Eins, Zwei, Polizei – Drei, vier, ab in den Knast.. Hätte er doch einfach Veripay bezahlt…

Gefunden auf www.euro-collect-inkasso.de

Warum immer mehr Schuldner vor dem Strafgericht landen

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Bereits vor zwei Jahren berichteten wir über die Betrugsmasche mit Fake-Bestellungen. Der aktuelle Fall von Peter S. aus Schönbeck ist symptomatisch für eine ganze Gattung von Schuldnern. Anwälte kosten Geld und helfen auch nicht immer weiter. Von vielen Anwälten wie dem Lustmolch Ray M.  fühlen sich viele schlecht beraten und geradezu abgezockt. Da man oft dort auch noch Rechnungen offen hat geht man doch gleich zur Polizei, diese arbeitet kostenlos und in den meisten Fällen glauben die Polizeibeamten die Geschichten auch, welche die Schuldner dort auftischen.

Peters toller Trick: Ich geh einfach zur Polizei und mache eine Anzeige und sage, dass ich das nicht war und die Mastercard nie bestellt habe

Hat man nicht genug Argumente für eine Forderungsabwehr-Anzeige  so druckt man sich einfach anonyme – meist in schlechtem Deutsch verfaßte – Internetforenbeiträge aus, wo Ali, Adolf & Uschi sich gegenseitig Tipps geben wie man Internetleistungen nicht bezahlen muss. Dass die bei Bestellung gespeicherte IP-Adresse heutzutage dem Gläubiger wenig nutzt wissen die Betrüger allemal – leider sind unsere Mandanten wie vorliegend die Veripay BV aus Heerlen schlauer und verifizieren die Besteller per SMS. Das hatte der Peter leider vergessen.

Peter ist nicht so schlau, geht hoffentlich in den Bau!

Bald Peters neues Zuhause?
Bald Peters neues Zuhause?

So wie vorliegend im Fall Peter S. aus Schönbeck. Der hatte auch keine Lust für seine Bestellungen geradezustehen und ging zur Polizei. Diese glaubte ihm und ermittelte zunächst gegen Unbekannt. Als nun aber Euro Collect im Rahmen des Auskunftsersuchens mitteilte, daß die Bestellung über das Mobiltelefon des Anzeigenerstatters verifiziert wurde, enttarnte dies den Peter S. als armseligen Lügner. Dazu konnten wir der Polizei sachdienliche Hinweise zum Tathergang geben. Dass er seit Jahren zahlungsunfähig (‘pleite’) ist, hat er natürlich verschwiegen.

Die Mühlen mahlen zwar langsam aber langsam doch sehr gründlich. Endlich wurde gegen den Peter S. Anklage erhoben, wozu wiederum Euro Collect zeugenschaftlich vernommen wird. Wir hoffen dass dem Peter das Handwerk gelegt wird und sich herumspricht, dass Lügen kurze Beine haben.

Beantwortung des Auskunftsersuchens:

PD Sachsen-Anhalt Nord

Polizeirevier Salzlandkreis

Revierkriminaldienst, Herrn KOK XXX

Franzstraße 35

06406 Bernburg

 

 

vorab per E-Mail: [email protected]

 

VeriPay B.V. ./. Peter XXXXX

Ihr Zeichen: Ihr Ermittlungsersuchen vom 16.11.2017

Unser Zeichen: 48-                                                                         (Dieser Schriftsatz hat 6 Seiten)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr XXXXX

 

in vorbezeichneter Angelegenheit nehmen wir Bezug auf Ihr Ermittlungsersuchen vom 16.11.2017 wegen der Hauptverhandlung (Vortäuschen einer Straftat) vor dem Amtsgericht Schönebeck gegen den Angeklagten Herrn Peter XXXXXXX aus 3XXX Schönbeck.

Zu unserem Schreiben vom 13.09.2016 in dieser Sache können wir ergänzend wie folgt vortragen:

Vorliegend wurden wir von der VeriPay B.V. (ladungsfähige Anschrift: Vogt 21, 6422RK Heerlen, Niederlande) damit beauftragt, eine nicht beglichene Rechnung in Höhe von 98,90 EUR einzuziehen.

Der Forderung liegt die Ausgabegebühr einer online bestellten Mastercard zugrunde.

Unsere Beauftragung erfolgt auf elektronischem Weg per Datei.

Auf die Bestelldaten des Angeklagten wird auf beiliegende elektronische Dokumentation der VeriPay B.V. verwiesen.

Zum Hintergrund des vorliegenden Fernabsatzvertrages können wir Folgendes mitteilen:

Unsere Mandantin, die VeriPay B.V., betätigt sich auf dem Markt als Vermittlungsdienstleisterin für Mastercard Karten und ist Betreiberin der Webseite www.sofort.credit .

Verbraucher können über die o.g. Webseite eine schufa-freie MasterCard Karte hochgeprägt (Tarif `Gold`) zu einem Ausgabepreis von 98,90 EUR beantragen, wobei sie bereits auf der Bestellseite auf alle wesentlichen Bestandteile des Vertrages hingewiesen werden. Optional und unabhängig davon gehört zum Leistungsumfang des Vertrages eine Kreditofferte bis zu 7.500,00 EUR. Als Zahlungsmöglichkeit wird mit den Verbrauchern ausschließlich die Nachnahmezahlung via Deutsche Post AG vereinbart.

Beweis: Inaugenscheinnahme der Webseite www.sofort.credit, § 4 der beiliegenden AGB

Die Vorauszahlung von Prepaid Mastercard Karten ist dabei branchenüblich.

Des Weiteren entspricht die Bestellsituation auf der betreffenden Webseite den gesetzlichen Pflichtanforderungen für Fernabsatzverträge.

Nachdem die Verbraucher unter Einbeziehung einer Datenschutzerklärung ihre personenbezogenen Daten inklusive ihrer mobilen Rufnummer auf der Bestellseite eingegeben haben, müssen diese innerhalb eines Markierungsfeldes mittels Setzens eines gesonderten Häkchens folgenden Text bestätigen:

“Ich habe die AGB und Widerrufsbelehrung heruntergeladen, gelesen und bin einverstanden. Auch die Kartengebühren und Zahlungsmodalitäten habe ich zur Kenntnis genommen.”

Sobald dieser Text angeklickt wird, öffnen sich diese Formulare in einem PDF Dokument, das zudem auch das Muster-Widerrufsformular beinhaltet. Auf diese Weise können die Formulare dauerhaft auf einem Datenträger gespeichert oder ausgedruckt werden. Anschließend muss von den Verbrauchern der Button “Karte zahlungspflichtig bestellen” gedrückt werden.

Beweis: Inaugenscheinnahme der Webseite, Screenshot über die Bestellseite, AGB, Widerrufsformulare

Der Angeklagte hat auf die o.g Weise mit seinen personenbezogenen Daten am 02.03.2016 um 10:08:13 Uhr einen Fernabsatzvertrag über die Vermittlung einer MasterCard abgeschlossen und als Bestell-IP Adresse ist an unsere Mandantin die IP 178.X.XX.XXX übermittelt und von ihr elektronisch gespeichert worden.

Folgende Personendaten hat der Angeklagte für den Vertrag auf der Bestellseite bzw. in der betreffenden Eingabemaske eingegeben:

 

Peter XXXXX

XXXstrasse XX

3XXXX Schönebeck

E-Mail: [email protected]

Telefon: 0177XXXX

Geburtsdatum: XX.XX.19XX

 

Beweis: Ausdruck aus der elektronischen Dokumentation der VeriPay B.V.

In § 4 der AGB werden die Kunden bzw. Antragsteller Mastercard wie folgt hingewiesen:

“(….) Der Kunde verpflichtet sich bei Bestellung der Vermittlungsleistung, alle notwendigen Unterlagen/Daten für eine erfolgreiche Abwicklung des jeweiligen Vertrages wahrheitsgemäß zu übergeben/übermitteln (…).”

 

Überdies setzt die VeriPay B.V. hinsichtlich der Online-Kundenbestellungen ein Betrugsschutzsystem in Form eines SMS-TAN-System-Verfahrens ein, so wie es bspw. auch beim Online Banking üblich ist, um die Gefahr von Spaß- bzw. Fakebestellungen auf ein Minimum zu reduzieren. Im Rahmen des o.g. Betrugsschutzsystems erhalten die Verbraucher nach Abschluss der Bestellung auf ihre hinterlegte Mobilfunkrufnummer einen mehrstelligen Pin-Code in Form einer SMS. Dieser Pin- Code muss sodann vom SMS-Empfänger bzw. Besteller auf der Bestellseite eingeben werden, sodass der jeweilige Besteller sicher per SMS verifiziert werden kann.

Auf die vorgenannte Weise ist die Mobilfunkrufnummer 0177XXXXXXX verifiziert worden.

Beweis: Ausdruck aus der elektronischen Dokumentation der VeriPay B.V.

Wegen der auf der vorgenannten Weise verifizierten Mobilfunkrufnummer regen wir an, beim entsprechenden Mobilfunknetzbetreiber zu ermitteln, ob die Mobilfunkrufnummer 0177 XXXX dem Angeklagten zuzuordnen ist, sofern noch nicht geschehen.

Nachdem unsere Mandantin dem Angeklagten vertragsgemäß ein Finanzinstitut für die Ausstellung der beantragten MasterCard vermittelt hat, mithin ordnungsgemäß ihre Vermittlungsdienstleistung einer Prepaid Mastercard Karte betreffend erbracht hat, hatte sie geschäftsübliche 1-3 Tage danach versucht dem Angeklagten das Starterpaket per Nachnahmesendung zukommen zu lassen. Die vertraglich vereinbarte Nachnahmesendung mit dem Sendungscode NT4220XXXXXDE via Deutsche Post AG ist hierbei gescheitert.

Beweis: Sendungscode NT4220XXXXXDE aus der elektronischen Dokumentation der VeriPay B.V.

Da der Zustellungsversuch nunmehr über 12 Monate zurückliegt, lässt sich der Grund für die gescheiterte Nachnahmezahlung (Annahmeverweigerung oder Nichtabholung der Sendung innerhalb der 7-tägigen Abholfrist der Deutschen Post trotz Benachrichtigung) für uns nicht mehr über https://www.deutschepost.de/sendung/simpleQuery.html  verfolgen.

Beweis: Ausdruck über die aktuelle Sendungsverfolgung der Deutschen Post AG

Diesbezüglich regen wir an, bei der Deutschen Post AG mithilfe des o.g. Sendungscodes zu ermitteln, wann die Nachnahmezahlung gescheitert ist und insbesondere aus welchem Grund.

Seit der gesetzlichen Neureglung der §§ 355 ff. BGB mit Wirkung vom 13.06.2014 stellt die bloße Annahmeverweigerung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen keinen Widerruf im Sinne des § 355 Abs. 1 BGB dar. Der Widerruf hat nach § 355 Abs. 1 Satz 2, Satz 3 BGB mittels einer eindeutigen Erklärung gegenüber dem Unternehmer zu erfolgen. Da unserer Mandantin kein Widerruf des Vertrages zugegangen ist, ist nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist der vorliegende Fernabsatzvertrag zustande gekommen.

Da auch auf die letzte Mahnung vom 29.03.2016 hin, die dem Angeklagten auf seine hinterlegte Bestell-E-Mail-Adresse [email protected] via vom System automatisch generierter E-Mail hin zugestellt worden, keine Zahlung erfolgte, mithin Zahlungsverzug eintrat, war die Beauftragung unseres Inkassounternehmens zum Forderungseinzug angezeigt.

Beweis: elektronische Dokumentation bzgl. der letzten Mahnung und E-Mail-Adresse [email protected]

Laut Systeminformationen haben wir dem Angeklagten mit Erstschreiben vom 20.04.2016 unsere Beauftragung gem. § 11 a Abs. 1, Abs. 2 RDG ordnungsgemäß angezeigt und ihn aufgefordert den Gesamtbetrag in Höhe von 181,30 zu bezahlen. Unsere Zahlungsaufforderungen sind dabei stets sowohl auf dem Postweg als auch auf die Bestell-E-Mail-Adresse des Angeklagten [email protected] hin versendet worden. In der Folge erhielt der Angeklagte unsererseits an nachfolgenden Tagen weitere Zahlungsaufforderungen:

ERSTEMAIL:20.04.2016

ERINNERUNG:02.05.2016

ZWEITEMAIL:17.05.2016

ERSTEMAIL:18.05.2016

ERINNERUNG:30.05.2016

ZWEITEMAIL:13.06.2016

ERINNERUNG2:27.06.2016

Erst nach unserem dritten Aufforderungsschreiben erfolgte in dieser Sache die erste Reaktion. Dabei wandte sich mutmaßlich die Ehefrau des Angeklagten am 17.05.2016 an unseren telefonischen Support. Der Inhalt dieses Telefonats wurde von unserem Callcenter Agenten mit der Sachbearbeiter Nummer SB14 wie folgt dokumentiert:

“2016-05-17 12:26:33 (SB:14)

Ehefrau des Schuldners streitet ab möchte sich erst mit VeriPay in Verbindung setzten meldet sich anschließend bei uns”

Beweis: Ausdruck aus der elektronischen Inkassoakte über die Aktennotizen

In der Folge erhielten wir seitens des Angeklagten vier E-Mails, die er an unseren E-Mail-Support richtete. Und zwar am 01.06.2016, 18.06.2016, 27.06.2016 und 11.07.2016.

Besonderes Augenmerk verdient hier die Tatsache, dass der Anzeigende sich mit der Bestell-E-Mail-Adresse [email protected] an uns wandte, die er bei seiner Bestellung vom 02.03.2016 zwingend zu hinterlegen hatte und die sich aus der elektronischen Dokumentation unserer Mandantin ergibt.

Beweis: E-Mail-Support Tickets #102432, #104796, #105865, #107876

In seiner ersten E-Mail (#Ticket 102432) vom 01.06.2016 bestritt er uns gegenüber, dass er die Bestellung ausgelöst habe und verweist dabei im Wege der unsachlichen und unbestimmten Orientierung auf irgendwelche Interneteinträge über unsere Mandantin, die ganz offenkundig von querulantischen Schuldnern vorgenommen worden sind, was einzig dem Zweck dienlich sein soll, unserer Mandantin in der öffentlichen Wahrnehmung zu schaden. Dabei droht es uns mit der Anzeigenerstattung, die er am 06.06.2016 vornehmen wolle, sofern wir nicht das Inkassoverfahren gegen ihn einstellen sollten.

Am 18.06.2016 teilt er innerhalb des E-Mail-Tickets #104796 wahrheitswidrig mit, er habe in dieser Sache bereits Anzeige wegen Betruges bei der Polizei erstattet und die Anzeige sei dort zur Bearbeitung.

Dass der Angeklagte gelogen hat bezüglich der Mitteilung, dass er bereits zum Zeitpunkt des 18.06.2016 Strafanzeige erstattet habe, ergibt sich unstreitig aus der Tatsache, dass er uns erst in seiner E-Mail vom 11.07.2016 (E-Mail-Ticket #107876) mithilfe eines PDF Dokuments die Bescheinigung über eine Anzeigenerstattung zukommen lassen hat. Aus dieser Bescheinigung geht hervor, dass der Angeklagte erst am 04.07.2016 Strafanzeige bei POM`in XXXX bei der Dienstelle Bernburg (Saale) unter der Vorgangsnummer SLK RKD 180XXX/2016 erstattet hat.

 

Beweis: E-Mail-Ticket # 104796, Bescheinigung über die angehängte Bescheinigung der PHM´in XXXX

Mithilfe seiner Lüge vom 18.06.2016 über eine bereits erstatte Strafanzeige sollten wir ganz evident dazu genötigt werden, das Inkassoverfahren wegen der zugrundeliegenden Forderung einzustellen. Am 17.08.2017 wandte sich abermals mutmaßlich die Ehefrau des Angeklagten an unseren telefonischen Support, wobei der Inhalt dieses Telefonats vom Callcenter Agenten mit der Sachbearbeiter Nummer SB12 wie folgt dokumentiert worden ist.

“2016-08-17 10:16:36 (SB:12)

Ehefrau des Sch teilt mit, dass sie bei der Polizei war .

Sie setzt sich nochmal mit dem Mandant in Verbindung”

 

Beweis: Ausdruck aus der elektronischen Inkassoakte über die Gesprächsnotiz

Auf unsere Rückfrage hin, teilte unsere Mandantin VeriPay B.V. mit, dass weder seitens des Angeklagten noch einer anderen von ihm bevollmächtigten Person (Ehefrau) eine Kontaktaufnahme zu ihr erfolgte.

Eine Zahlung ist bis dato nicht erfolgt.

Beweis: aktuelle Forderungsaufstellung

Soweit die von uns ausgewiesenen Gesamtbeträge an uns überwiesen werden, veranlasst unsere Mandantin erneut die Versendung des Starterpakete an ihre Kunden. Und soweit die Kunden der dortigen beschriebenen Mitwirkungspflicht bzgl. ihrer Identität nach den Vorschriften des GwG nachkommen, erhalten diese anschließend zeitnah auf dem Postweg ihre goldene Mastercard Karte hochgeprägt, die auf ihren Namen ausgestellt ist.

 

Anlässlich Ihres Ermittlungssersuchens vom 16.11.2017, haben wir am 17.11.2017 eine Bonitätsauskunft über eine Wirtschaftsauskunftei angefordert und dabei festgestellt, dass am 06.09.2016 die Eidesstattliche Versicherung (Ausschluss Gläubigerbefriedigung nach Maßgabe der ZPO) des Angeklagten im Schuldnerverzeichnis eingetragen worden ist. Bevor eine Vermögensauskunft vom betroffenen Schuldner vor einem Gerichtsvollzieher abgegeben wird, gehen der Vermögensauskunft in der Regel über einen langen Zeitraum erhebliche Zahlungsschwierigkeiten voraus, mithin Zahlungsunfähigkeit.

In diesem Zusammenhang sei zudem ausdrücklich angemerkt, dass die von ihm beantragte Prepaid Mastercard schufa-frei ist. Dieses Angebot richtet sich in der Regel an solche Interessierte, die über eine schlechte Schufa-Bonität verfügen und daher über die regulären Banken keine “normale” Mastercard mehr ausgestellt bekommen. Da Verbraucher mit einer schlechten Schufa-Bonität dennoch normal am wirtschaftlichen Leben teilnehmen wollen und im Alltag für Online-Bezahl-Transaktionen eine Mastercard als Zahlungsmöglichkeit brauchen, sind diese an einer Prepaid Mastercard interessiert. Ebenso gehört zum Leistungsumfang des Vertrages optional und unabhängig davon eine Kreditofferte bis zu 7.500 EUR.

 

Ebenso sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich seitens unserer Mandantin im Rahmen ihres wirtschaftlichen Interesses ihr Angebot einer schufa-freien Mastercard betreffend nicht an zahlungsunfähige und zahlungsunwillige Kunden richtet, welche sich anschließend in fantasiereiche Schutzbehauptungen ergehen und unserer Mandantin zudem ständig mit böswilliger Absicht und gleichwohl einem nötigenden Charakter mit einer Strafanzeige drohen, obwohl es diese Kunden selbst verschuldet haben, den Vertrag zu widerrufen und daher die vertragliche Zahlungsverpflichtung entstanden ist.

Zudem haben wir über die eingeholte Bonitätsauskunft erfahren, dass der Angeklagte sich bereits einmal (eingetragen im Schuldnerverzeichnis am 30.06.2008) im Insolvenzverfahren befunden hatte.

Mithin handelt es sich bei dem Angeklagten seit etlichen Jahren unstreitig um einen chronischen “Pleitegeier”, der seine Finanzen nicht im Griff hat.

Wir regen daher an, dass Sie im Rahmen Ihrer Ermittlungen diesbezüglich beim zuständigen Amtsgericht eine Auskunft über die abgegebene Vermögensauskunft beantragen, aus der die Schulden des Angeklagten hervorgehen, sodass Sie feststellen können, seit wann er zahlungsunfähig ist. Denn mit Blick auf den engen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Bestellung vom 02.03.2016 und der Vermögensauskunft vor einem Gerichtsvollzieher am 06.09.2016 besteht zudem der Verdacht des Eingehungsbetruges zum Nachteil unserer Mandantin VeriPay B.V.

 

Vor diesem Hintergrund wird namens und in Vollmacht unserer Mandantin (VeriPay B.V.)

neben des dem Angeklagten bereits zu Last gelegten Tatvorwurfs des Vortäuschens einer

Straftat

 

STRAFANZEIGE

 

gegen den Angeklagten wegen des Verdachts des (versuchten) Eingehungsbetruges

zum Nachteil unserer Mandantin sowie unter allen weiteren rechtlichen

Gesichtspunkten erstattet.

 

Nach alldem – einschließlich aller vorgelegten Beweise- gehen wir hinreichend davon aus, dass der Angeklagte infolge seiner Zahlungsunfähigkeit mit der böswilligen Absicht Strafanzeige erstattet hat, um unter rechtsmissbräuchlicher Zuhilfenahme der Strafverfolgungsbehörden die bestehende Forderung zzgl. der Inkassokosten aus Verzugsschaden gem. §§ 280, 286 BGB abzuwehren. Denn die Inanspruchnahme der Strafverfolgungsbehörden im Wege des Amtsermittlungsgrundsatzes bzgl. der Forderunsgabwehr ist im Gegensatz zu der eines Rechtsanwalts “kostenfrei”.  Und mit Blick auf die unstreitige Zahlungsunfähigkeit des Angeklagten konnte er sich offenbar keinen Anwalt für seine Interessenwahrnehmung leisten.

Unsere Mandantin teilte mit, dass sich in dem Starterpaket, das sie dem Angeklagten mit dem o.g. Sendungscode zuzustellen versuchte, ein für ihn persönlich generierter Sicherheits-Pin-Code (Voucher) befand, der einen Wert von 98,90 EUR hat (vgl. auch AGB des Vertrages) und der damit verbundene Pin- Wert für sie unbrauchbar geworden ist, da sie diesen Pin-Code nicht mehr an andere Kunden versenden kann, um den Schaden ausgleichen zu können. Denn unsere Auftraggeberin als Vermittlungsdienstleisterin für Mastercard Karten musste diesen generierten Pin-Code mit der ausgebenden Stelle/Bank bzw. Lizenzgeberin der Mastercard verrechnen und an diese bezahlen, sodass hier ein stoffgleicher Schaden vorliegt.

 

Die zuständige Staatsanwaltschaft wird gebeten uns als Bevollmächtigte der geschädigten VeriPay B.V.  über den weiteren Fortgang in dieser Sache (Urteil oder Einstellung des Verfahrens) zu unterrichten und dabei unser o.a. Aktenzeichen mitzuteilen.

 

Hochachtungsvoll

 

Mimount Aharroud

Diplom-Juristin

 

 

 

Anlage / Beweis:

– Inkassovollmacht A 1

– elektronische Dokumentation der VeriPay B.V., A 2

– Screenshot über www.sofort.credit, A 3

– Ausdruck Sendungsverfolgung der Deutschen Post Sendungscode NT422XXXXXXDE, A 4

– aktuelle Forderungsaufstellung, A 5

– Ausdruck über Aktennotizen (Telefonate vom 17.05.2016 + 17.08.2016), A 6

– E-Mail- Support-Ticket #102432 vom 01.06.2016 (3 Seiten) , A7

– E-Mail Support-Ticket #104796 vom 18.06.2016 (3 Seiten), A 8

– E-Mail-Support-Ticket #105865 vom 27.06.2016 (3 Seiten), A9

– E-Mail-Support-Ticket #107876 vom 11.07.2016 (1 Seite ), A10

– Bescheinigung über eine Anzeigenerstattung vom 04.07.2016, A11

– AGB, Widerrufsformulare, A 12

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Die Akte Euro-Collect, Veripay BV und Sven F. – Hausdurchsuchung beim Serien-Betrüger

Diesen Beitrag haben wir auf der Seite des Inkasso Unternehmens Euro-Collect gefunden und veröffentlichen es zu allseitiger Belustigung:

Manche Schuldner glauben, man könne durch Täuschung, Falschanzeige oder Vortäuschung einer Straftat der Zahlungspflicht entkommen. Dies dachte auch Sven F. aus dem bayrischen Marktredwitz.

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Nachdem Euro Collect ihm das Mahnschreiben zusandte meldete sich hier Sven F. persönlich. Per Email versuchte er etwas Zeit zu gewinnen und stellte die Frage nach der genauen Forderungssumme.

111213_1111_img_0989Am 17.11.2017 meldete sich eine namentlich unbekannte weibliche Person bei unserer Hotline  und teilte mit, dass die Mobilfunknummer mit der seinerzeit die Mastercard bestellt und bestätigt wurde, ihr seit August gehöre. Damit könne Sven F. also nicht der Besteller sein. Anscheinend war dies nicht der erste Betrugsversuch der beiden Ganoven. Denn die spätere Hausdurchsuchung am Wohnort des Sven F. führte erschreckendes zu Tage.

Sven F. hatte bei mehreren Onlinehändlern Bestellungen getätigt und nicht bezahlt, weswegen nun die Staatsanwaltschaft wegen Betruges ermittelt.

Die Vorgehensweise von Sven F. und seiner Komplizin ist hinlänglich bekannt und trifft täglich tausendfach Händler und Dienstleister in ganz Deutschland, so wie vorliegend unseren Mandanten Veripay BV. Die dort von Sven F. bestellte Karte wird wohl nie bezahlt werden. Erst recht nicht wenn der Herr ins Gefängnis wandert.

Bei Euro Collect zieht die Masche nicht:

Täglich erstattet Euro Collect zahlreiche Anzeigen gegen Betrüger wie Sven F. Wir lassen uns von der altbekannten Masche “hab ich nie bestellt” oder “hab ich nie bekommen” nicht einschüchtern. Besonders dreiste Betrüger drohen dem Gläubiger dann auch gerne mit Anzeigen um Ihren betrügerischen Versuchen, die Forderung in Abrede zu stellen, Nachdruck zu verleihen.

Die Stellungnahme von Euro Collect auf die zeugenschaftliche Vernehmung in der Ermittlungssache Sven F.:

Polizeiinspektion Marktredwitz

  1. Hd. Herrn PHK Richter

Karlsbader Straße 2

95615 Marktredwitz

vorab per Telefax: 09231-9676-140

VeriPay B.V. ./. Sven XXX

Ihr Zeichen: BY4403-009814-17/3

Unser Zeichen: 48-257859

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Richter,

in vorbezeichneter Angelegenheit nehmen wir Bezug auf Ihr Schreiben vom 20.11.2017 wegen des Ermittlungsverfahrens gegen Herrn Sven XXX.

Vorliegend wurden wir von der VeriPay B.V. (ladungsfähige Anschrift: Vogt 21, 6422RK Heerlen, Niederlande) damit beauftragt, eine nicht beglichene Rechnung in Höhe von 98,90 EUR einzuziehen.

Der Forderung liegt die Ausgabegebühr einer online bestellten Mastercard zugrunde.

Unsere Beauftragung erfolgt auf elektronischem Weg per Datei.

Auf die Bestelldaten des Herrn XXX wird auf beiliegende elektronische Dokumentation der VeriPay B.V. verwiesen.

Zum Hintergrund des vorliegenden Fernabsatzvertrages können wir Folgendes mitteilen:

Unsere Auftraggeberin, die VeriPay B.V., betätigt sich auf dem Markt als Vermittlungsdienstleisterin für Mastercard Karten und ist Betreiberin der Webseite www.sofort.credit .

Verbraucher können über die o.g. Webseite eine schufa-freie MasterCard Karte (Tarif `Gold`) zu einem Ausgabepreis von 98,90 EUR beantragen, wobei sie bereits auf der Bestellseite auf alle wesentlichen

Bestandteile des Vertrages hingewiesen werden. Als Zahlungsmöglichkeit wird mit den Verbrauchern ausschließlich die Nachnahmezahlung via Deutsche Post AG vereinbart.

Des Weiteren entspricht die Bestellsituation auf der betreffenden Webseite den gesetzlichen Pflichtanforderungen für Fernabsatzverträge.

Nachdem die Verbraucher unter Einbeziehung einer Datenschutzerklärung ihre personenbezogenen Daten inklusive ihrer mobilen Rufnummer auf der Bestellseite eingegeben haben, müssen diese mittels Setzens eines gesonderten Häkchens folgenden Text bestätigen:

“Ich habe die AGB und Widerrufsbelehrung heruntergeladen, gelesen und bin einverstanden. Auch die Kartengebühren und Zahlungsmodalitäten habe ich zur Kenntnis genommen.”

Sobald dieser Text angeklickt wird, öffnen sich diese Formulare in einem PDF Dokument, das zudem auch das Muster-Widerrufsformular beinhaltet. Anschließend muss von den Verbrauchern der Button “Karte zahlungspflichtig bestellen” gedrückt werden.

Beweis: Inaugenscheinnahme der Webseite, Screenshot über die Bestellseite, AGB, Widerrufsformulare

Mit den personenbezogenen Daten des Herrn XXX wurde auf die o.g Weise am 25.07.2016 um 00:47:01 Uhr ein Fernabsatzvertrag über die Vermittlung einer MasterCard abgeschlossen und die Bestell-IP Adresse 138.XXX.XX übermittelt und gespeichert.

Überdies setzt die VeriPay B.V. hinsichtlich der Online-Kundenbestellungen ein Betrugsschutzsystem in Form eines SMS-TAN-System-Verfahrens ein, so wie es bspw. auch beim Online Banking üblich ist, um die Gefahr von Spaß- bzw. Fakebestellungen auf ein Minimum zu reduzieren. Im Rahmen des o.g. Betrugsschutzsystems erhalten die Verbraucher nach Abschluss der Bestellung auf ihre hinterlegte Mobilfunkrufnummer einen mehrstelligen Pin-Code in Form einer SMS. Dieser Pin- Code muss sodann vom SMS-Empfänger bzw. Besteller auf der Bestellseite eingeben werden, sodass sich der jeweilige Besteller sicher per SMS verifiziert werden kann.

Auf die vorgenannte Weise ist die Mobilfunkrufnummer 0176 XXXXXXX verifiziert worden.

Nachdem unsere Auftraggeberin vorliegend vertragsgemäß ein Finanzinstitut für die Ausstellung der beantragten MasterCard vermittelt hat, versuchte sie Herrn XXX das Starterpaket per Nachnahmesendung zukommen zu lassen. Die vertraglich vereinbarte Nachnahmesendung mit dem Sendungscode NT422XXXXXDE via Deutsche Post AG ist hierbei gescheitert.

Da der Zustellungsversuch nunmehr über 12 Monate zurückliegt, lässt sich der Grund für die gescheiterte Nachnahmezahlung (Annahmeverweigerung oder Nichtabholung der Sendung innerhalb der 7-tägigen

Abholfrist der Deutschen Post trotz Benachrichtigung) für uns nicht mehr über https://www.deutschepost.de/sendung/simpleQuery.html  verfolgen.

Diesbezüglich regen wir an, mithilfe des o.g. Sendungscodes den genauen Grund der gescheiterten Zahlung bei der Deutschen Post AG zu ermitteln.

Seit der gesetzlichen Neureglung der §§ 355 ff. BGB mit Wirkung vom 13.06.2014 stellt die bloße Annahmeverweigerung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen keinen Widerruf im Sinne des § 355 Abs. 1 BGB dar. Der Widerruf hat nach § 355 Abs. 1 Satz 2, Satz 3 BGB mittels einer eindeutigen Erklärung gegenüber dem Unternehmer zu erfolgen. Da unserer Auftraggeberin kein Widerruf des Vertrages zugegangen ist, ist nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist ein Fernabsatzvertrag zustande gekommen.

Da auch auf die letzte Mahnung vom 24.01.2017 hin, die Herr XXX auf seine hinterlegte Bestell-E-Mail-Adresse [email protected] via vom System automatisch generierter E-Mail hin erhielt, keine Zahlung leistete, mithin Zahlungsverzug eintrat, war die Beauftragung unseres Inkassounternehmens zum Forderungseinzug angezeigt.

Bei dem von Ihnen aufgefundenen Schreiben vom 05.09.2016, handelt es sich um unser Erstschreiben in dieser Sache, in welchem wir Herrn XXX unsere Beauftragung gem. § 11 a Abs. 1, Abs. 2 RDG ordnungsgemäß angezeigt haben, und ihn aufgefordert haben, den von uns ausgewiesenen Gesamtbetrag in Höhe von 181,30 EUR zu bezahlen.

Da keinerlei Reaktion erfolgte, erhielt Herr XXXX ausweislich der Inkassoakte noch an folgenden Tagen Aufforderungsschreiben (jeweils sowohl auf dem Postweg als auch auf die Bestell-E-Mail-Adresse [email protected] hin):

ERSTEMAIL:05.09.2016

ERINNERUNG:16.09.2016

ZWEITEMAIL:04.10.2016

ERINNERUNG2:17.10.2016

Die erste Reaktion seitens Herr XXXX in dieser Sache erfolgte am 31.01.2017. Dabei wandte er sich an unseren E-Mai-Support und teilte Folgendes mit:

“31. Januar 2017, 12:29

Sven XXXX <[email protected]>

Sven XXX 31. Jan., 12:29

Sehr geehrte Damen und Herren

Bitte teilen Sie mir die genaue Summe mit

Mit freundlichen Grüßen

Sven XXXX

—–Original-Nachricht—–

Von: Ermittlungsdienst / SD Abt. 2 <[email protected]

<mailto:[email protected]> > ”

Beweis: E-Mail-Support-Ticket #145772

Zu diesem Zeitpunkt war Herrn XXXX die genaue Forderungshöhe bereits bestens bekannt, anderenfalls hätten Sie im Rahmen Ihrer Ermittlungen gegen Herrn XXX wegen Leistungsbetruges das Aufforderungsschreiben vom 05.05.2016 nicht bei ihm aufgefunden. Seine Anfrage an unseren E-Mail-Support ist mithin einzig als Hinhaltetaktik zu verstehen, um nicht sobald der Zahlung nachkommen zu müssen.

In dieser Sache erhielt er unsererseits fernerhin eine Mahn-SMS auf seine bei Bestellung verifizierte Mobilfunkrufnummer 0176 XXXXXX hin.

Als Reaktion darauf, hat sich mutmaßlich seine Frau am 17.11.2017 an unseren telefonischen Support gewandt.

Unser Callcenter-Mitarbeiter mit der Sachbearbeiter Nummer SB22 hat den Inhalt dieses Telefonats innerhalb der Inkassoakte wie folgt dokumentiert:

“2017-11-17 10:01:00 (SB:22)

Frau ruft an wegen SMS

hat die Nummer erst seit Aug. 17

bittet um Löschung der Daten

Anfrage per Post

“2017-11-17 10:01:11 (SB:22)

FA* raus ”

* FA= Abkürzung für Forderungsaufstellung

Beweis. Ausruck über die Aktennotizen aus der Inkassoakte

Mithin ist uns wahrheitswidrig mitgeteilt worden, dass die bei Bestellung verifizierte Mobilfunkrufnummer erst seit dem 17.08.2017 existieren würde und nicht bereits seit dem 25.07.2017, mithin am Tag des Vertragsschlusses.

Auf diese Weise (Aufforderung zur Löschung der Inkassoakte) sollten wir angehalten werden, die bestehende Forderung im Wege des Inkassoverfahrens nicht weiter zu verfolgen.

Da wir diesen Anruf dennoch “wohlwollend” als ein Bestreiten der zugrunde liegenden Forderung ausgelegt haben, haben wir Herrn XXXX am 27.11.2017 auf dem Postweg die ergänzenden Vertragsumstände mitgeteilt.

Eine Zahlung ist bis dato nicht erfolgt.

Heute haben wir eine Bonitätsauskunft über eine Wirtschaftsauskunftei angefordert und dabei festgestellt, dass am 29.06.2017 die Eidesstattliche Versicherung (Ausschluss Gläubigerbefriedigung nach Maßgabe der ZPO) des Herrn XXX im Schuldnerverzeichnis eingetragen worden ist. Bevor eine Vermögensauskunft vom betroffenen Schuldner vor einem Gerichtsvollzieher abgegeben wird, gehen der Vermögensauskunft in der Regel über einen langen Zeitraum erhebliche Zahlungsschwierigkeiten voraus, mithin Zahlungsunfähigkeit.

In diesem Zusammenhang sei zudem ausdrücklich erwähnt, dass die von ihm beantragte Prepaid Mastercard schufa-frei ist. Dieses Angebot richtet sich in der Regel an solche Interessierte, die über eine schlechte Schufa-Bonität verfügen und daher über die regulären Banken keine “normale” Mastercard mehr ausgestellt bekommen. Da Verbraucher mit einer schlechten Schufa dennoch normal am wirtschaftlichen Leben teilnehmen wollen und im Alltag für Online-Bezahl-Transaktionen eine Mastercard als Zahlungsmöglichkeit brauchen, sind diese an einer Prepaid Mastercard interessiert. Ebenso gehört zum Leistungsumfang des Vertrages optional und unabhängig davon eine Kreditofferte bis zu 7.500 EUR. Es sei jedoch ausdrücklich angemerkt, dass sich seitens unserer Auftraggeberin im Rahmen ihres wirtschaftlichen Interesses ihr Angebot einer schufa-freien Mastercard betreffend nicht an zahlungs- und zahlunsgunwillige Kunden richtet.

Wir regen daher an, dass Sie im Rahmen Ihrer Ermittlungen in diesem Zusammenhang beim zuständigen Amtsgericht eine Auskunft über die abgegebene Vermögensauskunft beantragen, aus der die Schulden des Herrn XXXX hervorgehen und insbesondere seit wann er zahlungsunfähig geworden ist.

     Vor diesem Hintergrund wird namens und in Vollmacht unserer Auftraggeberin (VeriPay B.V.)

     Strafanzeige gegen Herrn XXXX wegen des Verdachts des (versuchten)

     Eingehungsbetruges zum Nachteil unserer Auftraggeberin erstattet.

Unsere Auftraggeberin teilte mit, dass sie sich in dem an Herrn XXXX versendete Starterpaket bzgl. der Mastercard Karte ein persönlicher Sicherheits-Pin-Code (Voucher) befand, der einen Wert von 98,90 EUR hat (vgl. auch AGB des Vertrages) und der damit verbundene Wert für sie unbrauchbar geworden ist, da sie diesen Pin-Code nicht mehr an andere Kunden versenden kann, um den Schaden ausgleichen zu können. Denn unsere Auftraggeberin als Vermittlungsdienstleisterin für Mastercard Karten musste diesen Pin-Code mit der ausgebenden Stelle/Bank bzw. Lizenzgeberin der Mastercard verrechnen und an diese bezahlen.

Die zuständige Staatsanwaltschaft wird gebeten uns als Bevollmächtigte der VeriPay B.V.  über den weiteren Fortgang in dieser Sache zu unterrichten und dabei unser o.a. Aktenzeichen mitzuteilen.

Hochachtungsvoll

Mimount Aharroud

Diplom-Juristin

Anlage / Beweis:

– Inkassovollmacht A 1

– elektronische Dokumentation der VeriPay B.V., A 2

– Screenshot über www.sofort.credit, A 3

– E-Mail- Support-Ticket #145772 ( 3 Seiten) , A 4

– aktuelle Forderungsaufstellung, A 5

– Ausdruck über Aktennotizen (Telefonat vom 17.11.2017), A 6

– AGB, Widerrufsformulare, A 7

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Rechtsanwalt Ray Migge (RMI) Düsseldorf – Warnung i.S. Euro Collect / Veripay

Wir sammeln gerade Beiträge zum Rechtsanwalt Ray Migge (“RMI Legal”)  aus Düsseldorf.

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Der “Anwalt” ist für zahlreiche Falschberatungen bekannt und trollt sich gerne in diversen Internetforen herum um auf Mandantensuche zu gehen. Euro Collect aus Düsseldorf warnt ausdrücklich vor den Machenschaften dieses Anwalts.

Manche Anwälte sind einfach nur schlecht – dieser ist aber nicht nur schlecht sondern sogar gefährlich.

Ray Migge Düsseldorf
Ray Migge Düsseldorf

Im Internet zeigt er sich gerne im Unterhemd. Wirkt ein bisschen merkwürdig…

Wir bitten alle Opfer, sich an uns zu wenden. Wir haben jetzt bereits zwei Opfer, die uns Unterlagen zugesandt haben. Diese belegen einwandfrei, dass der Migge falsch beraten hat. Die Opfer sind dadurch in ein zivil- und strafrechtliches Verfahren geraten, dessen Ausgang derzeit noch ungewiss ist. Es ist zu befürchten, dass hohe Geld- oder sogar Haftstrafen drohen. Ein Opfer berichtet ausführlich auf gutefrage.net.

Wir versuchen durch Sammlung der Unterlagen dem Rechtsanwalt die Zulassung zu entziehen. Es kann nicht angehen, dass sich ein Anwalt mit öffentlicher anwaltlicher Lüge profiliert. Wir werden nach rechtlicher Analyse alle Unterlagen an die zuständige Rechtsanwaltskammer und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf senden.

Seine Internetseite nennt sich “www.ra-migge.de” und laut DENIC wohnt der Herr hier:

Heinz-Schmöle-Str. 2, 40227 Düsseldorf

Update 20.11.2017

Ein Geschädigter hat uns das folgende Bild zugesandt. Das ist peinlich, ein Anwalt mit Peitsche und Maske im Rotlichtviertel von Amsterdam. Offensichtlich braucht Migge einen Nebenjob um sich über Wasser zu halten…

Ray als Lustsklave
Ray als Lustsklave

WARNUNG: RECHTSANWALTSKANZLEI ELIXIR FRANKFURT UWE MARTENS UND FLORIAN SCHUH & EURO COLLECT

Unseriöse Anwälte gibt es viele, leider viel zu viele. Immer mehr Anwälte betteln auf Google & Co. um Mandate, betreiben Foren-Spam und trollen sich als mutmaßliche “Verbraucherschützer” durch diverse Internetforen.

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Euro Collect GmbH Düsseldorf
Euro Collect

Zuerst bekommt man Mahnschreiben von einem renommierten Inkassounternehmen wie beispielsweise der Euro Collect GmbH aus Düsseldorf – dann folgt der Anwaltsärger. Nämlich dann wenn man nicht zahlen kann oder möchte und sich einen Anwalt sucht. Denn die beiden Herren werben ausdrücklich mit “Euro Collect” und man kann sich vorstellen dass die Anwälte mit den Inkassobüros unter einer Decke stecken um ahnungslose Verbraucher doppelt abzuzocken.

Culpa Inkasso Auch mit “Culpa Inkasso” versuchen die Elixir Anwälte auf Mandantenfang zu gehen. Culpa Inkasso selbst hat einen Interessanten Artikel über Elixir auf der Website veröffentlicht. Zitat:

Natürlich ist es auch Culpa Inkasso als seriöses, zertifiziertes Inkassounternehmen gewohnt, nicht unbedingt auf Gegenliebe bei den Schuldnern zu stoßen, doch ist eine öffentliche Methodik zur Mandantengewinnung, wie sie Rechtsanwalt Uwe Martens pflegt, potentiell rufschädigend und in keiner Weise akzeptabel.

In unserem Fall der Woche geht es um die beiden Anwälte “Uwe Martens” und “Florian Schuh” die unter dem illustren Namen “elixir” handeln: Homepage

Bildschirmfoto 2017-11-20 um 05.05.02Dann werben die beiden noch mit Logos der FAZ, Süddeutschen, DATEV, Prosieben, WDR & Co. – allerdings ohne Quellenangaben. Wie soll die Angabe “bekannt u.a. aus DATEV” zu verstehen sein?  Wir haben DATEV, Prosieben, die FAZ und den WDR  um Stellungnahme gebeten und werden diese hier veröffentlichen. Wir können uns nicht vorstellen, dass seriöse Unternehmen wie die DATEV mit diesen Abzockern zusammenarbeiten. Vielleicht haben die Herren eine DATEV-Software installiert, aber damit zu werben, man wäre “bekannt u.a. aus DATEV” ist schon mehr als dreist und ist offensichtlich bewußt auf Verbrauchertäuschung ausgelegt.

Um Ihre Masche “rund” zu machen bieten die beiden unter allen erdenklichen Suchbegriffen (namhafte Inkassofirmen, Fitnessstudios, etc.) “Hilfestellung” zur Forderungsabwehr an. Damit können sich dann zahlungsunwillige oder zahlungsunfähige Schuldner gegen Forderungen wehren und sich damit mehr Kosten aufhalsen. Für drei Seiten PDF zockt man dann eben 39,90 € ab.

Bildschirmfoto 2017-11-20 um 04.55.04Dabei verwendet man dann ein offensichtlich getürktes oder gar selbst frei erfundenes Gütesiegel “www.faires-inkasso.de”. Der Laie fällt auf dieses “Zertifikat” rein und glaubt, die Anwälte wären in irgendeiner Art ausgezeichnet worden. Vermutlich haben die “Anwälte” sich das Siegel selbst ausgedacht, denn auf der Seite selbst findet sich leider rein garnichts – nur ein Platzhalter. Registriert ist die Domain auf:

Dieser Domainhaber ist bei tausenden Domains eingetragen und dient hier offensichtlich als Strohmann, wie heise online berichtet.

GRIES Service Solutions Inc.
512 Lancaster St
01453 Leominster

Generell ist es problematisch, wenn Anwälte mit Gütesiegeln werben. Selbst das Werben mit TÜV- oder DEKRA-Siegeln ist Anwälten gerichtlich untersagt worden, da es eine Irreführung des Verbrauchers darstellt (OLG Hamm, Urteil vom 31.1.2012).

Wir sprechen eine ausdrückliche Warnung vor diesen Anwälten aus. Wir gehen davon aus, dass die beiden das “Gütesiegel” frei erfunden haben und  widerrechtlich verwenden.

Geschädigte bitten wir um Kontaktaufnahme und Zusendung von Beweismaterial. Wer sich von den beiden vertreten lassen hat, möge bitte die von der Kanzlei erstellten Schriftstücke zusenden. Wir gehen aufgrund von Verbraucherzuschriften davon aus, dass hier gewerbsmäßig vorgegangen wird und es täglich zu neuen Rechtsverstößen durch Florian und und Uwe kommt.

WOHLFÜHLREISEN AG: WENN EINER EINE REISE… DANN MUSS ER BÖSE BLECHEN!

Eigentlich müsste der altdeutsche Liedtext von Matthias Claudius im Original ja ein wenig positiver klingen, nämlich: „Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen, drum nehm ich meinen Stock und Hut und tät das Reisen wählen“. Bezogen auf die Angebote der Deutsch/Schweizer Wohlfühlreisen AGwürde manch einer der lieben Reisenden das Reiseangebot im Nachhinein am liebsten rückgängig machen, denn zu schal ist der Beigeschmack, der sich mit den Urlaubsangeboten dieses etwas ominösen Reiseveranstalters offenbar verbinden lässt.

Ein kurzer Blick ins Internet genügt, um Gewissheit zu erlangen, dass die Angebote der Wohlfühlreisen AG wohl doch nicht so gut sind wie der Firmenname vermuten lässt. Denn wenn man „Wohlfühlreisen“ hört, möchte man meinen, in besten Händen zu sein, und einen schönen entspannten Urlaub zu verleben. Doch die Realität sieht offenbar ganz anders aus. Da gibt es viele Beschwerden, negative Einträge und Bewertungen von enttäuschten Kunden. Reisende, die mit sogenannten Lockangeboten angeworben, dann aber kräftig abkassiert wurden. Außerdem stiftet die Tatsache Verwirrung, dass die Firma drei verschiedene Kontaktadressen benutzt, sowohl in der Schweiz im Örtchen Chur, dann in Wolfratshausen und in Oldenburg. Das sieht eher nach Verwirr-Taktik aus, als nach transparenter Darstellung. Auch der Blick ins Impressum der Webseite lässt kaum Rückschlüsse auf Standorte oder Verantwortliche zu. Alles sehr nebulös. Und vielleicht auch gewollt, denn die Klagen häufen sich von unzufriedenen Kunden. Es ist sogar von Abzocke und arglistiger Täuschung die Rede. Ob das zu einer gelungenen Reise beiträgt, ist sicherlich fraglich.

Es wird offensichtlich mit der immer gleichen Masche gearbeitet: Es werden Adressen angekauft oder selbst recherchiert, dann folgt ein Anschreiben mit Reiseangebot, verpackt in ein Vorzugsangebot zu besonders günstigem Preis oder sogar kostenlos – allerdings mit integrierter Kostenfalle (die versteckten Zusatzkosten stehen im Kleingedruckten wie Benzinbeteiligung oder anteilige Buchungsbeteiligung, etc). Damit das Ganze nicht wie billiger Kundenfang aussieht, gaukelt man eine Beteiligung eines irgendwann erfolgten Gewinnspiels vor. Blöd nur, wenn wie im Netz berichtet, ein Kunde das Lockangebot bekam mit dem Hinweis, er hätte im laufenden Jahr an einem Rätsel-Gewinnspiel teilgenommen, obwohl selbige Person bereits vor 5 Jahren verstorben ist. Da ist jeder weiterer Kommentar überflüssig.

Und so häufen dich Kritik, Vorwürfe und negative Bewertungen – wie die Verbraucherschutzzentrale  in einer Mitteilungbestätigt. Besonders in der Hinsicht, dass das Unternehmen bei Verweigerung der angemahnten Zahlungen des Kunden mit Anwalt droht, selbst wenn die Mahnungen unwirksam und rechtswidrig sind. Irgendwie versucht Wohlfühlreisen AG auf jede erdenkliche Art an das Geld der ahnungslosen Rentner zu kommen – auf diese hat die Firma sich nämlich mit ihren Kaffeefahrt-Angeboten im größeren Stil spezialisiert. Nur die guten alten Heizdecken werden nicht zum Kauf angeboten: Da fühlt man sich dann doch wohl ein bißchen zeitgemäßer mit seiner Abzock-Masche und schnürt stattdessen lieber ein Reiseangebot, welches seriöser aussieht. Doch wenn man sich die sogenannten Reiseinformationen zu den einzelnen Destinationen „herunterlädt“, so trifft man auf eine antiquierte einzelne Seite mit Reisebeschreibung und Fotos aus den 50er Jahren – absolut veraltet, im Retro-Style. Dass darauf eigentlich niemand hereinfallen sollte, würde sich der klar denkende User vorstellen. Doch offensichtlich fühlen sich unsere betagten Senioren in die gute alte Zeit versetzt und fallen deshalb reihenweise auf den Schwindel herein. Wie einige sagen, wird die angebotene kostenlose „Werbereise“ hinterher teurer als eine regulär gebuchte. Und damit ist dann wirklich alles gesagt!

Die Wohlfühlreisen AG wird auf die Warnliste gesetzt.

SELBSTSTÄNDIGE SCHULDEN DEN KRANKENKASSEN MILLIARDEN

Die Beitragsschulden bei den gesetzlichen Krankenkassen wachsen rasant. Seit Ende 2013 verdreifachten sich die offenen Forderungen der 113 Krankenversicherungen von 2,2 Mrd. Euro auf aktuell 6,6 Mrd. Euro. Ein wesentlicher Grund ist nach Ansicht der Kassen, dass kleine Selbstständige – etwa Solo-Selbstständige ohne Angestellte – finanziell oft überfordert sind.

Inzwischen hat der Schuldenberg sogenannter Selbstzahler ein Rekordniveau erreicht – und steigt weiter. Selbstzahler wie Studenten und Selbstständige führen ihren Beitrag direkt an die Kasse ab. „Leider steigt die Summe der Beitragsschulden kontinuierlich an, da es Menschen gibt, die ihre Beiträge aufgrund eines fehlenden oder unregelmäßigen Einkommens nicht zahlen können“, sagt Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes in Berlin. Daran änderte auch der gesetzliche Schuldenschnitt 2013 nichts. Damals wurden säumigen Zahlern ihre Beitragsschulden ganz oder teilweise erlassen. Davon profitierten vor allem jene, die bis dahin gar keinen Krankenschutz hatten. Das Problem der Selbstständigen blieb.

Das belegt auch die Statistik. Der Löwenanteil der Schulden entfällt laut Bundesversicherungsamt mit 5 Mrd. Euro auf die Kategorie „freiwillige Versicherung“, die auch Selbstständige erfasst. Diese Gruppe kämpft oft mit Zahlungsproblemen, weil ihr Kassenbeitrag trotz geringer Einkünfte hoch ausfallen kann. Im Prinzip müssen Selbstständige den Höchstbeitrag von etwa 760 Euro an Kranken- und Pflegeversicherung abführen, der bei Einkommen ab 4 350 Euro fällig wird. Wer geringere Einkünfte nachweist, zahlt – von Ausnahmen abgesehen – mindestens rund 390 Euro im Monat.

Zunächst dürfte sich die Schuldenspirale weiterdrehen, denn die Situation ist verfahren: Die Kassen dürfen klammen Kunden seit 2007 nicht mehr kündigen. Der GKV-Spitzenverband fordert daher, der Staat müsse solche Schulden aus Steuergeldern begleichen. Der AOK-Bundesverband schlägt vor, das unterstellte Mindesteinkommen für Selbstständige deutlich zu senken.

Private Krankenversicherer haben das Problem besser gelöst: Sie bringen säumige Zahler im Notlagentarif mit Minibeitrag von maximal 150 Euro im Monat unter. Dadurch halbierten sich die Beitragsschulden dort.

CREATIVE PAYMENTS & MEDIA BV: TEURE KREDITKARTE STATT KREDIT

Die fiese Abzockmasche der CREATIVE PAYMENTS & MEDIA BV ist recht simpel:  Anstatt einen Kredit zu genehmigen, da das Unternehmen lediglich Kredite vermittelt, die  von anderen Instituten stammen, verschickt das Unternehmen zuerst einmal eine Prepaid-Kreditkarte. Und zwar in Verbindung mit dem Kreditvertrag, den jeder Interessent ausfüllen und zurücksenden muss. Dass ein Antragsteller diese Kreditkarte als Bestandteil des Kreditvertrages mit beantragen muss, ist den meisten nicht bewusst. Zu versteckt und verschlüsselt durch wirre Formulierungen kann man in den Vertragsklauseln kaum erkennen, dass hier ein zweites Vertragsdetail mit verbindlichem Charakter genehmigt und bestätigt wird. Sobald der Vertrag an die Creative Payments & Media (CPM) BV in Kerkrade zurückgesandt worden ist, tritt der Zusatzvertrag in Kraft, der den Kreditnehmer in den Besitz einer Kreditkarte bringt. Ganz fies dabei aber ist, dass es sich um eine Prepaid-Kreditkarte handelt, die nichts mit der ursprünglichen Kreditkarte zu tun hat. Mit dieser Karte kann ich nur bezahlen, wenn ich vorher Geld aufgeladen habe – anders als bei der herkömmlichen Karte, die es mir ermöglicht, auf Kredit einzukaufen und später durch Abbuchung vom Referenzkonto dafür zu bezahlen.
Ein zusätzlicher Aspekt von Arglist lässt sich daran erkennen, dass das holländische Unternehmen (mit mindestens 1 Tochterunternehmen „sorglosduo24.de“)  speziell Kunden anspricht, die bei anderen Kreditinstituten mangels Bonität oder schlechter Schufa-Auskunft keinen Kredit bekommen würden, ihnen vonCREATIVE PAYMENTS & MEDIA BV aber vorgegaukelt wird, dennoch eine Chance auf Kreditzuteilung zu bekommen. Kreditnehmer, die wenig oder kein Geld haben, und finanziell nach dem letzten Strohhalm greifen, werden erstmal mit mindestens 50 Euro Kartengebühr und 10 Euro Versandgebühr zur Kasse gebeten, bevor ihnen klar wird, dass es für einen Kredit sowieso nicht reichen wird, da das Unternehmen nach unverhältnismäßig langer Wartezeit einen abschlägigen Hinweis verschickt. Statt dessen besitzt der gebeutelte Antragsteller nun eine Kreditkarte, mit der er nichts anfangen kann, wenn er nicht vor dem Einsatz der wertlosen Plastikkarte selbst Geld darauf hinterlegt. Geld welches er voraussichtlich  nicht hat, da er sonst wohl kaum einen Kredit nachfragen würde. Sobald ein Kunde bemerkt, dass er ganz übel hinters Lichtgeführt wurde und nun die Verpflichtung eines Kartenvertrages an der Backe hat, versucht er vielleicht, diese vertragliche Vereinbarung rückgängig zu machen. In dem Moment aber, wo er die Zahlung verweigert, erreichen ihn  unversehens Mahnungen von Inkassounternehmen, die die fällige Zahlung eintreiben wollen. Durch Inkassogebühren verdoppeln sich die Kosten ganz schnell, so dass hier guter Rat teuer ist. Die Verbraucherzentralen wurden durch unzählige Beschwerdebriefe auf die Firma aufmerksam und haben das Unternehmen abgemahnt. Bis jetzt ohne Erfolg. Die Abzocke geht munter weiter

VORSICHT BEI MAHNBRIEFEN AUS TSCHECHIEN

Es sind erst wenige Tage vergangen, als der Oldenburger Rentner J. Resch (*Name von der Redaktion geändert), wieder einmal einen Mahnbrief der tschechischen Firma ENA in seinem Briefkasten vorfand. Mit dem Schreiben enthalten war eine beiliegende Forderung in Höhe von 90 Euro für „erotischen Service“. Kurze Zeit später, meldete sich ein weiterer Leser schriftlich bei der Fraudanwalt-Redaktion, dem ähnliches wiederfuhr. Das Schema schien gleich zu sein: Der Mann aus Stade erhielt eine Zustellung per Einschreiben von der tschechischen Averto. Auch hier werden 90 Euro für Erotikservice gefordert. Fraudanwalt rät Verbrauchern einen kühlen Kopf zu bewahren und keinesfalls auf die betrügerischen Drohgebärden zu reagieren – im schlimmsten Fall wäre es für die meistens Anonymen, ausländischen Betrügerbanden notwendig – vor einem inländischen Gericht zu klagen.

Keine Daten am Telefon preisgeben

Eine Verbraucherin aus Celle berichtet der Verbraucherredaktion Fraudanwalt, sie wäre über einige Tage, angeblich von Post telefonisch kontaktiert worden. Dabei erzählte die vermeintliche Postkundenbetreuerin der Frau, dass ein Adressablauf notwendig wäre, weil Briefe schlecht leserlich wären. Auch in diesem Fall dauerte es nicht lange bis die Frau zwei Briefe in ihrem Postkasten vorfand. Jeweils eine Forderung über 90 Euro, sowie eine weitere über 50 Euro forderte Averto mit Sitz in der Tschechischen Republik.

Petersberg Deutschlands Abzockerparadies

Im wieder führt die Spur ins beschauliche Petersberg. R.M.I. (Sexabzocker) hat einen neuen Geldeintreiber gefunden. So erhielten mehrere Verbraucher aus Niedersachsen Mahnungen von Simex aus Petersberg über einen Betrag in Höhe von 135 Euro. Demnach haben sie Telefonsex-Serviceleistung beansprucht. Selbst Mitglieder der städtischen Vertretung sollen Gerüchten zur Folge involviert gewesen sein. Den Mahnungen waren wenige Wochen zuvor Rechnungen in Höhe von 90 Euro vorausgegangen. Die Beträge sollen auf ein tschechisches Konto überwiesen oder bar per Einschreiben gezahlt werden. Die Polizei ermittelt.