien-Betrüger

Diesen Beitrag haben wir auf der Seite des Inkasso Unternehmens Euro-Collect gefunden und veröffentlichen es zu allseitiger Belustigung:

Manche Schuldner glauben, man könne durch Täuschung, Falschanzeige oder Vortäuschung einer Straftat der Zahlungspflicht entkommen. Dies dachte auch Sven F. aus dem bayrischen Marktredwitz.

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Nachdem Euro Collect ihm das Mahnschreiben zusandte meldete sich hier Sven F. persönlich. Per Email versuchte er etwas Zeit zu gewinnen und stellte die Frage nach der genauen Forderungssumme.

111213_1111_img_0989Am 17.11.2017 meldete sich eine namentlich unbekannte weibliche Person bei unserer Hotline  und teilte mit, dass die Mobilfunknummer mit der seinerzeit die Mastercard bestellt und bestätigt wurde, ihr seit August gehöre. Damit könne Sven F. also nicht der Besteller sein. Anscheinend war dies nicht der erste Betrugsversuch der beiden Ganoven. Denn die spätere Hausdurchsuchung am Wohnort des Sven F. führte erschreckendes zu Tage.

Sven F. hatte bei mehreren Onlinehändlern Bestellungen getätigt und nicht bezahlt, weswegen nun die Staatsanwaltschaft wegen Betruges ermittelt.

Die Vorgehensweise von Sven F. und seiner Komplizin ist hinlänglich bekannt und trifft täglich tausendfach Händler und Dienstleister in ganz Deutschland, so wie vorliegend unseren Mandanten Veripay BV. Die dort von Sven F. bestellte Karte wird wohl nie bezahlt werden. Erst recht nicht wenn der Herr ins Gefängnis wandert.

Bei Euro Collect zieht die Masche nicht:

Täglich erstattet Euro Collect zahlreiche Anzeigen gegen Betrüger wie Sven F. Wir lassen uns von der altbekannten Masche “hab ich nie bestellt” oder “hab ich nie bekommen” nicht einschüchtern. Besonders dreiste Betrüger drohen dem Gläubiger dann auch gerne mit Anzeigen um Ihren betrügerischen Versuchen, die Forderung in Abrede zu stellen, Nachdruck zu verleihen.

Die Stellungnahme von Euro Collect auf die zeugenschaftliche Vernehmung in der Ermittlungssache Sven F.:

Polizeiinspektion Marktredwitz

  1. Hd. Herrn PHK Richter

Karlsbader Straße 2

95615 Marktredwitz

vorab per Telefax: 09231-9676-140

VeriPay B.V. ./. Sven XXX

Ihr Zeichen: BY4403-009814-17/3

Unser Zeichen: 48-257859

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Richter,

in vorbezeichneter Angelegenheit nehmen wir Bezug auf Ihr Schreiben vom 20.11.2017 wegen des Ermittlungsverfahrens gegen Herrn Sven XXX.

Vorliegend wurden wir von der VeriPay B.V. (ladungsfähige Anschrift: Vogt 21, 6422RK Heerlen, Niederlande) damit beauftragt, eine nicht beglichene Rechnung in Höhe von 98,90 EUR einzuziehen.

Der Forderung liegt die Ausgabegebühr einer online bestellten Mastercard zugrunde.

Unsere Beauftragung erfolgt auf elektronischem Weg per Datei.

Auf die Bestelldaten des Herrn XXX wird auf beiliegende elektronische Dokumentation der VeriPay B.V. verwiesen.

Zum Hintergrund des vorliegenden Fernabsatzvertrages können wir Folgendes mitteilen:

Unsere Auftraggeberin, die VeriPay B.V., betätigt sich auf dem Markt als Vermittlungsdienstleisterin für Mastercard Karten und ist Betreiberin der Webseite www.sofort.credit .

Verbraucher können über die o.g. Webseite eine schufa-freie MasterCard Karte (Tarif `Gold`) zu einem Ausgabepreis von 98,90 EUR beantragen, wobei sie bereits auf der Bestellseite auf alle wesentlichen

Bestandteile des Vertrages hingewiesen werden. Als Zahlungsmöglichkeit wird mit den Verbrauchern ausschließlich die Nachnahmezahlung via Deutsche Post AG vereinbart.

Des Weiteren entspricht die Bestellsituation auf der betreffenden Webseite den gesetzlichen Pflichtanforderungen für Fernabsatzverträge.

Nachdem die Verbraucher unter Einbeziehung einer Datenschutzerklärung ihre personenbezogenen Daten inklusive ihrer mobilen Rufnummer auf der Bestellseite eingegeben haben, müssen diese mittels Setzens eines gesonderten Häkchens folgenden Text bestätigen:

“Ich habe die AGB und Widerrufsbelehrung heruntergeladen, gelesen und bin einverstanden. Auch die Kartengebühren und Zahlungsmodalitäten habe ich zur Kenntnis genommen.”

Sobald dieser Text angeklickt wird, öffnen sich diese Formulare in einem PDF Dokument, das zudem auch das Muster-Widerrufsformular beinhaltet. Anschließend muss von den Verbrauchern der Button “Karte zahlungspflichtig bestellen” gedrückt werden.

Beweis: Inaugenscheinnahme der Webseite, Screenshot über die Bestellseite, AGB, Widerrufsformulare

Mit den personenbezogenen Daten des Herrn XXX wurde auf die o.g Weise am 25.07.2016 um 00:47:01 Uhr ein Fernabsatzvertrag über die Vermittlung einer MasterCard abgeschlossen und die Bestell-IP Adresse 138.XXX.XX übermittelt und gespeichert.

Überdies setzt die VeriPay B.V. hinsichtlich der Online-Kundenbestellungen ein Betrugsschutzsystem in Form eines SMS-TAN-System-Verfahrens ein, so wie es bspw. auch beim Online Banking üblich ist, um die Gefahr von Spaß- bzw. Fakebestellungen auf ein Minimum zu reduzieren. Im Rahmen des o.g. Betrugsschutzsystems erhalten die Verbraucher nach Abschluss der Bestellung auf ihre hinterlegte Mobilfunkrufnummer einen mehrstelligen Pin-Code in Form einer SMS. Dieser Pin- Code muss sodann vom SMS-Empfänger bzw. Besteller auf der Bestellseite eingeben werden, sodass sich der jeweilige Besteller sicher per SMS verifiziert werden kann.

Auf die vorgenannte Weise ist die Mobilfunkrufnummer 0176 XXXXXXX verifiziert worden.

Nachdem unsere Auftraggeberin vorliegend vertragsgemäß ein Finanzinstitut für die Ausstellung der beantragten MasterCard vermittelt hat, versuchte sie Herrn XXX das Starterpaket per Nachnahmesendung zukommen zu lassen. Die vertraglich vereinbarte Nachnahmesendung mit dem Sendungscode NT422XXXXXDE via Deutsche Post AG ist hierbei gescheitert.

Da der Zustellungsversuch nunmehr über 12 Monate zurückliegt, lässt sich der Grund für die gescheiterte Nachnahmezahlung (Annahmeverweigerung oder Nichtabholung der Sendung innerhalb der 7-tägigen

Abholfrist der Deutschen Post trotz Benachrichtigung) für uns nicht mehr über https://www.deutschepost.de/sendung/simpleQuery.html  verfolgen.

Diesbezüglich regen wir an, mithilfe des o.g. Sendungscodes den genauen Grund der gescheiterten Zahlung bei der Deutschen Post AG zu ermitteln.

Seit der gesetzlichen Neureglung der §§ 355 ff. BGB mit Wirkung vom 13.06.2014 stellt die bloße Annahmeverweigerung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen keinen Widerruf im Sinne des § 355 Abs. 1 BGB dar. Der Widerruf hat nach § 355 Abs. 1 Satz 2, Satz 3 BGB mittels einer eindeutigen Erklärung gegenüber dem Unternehmer zu erfolgen. Da unserer Auftraggeberin kein Widerruf des Vertrages zugegangen ist, ist nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist ein Fernabsatzvertrag zustande gekommen.

Da auch auf die letzte Mahnung vom 24.01.2017 hin, die Herr XXX auf seine hinterlegte Bestell-E-Mail-Adresse [email protected] via vom System automatisch generierter E-Mail hin erhielt, keine Zahlung leistete, mithin Zahlungsverzug eintrat, war die Beauftragung unseres Inkassounternehmens zum Forderungseinzug angezeigt.

Bei dem von Ihnen aufgefundenen Schreiben vom 05.09.2016, handelt es sich um unser Erstschreiben in dieser Sache, in welchem wir Herrn XXX unsere Beauftragung gem. § 11 a Abs. 1, Abs. 2 RDG ordnungsgemäß angezeigt haben, und ihn aufgefordert haben, den von uns ausgewiesenen Gesamtbetrag in Höhe von 181,30 EUR zu bezahlen.

Da keinerlei Reaktion erfolgte, erhielt Herr XXXX ausweislich der Inkassoakte noch an folgenden Tagen Aufforderungsschreiben (jeweils sowohl auf dem Postweg als auch auf die Bestell-E-Mail-Adresse [email protected] hin):

ERSTEMAIL:05.09.2016

ERINNERUNG:16.09.2016

ZWEITEMAIL:04.10.2016

ERINNERUNG2:17.10.2016

Die erste Reaktion seitens Herr XXXX in dieser Sache erfolgte am 31.01.2017. Dabei wandte er sich an unseren E-Mai-Support und teilte Folgendes mit:

“31. Januar 2017, 12:29

Sven XXXX <[email protected]>

Sven XXX 31. Jan., 12:29

Sehr geehrte Damen und Herren

Bitte teilen Sie mir die genaue Summe mit

Mit freundlichen Grüßen

Sven XXXX

—–Original-Nachricht—–

Von: Ermittlungsdienst / SD Abt. 2 <[email protected]

<mailto:[email protected]> > ”

Beweis: E-Mail-Support-Ticket #145772

Zu diesem Zeitpunkt war Herrn XXXX die genaue Forderungshöhe bereits bestens bekannt, anderenfalls hätten Sie im Rahmen Ihrer Ermittlungen gegen Herrn XXX wegen Leistungsbetruges das Aufforderungsschreiben vom 05.05.2016 nicht bei ihm aufgefunden. Seine Anfrage an unseren E-Mail-Support ist mithin einzig als Hinhaltetaktik zu verstehen, um nicht sobald der Zahlung nachkommen zu müssen.

In dieser Sache erhielt er unsererseits fernerhin eine Mahn-SMS auf seine bei Bestellung verifizierte Mobilfunkrufnummer 0176 XXXXXX hin.

Als Reaktion darauf, hat sich mutmaßlich seine Frau am 17.11.2017 an unseren telefonischen Support gewandt.

Unser Callcenter-Mitarbeiter mit der Sachbearbeiter Nummer SB22 hat den Inhalt dieses Telefonats innerhalb der Inkassoakte wie folgt dokumentiert:

“2017-11-17 10:01:00 (SB:22)

Frau ruft an wegen SMS

hat die Nummer erst seit Aug. 17

bittet um Löschung der Daten

Anfrage per Post

“2017-11-17 10:01:11 (SB:22)

FA* raus ”

* FA= Abkürzung für Forderungsaufstellung

Beweis. Ausruck über die Aktennotizen aus der Inkassoakte

Mithin ist uns wahrheitswidrig mitgeteilt worden, dass die bei Bestellung verifizierte Mobilfunkrufnummer erst seit dem 17.08.2017 existieren würde und nicht bereits seit dem 25.07.2017, mithin am Tag des Vertragsschlusses.

Auf diese Weise (Aufforderung zur Löschung der Inkassoakte) sollten wir angehalten werden, die bestehende Forderung im Wege des Inkassoverfahrens nicht weiter zu verfolgen.

Da wir diesen Anruf dennoch “wohlwollend” als ein Bestreiten der zugrunde liegenden Forderung ausgelegt haben, haben wir Herrn XXXX am 27.11.2017 auf dem Postweg die ergänzenden Vertragsumstände mitgeteilt.

Eine Zahlung ist bis dato nicht erfolgt.

Heute haben wir eine Bonitätsauskunft über eine Wirtschaftsauskunftei angefordert und dabei festgestellt, dass am 29.06.2017 die Eidesstattliche Versicherung (Ausschluss Gläubigerbefriedigung nach Maßgabe der ZPO) des Herrn XXX im Schuldnerverzeichnis eingetragen worden ist. Bevor eine Vermögensauskunft vom betroffenen Schuldner vor einem Gerichtsvollzieher abgegeben wird, gehen der Vermögensauskunft in der Regel über einen langen Zeitraum erhebliche Zahlungsschwierigkeiten voraus, mithin Zahlungsunfähigkeit.

In diesem Zusammenhang sei zudem ausdrücklich erwähnt, dass die von ihm beantragte Prepaid Mastercard schufa-frei ist. Dieses Angebot richtet sich in der Regel an solche Interessierte, die über eine schlechte Schufa-Bonität verfügen und daher über die regulären Banken keine “normale” Mastercard mehr ausgestellt bekommen. Da Verbraucher mit einer schlechten Schufa dennoch normal am wirtschaftlichen Leben teilnehmen wollen und im Alltag für Online-Bezahl-Transaktionen eine Mastercard als Zahlungsmöglichkeit brauchen, sind diese an einer Prepaid Mastercard interessiert. Ebenso gehört zum Leistungsumfang des Vertrages optional und unabhängig davon eine Kreditofferte bis zu 7.500 EUR. Es sei jedoch ausdrücklich angemerkt, dass sich seitens unserer Auftraggeberin im Rahmen ihres wirtschaftlichen Interesses ihr Angebot einer schufa-freien Mastercard betreffend nicht an zahlungs- und zahlunsgunwillige Kunden richtet.

Wir regen daher an, dass Sie im Rahmen Ihrer Ermittlungen in diesem Zusammenhang beim zuständigen Amtsgericht eine Auskunft über die abgegebene Vermögensauskunft beantragen, aus der die Schulden des Herrn XXXX hervorgehen und insbesondere seit wann er zahlungsunfähig geworden ist.

     Vor diesem Hintergrund wird namens und in Vollmacht unserer Auftraggeberin (VeriPay B.V.)

     Strafanzeige gegen Herrn XXXX wegen des Verdachts des (versuchten)

     Eingehungsbetruges zum Nachteil unserer Auftraggeberin erstattet.

Unsere Auftraggeberin teilte mit, dass sie sich in dem an Herrn XXXX versendete Starterpaket bzgl. der Mastercard Karte ein persönlicher Sicherheits-Pin-Code (Voucher) befand, der einen Wert von 98,90 EUR hat (vgl. auch AGB des Vertrages) und der damit verbundene Wert für sie unbrauchbar geworden ist, da sie diesen Pin-Code nicht mehr an andere Kunden versenden kann, um den Schaden ausgleichen zu können. Denn unsere Auftraggeberin als Vermittlungsdienstleisterin für Mastercard Karten musste diesen Pin-Code mit der ausgebenden Stelle/Bank bzw. Lizenzgeberin der Mastercard verrechnen und an diese bezahlen.

Die zuständige Staatsanwaltschaft wird gebeten uns als Bevollmächtigte der VeriPay B.V.  über den weiteren Fortgang in dieser Sache zu unterrichten und dabei unser o.a. Aktenzeichen mitzuteilen.

Hochachtungsvoll

Mimount Aharroud

Diplom-Juristin

Anlage / Beweis:

– Inkassovollmacht A 1

– elektronische Dokumentation der VeriPay B.V., A 2

– Screenshot über www.sofort.credit, A 3

– E-Mail- Support-Ticket #145772 ( 3 Seiten) , A 4

– aktuelle Forderungsaufstellung, A 5

– Ausdruck über Aktennotizen (Telefonat vom 17.11.2017), A 6

– AGB, Widerrufsformulare, A 7

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Rechtsanwalt Ray Migge (RMI) Düsseldorf – Warnung i.S. Euro Collect / Veripay

Wir sammeln gerade Beiträge zum Rechtsanwalt Ray Migge (“RMI Legal”)  aus Düsseldorf.

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Der “Anwalt” ist für zahlreiche Falschberatungen bekannt und trollt sich gerne in diversen Internetforen herum um auf Mandantensuche zu gehen. Euro Collect aus Düsseldorf warnt ausdrücklich vor den Machenschaften dieses Anwalts.

Manche Anwälte sind einfach nur schlecht – dieser ist aber nicht nur schlecht sondern sogar gefährlich.

Ray Migge Düsseldorf
Ray Migge Düsseldorf

Im Internet zeigt er sich gerne im Unterhemd. Wirkt ein bisschen merkwürdig…

Wir bitten alle Opfer, sich an uns zu wenden. Wir haben jetzt bereits zwei Opfer, die uns Unterlagen zugesandt haben. Diese belegen einwandfrei, dass der Migge falsch beraten hat. Die Opfer sind dadurch in ein zivil- und strafrechtliches Verfahren geraten, dessen Ausgang derzeit noch ungewiss ist. Es ist zu befürchten, dass hohe Geld- oder sogar Haftstrafen drohen. Ein Opfer berichtet ausführlich auf gutefrage.net.

Wir versuchen durch Sammlung der Unterlagen dem Rechtsanwalt die Zulassung zu entziehen. Es kann nicht angehen, dass sich ein Anwalt mit öffentlicher anwaltlicher Lüge profiliert. Wir werden nach rechtlicher Analyse alle Unterlagen an die zuständige Rechtsanwaltskammer und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf senden.

Seine Internetseite nennt sich “www.ra-migge.de” und laut DENIC wohnt der Herr hier:

Heinz-Schmöle-Str. 2, 40227 Düsseldorf

Update 20.11.2017

Ein Geschädigter hat uns das folgende Bild zugesandt. Das ist peinlich, ein Anwalt mit Peitsche und Maske im Rotlichtviertel von Amsterdam. Offensichtlich braucht Migge einen Nebenjob um sich über Wasser zu halten…

Ray als Lustsklave
Ray als Lustsklave

Die Betrüger Bande: Thomas Louis, Volkmar Brückner, Wolfgang Weber

Die Betrügerischen Machenschaften von Thomas Louis, Volkmar Brückner und dem öffentlich Rechtlichen Fernsehen (SWR)

Dass sich Betrüger bei Verbraucherzentralen, dem angeblichen Verbraucherschutz oder gar bei der Polizei zusammenrotten um sich mittels falscher Verdächtigung und Verleumdung der Zahlungsverpflichtung zu entziehen versuchen ist nichts neues.

Nun haben es aber zwei Verbraucher Verbrecher sogar ins Fernsehen geschafft:

Vor laufender Kamera lügen Thomas Louis aus Wegber und Volkmar Brückner aus Werl und geben vor, es wäre Ihnen telefonisch eine völlig kostenlose Mastercard angeboten worden. Der SWR glaubt den Lügnern und berichtet in seiner Sendung über diese beiden Fälle. In Wahrheit sieht es leider ganz anders aus, wie uns zugespielte Aufzeichnungen der Telefonate belegen:

Deutlich ist jeweils zu hören wie mitgeteilt wird, dass man die Mastercard prepaid als Voucher per Nachnahme zu 98,90 EURO erhält. Dies bestätigen die beiden Betrüger deutlich und teilen mit, alles verstanden zu haben. Letztendlich haben sich die beiden Betrüger aber selbst eine Grube gegraben, denn im Rahmen des Einstweiligen Verfügungsverfahrens gegen den SWR haben die beiden Betrüger nun auch noch falsche eidesstattliche Versicherungen abgegeben.

Wir haben den Anbieter um Stellungnahme gebeten. Die Geschäftsführung von VERIPAY BV dazu:

Diese beiden Betrüger  Volkmar Brückner und Thomas Louis sind uns bekannt. Sie haben sich durch betrügerische Handlungen versucht der Zahlungsverpflichtung aus der Kreditkartenbestellung zu entziehen. Wir haben gegen die beiden – und die Verantwortlichen des SWR – Strafanzeige erstattet. Uns liegt mittlerweile die vollständige Aufzeichnung der beiden Gespräche vor und diese belegen eindrucksvoll dass es sich hier um Betrug und falsche eidesstattliche Versicherung handelt. Die beiden erwartet bei Verurteilung mindestens 12 Monate Freiheitsstrafe. Leider kann man die beiden nicht für die unzähligen Trittbrettfahrer zur Rechenschaft ziehen, welche auf den Betrugszug der beiden aufgesprungen sind.

Traurig, was mit den Zwangs-TV-Gebühren der Deutschen für betrügerische Machenschaften unterstützt!

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WALTER VÖLL DER INTERNET UND KREDITKARTEN KÖNIG AUS AACHEN

1974: Geburtsjahr
1990-1992: Illustration der Kinderbücher „Schlaf gut“, „Kinderlieder für die ganze Familie“, „Träume werden wahr“, Auszeichnung mit dem Jugendpreis des Arena Verlags
1992-1996: Studium Grafik-Design und Visuelle Kommunikation an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
1996: Abschluss als Master of Arts/Diplom Grafik-Design
1997: Praktikum in New York bei der Kreativ-Agentur „Addison“, Übernahme als Grafik-Designer
1998-2002: Grafik-Designer und Senior Grafik-Designer bei „thomas.matthews communication design“ in London
2000: Buchveröffentlichung „Nachhaltiges Grafik-Design in der Praxis“
2002-2004: Art Director beim Agentur-Netzwerk „ahoy studios“ in Berlin
2004-2009: Freiberuflicher Grafik-Designer für die renommierten nachhaltigen Medienagenturen „bioculture München“, „merzpunkt München“, „loup Stuttgart“
2008: Mitgründer des „ökoRausch Festivals für Design und Nachhaltigkeit“
seit 2009: Inhaber der Agentur „studio greenartig“, unter anderen grafischen Aufträgen für das Bündnis 90/Die Grünen und Greenpeace
2011: Buchveröffentlichung „Nachhaltiges Grafik-Design ist unsere Zukunft“
2015: Buchveröffentlichung „Nachhaltige Mediengestaltung in der Kreativwirtschaft“
seit 2014: Gastprofessur für nachhaltiges Design an der Fachhochschule Salzburg

Walter Völl: Höhepunkte seiner Karriere

Walter Völl ist ein in München lebender und arbeitender Grafikdesigner und Inhaber der Agentur „studio greenartig“. Seit 2000 veröffentlicht er Fachbücher zu den Themen nachhaltiges und cradle-to-cradle Design. Im deutsch- und englischsprachigen Raum ist Völl ein gefragter Experte rund um nachhaltige Mediengestaltung. 2008 hat er mit anderen Kreativen das „ökoRausch Festival für Design und Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen, das jährlich in Köln stattfindet. Daneben ist Walter Völl als Gastprofessor für nachhaltiges Design an der Fachhochschule Salzburg tätig.

Illustrationen als Jugendlicher

Walter Völl wurde 1974 in Regensburg als Einzelkind geboren. Er wuchs in München bei seiner Mutter, einer Buchillustratorin, auf. Sein Vater war Ingenieur für erneuerbare Energiesysteme. Oft erlebte er als Heranwachsender mit, wie seine Mutter Kinder- und Fachbüchern gestalterisch Leben einhauchte. Sein großes Interesse für Illustration und sein zeichnerisches Talent zeigten sich  im frühen Kindesalter. Seine Mutter förderte seine Begabung und ließ ihn an einigen ihrer Bücher mitarbeiten. Völl belegte in jungen Jahren an der Volkshochschule München einige Kurse für Zeichnen und Illustration und nahm in Seminaren Privatunterricht beim französischen Illustrator und Schriftsteller Tomi Ungerer. Ab 16 Jahren setzte er selbstständig das visuelle Konzept von drei Kinderbüchern um: „Schlaf gut“, „Kinderlieder für die ganze Familie“ und „Träume werden wahr“. Der Arena Verlag zeichnete „Schlaf gut“ mit einem Jugendpreis aus. Völl machte auch Ferialpraktika bei der Zeitung „Münchner Merkur“. Hier war er für die Satirenkolumne verantwortlich, in der er unter dem Pseudonym „Hh“ politische, wirtschaftliche und politische Themen in Illustrationsform brachte und kommentierte. Der Chefredakteur der Zeitung fordert ihn wegen seiner scharfen und beißenden Aussagen öfters auf, abgeschwächtere Inhalte zu veröffentlichen.

Ausbildung als Grafik-Designer

Völl schrieb sich mit 18 an die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg in den Studiengang Grafik-Design und Visuelle Kommunikation ein. Im deutschsprachigen Raum gilt sie als eine der anerkanntesten Ausbildungsstätten für den grafischen Bereich. Im Zuge seines Studiums kam er mit dem Konzept von nachhaltigem Design in Berührung. Er schrieb seine Masterarbeit er auf Anregung seines Vaters über „Nachhaltiges Verpackungs-Design“. Auf einer Karrieremesse wurde die in Stuttgart ansässige Agentur „strichpunktdesign“ auf Walter Völl aufmerksam und engagierte ihn als Praktikant. Im Zuge der Praktika arbeitete er an visuellen Kommunikationsstrategien für Marken wie Porsche oder Audi mit.

Agenturerfahrung

Nach Abschluss seines Studiums zog es ihn 1997 ins Ausland, und er absolvierte bei der renommierten Kreativ-Agentur „Addison“ in New York ein einjähriges Praktikum. Die Agentur setzt auf die Beratung, Konzeption und Produktion von nachhaltigem Grafik-Design und arbeitet nach den Prinzipien von langlebigen und recyclinggerechten Produkten. Diese Konzepte inspirierten ihn zu seinen später veröffentlichten Fachbüchern. Völl gewann das Vertrauen seiner Vorgesetzten und arbeitete an mehreren nachhaltigen Projekten für größere Auftraggeber mit. Die Firma war von seinen Arbeiten begeistert und sponserte seine Green Card, und er stieg bei Addison 1998 als Designer in Vollzeit ein.

In New York lernte er die heute weltweit bekannte amerikanische Mediengestalterin Aaris Sherin kennen, die sich früh mit nachhaltigem Design beschäftigte. 2000 veröffentlichte er das Fachbuch „Nachhaltiges Grafik-Design in der Praxis“, das im deutschen Sprachraum großes Interesse hervorruf. Völl beschäftigt sich in diesem Buch mit nachhaltigen und wiederverwendbaren Druckmaterialien, Farben und Herstellungsprozessen. Das Buch wurde wie Völls weitere Publikationen gemäß dem cradle-to-cradle Prinzip auf recycelbarem  Papier gedruckt und mit verwertbarer Tinte erstellt. Es erregte nicht nur in der Grafik-Fachwelt, sondern auch in der Nachhaltigkeitswirtschaft viel Aufsehen.

Über einen seiner Kontakte stieg er 2000 bei der in London ansässigen Firma thomas.matthews communication design als Creative Director ein. Hier betreute er vor allem „grüne“ Konzepte für Konzerne und NGOs.

2002 zog er nach Berlin und arbeitete zuerst als Art Director für das Agenturnetzwerk „ahoy studios“. 2004 siedelte Völl mit seiner Familie nach München um. Dort war er für einige Jahre als selbstständiger Grafikdesigner für renommierte Agenturen wie „bioculture München“, „merzpunkt München“ und „loup Stuttgart“ tätig.

Mitgründer von „ökoRausch“

Auf Anregung von Anna Kamphues wurde er Mitgründer des „ökoRausch Festival für Design und Nachhaltigkeit“, das jährlich in Köln stattfindet. Es ist das einzige deutschlandweite Event, das sich seit 2008 mit nachhaltigem Design beschäftigt. Es versammelt Aussteller, Referenten und Firmen aus allen Bereichen der Wirtschaft, um sich über Entwicklungen und brennende Themen des nachhaltigen Designs austauschen zu können. Mittlerweile ist es ein nicht mehr wegzudenkender Höhepunkt im Terminkalender der Kreativschaffenden Deutschlands.

Eröffnung „studio greenartig“

2009 eröffnete Völl in München seine eigene Medienagentur, das „studio greenartig“. Seither hat er namhafte Projekte wie die Umsetzung des Corporate Designs des Bündnis 90/Die Grünen und der Werbekampagnen von Greenpeace realisiert. Völl Agentur bietet Interessierten Seminare aller Art an: Dazu zählen nachhaltiges Drucken, cradle-to-cradle Design und umweltschonendes Grafik-Design. Weiters kommen Vorträge zu nachhaltigen Materialien und  Prozesse in der Druck-Erzeugung hinzu. Zu denselben Themen organisiert Völl mit seinem Team weltweit Veranstaltungen oder spricht als Gastredner bei Fachvorträgen. Wann immer die Möglichkeit besteht, tritt er bei Diskussionsrunden im Fernsehen und Radio zum Thema Nachhaltigkeit auf. Somit hat er sich als Experte eine wichtige mediale Präsenz im deutschsprachigen Raum aufgebaut.

Völls Buchveröffentlichungen

Zwischen 2011 und 2015 erschienen Völls weitere Fachbücher: „Nachhaltiges Grafik-Design ist unsere Zukunft“ und „Nachhaltige Mediengestaltung in der Kreativwirtschaft“. Das Komitee des Deutschen Nachhalitgkeitspreises nahm sein zweites Buch als Kandidaten für den von ihm vergebenen Preis auf. Es konnte sich jedoch nicht gegen den Gewinner des Wettbewerbs durchsetzen. Beide Publikationen werden heute als Fachliteratur in Ausbildungsstätten in Deutschland und den USA verwendet.

Professur an der Fachhochschule Salzburg

2014 erhielt Völl einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Salzburg, an der er seitdem in unregelmäßigen Abständen als Gastprofessor für Grafik-Design tätig ist. Die Arbeit mit den Studenten macht ihm große Freude. Gemeinsam mit dem Rektor der Fachhochschule wird er in den nächsten Jahren einen Fachlehrgang für nachhaltiges Design aufbauen. Dieser kann auch extern gebucht werden. Das Ziel der Fachhochschule Salzburg und von Völl ist es, mehr Bewusstsein für ressourcenschonendes Design zu schaffen. Für Völl handelt es sich um „ein wichtiges Zukunftsthema, das auch politische Bedeutung hat“. Er wünscht sich mehr Interesse von Seiten der Kunst- und Design-Ausbildungsstätten sowie eine Themen übergreifende Zusammenarbeit von Grafik-Designern und Wirtschaft.

Die Zukunft von Grafik-Design

Die Frage, was einen guten Mediengestalter ausmacht, beantwortet Völl mit „Neues ausprobieren und ein Leben lang neugierig bleiben“. Er möchte in Zukunft noch weitere Fachpublikationen schreiben. Außerdem möchte er mit seinem Lieblingsthema noch mehr als bisher an die Öffentlichkeit treten, um mehr Bewusstsein unter den Grafik-Designern der Zukunft zu schaffen.

Fraudanwalt hat ein großes Abzocke-Netzwerk aufgedeckt. Im Mittelpunkt des Betruges steht eine alte Masche, der Prepaid-Kreditkarten-Betrug.  Tausende Menschen, allein aus Deutschland, vertrauten auf die windigen Versprechen von angeblichen Kreditvermittlern, doch statt einer Geldhilfe erwarten sie hohe Inkassogebühren. Das Geschäftsmodell Prepaidkartenbetrug hat sich um die Jahrtausendwende in Deutschland, insbesondere in der Stadt Aachen, etabliert. Als einer der Drahtzieher gilt der IT-Systemadministrator Walter Völl aus Aachen. Früher hießen die Sprüche auf den bunten Seiten der dubiosen Kreditanbieter: “Schnell zum Kredit“ oder „rundum Sorglos-Kredit, heute heißen sie „Kredit ohne Schufa“ oder „Kredit bis 6900 Euro sofort“. An der grundsätzlichen Abzocke hat sich nichts geändert. Nach wie vor sind es die schwächsten der Gesellschaft, die von Global Payments B.V, Walter Völl und Co. skrupellos ausgenommen werden. Jeder, der einen finanziellen Engpass erlebt, dem kommt früher oder später der Gedanke einer Finanzierung.

Nur wenige Klicks im Internet entfernt warten die ominösen Angebote der Prepaid-Kreditkarten-Mafia. Die Betreiber der Abzockseiten sind deutsche Staatsbürger und stammen aus dem Raum Aachen, manche leben sogar noch dort.

Vorsicht vor Online-Kreditangeboten

Auf Webseiten und in Angeboten wie z.B. Internetseiten namens „www.firstgold.de“ oder www.payplus.de, werden sogenannte Prepaid-Kreditkarten mit einem möglichen Kreditrahmen angeboten – dass  der Preis für die Karten überteuert ist, wissen die ahnungslosen Opfer meist nicht. Die Angebote sind für Verbraucher absichtlich irreführend formuliert und enthalten falsche Versprechungen. Früher nutzte die Prepaid-Kreditkarten-Mafia eingesammelte und aufgekaufte E-Mailadressen, um ihr dubioses Angebot mittels Spam-Mails zu versenden. Doch die Zeiten haben sich geändert, sind moderner geworden. Mittlerweile kaufen sie Werbung direkt bei Google, Facebook und Co., um die Kredit-Angebote zu bewerben und arme Menschen auszunehmen.

Alle Angebote haben bis heute einige Gemeinsamkeiten, so sind sie ausschließlich auf Täuschung der Verbraucher ausgerichtet. Dies wird deutlich, wenn man sich die geschickten und teils unklaren, irreführenden Formulierungen und Beschreibungen ansieht. Eine beliebte Zielgruppe sind Personen mit einer schlechten Schufa, denn Banken vertrauen diesen Menschen nicht mehr. Ihnen wird suggeriert, gleichzeitig mit der Prepaid-Karte auch eine Kreditzusage zu erhalten, doch das ist eine Lüge. Es kommt noch dicker: Eine Erlaubnis zur Vermittlung von Krediten, Kreditkarten oder sonstigen Bankprodukten liegt nicht vor. Ein Kriterium, um eine Bafin-Lizenz zu erhalten, ist ein Management ohne Vorstrafen – und das ist bei der Kreditkarten-Mafia erfahrungsgemäß nicht anzutreffen.

Online-Kredit-Angebote ohne Herkunft?

Die tatsächliche Herkunft des Angebotes oder den Betreiber der Webseite zu verschleiern gehört zur gängigen Praxis der Aachener-Bande. Sie schrecken selbst vor gefälschten Güte- und Qualitätssiegeln nicht zurück und verwenden Logos von seriösen Kredit-Anbietern, all das nur, um die Verbraucher zu täuschen und abzuzocken. Alle Angebote weisen zudem Kundenzeugnisse von zufriedenen Nutzern aus, seltsamerweise sprechen diese von Seriosität, anders als die Verbraucherzentrale, die die dubiosen Anbieter wie Global Payments bereits abmahnte. Sämtliche Handlungen innerhalb dieser mafiösen Strukturen sind strafbar und dienen allein der Täuschung von Verbrauchern. Das Impressum wurde bei vielen Angeboten von einer deutschen Anschrift meist rund um Aachen zu einer Anschrift in den Niederlanden und in England geändert. Sollten wirklich Mitarbeiter in den ausländischen Postfächern „arbeiten“, dann müssten sie winzig sein.

Neuer Sitz der Prepaid-Mafia in Holland

Um sich aus der Verantwortung zu ziehen, z.B. im Falle von Beschwerden von Behörden oder der Verbraucherzentrale, haben sich die Anbieter in Holland an der deutschen Grenze verschanzt. Ein Umzug aus Aachen hat nach Recherchen von Fraudanwalt nicht stattgefunden. In den Niederlanden mieteten die Akteure zunächst ein Postfach in einem Gewerbegebiet an der deutsch-niederländischen Grenze.

Auf einigen Abzock-Seiten im Internet, die noch aktiv sind, kann diese vermeintliche „Firmenanschrift“ noch gefunden werden. Diese Anschrift war eine Zeit lang sehr wichtig für die weiteren kriminellen Geschäfte.

Nebenjob der Drahtzieher sind Slimsticks.de und Reduxan.de

Als Nebenerwerb haben die Drahtzieher der Kreditabzocke dubiose Diätprodukte verkauft. Die Angebote nennen sich Slimsticks.de und Reduxan.de und sind bis heute noch im Internet aktiv.

Es kam wie es kommen musste: Auch hier wurde und wird betrogen, dies bestätigen die unzähligen negativen Erfahrungen von Konsumenten. Die Kundenbewertungen und Meinungen im Internet sprechen für sich. Viele Kunden berichten z.B. von unverlangten Sendungen und Bestellungen oder von ungewünschten Folgelieferungen, die sie erhalten haben. Und auch diese Angebote bzw. Webseiten hatten u.a. kein vollständiges Impressum, unvollständige AGB, keine kostenlose Kontaktmöglichkeit, erfundene Kundenmeinungen und Bewertungen, unwahre oder gefälschte Garantie- und Gütesiegel – die Masche wirkt gleich, wie schon beim Prepaidkarten-Betrug. „Wer sein Diätprodukt nicht per Nachnahme entgegennahm oder eine Lieferung aus welchen Gründen auch immer verweigerte, bekam in der Regel umgehend Post von einem beauftragten Inkasso- Büro, welches die Forderung dann wohl mit Zusatzkosten eintrieb“, berichtet ein Geschädigter.

Rechtsanwälte freuten sich natürlich und vertraten die geschädigten Verbraucher liebend gern gegen die Anbieter von Diätmitteln. Immerhin waren sie meist erfolgreich, berichten Verbraucher auf unterschiedlichen Portalen. Die vermeintliche Strohpuppe, „Geschäftsführer“ Viktor Miuller, Krefelder Straße. 12, 52146 Würselen wurde eingesetzt, um wenigstens etwas Seriosität vorzugauckeln. Doch auch dieses Betrugsmodell befriedigte die gierigen Gauner nicht und sie besannen sich wieder auf das Haupt- Geschäftsmodell – die Vermittlung von Bank- und Kreditprodukten und Kreditkarten.

Veripay, Firstgold und Payplus, Betrug!

Die Firma „Veripay“ wurde in den Niederlanden ins Leben gerufen. Seltsamerweise war Veripay eine Zeitlang auch im Raum Aachen beheimatet.

Neben den Schlachtschiffen „Firstgold“ und „Payplus“ fing man nun damit an, weitere, ähnliche Webseiten mit genau demselben Geschäftsmodell anzubieten und zu veröffentlichen. Die Webseiten änderten im Laufe der Zeit stets den Namen und wurden immer wieder ein bißchen abgeändert oder „optimiert“, aber ansonsten blieb das Geschäftsmodell mit der Vermittlung einer überteuerten und eigentlich ziemlich nutzlosen Prepaid-Kreditkarte bestehen – über viele Jahre und zwar bis heute. Darüber hinaus wird noch immer und bis heute ein vermeintlicher, möglicher Kredit mitangeboten. Das gehört zum Angebot stets dazu, ebenso wie die irreführenden Formulierungen. Was mit den Kundendaten am Ende alles passiert und an wen diese alles weitergegeben werden bzw. wo ein etwaiger Kredit angefragt wird, dass erfährt der Verbraucher in der Regel nicht.

Man firmierte nun oftmals unter dem Firmennamen „Veripay“, einer angeblich niederländischen Firma mit einer holländischen Postfach- Adresse im Impressum. Später bot man gar kein Impressum mehr an oder Postfachanschriften z.B. in England oder sogar in den USA zur Täuschung der Verbraucher.

Einige sehr bekannte Webseiten, die zum Teil noch bis heute existieren, sind z.B. www.sofort.credit oder www.sofort.cards. Hier sollten Verbraucher wachsam sein.

Prepaid-Kreditkarten-Mafia betreibt auch Crowdfunding

Als Nächstes stiegen die Gangster in das sogenannte „Crowdfunding“- Geschäft ein. Und auch hier war das vermeintliche Geschäftsmodell alles andere als ehrlich und transparent und natürlich schon wieder auf Abzocke ausgerichtet.

Und wer hätte auch etwas anderes erwartet. Man gründete hierzu die Firma und Webseite „Creditex“. Laut dem Impressum gehörte diese Firma zu „Veripay B.V.“ – wieder in Holland.

Die Firma „Creditex“ hat viele Rechtsanwälte eine sehr lange Zeit beschäftigt, die abgezockte Verbraucher vertreten haben und ihnen halfen. Einer dieser Rechtsanwälte, der anscheinend auch sehr erfolgreich bisher gegen „Creditex“ und „Veripay“ vorgegangen ist, ist RA Pilarski (www.rechtsanwalt-pilarski.de).

Auf seiner Webseite finden sich Details zu den von ihm bisher betreuten Fällen.

Crowdfunding bedeutet eigentlich, dass eine Privatperson einen akuten Geldbedarf hat z.B. für eine dringend benötigte Anschaffung oder für ein ganz bestimmtes Projekt und anschließend von einer oder von mehreren anderen Privat-Personen ein Darlehen oder einen Kredit bekommt und diesen dann ratenweise zurückbezahlt, wenn das Projekt realisiert wurde und der Kredit ausgezahlt wurde.

Auf der Webseite „Creditex“ konnte man als Kreditsuchender ein vermeintliches Inserat aufgeben für ein Kreditgesuch oder einen Kreditwunsch. Potentielle Kreditgeber und Investoren sollten dann darauf aufmerksam werden und Kontakt aufnehmen.

Ein Kredit kam nie zustande. Die Kreditplattform und Webseite „Creditex“ verlangte pro veröffentlichtem Inserat eine prozentuale „Inserationsgebühr“ von ca. 2,5 bis 5 Prozent von der Kreditsumme pro aufgegebenem Inserat-völlig unabhängig von einem etwaigen Erfolg der Kreditsuche.

Ein Problem bestand darin, dass man sich zunächst kostenlos anmelden sollte und seine Daten wie z.B. Namen und Adressdaten, sowie E-Mail Adresse angeben mußte.

Es wurde der Anschein erweckt, dass dies alles noch völlig „unverbindlich“ sei. Aber das war natürlich nicht so. Unabhängig davon, ob man wirklich dort ein Inserat aufgegeben hat mit einer Kreditanfrage, oder „nur“ seine Adressdaten angegeben hat- um einen „kostenlosen“ Account zu eröffnen- es folgte innerhalb kürzester Zeit eine hohe Rechnung, meist in einem Bereich zwischen 25,- und teilweise mehreren hundert Euro, in Abhängigkeit von der angefragten Kreditsumme.

Beglich man die unberechtigte Forderung nicht, dann ging die Forderung sofort weiter an ein Inkasso-Büro, welches diese dann versuchte einzutreiben und noch weitere hohe Gebühren und Mahnspesen dazu addierte. Wenn man sich die Erfahrungen und Bewertungen von betroffenen Kunden im Internet anschaut, so kann man wohl davon ausgehen, dass es hier am Ende mehrere Hundert Geschädigte bzw. abgezockte Kunden gab. Es ist bekannt, dass man für einen solchen Geschäftsbetrieb eigentlich in Deutschland eine Erlaubnis z.B. nach der Gewerbeordnung oder nach der BaFin braucht und zudem eine Reihe von Regelungen und Gesetzen bei einem solchen Geschäft der Kreditvermittlung beachten muss. Auch hier waren die AGB zumindest fragwürdig und unvollständig und die ganze Webseite und der Internetauftritt waren mal wieder sehr auf Irreführung und auf Täuschung der Verbraucher ausgerichtet. Das Angebot bzw. die Webseite „Creditex“ wurde inzwischen abgeschaltet und existiert nicht mehr.

Unter www.creditfriends.de bzw. unter „www.crediforest.com“ macht man übrigens munter mit der Abzocke weiter, aber dies ist anscheinend nur ein weiterer Nebenerwerb der Abzocker.

Nun zog es die Abzocker komplett in die Niederlande. Man wohnt ja schon ganz nahe an der deutsch- niederländischen Grenze, also ist es doch naheliegend, dass man ein Geschäft in den Niederlanden aufbaut. Damit kann man davon ablenken, dass man selbst in Deutschland beheimatet ist und Kunden abzocken möchte, die ebenfalls in der Regel meist deutsch sind.

Es wurde die Firma „Global Payments“ gegründet, welche mit den bisherigen Geschäftsmodellen einfach so wie bisher weitermacht, Fraudanwalt berichtete. Das Haupt- Geschäftsmodell ist nach wie vor der Verkauf bzw. Vertrieb einer völlig überteuerten Prepaid- Kreditkarte zusammen mit irreführenden Angaben und mit dem vermeintlichen Versprechen einer etwaigen Kreditanfrage oder Kreditvermittlung. Die Firma „Global Payments B.V.“ scheint immerhin in den Niederlanden angemeldet zu sein und man hat sogar einen Geschäftsführer bestellt. Zumindest steht im Impressum ein Geschäftsführer, ob er existiert oder doch Walter Völl selbst ist, weiß niemand.

Die Firma Global Payments betreibt Webseiten und Angebote wie z.B. www.mastercredit.de oder www.sorglosduo.de oder www.blitz.credit.

Von der Seriosität bzw. der Qualität des Angebotes kann sich jeder selbst ein Bild machen. Wer eine Prepaid-Kreditkarte auf solchen Webseiten bestellt, der muss Beträge zwischen 100,- und 150,- Euro bezahlen oder bekommt schnell Post von einem Inkassobüro, welches die Forderung eintreibt und noch weitere hohe Gebühren berechnet. Die Lieferung erfolgt in der Regel bei all diesen Angeboten ausschließlich per Vorkasse oder Nachnahme.

Widerrufe oder Kündigungen von Kunden werden meist kategorisch ignoriert oder bleiben unbeachtet, so kann man es auch im Internet in vielen verschiedenen Foren nachlesen, wo betroffene Kunden sich beschweren und ihre Erfahrungen schildern. Die Widerrufsbelehrung oder AGB waren oder sind teils noch oftmals unvollständig und oft fehlt auch der Button mit der Aufschrift „jetzt rechtsverbindlich bestellen“, so wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Dies alles ist aber charakteristisch für alle diese hier geschilderten Angebote.

Nur in einigen Fällen hat man den Bestellprozess inzwischen ein bisschen überarbeitet und versucht nun, die rechtlichen Vorgaben und Bestimmungen etwas besser einzuhalten. Wie gesagt, dies war und ist nicht auf allen Webseiten dieser Betreiber immer der Fall. An den Inhalten der Angebote hat sich aber nicht viel geändert. Die beschriebenen Angebote konnte man im Laufe der Zeit immer wieder unter anderen, ähnlichen Namen wiederfinden.

Die Abzocker ändern oft den Namen der Webseiten und schalten einige Webseiten nach einer gewissen Zeit wieder ab, um dann dafür neue Webseiten wieder zu veröffentlichen und zu bewerben. Auch das Impressum variiert u.a. zwischen deutschen, niederländischen, englischen oder sogar teils amerikanischen Adressen. Wobei diese Anschriften in der Regel wohl meist nur Postfach- Anschriften sind. Als aktuelle Betrugs-Webseite könnte zur Zeit wohl z.B. „www.kreditclub24.com“ genannt werden oder auch z.B. „www.sorgloscash24.com“ oder www.mein-kreditclub24.com oder www.platinmastercard.de, aber es gibt noch mehr.

Man kann über viele dieser Angebote inzwischen auch Warnungen der Verbraucherzentralen finden, da sich dort die Beschwerden von betroffenen Verbrauchern nach einiger Zeit immer wieder häuften.

Culpa-Inkasso macht gemeinsame Sache mit der Mafia

Ein besonders wichtiger Aspekt bei allen diesen Betrügereien ist stets die Beauftragung und Zusammenarbeit mit Inkassobüros, um die Verbraucher, welche z.B. von ihrem Widerrufsrecht rechtzeitig Gebrauch machen oder einfach die Annahme einer Lieferung per Nachnahme oder gegen Vorkasse verweigern, massiv unter Druck zu setzen und trotzdem zu einer Zahlung zu bewegen oder zu nötigen. Im Laufe der Zeit hat man anscheinend schon mit vielen solcher Inkassobüros zusammengearbeitet. Meist handelt es sich dabei ebenfalls um dubiose oder zumindest fragwürdige Firmen. Einige Firmen scheinen das Mandat nach einiger Zeit wieder abgegeben zu haben, weil der Ärger mit den Verbrauchern (oder deren Rechtsanwälten) zu groß wurde oder weil sie eingesehen haben, dass Forderungen wohl unberechtigt oder rechtlich nicht wirklich haltbar waren.

Eine längere Zeit arbeitete man z.B. mit der Firma „Culpa-Inkasso“ aus Stuttgart zusammen. Diese verschickte eine Vielzahl von Rechnungen und Mahnungen an die Verbraucher. Aber es gab und gibt wohl noch zahlreiche andere Inkassobüros, die mit den Abzockern regelmäßig zusammenarbeiten. Ein Rechtsanwalt Luesgens aus Köln sei hier noch genannt, der anscheinend mit der Truppe befreundet ist und Fachanwalt für Wirtschafts- und Inkassorecht ist. Dieser hat anscheinend auch zahlreiche Mahnbriefe mit Inkassoforderungen an Verbraucher verschickt im Namen und Auftrag von „Global Payments“ oder „Mastercredit“.

Kurioserweise scheint die Firma „Mastercredit“ wohl eine Zeit lang unter genau derselben Adresse wie dieser Anwalt in Köln registriert gewesen zu sein oder dort ein Büro gehabt zu haben, bestätigen unsere Recherchen. Die Inkassobüros dienen in der Regel alle dazu, eine massive Druck- und Drohkulisse aufzubauen. Zu guter Letzt hat man ein eigenes Inkassobüro mitaufgebaut, welches die Forderungen massiv eintreibt und zwar die Eurocollect-Inkasso GmbH. Dieses war bzw. ist sogar offiziell lizenziert und zugelassen.

Diese Firma hat eine Firmenanschrift in Düsseldorf, aber dies ist nur ein leeres Büro oder ein Postfach. Die Redaktion konnte niemanden antreffen. Die tatsächlichen Geschäfte werden wohl aus Würselen, einem Vorort bzw. Ortsteil der Stadt Aachen durchgeführt.

Es ist übrigens kein Zufall, dass man bei vielen dieser ganzen Angebote oftmals Adressen in der Stadt Aachen oder im Landkreis Aachen findet. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit und einer gewissen Sicherheit davon auszugehen, dass die Abzocker genau aus dieser Region stammen.

Die Inkassobüros schlagen auf die vermeintlichen Forderungen oftmals noch horrende Zusatzgebühren und Extrakosten, sowie Mahnspesen, Verzugszinsen etc. auf. Auch die Firma Eurocollect-Inkasso beschäftigte und beschäftigt anscheinend noch immer zahlreiche Rechtsanwälte im ganzen Bundesgebiet und sorgt dafür, dass sie viel Arbeit haben, indem sie viele Verbraucher beraten und verteidigen.

Seit ungefähr einem Jahr versucht man nun die sagenhafte schufafreie „Prepaid- Mastercard“ mit goldener Farbe und exklusiver Hochprägung auch telefonisch zu verkaufen unter dem Namen „Veripay“. Dazu wurde schnell ein Callcenter im Ausland beauftragt (in Bosnien oder in der Türkei), welches die Verbraucher ungefragt anruft. Die Gespräche werden wohl alle aufgezeichnet und wenn man telefonisch eine Zusage macht, dann erhält man die Karte per Nachnahme zugeschickt. Der Verkaufspreis liegt bei ca. 100,- bis 150,-Euro und der tatsächliche Wert der Karte wohl in einem Bereich zwischen 10,- und 20,- Euro. Es ist unbekannt, woher die Kundendaten stammen.

Neueste Projekte der Kreditabzocker

Wer die neuesten Projekte sehen möchte, dem sei empfohlen, einmal auf die Webseiten „www.schneller.credit“ oder „www.schufafrei.credit“ oder „www.kreditexpess.club“ oder „www.kreditsofort24.com“ zu gehen, es gibt unzählige mehr.

Auch hier findet man wieder Angebote für die bekannte Kreditkarte oder für dubiose Kredite und Kreditanfragen, also alles wie immer. Bei fast allen den hier genannten Angeboten und Webseiten kann man sich auch als ein sogenannter selbstständiger Werbepartner (als ein sogenannter „Affiliate“ ) bei den Abzockern bewerben. Wer diese Angebote dann z.B. auf seiner eigenen Webseite bewirbt (z.B. auf Werbelinks, Werbebannern etc.) und dafür eine Provision erhält, erlebt ein böses Erwachen.

Wir raten hiervon ganz dringend ab.

Eine Webseite, wo man sich als Werbepartner anmelden und registrieren kann, ist beispielsweise „www.oneplus-partner.com“. Die Zeugnisse und Erfahrungsberichte von vermeintlich zufriedenen Werbepartnern sind alle frei erfunden. Ein Geschäftsführer namens Dr. Samuel Kaiser ist im Impressum angegeben, angeblich ein Rechtsanwalt, existiert mit hoher Sicherheit ebenfalls nicht.

Aber das Problem ist ein ganz anderes:

Wenn man sich tatsächlich als Werbepartner dort bewirbt und anmeldet und das Formular auf der Webseite ausfüllt, dann bekommt man einige Zeit später wohl einen Brief von einem Rechtsanwalt. Dort wird einem vorgeworfen, dass man angeblich gegen die AGB des Partnerprogrammes verstoßen hätte und einen Betrug begangen hat. Als Beweis wird dann u.a. die IP- Adresse vorgelegt.

In der Folge wird eine hohe Forderung von mehreren hundert oder sogar mehreren tausend Euro gestellt. Man möchte sich dann „im Guten“ einigen und auf eine Strafanzeige und weitere rechtliche Schritte verzichten – gegen eine Bezahlung versteht sich natürlich. Tja, und wer steckt hinter den ganzen Angeboten?

Es deutet alles darauf hin, dass ein Herr Walter Völl aus Aachen maßgeblich an diesen Angeboten beteiligt ist und einer der mutmaßlichen Drahtzieher und Hintermänner dieser „Angebote“ sein könnte. Diese Person ist bereits mit solchen und ähnlichen Angeboten im Internet in den Jahren 2000-2001 schon mehrfach negativ aufgefallen.

Er ist angeblich gelernter Systemadministrator und verfügt über einige IT-Grundkenntnisse. Wir vermuten, dass er noch weitere Freunde und Geschäftspartner im Raum Aachen und vielleicht auch in den Niederlanden hat. Wir bleiben für Sie dran.